Verschieben der Steuerreform

hi showbee,

auf der ausgabenseite kann man nur bei aktionen wie
elbbegradigung etc. sinnvoll einsparen. auch müsste man
überlegen, ob nicht irgendwo die ein oder andere autobahn
warten kann.

das greift aber nur dann sofort, wenn die Mittel für solche Maßnahmen bereits in diesem Jahr eingeplant und freigegeben sind. Problem: Was ist mit Entschädigungen an die Vertragspartner aus dem Gewerbe? Sollen begonnene Arbeiten stillgelegt werden?

auf der einnahmenseite sehe ich folgende idee:

anhebung des solizuschlags um 50-100%, also statt 5,5%
irgendwas zwischen 7 und 10%. der soli macht meines wissens
ca. 12mrd euro aus. also kann man hier 5mrd reinholen.

mit der umsatzsteuer werden ca. 143mrd euro eingenommen.
rechnet man einfach pauschal statt 16 mit 17 prozent, sollte
gem. milchmädchenrechnung eine mehreinnahme von 8 mrd
gerechnet werden können. (annahme wie 1999 wurden 92% der
ust-einnahmen zum 16% satz erzielt).

Pschylogisch wäre das eine doppelte Steuererhöhung, die u.U. den Konsum weiter bremst. Würde das nicht eher zu ausfällen, anstatt zu Mehreinnahmen führen?

das macht also 13mrd mehreinnahmen, der rest muss durch
einsparungen gebracht werden.

Die öffentliche Hand soll ja der größte Investor sein, also wäre die eingesparten ausgaben verrechnet mit den neuen Ausgaben für Reparaturleistungen in den Gebieten eine Nullrechnung auf der Einnahmenseite.

die kombination USt & Soli hat folgenden vorteil:

ust besteuert den verbrauch, wer viel konsumiert (porsche
fährt, villa baut) konsumiert mehr und zahlt auch mehr.

Hier übersiehst du, daß nicht der Porschekäufer der UST-Steuerzahler ist, sondern der Geringverdiener, da dieser größtenteils seine gesamten Einnahmen verkonsumiert.

soli bringt dagegen auch eine belastung nach dem einkommen.
hierdurch bleibt auch eine belastung bei den körperschaften
hängen, denn i.d.R. ist die umsatzsteuer für unternehmer ein
durchlaufender posten.

Hier übersiehst du, daß die Großverdiener unter den Körperschaften die niedrigeren Steuerzahler sind, da sie ein größeres steuerminderndes Verrechnungspotential haben.

Alter Spruch: 1000 mal 50Pfg. sind mehr als 10 mal 50 Mark.

im weiteren muss man nur dafür sorgen, das die kohle auch die
richtigen erreicht. am besten hier erhöhung des
gemeindeaufkommens an der ust/est/soli/kst zugunsten von
ausgewählten landkreisen…

Gibt es denn solche Notfallsonderklauseln im Steuerrecht des Bundes?

meine idee halt, aber mich fragt ja keiner, eine erhöhung der
ust ist nicht medienwirksam für die wahl nicht förderlich.
deswegen suggeriert man den steuerpflichtigen, das sie spenden
ohne weniger zu haben. EIN WITZ!

Eine Verschiebung ist besser, denn dann hat man optisch zunächst nix weniger. Dass man nicht mehr hat nach einer Reform, ist ja sowieso der normale Eindruck.

denn die geplant gewesene steuersenkung wird auch kompensiert
durch anderweitige einnahmen. diese anderweitigen einnahmen,
werden dem dummen wähler aber nicht auf die stulle
geschmiert…

Das würd ich nochmal nachlesen. Ich glaube eher, daß der „Sparkurs“ hier das wesentliche finanziert.

