Tütensalat/Linktipp
Hallo W.,
hier mal gesucht:
Tütensalat im Test
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/kp_sarchiv/20…
… ein Auszug daraus (detaillierte Info/Testergebnisse auf der Website:
—schnipp—
[…] Salate im Gesundheits-Check
Sind diese Salate wirklich so gesund wie ihr Image? Im Auftrag von ServiceZeit KostProbe nahm das Chemische Untersuchungsamt der Stadt Duisburg 20 Salate aus der Plastiktüte stichprobenartig unter die Lupe, darunter ein reiner Feldsalat und ein reiner Endiviensalat sowie 18 Salatmischungen. Eine Untersuchung fand am Tag des Einkaufs statt, eine weitere zwei Tage später.
Die günstigsten Produkte im Test waren mit einer Mark pro 100 Gramm die Salate der Marke A&:stuck_out_tongue_winking_eye: von Kaiser’s, Gut Ahrburg von Plus und Tacken’s von HL. Mit 3,95 Mark kostete der Salat von Marks & Spencer am meisten. Im Vergleich zu einem Salatkopf sind diese Produkte also ganz schön teuer. […]
Vitamin C oft nur in Spuren
Und wie steht es mit dem Vitamin-C-Gehalt in den grünen Blättern? Leider nicht so gut. Es wurden zum Teil nur geringste Mengen gefunden. Mit Abstand am Vitamin-C-reichsten ist der dunkelgrüne, kleinblättrige Feldsalat. Er hat allerdings nur in der kalten Jahreszeit Saison und wird meist im Freiland gezogen. Salatmischungen, die als Zutat Feldsalat aufwiesen, hatten somit auch die höchsten Vitamin-C-Gehalte.
Die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Vitamin-C-Zufuhr liegt für Erwachsene bei 100 Milligramm pro Tag. Mit einer 100-Gramm-Portion Blattsalat aus der Tüte nimmt man nur etwa 6,6 Milligramm Vitamin C auf (Durchschnittswert aus unserem Test). Um den Bedarf an Vitamin C zu decken, müsste man also mindestens 1,5 Kilogramm pro Tag davon essen.
Hohe Keimzahlen
Bei der mikrobiologischen Untersuchung zeigten sich deutliche Mängel. Die vielen Schnittstellen bei den Salatblättern kombiniert mit Sauerstoff und Feuchtigkeit in der Tüte bieten für Keime die besten Wachstumsbedingungen - und so wurden sie dann auch in großen Mengen gefunden. Fielen bei der Startuntersuchung nur sechs Proben durch hohe Gesamtkeimzahlen auf, waren es nach zwei Tagen schon 15 von 20 Proben. Aber der Richtwert von 50 Millionen Keimen pro Gramm wurde nicht überschritten.
Untersuchungsleiter Norbert Vreden merkte allerdings an, dass man davon ausgehen kann, dass diese Grenze bei Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) bei einigen Salaten überschritten worden wäre. Denn viele Salate waren laut Aufdruck noch zwei bis drei Tage haltbar, und die Keimzahlen steigen im Schnitt täglich um rund eine Zehnerpotenz. Da nützt auch gute Kühlung nichts. Der Wissenschaftler fordert daher eine Herabsetzung der angegebenen Mindesthaltbarkeitsfrist auf maximal vier Tage. Derzeit liegt sie bei vielen Produkten zwischen sechs und sieben Tagen.
Bei dem Mischsalat Val Nantais vom Wal Mart war noch nicht einmal ein Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben. So hätte dieses Produkt nicht verkauft werden dürfen.
Unzureichende Reinigung
Von den Experten wurde besonders der hohe Gehalt an coliformen Keimen und Pseudomonaden bemängelt. Einige Arten aus diesen Bakterien-Familien können bei abwehrgeschwächten Personen zu Infektionen führen. Wegen des hohen Gehalts an solchen Keimen kann man Rückschlüsse auf eine nicht ausreichende Reinigung der Blätter ziehen. 16 von 20 Proben wiesen bei der Abschlussuntersuchung erhöhte Mengen an Pseudomonaden und coliformen Keimen auf. Nicht gerade appetitlich.
Offiziell beanstanden kann man die Produkte jedoch nicht, denn es gibt hier leider keine Richt- oder Grenzwerte. Dieser Mangel in der Gesetzgebung wird auch von Untersuchungsleiter Norbert Vreden kritisiert, da so ein Einschreiten der Lebensmittelüberwachung nur schwer möglich ist.
E. coli, Salmonellen und Eitererreger wie Staphylococcus aureus waren bei allen Proben nicht nachweisbar. […]
—schnapp—
oder hier:
http://www.dge.de/Pages/navigation/presse/akt0600.htm
(Deutsche Ges. für Ernährung)
—schnipp—
Convenience Food aus dem Kühlregal
Was ist davon zu halten?
