Vom Arzt abgewiesen

Liebe Experten!

Angenommen, ein junges Mädchen hat so extreme Regelblutungen, dass sie kaum noch mit Tampons dagegen ankommt und wird zum Arzt gebracht.
Der Arzt äußert zwar, dass das durchaus gefährlich ist, nimmt die junge Frau aber nicht als Patientin an, weil sie ihre Krankenversichertenkarte nicht dabei hat.

Ist das rechtens?
Findet ihr das in Ordnung?

Er begründete das damit, dass er ohne die Daten nicht mal ein Rezept ausstellen könne, aber diese junge Frau hat schon sehr stark geblutet und war insofern doch ein Notfall.

Ich bin mit ihr zu meinem Frauenarzt gefahren, weil ich ihn immer für vertrauenswürdig hielt, aber das hat mich heute doch schockiert.

Ich hab sie dann ins Krankenhaus gefahren, wo wohl auch ohne Karte geholfen wird.

Wäre über eure Meinung erfreut!

Danke und Gruß,

Noi

Der Arzt muss immer helfen wenn Lebensgefahr besteht, ässt sich dieses durch das Krankenhaus nachweisen, war das Verhalten wohl nicht rechtens…

Der Arzt muss immer helfen wenn Lebensgefahr besteht, ässt
sich dieses durch das Krankenhaus nachweisen, war das
Verhalten wohl nicht rechtens…

Okay, Lebensgefahr hat wohl nicht bestanden.

Ich hätte trotzdem ein paar Meinungen, wie ihr dazu steht, dass ein Arzt so ein junges Mädchen einfach abweist, weil sie ihre Karte nicht dabeihat.

Ich fand seine Argumente fadenscheinig…

Gruß, Noi

Hi,

von zu starken Regelblutungen bekommt man über kurz oder lang eine Anämie und Flecken im Höschen. Das ist kein hochakuter Notfall, bei dem es meines Erachtens nicht möglich gewesen wäre, das Krankenkassenkärtchen noch eben einzupacken.
Besonders bei jungen Mädchen gibt es mal stärkere, mal schwächere Perioden. Das pendelt sich normalerweise ein und es muss schon eine ganze Menge geschehen, ehe man an sowas stirbt. Oder hatte sie irgendwelche Anzeichen für einen manifesten Schock?
An ihrer Stelle würde ich das mal beobachten und mir einen Termin beim Gynäkologen nehmen, wenn sich das nicht gibt. Aber das war ja nicht die Frage…

Ich verstehe nicht, warum es als Verschulden des Arztes ausgelegt wird, wenn das Mädel nicht in der Lage ist, ihre Dokumente bei sich zu tragen: Es rechtlich so, dass der Arzt nicht verpflichtet ist, GKV-Patienten, die kein Notfall sind, zu behandeln; der Patient hingegen ist nach Bundesmantelvertrag für Ärzte §13, Abs. 1 dazu verpflichtet, die Karten vorzulegen.

Grüße
Liete

Es war kein lebensbedrohlicher Notfall, also kann frau doch die Geldbörse mit den ganzen Sachen u.A. der Versicherungskarte, einstecken.

Der Arzt war im Recht.

Noch dazu stimmt das mit dem Rezept.

Wenn das Mädel nie wieder dort auftaucht hat er ein Problem bei der Abrechung und mit der Krankenkasse.

Wenn das Mädel schon Patientin ist, dann werden meist beide Augen zugedrückt und trotzdem behandelt -aber als Neupatient?!

Achso, im Krankenhaus ist das meist was anderes -weil es nicht an den Geldbeutel des behandelnden Arztes geht, der auch keinen Ärger mit der Krankenkasse hat… Daher behandeln die im KH auch mal „ohne alles“ im Gegensatz zum Niedergelassenen.

Würdest du jemandem die Haare machen (das ganze Programm, mit waschen, schneiden, Strähnen, stylen) wenn derjenige sagt dass er kein Geld + keine EC-Karte dabei hat?

