Von Hetzern, Heuchlern und Scheinheiligen

laßt die frechheit bloß stehen. das beweist, daß ich so unrecht nicht habe!

Hallo
Du hast geschrieben, dass der Antijudaismus ein integraler Bestandteil der Europäischen Kultur wäre.
Ich bitte dich, nicht auf einen Nebenschauplatz auszuweichen.

Also: Welche Kulturelle Leistung wurde aufgrund des Antijudaismus erbracht?
Was würde der europäischen Kultur fehlen, wenn es diesen Antijudaismus nicht gäbe?

Noch dümmer gefragt:
ist die Synagoge in meiner Heimatstadt, ein phantastischer Jugendstilbau, nicht auch ein Teil der europäischen Kultur?

Du konstruierst einen Gegensatz zwischen europäischer und Jüdischer kultur, der sich so nicht nachweisen lässt.

Mike

Auszug aus dem Koran:

ich könnte dir ganz andere stellen nennen, wo zum mord
gegenüber jenen personen aufgerufen wird.

Dann mach´ das doch bitte mal.

aber weißt du: sowas
ist doch kindisch. man kann aus JEDER heiligen schrift
bösartige und friedliche passagen herausdestillieren, je nach
geschmack.

Das stimmt zwar, dennoch geht es um eine zentrale Aussage, vergleichbar mit „Du sollst nicht töten“. Daß diese nun nicht eingehalten wird, ist m.E. ein Zeichen dafür, daß die Palästinenser nicht ein Problem mit den Juden an sich haben, sondern es sich um ein politisches Problem handelt.

das ist nonsens. es kommt letztlich darauf an, wie
die betreffenden personen handeln, und nicht was in ihren
schriften steht.

Mal eh klar, aber es hilft, Hintergründe zu betrachten, um Situationen einzuschätzen.

von Dir soeben eingeführt Judenhaß des Abendlandes hatte
zunächst religiöse, dann wirtschaftliche und zuletzt
ideologische Gründe. Von diesen Dingen sind wir inzwischen
weit ab,

wirklich? und wie erklärst du dir dann, daß dieselben märchen
und dieselbe hetze immer wieder auftaucht, jetzt heißt der
„grund“ eben „arme palästinenser“? wieso eigentlich grund? als
ob es je einen „grund“ gegeben hätte… aber darüber will ihc
nicht streiten gehen.

Auch wenn Du es nicht glaubst: In den Nachrichten in diesem Lande ist im Zusammenhang mit Kritik am der aktuellen israelischen Verhaltensweise kein einziges mal das Wort „Jude“ gefallen. Es geht immer nur um Israel. Diese Trennung ist möglich und wird ganz klar eingehalten. Auch hier ist es inzwischen aufgefallen, daß das Verhalten eines Menschen nicht von seiner Religion beeinflußt wird (außer natürlich bei der Ausübung derselben). Ganz einfach schon deshalb, weil man seine Religion in Sekundenbruchteilen ändern kann.

Mir ist der Glaube eines Menschen bei der Beurteilung eines Menschen im übrigen auch so was von egal, was seinen Hintergrund darin findet, daß ich zwar an einiges glaube, aber mit Sicherheit nicht an irgendein göttliches Wesen.

fakt ist, daß es immer judenhaß gegeben hat. die divesen
rechtfetigungen dafür hast du ja grade aufgezählt, religiöse
wirtschafliche, ideologische. ich habe lediglich gesagt: er
ist immer noch da. in europa. in rußland. ist das etwa
grundsätzlich unrichtig?

Was mit Rußland ist, kann ich nicht sagen. Du sagst, es ist nicht da, ich sage, die von mir aufgeführten „Rechtfertigungen“ sind Rechtfertigungen der Vergangenheit.

Ich sag´s aber noch einmal und dann vorläufig nicht mehr: Haß ist hier überhaupt nicht im Spiel, sondern es ist Kritik. Diese Kritik richtet sich nicht gegen das Judentum oder die Juden , sondern gegen das derzeitige Verhalten Israels gegenüber den bisher autonomen Gebieten der Plästinenser.

Glaub´ es oder nicht.

Gruß
Christian

Moin Chris,

Ich sag´s aber noch einmal und dann vorläufig nicht mehr: Haß
ist hier überhaupt nicht im Spiel, sondern es ist Kritik.
Diese Kritik richtet sich nicht gegen das Judentum oder
die Juden , sondern gegen das derzeitige Verhalten
Israels gegenüber den bisher autonomen Gebieten der
Plästinenser.

Glaub´ es oder nicht.

Sie darf es gar nicht glauben, denn durch Gleichsetzen von Kritik an Israel mit Antisemitismus verpassen sich Menschen selbst eine Denksperre, die sie vor unangenehmen Erkenntnissen schützen soll.

Interessant wäre es zu wissen, wie diese Leute mit Kritikern im eigenen Land umgeht. Schließlich gibt es ja auch in Israel selbst genug Gegner dieser Auffassung und die Antisemitenkeule dürfte hier wohl nicht greifen.

Aber vermutlich liegt das dann daran, dass viele Israelis Nachkommen von in der europäischen Kultur verwurzelten Juden sind (und im übrigen nicht wenige Juden Großes zur Europäischen Kultur beigetragen haben), und was von europäischer Kultur zu halten ist, dass wisssen wir ja jetzt *hmmmpf*

Interessant wäre auch, wie eine Frau, die selbst Europäerin und Nicht-Jüdin ist und somit laut obiger Absurdidät diesen der europäischen Kultur innewohnenden Antisemitismus quasi selbst verkörpern müsste, in einem Land wie Israel leben kann. Aber das wird lehi uns vermutlich nicht verraten (falls sie diesen Absatz überhaupt vertanden hat).

