Vollrente erst ab 67

Hallo,

Rentenalter auf 67 Jahre heraufsetzen - ist Das ein Witz?

Okay, es gibt Menschen, die einen Büroberuf haben( körperlich nicht anstrengend), oder z.B. Hausarzt (körperlich nicht anstrengend) sind und gerne über das (bisherige) Rentenalter hinaus arbeiten möchten.

Ich Nicht!

Mein Beruf ist körperlich so anstrengend, dass ich froh bin, wenn ich es halbwegs unbeschädigt, bis zum (bisher) regulären Rentenalter schaffe.

Rentenalter heraufsetzen bedeutet für mich - weniger Rente im Alter.

empört kopfschüttelnde Grüsse
karin

Hallo,

Rentenalter heraufsetzen bedeutet für mich - weniger Rente im
Alter.
empört kopfschüttelnde Grüsse

ich schüttle mit Dir, wenn Du mir ein Patentrezept nennst, mit dem man die Rentenkassen zurück in die Spur bekommen kann.

Es gibt nicht viele Stellschrauben:

Höhere Beiträge
Weniger Rente
Längere Beitragszahlung
Kürzere Rentenbezugszeit

Ich bin auf Deine Vorschläge zur Lösung des Gordischen Knotens gespannt.

Gruß,
Christian

Hallo Christian,

meine Aussage war - es macht, im Hinblick auf eine Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre, einen Unterschied, ob man in einem Beruf schwer körperlich arbeiten muss - oder nicht.
Wenn man nicht schwer körperlich arbeiten muss, ist es (für mich und anscheinend andere Menschen, die sich darüber beschweren, dass sie nicht länger arbeiten dürfen, z.B. manche Hausärzte) durchaus vorstellbar, länger als 65 Jahre zu arbeiten.

Wenn ich ein Patentrezept hätte, um die Rentenkassen zu sanieren, würde ich nicht hier posten - dann wäre ich aber, entweder im Politikgeschäft (und dann würde es kein Problem der Rentenfinanzierung geben) oder in der Industrie (dann würde ich meine Erkenntnisse für mich behalten) - oder in Beidem (dann würde ich wahrscheinlich am meisten Profit aus meinen Erkenntnissen ziehen können).

Gruß
karin
immer noch empört kopfschüttelnd, ob der pauschalen Rentenaltererhöhung

Rentenalter auf 67 Jahre heraufsetzen - ist Das ein Witz?

Guten Morgen, Karin!

Wenn die Beiträge nicht reichen, um die fälligen Rentenzahlungen zu leisten, muß etwas passieren. Höhere Beiträge, kleinere Rente, längere Beitragszahlung - weitere Möglichkeiten gibt es im bisherigen System nicht. Völlig egal, wieviele Kommissionen man einsetzt, kann nichts anderes dabei heraus kommen, wenn man vorher zur Bedingung macht, daß am System nichts geändert werden darf. Wenn man dann noch in die Runde schmeißt, daß ein bestimmter Beitragssatz nicht überschritten werden darf, kommt man - oh welch geniale professorale Erkenntnis - auf längere Beitragszeiten und niedrigere Renten. Die Damen und Herren legen eine einigermaßen seriös vorhersehbare demographische Entwicklung zugrunde. Für die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten Jahrzehnte, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, lesen sie im Kaffeesatz.

Bei diesem Szenario konnte nichts anderes heraus kommen, als Dir zu sagen, daß Du bis 67 arbeiten mußt. Man kann den gleichen Sachverhalt auch anders ausdrücken: Du arbeitest natürlich nicht bis 67. Deshalb fällt Deine Rente geringer aus. Du kannst darüber empört schimpfen, aber Dir wird auch nichts anderes einfallen, weil es ganz einfach keine andere Lösung gibt, solange man am bisherigen System festhält.

Natürlich gäbe es sowohl in der Renten- als auch in der Krankenversicherung Alternativen. Nur sind diese Alternativen nicht mehrheitsfähig, weil dabei regelmäßig ein ganz schlimmes Wort auftaucht: Eigenverantwortung! Sobald man dieses Wort buchstabiert, beißt Frau Engelen-Kaefer stotternd in jedes Mikrofon. Man ist allerorten auf dem Trip, immer neue Versicherungssäulen als Ergebnis epochaler Jahrhundertreformen zu präsentieren. Natürlich fehlts auch nicht an Zehntelprozentchen Beitragssatz, die dem Arbeitsmarkt den ganz großen Anschub bringen sollen. Wenn es nicht so maßlos traurig wäre, könnte ich mir dauernd vor Lachen auf die Schenkel klopfen.

