Hallo,
Fall:
Mandant A ist beim Steuerberater.
Dann gibt es Mandant B der neu bei diesem Steuerberater ist.
Dann bekommt Mandant B eine Rechnung i.H.v. 400€ von diesem Steuerberater die ihm sehr sehr hoch vorkommt.
Dann recherchiert Mandant B nach einem Mandanten, der auch bei diesem Steuerberater ist, um ihn zu fragen, was er so für Preise bezahlt und findet durch Zufall Mandant A.
Dann erzählt ihm Mandant A, daß er für genau die gleiche Leistung 100€ zahlt, also ein viertel von dem Preis was Mandant B zahlt.
Dann geht Mandant B zum Steuerberater und fragt ihn, warum er so viel zahlen muß, der Mandant A zahlt doch viel viel weniger.
Dann spricht Steuerberater Mandant A darauf an, warum er sich mit anderen Leuten über seine Preise unterhält.
Jetzt ist Mandant A sauer auf Mandant B, er sagt, daß man sowas nicht macht, wenn man vertrauliche Informationen erhält, daß man die gleich dem STeuerberater weitererzählt.
Jetzt macht Mandant B sich Sorgen, weil er sich überhaupt nichts dabei gedacht hat.
Frage:
Ist Mandant B ein Trampeltier der nicht nachdenkt was er sagt
Oder ist Mandant A zu empfindlich?
War das nicht die feine englische Art was Mandat B gemacht hat oder ist da nichts dabei?
Ich würde auf „C“ tippen: Der Anwalt liegt falsch mit seinen Vorwürfen und will mit ihnen nur ablenken von der gestaltung seiner Preisen.
Ich würde auf „C“ tippen: Der Anwalt liegt falsch mit seinen
Vorwürfen und will mit ihnen nur ablenken von der gestaltung
seiner Preisen.
Hi, danke, aber darum geht es mir nicht.
Mir geht es nur darum, ob Mandant B sich total wie ein Trampeltier verhalten hat, der einfach irgendwas rumerzählt, was der andere ihm vertraulich erzählt hat.
Ich würde auf „C“ tippen: Der Anwalt liegt falsch mit seinen
Vorwürfen und will mit ihnen nur ablenken von der gestaltung
seiner Preisen.
Hallo Michaelll,
das würde ich nicht so pauschalisieren.
Als Steuerberater (nicht Anwalt – bin beides nicht) würde ich mir bei der Kalkulation der Kosten schon den Kunden anschauen. Der eine bringt seine Unterlagen aufgeräumt und stellt nur kurze Fragen, da er etwas Ahnung hat. Ein anderer kommt mit einem Karton loser Zettel, ist für Rückfragen selten erreichbar und stellt später jede Kleinigkeit in Frage. Dazu kommen noch Unterschiede im Umsatz oder anderer Begleitumstände an.
Als Mandant A wäre ich auch sehr verschnupft, wenn meine vertrauliche Information über die individuelle Preisverhandlung weiter gegeben wird.
Mandant B hätte zum Steuerberater auch einfach sagen können, dass er von anderen Preisen Kenntnis bekommen hat, ohne jemand zu benennen. So hätte der Steuerberater seine Preisgestaltung begründen müssen, ohne dass mit einem Dritten das Vertrauensverhältnis gestört wird. Das Vertrauensverhältnis zu einem Steuerberater ist sehr wichtig.
Grüße
Ulf
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Mir geht es nur darum, ob Mandant B sich total wie ein
Trampeltier verhalten hat, der einfach irgendwas rumerzählt,
was der andere ihm vertraulich erzählt hat.
Ja. Wenn ich mich zwischen deinen beiden Alternativen entscheiden muss, dann würde ich auch sagen, dass B ein Trampeltier ist. Und A zurecht sauer auf ihn.
Gruß,
Branden
Na ja, ein Trampeltier vielleicht nicht, aber auch nicht gerade ein Diplomat
Er hätte seine Informationen ohne Angaben von Namen weiter geben können.
Den Text von Ulf finde ich sehr hilfreich.
Der Steuerberater hätte Mandant B ernst nehmen und seine Rechnung erklären können, statt sich über Mandant A zu ärgern. Und Mandant A hätte betonen müssen: „ich bin verunsichert, bitte erzähle nichts von mir“ oder so ähnlich. Während Mandant B lediglich Informationen suchte die seine Befürchtungen bestätigten und somit zwei andere Parteien in Verlegenheit brachte.
Keine der Parteien war höflicher oder unhöflicher, als der andere 
Schöne Grüsse
Krümel
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hi Nathalie,
ich finde Mandant B haette unbedingt Mandant A fragen muessen, ob es ok waere, den StB darauf anzusprechen und zu erwaehnen, dass die Info von Mandant A kommt. Mir waere es niemals eingefallen in solch einer Situation die Person nicht um Erlaubnis zu fragen, darueber haette ich nicht mal nachdenken muessen. Ggf., falls Mandant A gesagt haette, dass er beim StB nicht genannt werden will, haette ich dessen Namen dem StB gegenueber nicht erwaehnt und die Information entsprechend formuliert.
Falls deine Frage auf einem tatsaechlichen Sachverhalt beruht: Ich meine, dass StB wie auch Anwaelte nach einer Gebuehrenordnung abrechnen. Bevor ich den StB angesprochen haette, haette ich zuerst Mandant A’s Kostenrechnung mit meiner verglichen. Aber das nur am Rande.
Gruesse,
Kris
Moin, Nathalie,
Preise sind nicht vertraulich, sondern in anständigen Läden jederzeit einsehbar. Da gibt es sogar eine Preisangabenverordnung, bei Anwälten eine Gebührenordnung.
Informationen, die nicht benutzt werden dürfen, sind wertlos. Wenn A nicht möchte, dass B damit hausieren geht, muss er einfach die Klappe halten. „Ich erzähle Dir was, aber sag es ja nicht weiter!“ gilt nur im Kindergarten, nicht im Geschäftsleben.
Gruß Ralf
Hi
Dann spricht Steuerberater Mandant A darauf an, warum er sich
mit anderen Leuten über seine Preise unterhält.
Preise und Leistungen sind für gewöhnlich keine Geheiminformationen und auch nichts Vertrauliches.
Ausnahme vielleicht: Wenn man mich eindeutig darauf hinweist, daß es sich um einen Freundschaftspreis handelt.
Ich würde mir auch nix dabei denken, wenn mich jemand fragt, wieviel ich für dieses oder jenes zahle.
Als A würde ich dem Steuerberate das auch klar sagen.
Als B hätte ich dem Steuerberater gegenüber allerdings nur erwähnt, daß ich erfahren habe, daß anderen Klienten andere Preise in Rechnung gestellt werden und mich erkundigt warum das so ist.
Der Preisunterschied könnte ja auch begründet sein.
Gruß
Edith