Hallo Allerseits,
in den monotheistischen Religionen ist der Glaube an eine unsterbliche Seele üblich. Die Seele soll individuell, sich ihrer bewust die Identität des Menschen tragen, während der Körper nur sowas wie eine Hülle ist.
Was die Identität eines Menschen ausmacht, sind seine Gedanken, Erinnerungen, Werte und Verhaltensmuster, kurzum seine Persönlickeit.
(Man kann hier andere Definitionen verwenden, was nichts an der gedankenkette ändert.)
Die Persönlichkeit eines Menschen ist aber unmittelbar mit seinem Gehirn gekoppelt. Chemische Einwirkungen, Erkrankungen oder Traumen wirken sich auf das Denken und die Persönlichkeit eines Menschen aus.
Im Extremfall gibt es solche Erkrankungen, wie Alzheimer, bei denen von dem, was einen Menschen ausmacht, am Schluß nichts mehr Erkennbares übrig bleibt.
Weiterhin gilt auch, dass sich Menschen im Laufe ihres Lebens verändern, zumindest gewinnen sie neue Erinnerungen.
Bei Säuglingen und Kleinkindern (bis zu einem gewissen Alter) gibt es wiederum gibt es zwar so etwas wie eine Persönlichkeit, aber keinen ausreichend ausgebildeten Verstand, um ihre Existenz zu begreifen.
Wenn nun ein Mensch stirbt und eine Seele freigesetzt werden soll, welchen Zustand oder überspitzt ausgedrückt Versionsstand soll nun diese unsterbliche Seele in die Ewigkeit eingehen?
Wird die Seele eines Alzheimer-Patienten „repariert“ oder auf einen Versionsstand vor der Erkrankung gebracht?
Verbleibt die Seele von Säuglingen in ihrem Entwicklungsstand oder gibt es eine „Nachreifung“?
Was sagen die traditionellen Lehren dazu?
Gruß
Carlos
P.S. Natürlich stellen sich diese Fragen nicht, wenn man nicht an das Konzept einer sich individuell bewusten unsterblichen vom Körper getrennten Seele glaubt.
wird wohl alzheimer sein 