Folgende Frage beschäftigt mich schon seit einiger Zeit: Werden von einer Frucht, z.B. einem Apfel, vom Körper besonders viele Vitamine „genutzt“, wenn die Frucht am Morgen auf leeren Magen gegessen wird? Oder ist der Körper am Abend, nach einem ausgiebigen Abendessen genauso dazu in der Lage, alle Vitamine des Apfels zu „finden“, wenn der Apfel sich im Magen mit den anderen Speisen vermischt hat?
Hi Oliver!
Interessante Frage! Die Vertreter des „fit for life“ sind der Meinung, am Morgen sei das besser. Die Begründung dazu kenne ich nicht, da ich das Buch noch nicht gelesen habe. Könnte mir das aber sehr wohl vorstellen. Vor allem aktiviert rohe Kost die Verdauungssäfte und die Nahrung danach wird angeblich besser aufgeschlossen. Daher wird in vielen Kulturen z.B. der Salat VOR der restlichen Speise verzehrt. Die meisten Vollwerköstler tun dies auch. Ich persönlich esse auch das Obst als Frühstück, wenn möglich und den Salat immer vor dem restlichen Essen. Vielleicht findest du auch im Internet was zu fit for life. Rein wissenscahftlich gibt es sicher keinen Unterschied, doch die Wissenschaft hat Grenzen! 
Beste Grüße
Fabi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Oliver,
ich habe keine Antwort für Dich, aber zwei Denkanstöße:
die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden am besten mit Fett absorbiert. Dahingehend ist es sinnvoll, z.B. eine Orange zeitlich nicht zu sehr von fetthaltigen Nahrungsmitteln getrennt zu verzehren.
Allerdings gibt es die Theorie, dass Ballaststoffe im Darm die Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen etc. erschweren… vielleicht erschwert ein anderweitig stark gefüllter Darm das „Finden“ der Vit./Min. auch? Glaube ich aber nicht, weil das Kauen und die Verdauungssäfte die Nahrung ja in kleine Stückchen teilen und aufschließen, so dass z.B. die Vitamine freigelegt werden und aufgenommen werden können. Beim Gesunden, versteht sich. Nur Ballaststoffe können wir im Dünndarm nicht aufspalten.
Ansonsten schließe ich mich natürlich Fabi an, was das Locken der Verdauungssäfte betrifft.
Liebe Grüße,
Wendy
Hallo Oliver,
ich habe keine Antwort für Dich, aber zwei Denkanstöße:
die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K werden am besten mit
Fett absorbiert. Dahingehend ist es sinnvoll, z.B. eine Orange
zeitlich nicht zu sehr von fetthaltigen Nahrungsmitteln
getrennt zu verzehren.
Eine Orange hat, wenn überhaupt, nur geringen Anteil an den o.g. Vitaminen, gehe eher davon aus, dass sie nur wasserlösliche Vitamine hat. Daher kannst du den Denkanstoß echt vernachlässigen!
Allerdings gibt es die Theorie, dass Ballaststoffe im Darm die
Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen etc. erschweren…
Warum sollten sie das, wenn z.B. in Schalen von Körnern Vitamine sitzen, die ebenfalls Ballaststoffe darstellen?
vielleicht erschwert ein anderweitig stark gefüllter Darm das
„Finden“ der Vit./Min. auch? Glaube ich aber nicht, weil das
Kauen und die Verdauungssäfte die Nahrung ja in kleine
Stückchen teilen und aufschließen, so dass z.B. die Vitamine
freigelegt werden und aufgenommen werden können. Beim
Gesunden, versteht sich. Nur Ballaststoffe können wir im
Dünndarm nicht aufspalten.
Vitamine werden auch erst im Darm isoliert und weitertransportiert.
Ansonsten schließe ich mich natürlich Fabi an, was das Locken
der Verdauungssäfte betrifft.Liebe Grüße,
Wendy
Gruß!
Eine Orange hat, wenn überhaupt, nur geringen Anteil an den
o.g. Vitaminen, gehe eher davon aus, dass sie nur
wasserlösliche Vitamine hat. Daher kannst du den Denkanstoß
echt vernachlässigen!
Sie hat auch fettlösliche. Eine Orange ist natürlich nicht das Paradebeispiel für Lebensmittel mit hohem Gehalt an fettlöslichen Vitaminen, aber es ging hier um Obst. Klar, Melonen haben mehr Vitamin A und Erdbeeren mehr Vit. K als Orangen - eine Orange hat aber sogar bissi Vit. E und ist dazu ein anwendbares Beispiel (Winter).
Allerdings gibt es die Theorie, dass Ballaststoffe im Darm die
Aufnahme von Vitaminen und Mineralstoffen etc. erschweren…Warum sollten sie das,
Weil „die höhere Viskosität der wässrigen Phase aber auch den unstirred water layer der Epitheloberfläche in den intestinalen Zellen verdicken und auf diese Weise die Nährstoffabsorption verhindern kann“ (Elmadfa/Leitzmann, Ernährung des Menschen, 3. Auflage) und für die Mineralstoffe kommt die Ionenaustauschfunktion der Ballaststoffe noch dazu.
wenn z.B. in Schalen von Körnern
Vitamine sitzen, die ebenfalls Ballaststoffe darstellen?
Ja, und es sitzt sogar Phytat mit drin…und in eisenhaltigem Spinat ist Oxalat. Nur weil diese Stoffe zusammen in einem Naturprodukt vorkommen, heißt das ja nicht, dass sie daraus gut aufgenommen werden können. Vitamine stellen keine Ballaststoffe dar, falls das jemand durch die obige Formulierung denken könnte, das bezieht sich wohl auf die Schalen von Körnern.
Vitamine werden auch erst im Darm isoliert und
weitertransportiert.
Hatte ich was anderes gesagt und nicht mitbekommen?
Ascorbinsäure kann übrigens bereits im Mund absorbiert werden.
Tschüss,
Wendy