gruss
winkel

Ist doch logisch!
Das Einzige, was die Sozis vom Geld verstehen, ist, dass sie es immer von anderen Leuten haben wollen. In diesem Fall eben später als früher. Die Mrd.( meiner Meinung nach weit über 50 Mrd., denn auf der Woge der Forderungen und Solidaritätsbekundungen wird es kein Politiker wagen, ein durchnässtes Unterhemd zu verweigern) der Entlastung sind durch einen zugegebenermassen geschickten Schachzug Schröders weg. Sollte er also auch noch die nächste Wahl gewinnen, so wird der wirtschaftliche Unsinn, den seine Regierung verzapft, immer durch die Belastung durch die Hochwasser(katastrophe) erklärt werden.
LEUTE; LASST EUCH NICHT BLENDEN!
Gruss
Herbert

Hallo,

die Verschiebung der Steuerreform ist - auch wenn die CDU nun zustimmt, wenn die Körperschaftssteuer wieder erhöht wird - ein Fehler.

Wir benötigen eine Steuerreform, um die Wirtschaft im Lande anzukurbeln. Was eigentlich bis zum Hochwasser richtig war, kann nun nicht plötzlich wegen dem Hochwasser falsch sein. Auch ist erstaunlich, dass nun plötzlich sogar die SPD die Kapitalgesellschaften wieder stärker besteuern will.

Dass natürlich durch die einzelnen Umfragen, die nicht so ernst zu nehmen sind, da es Telefonumfragen sind, bei denen die Anrufer gezählt werden, eine Mehrheit gibt, die lieber die Steuerreform ein Jahr verschieben wollen als einen Einmalbetrag von 10 EURO im Jahr also SOLI zahlen wollen verstehe ich.

Die Parteien in Berlin verarschen uns. Das Hochwasser kam für die SPD wie für die CDU genau richtig. Man muss vor der Wahl nicht an das Volk und nach der Wahl hat man auch schon die Beschlüsse, die man notfalls ohnehin nächstes Jahr wegen der Lage der Gemeinde hätte korrigieren müssen. Beide haben - egal wer gewinnt - für 2003 ff. nun die Luft, die Haushalte des Bundes nach freien Mitteln nicht durchforsten zu müssen. Man holt wieder Geld bei den Bürgern über die Steuern, weil man den Mut zu klaren Entscheidungen nicht hat.

Es muss ja für mehr als vier Millionen Arbeitslose blanker Hohn sein, wenn sie jetzt hören, dass der Aufschwung ein weiteres Jahr verschoben wird - was wirtschaftlich bis alles greift mehr als drei jahre bedeutet - und sie in den komenden vier bis fünf Jahren weiterhin arbeitslos bleiben.

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl
beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der
Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was
ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und
Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden,
während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen
Konzerne) nichts dazu beitragen?

Ich bin nicht erstaunt, dass sehr viele im Laufe dieses Thread, so schnell die bisherigen Begründungen wechseln und auch die teilweise dubiosen Abstimmungen nach dem Motto " Wollen sie zahlen oder alles beim alten lassen ? " bestehen. Jeder hört, dass ihn die Sache nichts zusätzlich kostet. Dies ist schlicht unwahr.

Bei aller Realität zu der harten und schlimmen Katastrophe und den Schicksalen dieser Menschen, wird in der Politik nicht gehandelt, sondern es werden einfach Massnahmen verschoben. Unter Handeln verstehe ich, dass in diesem riesigen Haushalt des Bundes leicht 20 Milliarden zu finden sind, sei es durch die Umschichtung von Geldern oder durch die Zuführung der Gelder der Bundesbank, Zinsgewinnen aus Bundesunternehmen und durch die Rückstellung von Prestigeobjekten.

Gruss Günter

Also ich gehör zu denen, die das keine schlechte Lösung finden, wenn jetzt auch AGs und GmbHs davon betroffen sind.

Das Gejammer von wegen „Wir brauchen eine Steuerreform, sonst geht alles den Bach runter! Deutschland steht kurz vor dem Abgrund“ ist doch überflüssig, ob diese Reform jetzt 2003 oder 2004 kommt ist doch relativ egal. Man hat viele Jahre drauf gewartet, da kommts auf ein Jahr mehr wegen einer nicht vorhersehbaren Katastrohpe auch nicht an.