Ist das dein Ernst?

Würdest du jemandem die Haare machen (das ganze Programm, mit
waschen, schneiden, Strähnen, stylen) wenn derjenige sagt dass
er kein Geld + keine EC-Karte dabei hat?

Meinst du, du triffst mich besser, wenn du auf meinen Beruf anspielst?

Ich finde, dass man mit derlei hinkenden Vergleichen eher für Schmunzeln sorgt als für Nachdenken.

Deshalb werd ich diese Frage nicht beantworten…

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Moin Moin,
Jou fadenscheinig… der Arzt hat dennoch richtig gehandelt, sofern kein medizinischer Notfall herrscht kann er deswegen ablehnen.

Oder aber sofortige bar Zahlung der Leistung als Privatrechnung.

Gruß

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Moin,

das Beispiel zeigt doch sehr gut, dass eine Situation besonders deutlichw ird, wenn sie lebensnah erklärt wird: Der Kern der Aussage war/ist doch, würde jemand (unabhängig von beruf und/oder Branche)eine Leistung erbringen/in Vorleistung gehen, wenn die Vergütung alles andere als sicher ist . . . ?!

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Hallo,

Okay, Lebensgefahr hat wohl nicht bestanden.

Ich hätte trotzdem ein paar Meinungen, wie ihr dazu steht,
dass ein Arzt so ein junges Mädchen einfach abweist, weil sie
ihre Karte nicht dabeihat.

Ich fand seine Argumente fadenscheinig…

das bleibt jedem/jeder unbenommen - allerdings ist unser Gesundheitssystem von Politikern (Mehrheiten, die per Wahl der Bürger entstehen) nicht gemeinnützig oder staatlich, sondern privatwirtschaftlich organisiert: Da zählt dann letztlich trotz aller möglichen Eide und Erwartenshaltungen GELD!

Ich danke dir

Würdest du jemandem die Haare machen (das ganze Programm, mit
waschen, schneiden, Strähnen, stylen) wenn derjenige sagt dass
er kein Geld + keine EC-Karte dabei hat?

Meinst du, du triffst mich besser, wenn du auf meinen Beruf
anspielst?

Ähm, sind wir im Krieg oder warum sollte ich dich „treffen“ wollen?

Ich finde, dass man mit derlei hinkenden Vergleichen eher für
Schmunzeln sorgt als für Nachdenken.

Man kann schmunzeln und dennoch über etwas nachdenken -vielleicht sogar lieber wenn es auf humorvolle Art gesagt wird als mit der Keule.

Tom hat es verstanden und ganz toll erklärt was ich damit sagen wollte. Der Vergleich hinkt nicht. Du willst Geld für deine Leistung -der Arzt auch.
(Das bekommt er nicht wenn er kein Kärtchen hat, wenn er dann noch ein Rezept ausstellt muss er sogar noch drauflegen. Er hätte auch Barzahlung verlangen können.)

Deshalb werd ich diese Frage nicht beantworten…

Hast du doch schon…

Hallo,

ich habe wegen eines Falls, in dem die Kinder-Krankenkassenkarte wohl beschädigt war oder nicht mehr gültig, mal bei der Krankenkasse nachgefragt: dort meinte man, das wäre kein Problem, der Arzt / Arzthelfer könnte tel. bei der KK die Daten per Namen und Anschrift abrufen, das würde reichen.

Als eine Freundin meiner Tochter zu Beusch war und ein neues Rezept brauchte, hat mein Hausarzt das auch so geregelt, ohne viel Theater.
Der Kinderarzt hätte uns wohl sitzenlassen, aber da der geschlossen hatte, bin ich beim Hausarzt gelandet.

Es geht also, wenn die KK bekannt ist, auch ohne Karte und in nicht lebensbedrohlichen Situationen, zumindest lt. meiner 4 Jahre alten Info. Kann sich natürlich inzwischen geändert haben.
Troztdem: einen Stammpatienten wegen mangelnder Karte vor der Tür stehen zu lassen ist daneben.

