Verschieben der Steuerreform

Pöbeln oder Sachlich?
Hi Frank
Entweder… Oder

  1. das Problem der Geldwirtschaft ist ein übernationales, hat also in Inlandspolitik nichts zu suchen
  2. Entweder wir pöbeln uns hier gegenseitig an (wozu ich allerdings keine Lust habe) oder wir diskutieren sachlich.

Deine Abqualifizierung meiner Ansichten mag ja berechtigt
sein, ich habe mir wenigstens Mühe gegeben, meine Ansichten zu
begründen.

Nee, haste eben nicht, sonst hätte ich es auch nicht
abqualifiziert.

  1. Ich finde es nett, dass Du mir sogar die Mühe absprichst, meine Ansichten zu begründen… Woher Du das nur weisst…
    Kann ich mir mal deine Glaskugel ausleihen, ich glaube, die hat einen Linsenfehler.

Also: Neuanfang in Wirtschaftspolitik (wo unsere Diskussion auch nicht nach 3 Tagen im Archiv verschwindet) oder wir lassens.

Mike

Hallo Wolfgang,

im Prinzip völlig einverstanden, aber (11.) das Geld MUSS her und (2.) in vier Wochen denkt kein Mensch (außer die Betroffenen) mehr an „Flut“.

Langfristige Lösungskonzepte sind sind auch letzlich dem „Wahlvolk“ nicht „zuzumuten“: Sie würden in sehr vielen lieben Gewohnheiten Änderungen bedingen. Beobachtet man den Wahlk®ampf, so fragt man, sich, wann jemand den Leuten tatsächlich einmal reinen Wein einschenkt. - Meine These: Man läßt sich sehr schnell hysterisieren (Terror (dieser Anthrax-Schwachsinn); BSE) um dann schnell wieder zum Gewohnten überzugehen. Rindfleisch wird gefressen wie eh und je…

Schöne Grüße

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Hi,

für den Erstposter meinst du hoffentlich, denn ich weiß wohl,
daß es nicht nur einen Geldzins gibt, sondern auch einen
Mehrwert

Den kannten sogar schon die Neandertaler:

Ich geb dir nen Scheffel Weizen, wenn du mir 2 Scheffel
zurückgibst. denn du hast ja eine Reichliche Ernte, wenn du
Weizen aussäst, davon möchte ich dann was abhaben, sonst
kriegste meinen Weizen nicht und ich säh den selber aus.

Dieses Argument ist so bloedsinnig, dass es schon bezeichnend ist. Nicht alles, von dem Du Dir angewoehnt hast, es als unhinterfragbar wahr zu betrachten, ist auch eine natuerlichen Tatsache und gilt seit Urzeiten.

Abgesehen davon, dass es zu Neandertalerzeiten noch keinen Weizen gab, funktioniert diese Story noch nicht mal fuers Mittelalter. Und warum reichliche Ernte? Es geht doch um Ernte vs. keine Ernte.

Und wenn man schon eine Story bringen will, dann bitte in der Form: Ich belehne Dich mit einem Eisenpflug, und bekomme dafuer nach jeder Ernte zwei Sack Getreide. Weil dann kommen wir zu dem Problem, auf welcher Grundlage sich geschmiedetes Eisen mit Kohlenhydraten vergleicht, wie man da Fairness oder gar Recht (als kodifizierte Form) herstellt.

Ciao Lutz

Hi,

für den Erstposter meinst du hoffentlich, denn ich weiß wohl,
daß es nicht nur einen Geldzins gibt, sondern auch einen
Mehrwert

Den kannten sogar schon die Neandertaler:

Ich geb dir nen Scheffel Weizen, wenn du mir 2 Scheffel
zurückgibst. denn du hast ja eine Reichliche Ernte, wenn du
Weizen aussäst, davon möchte ich dann was abhaben, sonst
kriegste meinen Weizen nicht und ich säh den selber aus.

Dieses Argument ist so bloedsinnig, dass es schon bezeichnend
ist. Nicht alles, von dem Du Dir angewoehnt hast, es als
unhinterfragbar wahr zu betrachten, ist auch eine natuerlichen
Tatsache und gilt seit Urzeiten.

Diese Antwort hat eine noch schlechtere Qualität, denn eine Metapher als Argument zu betrachten ist ein schlimmer Fehler!

Ich behaupte nicht, daß es unhinterfragbar ist, ich behaupte auch nicht es sei eine ewige Wahrheit, Ich sprech auch nict von natürlichen Tatsachen.

Ich habe nur gesagt, daß sich seit alten Zeiten ein System eingeschlichen hat und wahrscheinlich nur deshalb bis heute überlebt hat, weil es für alle von Nutzen ist.

Abgesehen davon, dass es zu Neandertalerzeiten noch keinen
Weizen gab, funktioniert diese Story noch nicht mal fuers
Mittelalter. Und warum reichliche Ernte? Es geht doch um Ernte
vs. keine Ernte.

Der „Weizen“ läßt natürlcih die Metapher sterben, klar!
Es geht ums Schenken! Und auch im Mittelalter wurde so gehandelt, nur eben ungerecht.