Was wäre denn die Alternative?

Renten kürzen? Grosses Geschrei.
Sozialhilfe, Arbeitslosengeld kürzen? Grosses Geschrei.
Bundeswehr noch kürzer halten? Grosses Geschrei.
Eine weitere Steuer für den Osten? Riesengeschrei.
Mehrwertsteuer erhöhen? Das gleiche.

Natürlich könnte man den gesamtem Haushalt infrage stellen und einen grossen Wurf wagen, eine einheitliche Reform etc… aber da ja dann auf einmal alle vermutlich den Gürtel noch enger schnallen müssten, geht das nur mit Politikern, die nicht wiedergewählt werden wollen… denn bis sich sowas auszahlt, vergehen Jahre, wenn nicht Jahrzehnte…

Ausserdem dürfte die Konjunktur zumindest im Osten jetzt gross anziehen, auch und vor allem bei mittelständischen Handwerksbetrieben… schliesslich geht es um ein Schadensvolumen von über 15 mrd €—

Gruss

Tach REWE (this is a Gruß) Gruss
Feanor

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl
beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der
Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was
ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und
Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden,
während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen
Konzerne) nichts dazu beitragen?

Wo liegt mein Denkfehler?

Hallo Sarah,

aus Gründen der „Steuergerechtigkeit“ wird daran vieleicht noch etwas geändert.

Ich befürchte aber einen anderen Denkfehler: Es wird so getan, als handele es sich beim Hochwasser um ein einmaliges Ereignis. Das Wort „Jahrhundertflut“ mag zu dieser Annahme führen. Tatsächlich aber ist keiner davor sicher, daß sich das Gleiche nächste Woche wiederholt, an der Elbe, der Oder, am Rhein, an der Donau oder wo auch immer. Kann auch sein, daß das nächste Hochwasser kommt, wenn die jetzt entstandenen Schäden gerade behoben sind.

Offenkundig beschert uns das Klima vermehrt extreme Situationen. Ich halte es deshalb für unsinnig, alles wieder wie gehabt aufzubauen, wenn nicht gleichzeitig ein Konzept realisiert wird, wie solche Überschwemmungen bewohnter Gebiete zukünftig zu vermeiden sind. Das bisherige Schutzkonzept durch Deiche hat verstärkt durch Flußbegradigungen lebensgefährliche Schwächen, wie jedermann sehen kann. Entgegenwirken könnte die Renaturierung von Auflächen. Macht man das, gibts nach starken Niederschlägen oder zur Schneeschmelze in ausreichend großen, unbewohnten Flächen nasse Füße, aber kein Hochwasser dieses Ausmaßes mehr.

Von der Steuerreform kann man halten, was man will, aber deren Aufschub zur Finanzierung der Hochwasserfolgen ist ein kurzsichtiges und löcheriges Konzept, wenn nicht gleichzeitig und in überschaubarem Zeitraum wirksam etwas gegen die Wiederholung der Katastrophe getan wird. Dabei vermeide ich das Wort „Naturkatastrophe“, denn um eine solche handelt es sich nicht. Es hat einfach nur heftig geregnet und man hat den Flüssen zuvor die Möglichkeit der Ausbreitung durch beinahe vollständiges Eindeichen genommen. Das Hochwasser, die Toten und die materiellen Schäden gehen deshalb ausschließlich auf das Konto der Flußbegradigungen zusammen mit der Eindeichung, ohne für ausreichende Überschwemmungsflächen zu sorgen. Diese Flächen gab und gibt es. Nur sind sie künstlich trocken gelegt und von den Flüssen abgeschottet.

Solange die nötigen Überschwemmungsflächen nicht renaturiert werden, ist jeder Griff in die Bürgertaschen kurzsichtige Flickschusterei.

Gruß
Wolfgang

Hallo Ivo,

könntest du mir das bitte ausführlich erklären?

Danke
Frank

Gratuliere zum Durchblick!