Wenn mich in meinem Laden ein Stammkunde nach einem einzelnen Stahlnagel fragt (finden macht Aufwandt, bringt nichts ein), die Sackkarre oder Geschirr für eine Partie borgen möchten, mache ich das, kostenlos natürlich.
Man kennt die Leute, da hilft man doch auch mal ohne alles in Euro umzurechnen.

Gruß, Paran

Danke!
Danke für eure Meinungen.

Es hat mich halt nicht kalt gelassen, dass meine Schülerin sehr aufgeregt und verzweifelt vor der Tür stand und mir ihre Situation schilderte. Für mich war das in dem Moment ein Notfall.

Und ich war von meinem - sonst sehr guten - Frauenarzt etwas enttäuscht, dass er das Mädchen abgewiesen hat.

Andererseits stimmt es: Sie wär nicht gleich verblutet. Und sie hätte ihre Karte dabeihaben können.

Und die Argumente, dass eine Praxis eben auch ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist, kann ich so unterstützen.

Nur finde ich immer noch, dass ein stark blutende, aufgelöstes Mädchen immer noch dringender ist als kaputte Haare. Eine Frisur ist in meinen Augen kein vergleichbarer Notfall.

Gruß, Noi

Hallo,

Und die Argumente, dass eine Praxis eben auch ein
privatwirtschaftliches Unternehmen ist, kann ich so
unterstützen.

Offenbar nicht oder nicht mit der logischen Konsequenz.

Nur finde ich immer noch, dass ein stark blutende, aufgelöstes
Mädchen immer noch dringender ist als kaputte Haare. Eine
Frisur ist in meinen Augen kein vergleichbarer Notfall.

Wenn du das Argument durchziehst, dann wäre der Arzt von Berufswegen doch dazu verdammt, kostenlos zu arbeiten oder zumindest das Risiko einzugehen, dass er es tut. 90 % der Fälle, die beim Arzt aufschlagen, sind Notfälle. Das empfinden jedenfalls die Patienten so.

Ein stark blutendes, aufgelöstes Mädchen kann und sollte man beruhigen. Das ist kein Notfall, der einen unter normalen Umständen daran hindert, erst einmal zu Hause vorbei zu gehen, um eine Versicherungskarte zu holen.

Es ist schon komisch, wie manche die Erwartungshaltung haben, dass manche Berufsgruppen den altruistischen Samariter eingebaut haben MUSS. Sie hoffen nicht nur, sie erwarten es. Das führt zwangsläufig dazu, dass wenn der Arzt (oder der Polizist oder der Altenpfleger…) etwas aus Nettigkeit tut, es noch nicht mal gewürdigt wird.

Viele Grüße

Uli

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Und die Argumente, dass eine Praxis eben auch ein
privatwirtschaftliches Unternehmen ist, kann ich so
unterstützen.

Offenbar nicht oder nicht mit der logischen Konsequenz.

Guck dir doch mal das Datum der Postings an.
Ich habe eine Frage gestellt, um mir eine Meinung zu bilden, und aufgrund der Antworten hier hab ich das auch tun können.
Was gibt’s denn da jetzt immer noch dran rumzumäkeln?
Irgendwann muss doch auch mal gut sein.

Wenn du das Argument durchziehst, dann wäre der Arzt von
Berufswegen doch dazu verdammt, kostenlos zu arbeiten oder
zumindest das Risiko einzugehen, dass er es tut. 90 % der
Fälle, die beim Arzt aufschlagen, sind Notfälle. Das empfinden
jedenfalls die Patienten so.

Das ist eine mutwillige Behauptung, die du nicht belegen kannst.
Ich halte sie für stark übertrieben.

Ein stark blutendes, aufgelöstes Mädchen kann und sollte man
beruhigen. Das ist kein Notfall, der einen unter normalen
Umständen daran hindert, erst einmal zu Hause vorbei zu gehen,
um eine Versicherungskarte zu holen.

