Versteh mich selbst nicht mehr

Hallo,

Das waere in der Tat Unsinn. Deshalb habe ich soetwas auch
nicht geschrieben.

Du hast geschrieben, daß es für „Therapeuten und die Pharmaindustrie“ nichts Schöneres als Depression gebe, weil sie diese Erkrankung Leuten leicht einreden könnten. Das in Verbindung mit der Bezeichnung „Modeerkrankung Depression“, Deiner Diagnose der Situation von „always“ und Deinem "Behandlungs"ratschlag läßt erkennen, daß Du ein ziemlich schiefes Bild von der Krankheit Depression und dem Umgang mit ihr hast. Du solltest vorsichtiger damit sein, was Du schreibst, wenn Du weiter ernstgenommen werden möchtest.

Grüße,

O. Walter

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Hallo Oliver,

daher schrieb ich:

ich kann dem, was Oliver, Anja, Isabel geschrieben haben nicht zustimmen.

hier hatte ich einfach nur zusammen gefasst…
Und damit gemeint, dass ich allen drei Postings nicht zustimmen kann. Also auch deinem (deiner Antwort an Tychi).

Ohne jetzt detailliert auf alle Meinungen einzugehen

und hier hatte ich erläutert, dass ich mich jetzt nicht zu jedem einzelnen äußern möchte, sondern meine pers. Meinung einbringen (im Folgenden).

Aber ist doch nicht schlimm… musst du nicht erstaunt sein.

Grüße
Demenzia

Hallo Demenzia,

ich bin erstaunt, daß Du mich angeschrieben und mit Namen
genannt hast, da ich der Fragestellerin weder geraten habe,
ein Antidepressivum einzunehmen, noch behaupte, daß
Antidepressiva Wundermittel sind. Mein Posting ist eine
Entgegnung auf Tychis Meinung über Depression, keine Antwort
auf die Fragestellerin.

Beste Grüße,

Oliver

Lieber Dr. Walter

Das waere in der Tat Unsinn. Deshalb habe ich soetwas auch
nicht geschrieben.

Du hast geschrieben, daß es für „Therapeuten und die
Pharmaindustrie“ nichts Schöneres als Depression gebe, weil
sie diese Erkrankung Leuten leicht einreden könnten.

Richtig. Und das ist eine andere Aussage, als die, die du Unsinn
nanntest. Das war naemlich diese hier:

Es ist daher Unsinn zu behaupten, daß
die Krankheit Depression existieren würde, weil sie Menschen
eingeredet wird.

Ich nehme an, du siehst den Unterschied, denn sonst haettest du ja
nicht zu deinen Gunsten unvollstaendig zitiert.

Das in
Verbindung mit der Bezeichnung „Modeerkrankung Depression“,
Deiner Diagnose der Situation von „always“ und Deinem
"Behandlungs"ratschlag läßt erkennen, daß Du ein ziemlich
schiefes Bild von der Krankheit Depression und dem Umgang mit
ihr hast.

Ich masse mir nicht an, die Depression genau zu kennen und zu
kompetentem Rat faehig zu sein. Deshalb weise ich in meinen Postings
darauf hin, dass ich ein Laie bin schreibe so etwas:

Kommst du alleine nicht klar oder ist deine Lage schlimmer, als es
hier zu sein scheint, dann geh’ zum Arzt oder gleich zu einem
Psychotherapeuten. Informiere dich vorher, welcher fuer deine
Probleme in Frage kommt.

oder

Der Arztbesuch
ist eine gute Idee.

oder

Ich weiss, dass die Depression eine ernste Erkrankung ist, die man
nicht mit „das wird schon wieder“ und „goenn’ dir mal 'ne Pause“ aus
der Welt schaffen kann.

oder

Natuerlich ist es wichtig, dass jemand, der tatsaechlich eine
Depression hat, rechtzeitig zum Arzt oder Therapeuten geht.

wie man es in meinen letzten Beitraegen nachlesen kann.

Du solltest vorsichtiger damit sein, was Du
schreibst, wenn Du weiter ernstgenommen werden möchtest.