Nein, ich bin nicht verrückt :smile:

Sag ich auch nicht. Du hast es durchblickt, und es gibt schon allerhand andere, die es auch verstehen, geht auch ohne BWL-Studium, wenn man nur bereit ist, das Brett vorm Kopf wegzunehmen und sich die Sache aus ein paar Schritten Distanz anzusehen.

(Ich glaube futuremoney.de oder geldreform.de da gibts Infos.)

Was mich in dem Zusammenhang besonders empört: Den Flutopfern zinsgünstige Kredite anzubieten. Die haben alles verloren, und dann werden sie auch noch gezwungen, sich von denen Geld (Zinsen) aus der Tasche ziehen zu lassen, die sowieso schon nicht mehr wissen, wohin damit.

Alles weg, und dann auch noch draufzahlen!

Was mich in dem Zusammenhang besonders empört: Den Flutopfern
zinsgünstige Kredite anzubieten. Die haben alles verloren, und
dann werden sie auch noch gezwungen, sich von denen Geld
(Zinsen) aus der Tasche ziehen zu lassen, die sowieso schon
nicht mehr wissen, wohin damit.

  1. Den Verlust manifestieren und sich den Ersatz ersparen.
  2. In alten nassen und verkrusteten Möbeln und Hausrat weitermachen.
  3. Einen „nichtzinsgünstigen“ Kredit aufnehmen.
  4. Warten bis einem jemand was schenkt.
  5. Ihr beiden Geldkritiker, leiht denen das Geld zinslos, bzw. schenkt es den opfern. Ich gehe davon aus ihr habt die 16 Milliarden, die in Sachsen fehlen!

gruss
winkel

Er hat nicht ganz Recht…
… denn wenn ich deinen Kommentar lese, wäre ein BWL- oder besser noch VWL-Studium vielleicht doch nötig, damit du das mit den Zinsen verstehen kannst.
Ludwig

Gesells Erben
Hi Dan
Diese Ideen, die auf dem Gedanken von Silvio Gesell aufbauen, wurden hier bereits diskutiert
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Mit einigen kleinen Beiträgen von meiner Seite.
Ich halte diese Vorschlage einer „Geldreform“ für nicht praktikabel.

Gruß
Mike

P.S. Weitere Diskussion bei Finanz- Und Wirtschaftspolitik

Hi Mike

Diese Ideen, die auf dem Gedanken von Silvio Gesell aufbauen,
wurden hier bereits diskutiert

Habe mir deine Artikel durchgelesen und befinde dich für zu wenig aufgeklärt und informiert. Wenn du durchaus in Fragen Geologie und Mineralogie u.ä. ein Experte bist, fehlt hier aber noch einiges an Verständniss. Ich habe als Ossi den realen Sozialismus erlebt und lebe seit zwölf Jahren im realen Kapitalismus.
Putzigerweise geben meinen ansichten nicht nur „Ossis“ sondern auch „Wessies“ vielfach, ohne widersprechen zu wollen, recht. Da dem so ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sind wir alle bekloppt oder der Rest ist zu wenig darüber informiert.

Mit einigen kleinen Beiträgen von meiner Seite.
Ich halte diese Vorschlage einer „Geldreform“ für nicht
praktikabel.

Weshalb nicht? Weil das mal eine echte Reform wäre?
Wir haben zu Ostzeiten vierzig Jahre lang ohne Zinsen gelebt und es funktionierte.

zusammenfassend: Ich sehe echten Handlungsbedarf. Hier muß mal eine schonungslose Analyse und Aufklärung über politische Ökonomie von DDR und BRD betrieben werden. Bei real 9-10 Mio nicht Erwerbsmöglichen droht der Topf überzubrodeln.
Das kann auch fix mal in extreme Rrichtungen aus Protest umschwenken (siehe Le Pen und Haider) und das sollte doch vermieden werden.

Frank

Hi,

Weshalb nicht? Weil das mal eine echte Reform wäre?
Wir haben zu Ostzeiten vierzig Jahre lang ohne Zinsen gelebt
und es funktionierte.