Nun soll aber niemand glauben, unsere Regierenden seien einfach nur furchtbar dumm. Mitnichten! Sobald auch nur Kleinigkeiten ruchbar werden, für die der Einzelne selbst verantwortlich sein soll, hebt von Flensburg bis zum Bodensee ein Riesengeschrei an. Nimm z. B. die Praxisgebühr. Die halte ich zwar auch für wenig hilfreich, aber die veröffentlichten Begründungen der Ablehnung finde ich bemerkenswert: Die Patienten würden womöglich Krankheiten verschleppen, um Geld zu sparen. Du liebe Zeit! Offenkundig sind die Menschen mehrheitlich nicht reif für Selbstverantwortung. Weil nun mal jedes Volk genau die Regierung hat, die es verdient, die es mehrheitlich will und gewählt hat (das galt für den Gröfaz in gleicher Weise wie für die DDR und heute für die Bundesrepublik, die USA und beliebige andere Länder), sehen die sozialen Sicherungssysteme so aus, wie sie heute sind.

Gruß
Wolfgang

Hallöchen,

meine Aussage war - es macht, im Hinblick auf eine Erhöhung
des Rentenalters auf 67 Jahre, einen Unterschied, ob man in
einem Beruf schwer körperlich arbeiten muss - oder nicht.

ach so, du wolltest nur einen Beitrag im Sinne von „ich arbeite härter als der Durchschnitt“ leisten. Da hatte ich was mißverstanden.

Da freue ich mich schon auf die Debatten. Als Diskussionseinstieg kann ich Dir sagen, daß ich in jeder freien Minute arbeite, wenn es sein muß, und zwar nicht körperlich, sondern geistig. So z.B. wenn eine Unternehmenspleite im Kundenkreis droht.

Die Einschätzung, daß nur körperliche Arbeit Arbeit ist, kenne ich auch von Leuten, die behaupten, Schach wäre kein Sport. Wenn man sich die physiologischen Daten eines Weltklasseschachspielers während eine Turniers genauer anschaut, sieht man die Sache wieder anders.

Aber Aussagen wie Deine sind bekannt. Sie lassen sich letztlich in den Worten zusammenfassen „wasch mich, aber mach mich nicht naß“.

Gruß,
Christian

Zahlendreher ? :smile:) owt
.

Hey,

Rentenalter auf 67 Jahre heraufsetzen - ist Das ein Witz?

ich fürchte, da geht kein weg dran vorbei. Als diesees System erfunden wurde, lag die Lebenserwartung… ich glaube bei 62 Jahren… oder so. Die Leute werden heute definitiv zu alt und im Alter zu teuer. (Krankenkasse) Wir können uns kranke Alte nicht leisten, und gesund schon gleich gar nicht. Arbeiten nun die Leute länger… tipp ich jetzt einfach mal, stirbt man auch früher.

Ich finde das echt Scheisse. Das kann doch so nicht weitergehen. Irgendwann sind wir mal an dem Punkt, wo entschieden wird, wer noch lebenswert ist und wer nicht.

Okay, es gibt Menschen, die einen Büroberuf haben( körperlich
nicht anstrengend), oder z.B. Hausarzt (körperlich nicht
anstrengend) sind und gerne über das (bisherige) Rentenalter
hinaus arbeiten möchten.

Das finde ich jetzt auch wieder schräg und typisch. Die Büroler, die schaffen ja eh nix. Ich hab wahnsinnig viel Stress, muss ständig Termine einhalten und dann gehts schon ab. Auch wenn ich im Büro arbeite, bin ich ganz bestimmt kein fauler Sack. Und … gesetzt deiner Theorie, könnte mir dieser Stress, dann ein Herzinfarkt bedeuten. Schlecht für mich, gut für die Rentenkasse *sarkastisch

Mein Beruf ist körperlich so anstrengend, dass ich froh bin,
wenn ich es halbwegs unbeschädigt, bis zum (bisher) regulären
Rentenalter schaffe.

Ich finde es echt bitter, dass alle Büroler als faule Säcke abgetan werden. Die gibts mit sicherheit… aber eher in den oberen Reihen, das kleine Fussvolk (zu dem ich auch gehöre) muss sich schon ganz schön drehen und wenden. Ich arbeite zwar nicht körperlich schwer, aber leicht ist das auch nicht, was ich mache.