Haben wir nicht alle Angst darum, dass man uns in diesem Forum
vielleicht nicht ernst nehmen koennte? :wink:

Gruss, Tychi

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Hallo Demenzia,

und hier hatte ich erläutert, dass ich mich jetzt nicht zu
jedem einzelnen äußern möchte, sondern meine pers. Meinung
einbringen (im Folgenden).

wenn Du mich anschreibst, weil Du meinem Posting nicht zustimmen kannst, aber weder den Grund dafür schreibst noch in Deiner persönlichen Meinung etwas sagst, was meinem Posting widerspricht, weiß ich mit Deiner Antwort leider nichts anzufangen.

Grüße,

Oliver Walter

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Hallo Oliver,

ich hatte ihn so verstanden, dass es bei MANCHEN Personen möglich sei, ihnen eine Depression einzureden, aber nicht, dass Depression generell ein eingebildetes Problem sei. Er hatte doch auch deutlich geschrieben, dass er auf keinen Fall die Depression als Krankheit in Frage stellen wolle. Und dass die Pharmaindustrie sich über einen steigenden Absatz von Medikamenten freut, ist ja nun kein Geheimnis, sondern eine logisch zu erklärende Tatsache. Insofern verstehe ich deine Kritik nicht.

Grüße,
Anja

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Die ganz persönliche Antwort an Oliver
Hallo Oliver,

in erster Linie, kann ich deiner Behauptung

Dein Posting ist eine Mischung aus Unwissenheit und Vorurteilen

so nicht zustimmen.

Es mag sein, dass Tychi sich für deine fachlichen Ohren nicht „ordentlich“ ausgedrückt hat, aber ich finde solche Geschosse bzw. Aussagen wie von dir getätigt nicht gerechtfertigt.

Grüße
Demenzia

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Hi,
kannst Du Dir das posting, auf das sich deine Antwort bezog, nochmal durchlesen?

Vielleicht verstehst Du es dann?

gruss, isabel

Rehi,

hab ich, aber ich glaub, wir reden schlichtweg aneinander vorbei. Deine Meinung ist halt deine, meine bleibt meine. So ist das halt.

Gruß
Demenzia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Demenzia,

Es mag sein, dass Tychi sich für deine fachlichen Ohren nicht
„ordentlich“ ausgedrückt hat, aber ich finde solche Geschosse
bzw. Aussagen wie von dir getätigt nicht gerechtfertigt.

jetzt hast Du mir immer noch nicht den Grund verraten, warum Du meinem Posting nicht zustimmen kannst, sondern nur was Dir nicht gefällt.

Grüße,

Oliver Walter

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So geht es mir auch. Ich höre mehr zu als zu reden. Auch ziehe ich mich gerne zurück. Zuviel „Rummel“ mag ich nicht. Doch ich brauche die anderen Menschen, die Anregungen von außen. Bist du womöglich sehr sensibel?

Andere Menschen können nicht hellsehen. Du mußt ihnen sagen, was du brauchst. Als eine klare, offene Bitte.

Aufraffen kann ich auch nicht immer. Zuviel Arbeit erschlägt mich. Sag nicht Ja, wenn du Nein meinst, und umgekehrt. Ich mache nur das, was wirklich sein muß. Unangehmes muß leider auch sein, das gehört dazu. Ich nehme eine Stunde dafür Zeit und mach es einfach. Nach dieser Stunde könnte ich aufhören, doch meistens bin ich dann fast fertig und ich beende es.

Versuch, deinen Tag zu struktieren. Pack dabei nicht den Tag voll, sondern laß genug Pufferzeit. Bei den Zeiten verschätzt man sich leicht. Plane auch genug Zeit für dich ein. Mach eines nach dem anderen. Falls du den Eindruck hast, du würdest nichts machen, schreib es auf! Du wirst stauen!