Junge, Du musst in einem Zustand geistiger Umnachtung gelebt haben. Nie was von Sparbuechern gehoert? Auch im Osten gab es Lebensversicherungen mit Zinseszinseffekt. Dass bei der zentralisierten Unternehmensfinanzierung (soweit sie ueberhaupt stattfand, Maschinen mit Datum in den 1930’ern) Steuern und Zinsen nicht so leicht zu unterscheiden waren, trug eher noch zum Versagen des Systems bei. Und einen bis Bloedsinnigkeit gehenden Wachstumswahn gab es auch, Plaene und ihre (meist fiktive) Uebererfuellung.

Viel Spass noch im Leben.

Ciao Lutz

Hi,

Nein, ich bin nicht verrückt :smile:

Sag ich auch nicht. Du hast es durchblickt, und es gibt schon
allerhand andere, die es auch verstehen, geht auch ohne
BWL-Studium, wenn man nur bereit ist, das Brett vorm Kopf
wegzunehmen und sich die Sache aus ein paar Schritten Distanz
anzusehen.

ich beglueckwuensche euch, dass euch die frohe Botschaft des neuen Evangeliums erleuchtet hat. Ihr muesst noch ein paar weitere Mitstreiter finden, evtl. ueberzeugt ihr auch ein paar, dass da nicht die Ostkueste und juedische Weltverschwoerung dahinter steckt, oder vielleicht lasst ihr euch ueberzeugen, Meinungsaustausch eben. Wenn ihr das dann alles ausgearbeitet habt, werdet ihr evtl. feststellen, dass zur Erloesung der Welt von der Zinsknechtschaft ein paar Bankzentralen in Schutt und Asche gelegt werden muessen, Vorbilder waeren RAF und das erste WTC-Attentat, auch Oklahoma koennte lehrreich sein.

(Ich glaube futuremoney.de oder geldreform.de da gibts Infos.)

Die kannte er schon.

Was mich in dem Zusammenhang besonders empört: Den Flutopfern
zinsgünstige Kredite anzubieten. Die haben alles verloren, und
dann werden sie auch noch gezwungen, sich von denen Geld
(Zinsen) aus der Tasche ziehen zu lassen, die sowieso schon
nicht mehr wissen, wohin damit.

Die Alternative waere, Geld total aus dem luftleeren Raum zu zaubern, oder ihnen das Material zum Wiederaufbau (wirklich das konkrete Material) zu schenken. Das muesste aber auch Bezahlt werden. Die eigentliche Sauerei ist doch aber, dass fast nur von Geld geredet wird, wo es Menschen materiell ziemlich schlecht geht. Und da macht auch ihr mit.

Auf zum Weltuntergang, nach uns die Sintflut. Hauptsache alle haben genug Geld, zumindest die, die es wert sind. (Bei einigen gehoeren Muslime ja nicht dazu).

Ciao Lutz

Kompliment zurück
Hi Frank
das Kompliment, dass ich keine Ahnung hätte, gebe ich mit allergrößter Freundlichkeit zurück. Auch Du hast offensichtlich ahnung von Nanotechnologie und Projektmanagment.

Deine Ahnung von Wirtschaftszusammenhängen scheint jedoch gleichfalls ziemlich begrenzt zu sein.
Deine Abqualifizierung meiner Ansichten mag ja berechtigt sein, ich habe mir wenigstens Mühe gegeben, meine Ansichten zu begründen.

Weiter Diskussion darüber aber im Wirtschaftspolitikbrett.

Putzigerweise geben meinen ansichten nicht nur „Ossis“ sondern
auch „Wessies“ vielfach, ohne widersprechen zu wollen, recht.
Da dem so ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sind
wir alle bekloppt oder der Rest ist zu wenig darüber
informiert.

Kein weiterer Kommentar… :smile:

Mit einigen kleinen Beiträgen von meiner Seite.
Ich halte diese Vorschlage einer „Geldreform“ für nicht
praktikabel.