Rentenalter heraufsetzen bedeutet für mich - weniger Rente im
Alter.

Na klar, oder was meinst Du, wozu das sonst gut wäre. Und dann auich noch schneller sterben, weil schwere, harte Arbeit im Hohen Alter… ich weiss nicht wieviel… aber Jahre kostet.

Und was mich echt ankotzt, dass Politiker für 10 Jahre Politk 2.500 Euro Penion einstreichen. Der Ottonormalverbraucher bekäme dafür die Mindestrente. Und Politiker zahlen dafür nie einen Cent ein.
Ich frage mich echt, ob da nicht ne Verfassungsklage möglich wäre (angelehnt an dem Richter, der die Besteuerung der Pensionen einklagte und recht bekam, ist doch das selbe in grün)

Grü´les

Sarah

Rentenalter auf 67 Jahre heraufsetzen - ist Das ein Witz?

Hey,

Wenn die Beiträge nicht reichen,

tun sie nicht… weil aber auch viel fremdes aus den Kassen bezahlt wurde.

Was ist aber der Effekt, wenn die Leute länger arbeiten? Alte hocken auf ihrer Stelle und Junge sind Arbeitslos.

Das ist doch nur ein hin und hergeschiebe in die unterschiedlichen staatlichen Pötte. Der Staat muss endlich mal dazukommen, sich als EIN Unternehmen zu sehen. Was da abgeht, wird niemals funktionieren. Aber mir glaubt ja eh keiner. Kann nur hinterhersagen… hab ich doch von anfang an gesagt.

Vielleicht sollte man mal dazu übergehen, nicht die Pötte im Einzelnen, die der Verantwortliche natürlich schützen muss, sehen. Sondern ein großer Pott… Volk…

Aus diesem Pott muss ich Rente/Arbeitslosengeld/Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe bedienen. Es bringt doch echt nix wenn ich den rentner in der Arbeit halte, aber dafür jemanden länger im Pott Arbeitlsoengeld/Sozialhilfe habe. Vielleicht sollten Politiker mal nen Mathekurs belegen? Wenns der Wahrheitsfindung dient?

Herzlichst

Sarah

Hey,

ich schüttle mit Dir, wenn Du mir ein Patentrezept nennst, mit
dem man die Rentenkassen zurück in die Spur bekommen kann.

es gibt wohl im nachhinein, wo das kind in den brunnen gefallen ist, kein patentrezept mehr.
Warum zahlen Beamte keinen Cent ein und kriegen Pensionen, wo Ottonarmalo nur von träumen kann? Warum wurden alle spätaussiedler aus der Rentenkasse versorgt. Das hätte die allgemeine Kasse erledigen müssen.

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Beiträge, auch für Beamte, vorallem Politiker. woher nehmen die sich das Recht, sich eine Versorgung aufzubauen, die ein normaler Mensch durch das Lebensalter niemals hinbekommen könnte-

Wie wärs, wenn wir die alten einfach einschläfern. Macht man doch mit Hund und Katze auch so.

Wir reden hier von Menschen, manche arbeiten 47 Jahre bis sie Rente kriegen, ich denke, das ist lange genug. Studierte Schnösel arbeiten die Hälfte, man sollte echt mal auch die Zeit bedenken. Soll der Normale Rentner zukünftig 150 Jahre einbezahlen bis er es wert ist, Rente zu krigen

Herzlichst, immer noch mit Gruß

Sarah

Hallöchen,

ich schüttle mit Dir, wenn Du mir ein Patentrezept nennst, mit
dem man die Rentenkassen zurück in die Spur bekommen kann.

es gibt wohl im nachhinein, wo das kind in den brunnen
gefallen ist, kein patentrezept mehr.

tja, Lösungen gäbe es schon, nur will die keiner.

Warum zahlen Beamte keinen Cent ein und kriegen Pensionen, wo
Ottonarmalo nur von träumen kann?

Mir war so, als ob die Bezüge von Beamten im Vergleich niedriger wären als die von Angestellten mit gleichen Aufgaben. Da sehe ich einen gewissen Zusammenhang.

Warum wurden alle
spätaussiedler aus der Rentenkasse versorgt. Das hätte die
allgemeine Kasse erledigen müssen.