Meine Arbeit im Haushalt habe ich eingeteilt in: täglich, wöchentlich, monatlich oder in größeren Abständen, das ich in meinem Putzkalender eintrage.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Anja,

in dem Posting wurden tatsächlich dauernd Beteuerungen gemacht, wie Du sie beschreibst. Sie werden immer wieder durch andere Behauptungen wie z.B., daß es Depression früher als Krankheit gar nicht gab, sie eine Modeerkrankung sei, daß man sie Leuten einreden kann und daß Therapeuten und die Pharmaindustrie sich darüber freuen würden, weil es nichts Schöneres für sie gebe, vollständig entwertet und durch das Gegenteil ersetzt.

Grüße,

Oliver Walter

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Ich masse mir nicht an, die Depression genau zu kennen und zu
kompetentem Rat faehig zu sein. Deshalb weise ich in meinen
Postings darauf hin, dass ich ein Laie bin

Es ist richtig, daß Du in Deinen Postings stets beteuerst, daß Depression eine ernstzunehmende Erkrankung ist. Du schreibst auch, daß Du Laie bist und nicht genug von der Sache verstehst. Allerdings erweckst Du trotz dieser Beteuerungen durch Deine Behauptungen genau das Gegenteil. Die Beteuerungen sind nur leere Phrasen, rhetorische Nebelbomben, um Deine eigentlichen Aussagen zu verharmlosen. Dies ließe sich anhand Deines Postings „Modeerkrankung Depression“ sehr schön veranschaulichen. Vielleicht werde ich das an anderer Stelle ausführlicher tun. Hier reicht schon der Hinweis auf zwei der eklatantesten Widersprüche.

Zu Beginn des Postings „Modeerkrankung Depression“ die Beteuerung

„Ich weiss, dass die Depression eine ernste Erkrankung ist, die man
nicht mit „das wird schon wieder“ und „goenn’ dir mal 'ne Pause“ aus
der Welt schaffen kann.“

und dann wenige Sätze später der vollständige Widerspruch dieser Beteuerung:

„Sagt man einem Traurigen und Erschoepften jedoch, dass er sich nicht
zu bekuemmern brauche und dass sein Zustand voruebergehe, dann fasst
er vielleicht Mut und kriegt die Kurve in Richtung Ausgeglichenheit
und Frohsinn.“

Sagt man einem Traurigen und Erschoepften jedoch, dass er sich nicht
zu bekuemmern brauche und dass sein Zustand voruebergehe = „das wird schon wieder“

Ähnlich ist es mit Deiner Schutzbehauptung von oben

Ich masse mir nicht an, die Depression genau zu kennen und zu
kompetentem Rat faehig zu sein.

Denn Du tust es doch:

„Mein Rat: Nimm dir Zeit fuer dich, auch wenn du andere enttaeuschen
musst. Erinnere dich, was dir frueher Spass gemacht hat und tu dies
dann. […]“

Leute, die nicht so genau lesen, bemerken solche eklatanten Widersprüche nicht.

O. Walter

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Hallo Oliver

Es ist richtig, daß Du in Deinen Postings stets beteuerst, daß
Depression eine ernstzunehmende Erkrankung ist. Du schreibst
auch, daß Du Laie bist und nicht genug von der Sache
verstehst. Allerdings erweckst Du trotz dieser Beteuerungen
durch Deine Behauptungen genau das Gegenteil. Die Beteuerungen
sind nur leere Phrasen, rhetorische Nebelbomben, um Deine
eigentlichen Aussagen zu verharmlosen.

So sind sie aber nicht von mir gemeint. Ich will, dass jemand, der
meine Beitraege liest, dies im Bewusstsein tut, eine Laienmeinung zu
lesen.

Dies ließe sich anhand
Deines Postings „Modeerkrankung Depression“ sehr schön
veranschaulichen. Vielleicht werde ich das an anderer Stelle
ausführlicher tun. Hier reicht schon der Hinweis auf zwei der
eklatantesten Widersprüche.