Bei dem Mädchen war die ganze Hose durchgeblutet, und sie hatte kein Auto.
Möglicherweise hältst du meine Hilfsbereitschaft für dumm, dann sei es so.

Es ist schon komisch, wie manche die Erwartungshaltung haben,
dass manche Berufsgruppen den altruistischen Samariter
eingebaut haben MUSS.

Nein, habe ich nicht.

Sie hoffen nicht nur, sie erwarten es.
Das führt zwangsläufig dazu, dass wenn der Arzt (oder der
Polizist oder der Altenpfleger…) etwas aus Nettigkeit tut,
es noch nicht mal gewürdigt wird.

Hängst die Sache ja ganz schön hoch jetzt, lass es gut sein.

Gruß

Was gibt’s denn da jetzt immer noch dran rumzumäkeln?

Du hattest gemäkelt? !

Das ist eine mutwillige Behauptung, die du nicht belegen
kannst.
Ich halte sie für stark übertrieben.

Natürlich ist das übertrieben. Das war aber nötig, weil du ja immer noch denkst, dass das beim Arzt von Berufswegen doch anders ist als beim Frisör.

Bei dem Mädchen war die ganze Hose durchgeblutet, und sie
hatte kein Auto.
Möglicherweise hältst du meine Hilfsbereitschaft für dumm,
dann sei es so.

Deine Hilfsbereitschaft war nicht dumm, aber sie ging am Problem vorbei. Ein voll geblutetes Mädchen versorge ich erstmal, wenn möglich, mit sauberen Klamotten und vor allem mit Hygienebedarf. Beschränkt sich das Problem auf das Blut und geht es dem Mädchen sonst gut, kann man es dabei belassen und es beruhigen! Geht es dem Mädchen nicht gut, soll es sich erst einmal mit Wärmflasche hinlegen. Dazu kann man es auch ggf. nach Haus bringen, wenn da jemand ist.
Und wenn es richtig schlecht geht, dann darf es auch mal der Arzt sein, aber eben nicht als der große Notfall, wie das hier gewesen ist. Das ist keine Hilfe, das grenzt an Hysterie. In so einer Situation braucht der Hilfsbedürftige aber nicht jemand, der die eigene Unruhe noch unnötig verstärkt.

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Schmähseite?
Hallo!

Könnt ihr hier eigentlich nur noch aufeinander rumhacken?

Eine Lehrerin, die so hilfsbereit ist, finde ich toll.
Woher hätte sie denn eigentlich Klamotten herkriegen sollen in der Situation?

Die UP hat deutlich gemacht, dass sie Meinungen hören wollte, um sich selbst eine bilden zu können, und das hat sie doch mit ihrem letzten Posting in eurem Sinne getan. Aber es muss trotzdem weiter rumgenörgelt werden.

Auf mich macht es dein Eindruck, dass du dich hier nur besserwissend abreagieren willst.
Mach weiter so. Das passt zum aktuellen Niveau von www.

Grüße, SotA

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Hallo Fans,

ich wollte auch mal meinen Senf dazugeben. Ich denke mal wieder evtl. etwas anders.
Ich kennen kaum einen Fall, wo der Arzt bei solchen Dingen auf großem Schaden sitzen geblieben ist. Es gibt meines Erachtens immer Wege seine Arbeit bezahlt zu kriegen. (Darauf werde will ich jetzt nicht weiter eingehen).