Absolut. Das war so politisch gewollt und hätte daher aus Steuern finanziert werden müssen.

Wir reden hier von Menschen, manche arbeiten 47 Jahre bis sie
Rente kriegen, ich denke, das ist lange genug. Studierte
Schnösel arbeiten die Hälfte, man sollte echt mal auch die
Zeit bedenken.

Ich als Schnösel kann Dir sagen, daß ich ungefähr noch fünf Jahre arbeiten muß, bis ich das aufgeholt habe, was ich in Studentenzeiten nicht verdient habe bzw. verdient hätte, wenn ich nach der Ausbildung „normal“ weitergearbeitet hätte.

Ein Studium, ist eine langfristige Investition, die sich auch für den Staat bzw. die Gesellschaft rechnet. Das liegt schlicht und einfach daran, daß Studierte nach dem Studium wesentlich mehr verdienen, als wenn sie nach der Ausbildung oder wie auch immer im Betrieb geblieben wären, und aus diesem Grund auch deutlich mehr Steuern und Sozialabgaben bezahlen. Von meinem Gesamtrentenbeitrag (also AG+AN) könnte ein Rentner schon ganz gut leben.

Gruß,
Christian

Leute mit Büroberuf sind Faulenzer
Hallo,

dass Menschen/ Leute, die einen Büroberuf ausüben, Faulenzer sind und damit nicht so hart arbeiten, wie ich, habe ich nie geschrieben.
Jeder arbeitet so hart, wie es sein Beruf erfordert - aber NICHT ALLE ARBEITEN KÖRPERLICH HART.
Darum ging es mir, dass es meiner Meinung nach Veräppelung ist, das Rentenalter heraufzusetzen, weil es indirekt für viele Berufsgruppen, die KÖRPERLICH hart arbeiten müssen und die es aus diesen Gründen nicht schaffen werden, bis zu 67 Jahren zu arbeiten, eine verminderte Rente bedeutet.

Ist aber interessant zu sehen, wie einem gleich die Worte auf dem Papier herumgedreht werden.

Warum finden denn Berufe, die mit schwerer körperlicher Arbeit verbunden sind, immer weniger Bewerber?
Warum wollen viele Jugendliche heutzutage lieber einen Büroberuf ergreifen und nicht z.B. Krankenschwester/-pfleger, Altenpfleger/in werden?
Weil sie nicht dumm sind :wink:

Okay, es gibt Menschen, die einen Büroberuf haben( körperlich
nicht anstrengend), oder z.B. Hausarzt (körperlich nicht
anstrengend) sind und gerne über das (bisherige) Rentenalter
hinaus arbeiten möchten.

Ich Nicht!

Mein Beruf ist körperlich so anstrengend, dass ich froh bin,
wenn ich es halbwegs unbeschädigt, bis zum (bisher) regulären
Rentenalter schaffe.

Rentenalter heraufsetzen bedeutet für mich - weniger Rente im
Alter.

empört kopfschüttelnde Grüsse
karin

Hi!

ich schüttle mit Dir, wenn Du mir ein Patentrezept nennst, mit
dem man die Rentenkassen zurück in die Spur bekommen kann.

Es gibt nicht viele Stellschrauben:

Höhere Beiträge
Weniger Rente
Längere Beitragszahlung
Kürzere Rentenbezugszeit

Ich bin auf Deine Vorschläge zur Lösung des Gordischen Knotens
gespannt.

Das Patentrezept lautet schlicht: mehr Arbeitsplätze.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat für 2002 bei einer durchschnittlichen Arbeitslosenzahl von 4,06 Millionen Menschen gesamtwirtschaftliche Kosten in Höhe von 75 Milliarden Euro ermittelt. 55% davon entfallen auf Leistungen des Arbeitsamtes (Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhifle, Weiterbildungsmaßnahmen usw.), 45% stellen Einnahmeausfälle bei Steuern und Sozialversicherungen dar.

Hätten wir Vollbeschäftigung, wären die Rentenprobleme sofort vom Tisch. Bund, Länder und Kommunen würden Ausgaben in Höhe von mehr als 41 Milliarden Euro einsparen und fast 34 Milliarden mehr einnehmen.

Es müssen nur Arbeitsplätze her. Statt dessen doktort man an Beitragshöhen, Eintrittsalter und Leistungsumfängen herum und schleppt weiterhin 5 Millionen Arbeitslose mit sich herum. So ist es nur eine Frage der Zeit, wann das System kollabiert.