Zu Beginn des Postings „Modeerkrankung Depression“ die
Beteuerung

„Ich weiss, dass die Depression eine ernste Erkrankung ist,
die man
nicht mit „das wird schon wieder“ und „goenn’ dir mal 'ne
Pause“ aus
der Welt schaffen kann.“

und dann wenige Sätze später der vollständige Widerspruch
dieser Beteuerung:

„Sagt man einem Traurigen und Erschoepften jedoch, dass er
sich nicht
zu bekuemmern brauche und dass sein Zustand voruebergehe, dann
fasst
er vielleicht Mut und kriegt die Kurve in Richtung
Ausgeglichenheit
und Frohsinn.“

Sagt man einem Traurigen und Erschoepften jedoch, dass er sich
nicht
zu bekuemmern brauche und dass sein Zustand voruebergehe =
„das wird schon wieder“

Leider bist du hier wieder ungenau:
Zunaechst spreche ich von der Depression.
Dann spreche ich von einem Zustand der Traurigkeit und Erschoepfung.
Du wirst mir zustimmen, dass dies zwei verschiedene Dinge sind. Somit
sind aber auch die Behauptungen in Bezug auf diese Dinge kein
Widerspruch.
Nur dann, wenn die Traurigkeit und die Erschoepfung ihre Ursache in
einer Depression haben, entsteht die von dir dann zurecht kritisierte
Widerspruechlichkeit.

Ähnlich ist es mit Deiner Schutzbehauptung von oben

Ich masse mir nicht an, die Depression genau zu kennen und zu
kompetentem Rat faehig zu sein.

Denn Du tust es doch:

„Mein Rat: Nimm dir Zeit fuer dich, auch wenn du andere
enttaeuschen
musst. Erinnere dich, was dir frueher Spass gemacht hat und tu
dies
dann. […]“

Ich gebe einen Rat, stelle diesem aber voran, dass ich kein
Psychologe bin. Damit kann der Leser diesen Rat einordnen, z.B. in
die Kategorie „kein kompetenter Ratschlag“. Deshalb muss er ja nicht
schlecht sein. Es ist eben kein Rat eines Fachmanns.

Leute, die nicht so genau lesen, bemerken solche eklatanten
Widersprüche nicht.

Und Leute, die genau lesen, merken, dass es nur scheinbare
Widersprueche sind.

Gruss, Tychi

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Hallo,

Zunaechst spreche ich von der Depression.
Dann spreche ich von einem Zustand der Traurigkeit und
Erschoepfung.
Du wirst mir zustimmen, dass dies zwei verschiedene Dinge
sind.

ja, richtig. Depression ist nicht gleich Traurigkeit und Erschöpfung. In Deinem Posting „Modeerkrankung Depression“ setzt Du die beiden Dinge jedoch implizit gleich, um Depression als Krankheit herunterzuspielen. Das machst Du so: Zuerst schreibst Du

Ich weiss, dass die Depression eine ernste Erkrankung ist, die man
nicht mit „das wird schon wieder“ und „goenn’ dir mal 'ne Pause“ aus
der Welt schaffen kann.
Ich weiss auch, dass die Zahl der an dieser Krankheit Leidenden
zunimmt, vielleicht weil die Welt immer komplizierter wird.

Der Leser geht anhand dieser Sätze davon aus, daß Du Depression als Krankheit anerkennst und sie nicht verharmlosen willst.

Dann schreibst Du:

Aber:

Das „Aber“ hat im Deutschen die Funktion, einen Satz oder Nebensatz einzuleiten, der die Gültigkeit der inhaltichen Aussage vorangegangener Sätze einschränkt oder aufhebt. Deine Absicht ist an dieser Stelle gewesen, die Gültigkeit Deiner Sätze, in denen Du Depression als Krankheit anerkannt hast, die man nicht mit gutem Zureden kurieren kann, einzuschränken oder aufzuheben. Du machst das so:

Aber:
Traurigkeit und Zeiten von Muedigkeit und Niedergeschlagenheit gibt
es im Leben fast jedes Menschen, der lange genug gelebt hat.