Weshalb nicht? Weil das mal eine echte Reform wäre?
Wir haben zu Ostzeiten vierzig Jahre lang ohne Zinsen gelebt
und es funktionierte.

  1. es gab Zinsen… Überraschung!.

  2. Und wie sahs da aus, nach 40 Jahren?

wenn das so toll war, wundere mich nur, warum fast alle abhauen wollten.
Und ein System, dass ohne Kredite funktionieren sollte, war Albanien. Schau dir mal an, wie es da aussah, nachdem der Kommunismus zusammengebrochen war.

Gruß
Mike

Hallo Mike.

Deine Abqualifizierung meiner Ansichten mag ja berechtigt
sein, ich habe mir wenigstens Mühe gegeben, meine Ansichten zu
begründen.

Nee, haste eben nicht, sonst hätte ich es auch nicht abqualifiziert. Wen du z.B. heute fleißig bist und denkst, daß du dir die zehnfache Menge an Getreide anbaust, als du für ein Jahr brauchen würdest, den Rest „sparst“ und denkst daß es dann zehn Jahre reichst, dürftest du im Irrtum sein. Hierfür müßte Geld einen negativen Zins haben, da es mit der Zeit verfällt oder verschimmelt oder von Getier vermampft wird.
Selbst bei Häusern benötige ich eine Instandhaltung, um den Verfall aufzuhalten.

Weiter Diskussion darüber aber im Wirtschaftspolitikbrett.

Verstehe ich aber nicht. Ohne Wirtschaft auch nix soziales. zusammen ist alles Inlandspolitik. Außerdem ist es für ne Menge Leute hier das täglich aktuellste Problem - bei mir im Ort würde ich den Zustand wie fast nach dem Krieg betiteln. Kaum einer hat Arbeit, wer was kann ist in BW oder Bayern.

Putzigerweise geben meinen ansichten nicht nur „Ossis“ sondern
auch „Wessies“ vielfach, ohne widersprechen zu wollen, recht.
Da dem so ist, gibt es nur zwei Möglichkeiten: entweder sind
wir alle bekloppt oder der Rest ist zu wenig darüber
informiert.

Kein weiterer Kommentar… :smile:

Mit einigen kleinen Beiträgen von meiner Seite.
Ich halte diese Vorschlage einer „Geldreform“ für nicht
praktikabel.

Weshalb nicht? Weil das mal eine echte Reform wäre?
Wir haben zu Ostzeiten vierzig Jahre lang ohne Zinsen gelebt
und es funktionierte.

  1. es gab Zinsen… Überraschung!.

Ja, 0,5 % oder so. Irgendwie muß es funktioniert haben. Dennoch muß das eher eine Abgabe bzw. Zugabe gewesen sein (Es gab auch Kredite für Einfamilienhäuser mit Zins, aber nur unter bestimmten Bedingungen). Das Thema war tabuisiert und selbst jetzt sind kaum Zahlen darüber zu finden.

  1. Und wie sahs da aus, nach 40 Jahren?

wenn das so toll war, wundere mich nur, warum fast alle
abhauen wollten.
Und ein System, dass ohne Kredite funktionieren sollte, war
Albanien. Schau dir mal an, wie es da aussah, nachdem der
Kommunismus zusammengebrochen war.

Die Problematik war ganz einfach, daß das Mitspracherecht der Bevölkerung fehlte.
Daß die Wirtschaft relativ kaputt war hatte aber auch andere Ursachen. erstens waren hier andere Wertvorstellungen, zweitens gabs ne Cocom - Liste, drittens kam man nur gegen teure Devisen an manche Rohstoffe, so daß die Wirtschaft vornehmlich die einheimischen nutzte. Das nur einige Punkte - andere gibt es auch noch - z.B. die Ausrichtung der Wirtschaft auf den Export ins NSW (der Anteil war beträchtlich - ist auch heute vielerorts in Rußland wieder so).