Grüße
Heinrich

hey,

Mir war so, als ob die Bezüge von Beamten im Vergleich
niedriger wären als die von Angestellten mit gleichen
Aufgaben. Da sehe ich einen gewissen Zusammenhang.

Ich weiss nicht, woher du diese Annahme begründest. Das ist m.M. nicht so. Beamte lametieren zwar viel, aber sie verdienen auch viel, egal wie die Leistung ist. Und ich kenne persönlich genug beispiele davon. Also erzähl mir nix vom Pferd.

Absolut. Das war so politisch gewollt und hätte daher aus
Steuern finanziert werden müssen.

Diese Aussage kann ich jetzt nicht deuten.

Ich als Schnösel kann Dir sagen, daß ich ungefähr noch fünf
Jahre arbeiten muß, bis ich das aufgeholt habe, was ich in
Studentenzeiten nicht verdient habe bzw. verdient hätte, wenn
ich nach der Ausbildung „normal“ weitergearbeitet hätte.

Die Allgemeinheit hat dir aber ermöglicht zu studieren. Es gibt wirklich mehr als genug Menschen, die noch nicht mal die Wahl hatten. Ich denke jetzt an ältere. Und nachdem Studium als Höchstverdiener zieht man sich aus allen Pötten raus. Erst die Hand hinhalten und dann die A-Karte zeigen. Das wäre vielleciht mal ein Ansatzpunkt für den Sozialstaat.

Ein Studium, ist eine langfristige Investition, die sich auch
für den Staat bzw. die Gesellschaft rechnet. Das liegt
schlicht und einfach daran, daß Studierte nach dem Studium
wesentlich mehr verdienen, als wenn sie nach der Ausbildung
oder wie auch immer im Betrieb geblieben wären, und aus diesem
Grund auch deutlich mehr Steuern und Sozialabgaben bezahlen.
Von meinem Gesamtrentenbeitrag (also AG+AN) könnte ein Rentner
schon ganz gut leben.

Den du auch zahlst? i.d.R. ist das nicht so. Dann reich ich dir mal ne Rose rübe, als Retter der Sozialkaasen

Herzlichst, immer noch grüßen

Sarah

Hallo Sarah!

Was ist aber der Effekt, wenn die Leute länger arbeiten? Alte
hocken auf ihrer Stelle und Junge sind Arbeitslos.

Die Bevölkerungsentwicklung mit durchschnittlich 1,4 Kindern pro Frau hat zur Folge, daß die Einwohnerzahl abnimmt, der prozentuale Anteil älterer Menschen steigt und die Zahl der Erwerbstätigen wird kleiner Für genauere Betrachtungen müßte man noch das Szenario der wirtschaftlichen Entwicklung einbeziehen, aber das lasse ich einmal unberücksichtigt. Es ist nämlich ohne weiteres erkennbar, daß die Bevölkerungsentwicklung einen Arbeitskräftemangel mit sich bringen wird. Wir werden es uns recht bald nicht mehr leisten können, 60-jährige in Rente zu schicken, weil sie am Arbeitsmarkt fehlen.

Mit dem Bild von körperlicher Arbeit in der Landwirtschaft, im Baugewerbe oder im Bergbau beschäftigt man lieber einen 30-jährigen als einen doppelt so alten Menschen. Dieses Bild ist aber längst nicht mehr prägend für unsere Wirtschaft. Ein Aussterben körperlicher oder handwerklicher Arbeit ist gewiß nicht zu sehen, aber die auf Körperkraft aufbauenden Tätigkeiten sind rückläufig. Ein junger Konstrukteur oder Ingenieur kann den alten Berufskollegen nicht ersetzen, sofern sich der ältere Beschäftigte auf dem Laufenden gehalten hat. Von daher ist es heute oft eine Dummheit, die erfahrenen Leute zu früh in den Ruhestand gehen zu lassen und in nicht so ferner Zukunft wird diese Vorgehensweise überhaupt nicht mehr funktionieren. Es fehlen dann junge Leute. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, daß irgendwann die Altersgrenze abgeschafft wird und es ins Belieben des Einzelnen gestellt wird, wie lange er arbeiten möchte. Man muß kein Prophet sein, um zu prognostizieren, daß als Folge die durchschnittliche Lebenserwartung heftig steigen wird. Die sicherste Methode, einen Menschen dem körperlichen und geistigen Verfall anheim zu geben, ist nämlich die, ihn in den Ruhestand zu versetzen.