Was hat dieser Satz, der auf Sätze über Depression folgt, mit Depression zu tun, wenn Du Depression nicht mit Traurigkeit, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit gleichsetzt? Wenn Du hättest sagen wollen:

Depression ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die man nicht mit gutem Zureden behandeln kann. Sie zeichnet sich u.a. durch Traurigkeit, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit aus. Allerdings ist nicht jede Traurigkeit ein Hinweis auf Depression. Deshalb muß man nicht bei jeder Traurigkeit ein Antidepressivum nehmen.

hättest Du das schreiben können und ich wäre Deiner Meinung gewesen. Als Physiker bist Du gebildet genug, um die Unterschiede in den Formulierungen zu kennen. Dein Posting hat aber nicht diesen Inhalt hat, sondern es verharmlost Depression als eine Erkrankung, indem Du Depression als etwas hinstellst, daß es angeblich früher nicht gab, daß angeblich erst seit 100 Jahren bekannt, beforscht und bekämpft wird und daß durch Therapeuten und die Pharmaindustrie (Deine Polemik!) Menschen eingeredet wird, weil sie daran verdienen.

Die rhetorischen Tricks in Deinem Posting lassen sich Satz für Satz aufdröseln.

Grüße,

O. Walter

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Daher ist bei Depression als erstes der Gang zu einem
Neurologen/Psychater zu empfehlen (und NICHT der Gang zu einem
Psychologen oder Gesprächstherapeuten - zu dem wird der
Neurologe einen Patienten schon schicken, wenn er dies für
notwendig oder sinnvoll erachtet).

Natürlich ist es völlig korrekt, den ersten Gang zum Psychologen oder Psychotherapeuten anzutreten, denn siehe:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Ich rede hier ausschliesslich von Depression.

Nicht von anderen physischen Ursachen für depressionsartige
Symptome (wie eben zB eine starke Schilddrüsenunterfunktion
o.ä.).

Und, bedenke bitte: Ein Neurologe ist ein Mediziner (im
Gegensatz zum Gesprächstherapeuten). Er wird also niemandem
Antidepressiva verschreiben, ohne vorher sicherzugehen, dass
zB alles mit der Schilddrüse stimmt, etc.

gruss, isabel

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Hallo Oliver,

Zuerst schreibst Du

Ich weiss, dass die Depression eine ernste Erkrankung ist, die man
nicht mit „das wird schon wieder“ und „goenn’ dir mal 'ne Pause“ aus
der Welt schaffen kann.
Ich weiss auch, dass die Zahl der an dieser Krankheit Leidenden
zunimmt, vielleicht weil die Welt immer komplizierter wird.

Der Leser geht anhand dieser Sätze davon aus, daß Du
Depression als Krankheit anerkennst und sie nicht verharmlosen
willst.

Dann schreibst Du:

Aber:
Traurigkeit und Zeiten von Muedigkeit und Niedergeschlagenheit gibt
es im Leben fast jedes Menschen, der lange genug gelebt hat.

Was hat dieser Satz, der auf Sätze über Depression folgt, mit
Depression zu tun, wenn Du Depression nicht mit Traurigkeit,
Müdigkeit und Niedergeschlagenheit gleichsetzt?

Genau dieses „aber“ ist das Wörtchen, welches die Unterscheidung zwischen Depression und „Müdigkeit und Niedergeschlagenheit“ vollzieht. Zumindest verstehe ich diesen Satz so: Zwar ist Depression eine ernstzunehmende Krankheit, aber Traurigkeit und Niedergeschlagenheit gibt es im Leben jedes Menschen. Da steckt doch gerade eben die Unterscheidung der beiden Begriffe drin! Vielleicht etwas unglücklich, weil - wie man bei dir sieht - missverständlich formuliert. Doch das bedeutet nicht, dass der Autor das so gemeint hat, wie du es verstanden hast. Ich habe es nämlich anders aufgefasst.

Dein Posting hat
aber nicht diesen Inhalt hat, sondern es verharmlost
Depression als eine Erkrankung, indem Du Depression als etwas
hinstellst, daß es angeblich früher nicht gab, daß angeblich
erst seit 100 Jahren bekannt, beforscht und bekämpft wird und
daß durch Therapeuten und die Pharmaindustrie (Deine Polemik!)
Menschen eingeredet wird, weil sie daran verdienen.