Gewünscht hätte ich mir einen konstruktiven Beitrag, mit dem man einen möglichen Ausweg aus dieser Krise findet, denn hier drüben passiert imhgo nicht mehr viel und die Leute liegen dann euch auch nur auf der Tasche.

Eine flut hatten wir gerade, aber was bringt uns die „Rentnerschwemme“? :frowning:

In sämtlichen Industriestaaten gehen die Geburten zurück. Wenn das in china sinnvoll wäre, was passiert uns hier? Ich finde jedenfalls diese Form der Globalisierung nicht sinnvoll, eher gefährlich.

Gruß
Frank

… denn wenn ich deinen Kommentar lese, wäre ein BWL- oder
besser noch VWL-Studium vielleicht doch nötig, damit du das
mit den Zinsen verstehen kannst.
Ludwig

für den Erstposter meinst du hoffentlich, denn ich weiß wohl, daß es nicht nur einen Geldzins gibt, sondern auch einen Mehrwert

Den kannten sogar schon die Neandertaler:

Ich geb dir nen Scheffel Weizen, wenn du mir 2 Scheffel zurückgibst. denn du hast ja eine Reichliche Ernte, wenn du Weizen aussäst, davon möchte ich dann was abhaben, sonst kriegste meinen Weizen nicht und ich säh den selber aus.

gruss
winkel

Hi!

das die Steuerreform nun um 1 Jahr verschoben wird ist wohl
beschlossene Sache. Heute habe ich gehört, dass 66% der
Bevölkerung dieses lt. einer Umfrage gut finden.
Ich muß anscheinend etwas entscheidendes verpaßt haben! Was
ist denn gut daran, dass die Lasten somit auf Klein- und
Mittelstandsbetriebe sowie Privatleute verteilt werden,
während Kapitalgesellschaften (und damit auch die großen
Konzerne) nichts dazu beitragen?

Wo liegt mein Denkfehler?

Ich würde sagen, der Denkfehler liegt darin, daß keine Belastung für Klein- und Mittelstandsbetriebe sowie für Privatleute auftreten, die sie heute nicht schon haben. Eigentlich wechselt nur der Empfänger der Zahlungen der genannten Kreise.

Aber vermutlich haben viele Privatleute und/oder Kleinunternehmer schon jenes Geld ausgegeben, das sie noch gar nicht haben (wie war das noch mit dem Verteilen des Bärenfells?).

Das Herumgemecker an dieser Lösung kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Wenn mir etwas weggenommen wird, was ich gar nicht habe - wo ist das Problem?

Grüße
Heinrich

Hi!

Mein Vorschlag wäre, was ich aber auch noch nicht zu Ende
bedacht habe, den Zins umzukehren.

Ey Mann, geile Idee!

Man leiht sich Geld und kriegt Geld dafür!
Dann würde ich versuchen, Millionen und Abermillionen zu kriegen. Die schaffe ich flugs ins Ausland, wo man für Kredite noch Zinsen zahlt (denn dort trete ich als Kreditgeber auf) - und schon verdiene ich an beiden Fronten!
Und jeder Bundesbürger wird in kürzester Zeit zum Milliardär Dagobert Duck’schen Niveaus!

Wann kann ich dich zum Kanzler wählen?

Grüße
Heinrich

Hallo winkel,

eine ganz neue Perspektive dir mal uneingeschränkt recht zu geben.

Ohne den Mehrwert würden wir uns wohl immer noch auf den Bäumen befinden… nun, wir wollen den Affen nicht unrecht tun. Auch die haben schon Zeit in Werkzeuge investiert um hinterher mehr Zeit zu haben…

Und wer sich auf die DDR beruft, hat wohl nichts verstanden. Wenn die DDR hier nicht ein wirtschaftliches Problem gehabt hätte, mit Ihrem System gäbe es die DDR noch und unser wirtschaftliches Problem in D wäre um einiges geringer.

Schließlich funktioniert so ein System leider nur mit uneingeschränkten Resourcen. Und die gibt es nun mal nicht!

Gruß ivo