Wenn man also über eine mittel- und langfristige Neugestaltung der Altersversorgung nachdenkt, muß man den Aspekt, daß junge Leute womöglich keinen Arbeitsplatz finden, nicht berücksichtigen. Das gilt aber nicht für die jungen Leute, die wir heute ohne ausreichende schulische und berufliche Ausbildung vergammeln lassen. Das gilt auch nicht für die jungen Menschen, die im Kinderzimmer zwar einen Fernseher und einen Gameboy haben, aber noch nie ein Buch in Händen hielten, außer vielleicht, um ein paar Seiten unter das Bein eines wackelnden Tisches zu schieben.

Wer heute etwas für das Rentensystem tun will, muß bei den Kleinkindern anfangen, die noch Windeln tragen. Sie müssen in ordentlichem familiären Umfeld aufwachsen und die denkbar beste Ausbildung erhalten. Hauptschulabschluß für ausnahmslos alle, Abitur nach 12 Jahren, keine Zeit für Kriegsspiele vergeuden, qualifizierte Berufsausbildung oder Studium mit Trimestern und Leistungsdruck, daß es raucht. Spätestens mit Mitte 20 muß das erledigt sein. Dann ist Zeit für 40 bis 50 Jahre Arbeitsleben.

Das ist mein Zukunftsrezept.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Du bist der Einzige, der mich hier mit Namen begrüsst hat (Danke) und der sich nicht gleich angegriffen gefühlt hat (von wegen Büroarbeit).

Guten Morgen, Karin!

Ja, dass dieses System so nicht weiter funktionieren kann, ist mir klar.

Man ist allerorten auf dem Trip, immer neue
Versicherungssäulen als Ergebnis epochaler Jahrhundertreformen
zu präsentieren.

Zum Beispiel diese unsägliche Pflegeversicherung.

Wenn es nicht so maßlos traurig
wäre, könnte ich mir dauernd vor Lachen auf die Schenkel
klopfen.

Mir macht diese Entwickung Zukunftsangst.

Gruß
Wolfgang

Gruß
karin

Mir war so, als ob die Bezüge von Beamten im Vergleich
niedriger wären als die von Angestellten mit gleichen
Aufgaben. Da sehe ich einen gewissen Zusammenhang.

Ich weiss nicht, woher du diese Annahme begründest. Das ist
m.M. nicht so. Beamte lametieren zwar viel, aber sie verdienen
auch viel, egal wie die Leistung ist. Und ich kenne persönlich
genug beispiele davon. Also erzähl mir nix vom Pferd.

Dann wirst Du wohl recht haben und nichts anderes willst Du hören.

Absolut. Das war so politisch gewollt und hätte daher aus
Steuern finanziert werden müssen.

Diese Aussage kann ich jetzt nicht deuten.

Wenn die Politik eine Rente für Spätaussiedler will, soll sie die aus dem Steuer- und nicht aus dem Rententopf bezahlen.

Ich als Schnösel kann Dir sagen, daß ich ungefähr noch fünf
Jahre arbeiten muß, bis ich das aufgeholt habe, was ich in
Studentenzeiten nicht verdient habe bzw. verdient hätte, wenn
ich nach der Ausbildung „normal“ weitergearbeitet hätte.

Die Allgemeinheit hat dir aber ermöglicht zu studieren.

Dann kannst Du mir mal erklären, was die Allgemeinheit mir ermöglicht hat. Außer der Tatsache, daß das Studium entgegen meiner Überzeugung kostenlos was, habe ich die Allgemeinheit nichts gekostet. Außer vielleicht, daß ich nichts verdient habe und daher keine Steuern usw. bezahlt habe.

gibt wirklich mehr als genug Menschen, die noch nicht mal die
Wahl hatten. Ich denke jetzt an ältere. Und nachdem Studium
als Höchstverdiener zieht man sich aus allen Pötten raus. Erst
die Hand hinhalten und dann die A-Karte zeigen. Das wäre
vielleciht mal ein Ansatzpunkt für den Sozialstaat.

Achso, dann bilde ich mir wohl ein, daß ich monatlich 55% an die Allgemeinheit abdrücke. Mein Fehler.

Den du auch zahlst? i.d.R. ist das nicht so. Dann reich ich
dir mal ne Rose rübe, als Retter der Sozialkaasen

Wischiwaschi.