Seit wann betreiben Pharmaunternehmen altruistische Forschung? :smile: Und seit wann bekommen Therapeuten kein Geld für ihre Arbeit?

Nicht missverstehen, das ist ja alles vollkommen ok und bedeutet nicht, dass z.B. Therapeuten nicht engagiert seien oder Ähnliches. Aber stimmen denn seine Aussagen nicht? Und stimmt es nicht, dass Pharmaunternehmen uns durchaus immer wieder Präparate „schmackhaft“ machen wollen, die wir eigentlich gar nicht benötigen?

Das bedeutet aber doch keine Verharmlosung der Krankheit an sich! An jeder Erkrankung wird Geld verdient. Das heißt nicht, dass die Krankheit nicht existiert.

Die rhetorischen Tricks in Deinem Posting lassen sich Satz für
Satz aufdröseln.

Nun ja, rhetorischer Mittel bedienen sich viele. Aber man kann sie auch missverstehen bzw. unterstellen.

Grüße,
Anja

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???

hast Du nichts besseres mit deiner Zeit anzufangen???

Du willst sagen, weil der Therapeut sagen würde, sie sind hier falsch, gehen Sie erstmal zum Hausarzt, wäre es sinnvoll, zuerst überflüssigerweise zum Therapeuten zu gehen???

mir wird das hier zu anstrengend.

gruss & tschüss,
isabel

Hallo Anja,

das Posting „Modeerkrankung Depression“ ist im Großen und Ganzen auf Unwissenheit und Vorurteilen aufgebaut. Ich habe dafür Beispiele mehrfach genannt.

Seit wann betreiben Pharmaunternehmen altruistische Forschung?

-) Und seit wann bekommen Therapeuten kein Geld für ihre

Arbeit?

Du bist also der Meinung, Pharmaindustrie und Therapeuten verdienen ihr Geld damit, daß sie Menschen Depressionen einreden? Andere Ursachen haben deren Einnahmen nicht?

Aber stimmen denn seine Aussagen nicht?

Sie stimmen nicht. Viele der Behauptungen in dem Posting stimmen nicht. Angefangen von der Behauptung, Depression sei erst seit 100 Jahren bekannt, über die implizite Annahme, Krieg, Verfolgung, Sklaverei seien ihre Ursachen (was für eine unsinnige Aufzählung!) bis zu dem Klischee, Therapeuten und Pharmaindustrie redeten die Krankheit Menschen ein, um Geld zu verdienen. Oder wirst Du depressiv, verlierst an Gewicht, bekommst Suizidgedanken, verspürst Denkhemmungen und Antriebsarmut, wenn ich Dir sagen, daß Du depressiv bist? Und das würde ich machen, damit ich an Dir Geld verdiene, ja? Dafür nehme ich Deinen Tod durch Suizid in Kauf?

Du hast keine rechte Vorstellung, was Depression ist.

Hier steige ich aus der „Diskussion“ aus.

Grüße,

Oliver Walter

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Hallo Oliver,

Seit wann betreiben Pharmaunternehmen altruistische Forschung?

-) Und seit wann bekommen Therapeuten kein Geld für ihre

Arbeit?

Du bist also der Meinung, Pharmaindustrie und Therapeuten
verdienen ihr Geld damit, daß sie Menschen Depressionen
einreden? Andere Ursachen haben deren Einnahmen nicht?

ich habe den Eindruck, du verstehst nur das, was du verstehen willst. Ja, Depression ist eine Krankheit wie viele andere und wären die Menschen niemals krank, dann gäbe es weder Pharmafirmen noch Ärzte. Das war meine Aussage. Oder stimmt das deiner Meinung nach schon wieder nicht?

Daraus ergibt sich dann logischerweise, dass die Pharmaindustrie sehr wohl daran interessiert ist, möglichst viele ihrer Produkte zu vertreiben. Ist dir noch nie aufgefallen, wieviel Medikamentenwerbung im Fernsehen läuft? Mir schon, obwohl ich noch nicht mal einen eigenen Fernseher habe.

