Guten abend,
Ich meine mit den „bösen“ AGB auch eher sowas
.
naja, aber jetzt muß man die Kirche im Dorf lassen. Was ist denn für einen Kunden an den AGB interessant und relevant? Bei iTunes doch offensichtlich Kosten, (Urheber)Rechte, Pflichten und Kündigung. Nach den Begriffen kann man doch schnell mal suchen.
Die TOS von Steam wurden schon angesprochen. Natürlich liest sich niemand den riesigen Wust durch, dessen Umfang zum Teil auch dem US-Recht geschuldet ist. Ich habe mir seinerzeit den Text in ein Worddokument kopiert und nach Schlagworten durchsucht, anhand derer ich herauszufinden erhoffte, wie das mit Mehrfachaccounts und der Weitergabe von Accounts aussieht (insbesondere. weil ich bei der Neuanmeldung nicht daran gedacht hatte, daß ich etliche Jahre vorher schon einen angelegt hatte), welche Kosten auf mich zukommen, welche Pflichten ich habe usw. Ein Spaß war das nicht, aber der Spaß fehlte nicht, weil die Klauseln unverständlich waren, sondern weil es eben einfach ein langer, wenig unterhaltsamer Text ist. Dennoch war die Sache nach rd. 10 Minuten erledigt.
Es ist nun einmal so, daß unser Leben von Regeln geregelt wird. Es verschafft sich jeder einen klaren Vorteil, der sich mit den Regeln vertraut macht. Die von mir angesprochene gelbe Ampel ist ein Klassiker. Tatsächlich heißt „gelb“, daß man vor der Ampel auf das nächste Signal zu warten hat. Daß die meisten das nicht wissen und sich noch weniger daran halten und Verstöße noch seltener geahndet werden, ändert nichts daran, daß täglich zigtausende Menschen gegen geltendes Recht verstoßen (und ich spreche nur von der gelben Ampel).
Das Leben ist genauso wenig ein rechtsfreier Raum wie das Internet. Wer Verträge schließt, denen AGB zugrundeliegen, muß eben die paar Minuten investieren oder mit den Konsequenzen leben.
Ein anderes Beispiel, das ich gerne für die Leichtsinnigkeit der Menschen anführe: als ich vor Jahren meine erste Wohnung kaufte, habe ich vor dem Notartermin den Vertragsentwurf studiert, mir etliche aufgeschrieben und die beim Notartermin auch gestellt. Am Ende meinte der Notar, das er noch nie erlebt hätte, daß jemand so viele Fragen gestellt hätte - und ich bin mehr oder weniger vom Fach.
Worauf ich hinauswill: Menschen mit dem Erwerb eines MP3-Players, Fernsehers oder Küchengeräts intensiver als mit dem Erwerb einer Immobilie - einer Sache, die vom Wert her in der Regel alles übersteigt, was man sich in seinem Leben so zulegt.
Natürlich ist es nicht bequem, vor jedem Kauf und vor jeder Anmeldung bei einem Dienst die jeweiligen AGB zu studieren, aber das ist eben in der Tiefe auch gar nicht erforderlich. Hat man das einige male getan, weiß man, worauf man achten muß.
Der wichtigste Punkt sind die Kosten, die Kündigungsfristen und die sich aus dem Vertrag ergebenden anderweitigen Pflichten. Ich habe noch keine AGB gesehen, in denen diese zentralen Punkte so kryptisch formuliert waren, daß nicht jeder sie hätte finden und verstehen können.
Genau das ist mir vor ein paar Wochen auch passiert
!
Ehrlich. Ich habe gerade aus Versehen eine kaum verwendete
Tube Tomatenmark mit Basilikum im Kühlschrank.
Ich hätte noch eine, die noch gar nicht angebrochen ist. Interessiert?
Beliebt ist auch die Variante hellgrau auf weiß auf der
Rückseite von Dokumenten. Keine Ahnung warum.
Damit die Rückseite nicht durchscheint? Ich weiß es aber nicht.
Gruß
Christian