Der Laie kann selbst schlecht beurteilen, ob es ein Notfall ist. Genau aus diesem Grund ist die Indikation für die meisten Norarzteinsätze meist nicht richtig gestellt. Nur das weiss man leider nicht vorher. Selbst als Arzt kann man schlecht abschätzen, wie in diesem Fall evtl. (kaum war wohl wirklich dabei) wie stark die Blutung ist, und wie groß der Blutverlust wirklich ist. Es kommen schon mal Leute in die Ambulanz, die kaum noch bluten bei der „Regel“, auch schwer bei einem von Hb 4,1mg/dl. Vorher war das wohl stärker gewesen. Klar von der Blutung her, kein Nofall, aber die Person an sich nicht sicher unproblematisch. Wer sich dann wirklich traut, sojemanden abzulehnen, ohne konkret alle Fakten zu kennen, ist sehr mutig!
Insbesondere kommt dazu, dass man als Arzt schlechte Karten nachher hat wenn es um unterlassene Hilfeleistung geht.

Ich habe komischerweise kein Verständnis, dass finanzielle Erwägungen in den ersten Blick bei einigen Situationen geraten. Kein Staatsanwalt und kein Richter werden ein Verständnis dafür haben, egal ob Notfall oder nicht.

Liebe Grüsse

Anja

Hallo,

Sehr interessant ist doch, dass viele live dabei waren und mit 1000% Sicherheit die Situation richtig einzuschätzen wissen.

Respekt!

Anja

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Hi

Das wundert dich?
Überleg doch mal, wo der Arztberuf herkommt und warum da immer noch ein Eid geschworen wird, der doch heute eigentlich so überflüssig ist.

Ärzte waren früher Heiler und je nach Kultur gleichzeitig Heilige.

Sie hatten die Fähigkeiten anderen Menschen zu helfen, aber auch die Pflicht dazu. Dafür wurden sie honoriert mit einem hohen oder zumindest besonderen Status, wie das heute auch noch ist (der heilige weiße Kittel, HERR DOKTOR hat gesagt…).

Gerade mit unserem christlichen Moralempfinden auf dem unsere heutige Kultur fußt erwarten wir selbstverständlich, dass ein _guter_ Mensch uns hilft, wenn er kann. Und ein Arzt kann nunmal auf Gebietne, wo es kein anderer kann. Von daher ist „guter Samariter“ hier das ganz passende Stichwort.

Heute fällt das sozio-religiöse Gerüst allerdings weg und wurde durch ein rein kapitalistisches ersetzt, es bringt seinem Arzt ja auch selten noch jemand einen Fresskorb mit und wenn, wird dieser bestimmt nicht als Bezahlung angenommen.

Das honorieren ist allerdings immer noch oft da, gerade in Stadtrandgebieten. Zu bestimmten Feiertagen stapeln sich in den besseren Praxen die Geschenke, bei meinem Bochumer Hausarzt so hoch, dass die gar nicht wissen wohin damit und hinter der Theke gar keinen Platz mehr haben.

Das MUSS auch niemand machen, es geschieht aber dennoch aus Dankbarkeit - Dankbarkeit für die hochheiligen Kräfte der „Heiler“, obwohl sie doch schon längst kapitalistisch mit Geld bezahlt worden sind…

uralte Kulturvorstellungen lassen sich so schnell nicht tilgen.

Dementsprechend sehe ich es uch als grausam an, die körperlichen und seelischen Nöte eines Menschen mit einem Haarschnitt zu vergleichen.
Natürlich hast du Recht, das Mädchen brauchte in dem Moment vor allem Beruhigung - aber auch die hat es nicht erfahren, seine Not prallte erstmal am Finanziellen ab und statt ihr zu sagen, warum sie jetzt gerade kein Notfall ist (du wirst es schon überleben…) wurde ihr erstmal klar gemacht, dass ihre Not im Angesicht des Geldes bedeutungslos ist.

Gut, dass sie den Haarschneidekommentar nicht lesen musste, das wäre der Gipfel des „Du bist wertlos“ und zeichnet ein trauriges Bild von dieser Gesellschaft.

Ja, der Arzt muss auch Geld verdienen. Das ist nachvollziehbar, und _dennoch_ wird die Dienstleistung des Heilens nie mit der Dienstleistung des Haareschneidens identisch sein.
Weil Haare totes Gewebe sind, und Menschen nun einmal Gefühle haben. Meistens.

lg
Kate

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