Dass viele Menschen sich aufgrund einzelner Symptome gerne Krankheiten einreden (im unreflektierten Extremfall lautet das Stichwort „Hypochonder“), dürfte ebenfalls hinreichend bekannt sein.

Ich kann mir gut vorstellen (Vorsicht, hier fängt die Laienmeinung an!), dass nach einiger Zeit des Einbildens einer Erkrankung ihre Symptome sehr wohl echt werden können. Das bedeutet, wenn jemand über längere Zeit hinweg fest davon überzeugt ist, depressiv zu sein und gleichzeitig eine Niedergeschlagenheitsphase durchmacht, er durchaus weitere Depressionssymptome und am Ende die Erkrankung selbst entwickeln kann.

Hier möchte ich, um weiteren Missverständnissen vorzubeugen, nochmals betonen: Es geht nicht darum, dass eingebildete Krankheiten behandelt werden, sondern dass aus der Einbildung unter Umständen reale Erkrankungen entstehen KÖNNEN!
Das wiederum bedeutet logischerweise NICHT, alle Depressionen seien durch Einbildung entstanden (dies nur wieder als explizite Betonung zwecks Vermeidung von Missverständnissen).

Viele der Behauptungen in dem Posting
stimmen nicht. Angefangen von der Behauptung, Depression sei
erst seit 100 Jahren bekannt, über die implizite Annahme,
Krieg, Verfolgung, Sklaverei seien ihre Ursachen (was für eine
unsinnige Aufzählung!)

Soweit ich es verstanden habe, ging es nicht um Krieg etc. als Depressionsursache.

bis zu dem Klischee, Therapeuten und
Pharmaindustrie redeten die Krankheit Menschen ein, um Geld zu
verdienen. Oder wirst Du depressiv, verlierst an Gewicht,
bekommst Suizidgedanken, verspürst Denkhemmungen und
Antriebsarmut, wenn ich Dir sagen, daß Du depressiv bist?

Wenn ich sowieso gerade in einem Tief stecke (damit also einige der Symptome sowieso schon aufweise) und mich gut in Sachen hineinsteigern kann, dann könnte dies tatsächlich passieren, ja.

Und
das würde ich machen, damit ich an Dir Geld verdiene, ja?

Beim Profitrausschlagen würde ICH mich persönlich eher an der Industrie ausrichten. Das heißt, wenn du es sagen würdest, würde ich dir keine böse Absicht unterstellen. Aber wenn jetzt ein Pharmavertreter ankäme, mir Depression unterstellen und sein neuestes Antidepressivum verkaufen wollte, dann würde ich durchaus unterstellen, dass er in erster Linie an Profit interessiert ist.

Dass ich hingegen den meisten Ärzten keine Profitgier unterstelle, sondern von ihrem ehrlichen Engagement ausgehe, dürftest du wissen, falls du meine Diskussion mit Rolf im Medizinbrett, die noch gar nicht so lange her ist, verfolgt hast.

Dafür nehme ich Deinen Tod durch Suizid in Kauf?

Um deiner Logik zu folgen: Wenn ich nicht depressiv bin, aber dennoch gegen Depressionen behandelt werde (so, wie oben von DIR beschrieben), dann frage ich mich, wo hier ein Suizid in Kauf genommen wird. Überhaupt frage ich mich, in welchem Kontext zur Diskussion deine Aussage über den Suizid steht.

Du hast keine rechte Vorstellung, was Depression ist.

Mag sein. Just my 2 cents.

Grüße,
Anja

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Hallo Anja,

Antidepressiva sind verschreibungspflichtige Medikamente. Deshalb machen Pharmafirmen für sie keine Massenwerbung (Fernsehen, Radio) beim Endverbraucher. Der Pharmavertreter kann auch nicht zum Patienten kommen und ihm ein Antidepressivum aufschwatzen. Er dürfte es gar nicht verkaufen, selbst wenn der Patient es kaufen wollte.

Dir ein schönes Wochenende!

O. Walter

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