Herzlichst, immer noch grüßen

?
C.

Hallo Heinrich,

Das Patentrezept lautet schlicht: mehr Arbeitsplätze.

das Patentrezept lautet anlagefinanzierte Rente.

Gruß,
Christian

Hallöchen,

dass Menschen/ Leute, die einen Büroberuf ausüben, Faulenzer
sind und damit nicht so hart arbeiten, wie ich, habe ich nie
geschrieben.
Jeder arbeitet so hart, wie es sein Beruf erfordert - aber
NICHT ALLE ARBEITEN KÖRPERLICH HART.
Darum ging es mir, dass es meiner Meinung nach Veräppelung
ist, das Rentenalter heraufzusetzen, weil es indirekt für
viele Berufsgruppen, die KÖRPERLICH hart arbeiten müssen und
die es aus diesen Gründen nicht schaffen werden, bis zu 67
Jahren zu arbeiten, eine verminderte Rente bedeutet.

auch weiterhin gehst Du anscheinend davon aus, daß Menschen, die nicht körperlich arbeiten, in der Lage sind, ihren Beruf unbegrenzt auszuüben. Es gibt auch geistigen Verschleiß.

Ist aber interessant zu sehen, wie einem gleich die Worte auf
dem Papier herumgedreht werden.

Tja, die Aussage oben liest sich anders als die Aussage in Deinem ersten Artikel. Nicht daß sie richtiger wäre, aber sie liest sich anders. Insofern liegt eine evtl. Fehlinterpretation Deiner Worte nicht zwangsläufig an demjenigen, der sie interpretiert.

Gruß,
Christian

hallo Karin,

Warum finden denn Berufe, die mit schwerer körperlicher Arbeit
verbunden sind, immer weniger Bewerber?
Warum wollen viele Jugendliche heutzutage lieber einen
Büroberuf ergreifen und nicht z.B. Krankenschwester/-pfleger,
Altenpfleger/in werden?
Weil sie nicht dumm sind :wink:

nein, sondern weil diese Berufe meist unterbezahlt sind.
Wenn eine Krankenschwester um 30 -50 % mehr verdienen würde, dann gäbe es da auch kein Nachwuchsproblem.
gerade dieser Beruf hat kein schlechtes Image. aber ein schlechtes Einkommen.
Grüße
Raimund

Hallo Heinrich und Andere,

einige Sätze sind sicher richtig…

ich schüttle mit Dir, wenn Du mir ein Patentrezept nennst, mit
dem man die Rentenkassen zurück in die Spur bekommen kann

Das Patentrezept lautet schlicht: mehr Arbeitsplätze.

Hätten wir Vollbeschäftigung, wären die Rentenprobleme
sofort vom Tisch. Bund, Länder und Kommunen würden
Ausgaben in Höhe von mehr als 41 Milliarden Euro einsparen
und fast 34 Milliarden mehr einnehmen.

Es müssen nur Arbeitsplätze her. Statt dessen doktort man an :Beitragshöhen, Eintrittsalter und Leistungsumfängen herum und :schleppt weiterhin 5 Millionen Arbeitslose mit sich herum. So ist es :nur eine Frage der Zeit, wann das System kollabiert.

…aber ich denke schon seit langer Zeit, daß das „kollabierende System“ verändert werden soll.

Als ich nach dem Krieg als Kind einen Sommer bei einem Bauern verbrachte, haben wir alle bei der Heuernte geholfen. Der Knecht schärfte ab und zu mit dem Wetzstein seine Sense, wir wendeten mit dem Rechen das Gras… Herrlich viele Arbeitsplätze. Wenn heute z.B. in Indonesien ein Kabel verlegt wird, beschafft man halt 100 Krampen (wie heißt das eigentlich) und 100 Schaufeln, holt aus dem Dorf die 200 jungen starken Männer und in kurzer Zeit ist das Kabel verlegt… Herrlich viele Arbeitsplätze.

Ich bin froh, daß sich das System der Arbeit verändert hat. Unbegreiflich ist mir, daß man das System der Renten an diesen herrlich vielen Arbeitsplätzen noch immer orientiert.

Das soll nicht heißen, daß es nicht nötig und wünschenswert wäre, mehr bezahlbare und nützliche Arbeit zu haben. Die Arbeitsplätze kämen dann automatisch.

Grüße, Rudolf