Und wenn man schon eine Story bringen will, dann bitte in der
Form: Ich belehne Dich mit einem Eisenpflug, und bekomme
dafuer nach jeder Ernte zwei Sack Getreide. Weil dann kommen
wir zu dem Problem, auf welcher Grundlage sich geschmiedetes
Eisen mit Kohlenhydraten vergleicht, wie man da Fairness oder
gar Recht (als kodifizierte Form) herstellt.

Deswegen hat sich die Vertragsebene gebildet, wo das eine gegen das andere gewogen wird und es zu einem Handel kommen soll, der beide befiedigt. Dazu kommt die menschliche Eigenheit des guten oder schlechten (Ver)händlers.

Aber ich geb dir recht: gerechter wär es wir würden wieder zum Sammler und Jäger und würden uns um 10 Körner Grassamen die Birnen einschlagen.

gruss
winkel

Hi,

Diese Antwort hat eine noch schlechtere Qualität, denn eine
Metapher als Argument zu betrachten ist ein schlimmer Fehler!

Dann ist die Metapher schlecht, denn sie soll etwas, was fuer wahr gehalten wird mit etwas beleuchten, was unsinnig ist.

Das Wort „bloedsinnig“ koennte man als ueberzogen bezeichnen.

Ich behaupte nicht, daß es unhinterfragbar ist, ich behaupte
auch nicht es sei eine ewige Wahrheit, Ich sprech auch nict
von natürlichen Tatsachen.

Ahja. Und als naechstes sprichst Du von quasi-natuerlichen Tatsachen:

Ich habe nur gesagt, daß sich seit alten Zeiten ein System
eingeschlichen hat und wahrscheinlich nur deshalb bis heute
überlebt hat, weil es für alle von Nutzen ist.

Wie gesagt, die „alten Zeiten“ sind die letzten 300 Jahre, etwas weiter gefasst ab der Reformation. Und der Wirkungsraum ist nicht die Welt, sondern die weisse zahlungsfaehige Bevoelkerung des christlich-fundamentalistischen (andere sagen protestantisch dazu) Westeuropa und Nordamerika

Und ich frage mich, was der Nutzen fuer die Kinder in den Slums von Manila ist (war gerade ein Beitrag im Weltspiegel). Dieses System, was sich eingeschlichen hat, fuehrt zu Hungersnot bei gleichzeitigem Nahrungsmittelexport (Irland 19. Jh., Afrika jetzt), es fuehrt dazu, dass Trinkwasser zum wertvollen Gut, also zur knappen Ressource wird und einkommensabhaengig wird. Es reisst weltweit Menschen aus stabilen doerflichen Zusammenhaengen, was der junge Marx in seinem Manifest noch bejubelte, heute aber direkt zur Verelendung fuehrt.

Abgesehen davon, dass es zu Neandertalerzeiten noch keinen
Weizen gab, funktioniert diese Story noch nicht mal fuers
Mittelalter. Und warum reichliche Ernte? Es geht doch um Ernte
vs. keine Ernte.

Der „Weizen“ läßt natürlcih die Metapher sterben, klar!
Es geht ums Schenken! Und auch im Mittelalter wurde so
gehandelt, nur eben ungerecht.

Ich mache einen Unterschied zwischen Gabentausch und aequivalentem, wertbehaftetem Tausch. Gabentausch kann nicht ungerecht sein, da dabei Vergleichbarkeit keine Rolle spielt. Der Handel im Mittelalter konnte nicht im heutigen Sinne ungerecht sein, da es kein abstraktes Recht gab, es war persoenlich, an den Lehnsherren gebunden.

Und wenn man schon eine Story bringen will, dann bitte in der
Form: Ich belehne Dich mit einem Eisenpflug, und bekomme
dafuer nach jeder Ernte zwei Sack Getreide. Weil dann kommen
wir zu dem Problem, auf welcher Grundlage sich geschmiedetes
Eisen mit Kohlenhydraten vergleicht, wie man da Fairness oder
gar Recht (als kodifizierte Form) herstellt.

Deswegen hat sich die Vertragsebene gebildet, wo das eine
gegen das andere gewogen wird und es zu einem Handel kommen
soll, der beide befiedigt.

Wie stellen sie aber fest, dass es sie befriedigt? Wer garantiert den Vertrag? Ist ein abhaengiger Bauer gegenueber seinem Lehnsherren vertragsfaehig (abgesehen davon, dass er Analphabet ist)?

Dazu kommt die menschliche
Eigenheit des guten oder schlechten (Ver)händlers.

Meinst Du jetzt die boesen Juden mit ihrem Wucherzins vs. die guten Fugger, die ganz regulaer ihre Bergprivilegien ausbeuteten und sich Koenige kauften?

Oder meinst Du, dass ich, wenn ich ein guter Verhaendler bin, mein Brot im Supermarkt zum halben Preeis kriege?

Aber ich geb dir recht: gerechter wär es wir würden wieder zum
Sammler und Jäger und würden uns um 10 Körner Grassamen die
Birnen einschlagen.

Kannst Du mir bitte erklaeren, was Dich zu diesem Gedankensprung veranlasste? Ich heisse nicht Frank.

Ciao Lutz