"Chill Food"oder „Cook & Chill Food“ - heißen die vorgefertigten oder fertigen frischen Lebensmittel und Speisen aus dem Kühlregal. In vielen Supermärkten sind sie mittlerweile zu finden: geputzter, geschnittener Salat in Tüten mit dem passenden Dressing im Extrabecher, frisches Obst und Gemüse in mundgerechte Stücke geteilt und auf Schalen serviert, Braten, Bratlinge, Hamburger, Ragouts und Hähnchenteile (sog. Chicken Wings), Nudel- und Reisgerichte fast fix und fertig für den Verzehr. Nur wenige Handgriffe sind nötig und schon steht das Essen auf dem Tisch: Tüte öffnen, auf den Teller geben oder kurz in den Topf oder Herd. So einfach und schnell ging Zubereiten noch nie. Besondere Kenntnisse und viel Zeit braucht es nicht, um satt zu werden. Doch wie steht es mit der Qualität von „Chill Food“ und wo bleibt die Esskultur, zu der auch der Einkauf und die individuelle Zubereitung gehören?
„Im Zeitalter der Schnelligkeit verliert Esskultur zunehmend an Bedeutung, je mehr Convenience- und Fast Food auf dem Speiseplan stehen“, meint Herr Dr. Oberritter, Wissenschaftlicher Leiter der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). „Und nicht nur dies, auch der Bezug zum natürlichen Lebensmittel und seine Zubereitung gehen verloren“.
Zugegeben, Convenience Food hat Vorteile: man spart Zeit und kochen können muss man auch nicht - ein großes Plus für Berufstätige, Eilige, Singles und kochunerfahrene Frauen und Männer. „Besser frisch verpackte Chill- und Cook&Chill Food oder tiefgekühltes Gemüse und Obst als gar nichts Frisches oder nur sterilisiertes Essen aus Tüte oder Dose“, urteilt Dr. Oberritter. „Wenn insgesamt die Ernährung stimmt, ist der gelegentliche Verzehr dieser Produkte okay.“ [Hervorhebung von mir]
Wie unterscheiden sich eigentlich Chill- von Cook & Chill Food und worauf ist beim Einkauf zu achten?
Chill Food sind für den Verzehr vorbereitet aber noch roh, während Cook & Chill Food bereits voll durchgegart oder zumindest zu 90 Prozent vorgegart sind.
Cook & Chill Food werden vom Hersteller im kühlen Raum portioniert und abgepackt. Im Kühlhaus oder im Kühlregal des Handels können die Fertigmenüs bis zu 3 Tage aufbewahrt werden. Eine Erwärmung von 3 bis 8 Minuten im Topf oder Herd reicht aus und schon kann das Essen auf den Tisch.
Die Qualität von Chill- und Cook & Chill Food hängt von verschiedenen Voraussetzungen ab: von der Qualität der Ausgangsware, seiner nährstoffschonenden Verarbeitung, den kühlen Lager- und Transportbedingungen und der sachgerechten Erwärmung zu Hause.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) gibt Chill Food-Konsumenten folgende Tipps:
Schauen Sie sich das Kühlregal für Chill- und Cook & Chill Food im Handel genau an. Ist es sauber und ordentlich geführt?
Kaufen Sie keine Produkte mit beschädigter Verpackung.
Bevorzugen Sie Fertiggerichte aus überwiegend natürlichen Zutaten, mit wenig Fett, Salz und Zucker.
Achten Sie auf das Mindesthaltbarkeitsdatum auf der Verpackung. Je frischer desto besser!·
Transportieren Sie Chill- und Cook & Chill Food kühl (z. B. in einer Kühltasche) und schnell nach Hause.
Bereiten Sie die Ware möglichst frisch zu. Je länger die Aufbewahrung, desto mehr Qualität geht verloren.
Halten Sie sich genau an die Zubereitungshinweise des Hersteller (siehe Verpackung).
Geben Sie selbstzubereiteter frischer Kost, nach individuellem Geschmack, den Vorzug und planen Sie Convinience Food nur als Ergänzung in Ihre Ernährung ein.
—schnapp—
Ich will meine Ernährung jetzt ein wenig umstellen. Habe aber
leider keine Zeit, mich abends noch in die Küche zu stellen
und Salate zu schnibbeln.
Das finde ich ein lustiges Argument … du hast so überhaupt keine Zeit, dass es nicht für 5-10 Minuten Salat machen reicht? So irrsinnig ist die Zeitersparnis von Tütensalat aufreißen und Soße drüber nicht - bissl Salat plus eine Tomate (oder sonstiges Gemüse), Mais oder Mozzarella oder was Du halt magst, das geht - gerade für eine oder zwei Personen superschnell.
Und auch das Dressing ist ruckzuck fertig.
Würd ich mir echt überlegen - nicht nur wegen Deiner Gesundheit, sondern auch weil ein frischer Salat tausendmal besser schmeckt (und nicht vor lauter Zeitnot runterwürgen ;o)
Viele Grüße
Gitte,
die die Keinezeitzumsalatmachen-Zeit auch hatte
und schon nachvollziehen kann, wie Du das meinst