Gruss
Marion

Moin Günter,

Man muss der Meinung von Lehitraot nicht immer

zustimmen, kann es auch nicht immer, aber eine Israelin so
anzugehen, ist weit unter der Gürtellinie. Merkst Du
eigentlich, mit Deiner philosophischen Ader überhaupt, was Du
einer Israelin schreibst, wenn Du den Hinweis gibst, es fehle
nur noch ein Hinweis zur Endlösung der Antisemitenfrage ?

Falls das deine einzige Sorge ist: jemand, der/die in Israel lebt, ist nicht automatisch Israelin oder Jüdin.

Gruss
Marion

Hallo Winkel!

Und in vielen Bereichen der
US-Wirtschaft sitzen Juden ganz oben.
Dies steht zunächst einmal als Fakt wertfrei im Raume.

Kannst du diesen Fakt in irgendeiner Form untermauern?

Ich werde mit Sicherheit nicht für Dich das „Who is who“ in der US-Wirtschaft abschreiben.
Lies Firmenberichte, dann geht Dir ein Licht auf. Sie sind für alle Leute offen zugänglich und nennen auch die Namen der obersten Führungsriege.

Das große Problem ist nicht etwa der Antisemitismus, sondern
vielmehr die vorherrschende Political Correctness, welche es
den Deutschen verbietet, gesunde Kritik an Israel zu üben.
Genau diese Antisemitismus-Keule ist es doch, die radikale
Einstellungen erst schürt.

Das Problem ist wohl eher, daß hier „Israelis“ und „Juden“
beliebig eingesetzt werden. Und „Juden“ alleine klingt eben
halt wie „Schwarze“.

Das ist es, was ich meine!
Des weiteren setze ich die beiden begriffe meistens einigermassen differenziert ein.

Unabhängig davon sind Einzelbeispiele hier wenig
aussagekräftig, da sie die wirklichen Ursachen nicht
widerspiegeln.

Diese Tür wurde von den Israelis, insbes. aber auch von den
New Yorker und Münchner Juden, mit Vehemenz zugeschlagen.

Wer ist das? die NewYorker und die Münchener Juden. eine
Partei ein Verein?

Die wirtschaftliche Führungsriege einer teilweise radikalen Glaubengemeinschaft.

Grüße,

Mathias

Danke Mathias

Und in vielen Bereichen der
US-Wirtschaft sitzen Juden ganz oben.
Dies steht zunächst einmal als Fakt wertfrei im Raume.

Kannst du diesen Fakt in irgendeiner Form untermauern?

Ich werde mit Sicherheit nicht für Dich das „Who is who“ in
der US-Wirtschaft abschreiben.
Lies Firmenberichte, dann geht Dir ein Licht auf. Sie sind für
alle Leute offen zugänglich und nennen auch die Namen der
obersten Führungsriege.

Entschuldige bitte meine Nachfragen nach den Fakten. deine Antwort sagt mir allerdings, daß sie wohl tatsächlich wertfrei sind, oder gar wertlos?

Und also sind Namen heute wieder Identifikation für Glaubenszugehörigkeit.

winkel

Falls das deine einzige Sorge ist: jemand, der/die in Israel
lebt, ist nicht automatisch Israelin oder Jüdin.

richtig. falls ich es nicht bin, ist es natürlich nicht unter der gürtellinie mich zu beschimpfen! *lol*

Hallo
Du hast geschrieben, dass der Antijudaismus ein
integraler Bestandteil der Europäischen Kultur
wäre.

ich habe geschrieben, da0 judenfeindschaft in europa immer gang ung gäbe war und sich sowas nicht einfach ändert. ja, es ist teil der kultur. was ist an dieser aussage so schlimm? wenn ich geschrieben hätte: die xy kultur ist frauenfeindlich, was sich durch die geschichte zieht und auswirkungen bis heute hat, wäre das dann auch eine verleumdung?

Also: Welche Kulturelle Leistung wurde aufgrund des
Antijudaismus erbracht?
Was würde der europäischen Kultur fehlen, wenn es diesen
Antijudaismus nicht gäbe?

kultur ist nicht gleichbedeutend mit kulturellen leistungen. kultur ist sowas wie geistige umgebung oder lebenswelt.

Noch dümmer gefragt:
ist die Synagoge in meiner Heimatstadt, ein phantastischer
Jugendstilbau, nicht auch ein Teil der europäischen Kultur?

logisch.

Du konstruierst einen Gegensatz zwischen europäischer und
Jüdischer kultur, der sich so nicht nachweisen lässt.

von jüd. k. habe ich gar nicht gesprochen! es gibt keinen gegensatz. beide gehörten immer zusammen. inklusive der spannungen und der judenfeindschaft.

da ist keine wertung enthalten, außer man deutet da was rein!

grüße
L.

hallo

Auch wenn Du es nicht glaubst: In den Nachrichten in diesem
Lande ist im Zusammenhang mit Kritik am der aktuellen
israelischen Verhaltensweise kein einziges mal das Wort „Jude“
gefallen.

es gibt subtilere anspielungen. zb. „auge um auge“ als titel für eine doku. der unbedarfte zuschauer denkt sich dann seinen teil. die genannte doku soll ja sehr ausgewogen und gut gewesen sein. sehen konnte ich sie leider nicht. der titel war wohl aus unwissenheit so unglücklich gewählt worden.

Es geht immer nur um Israel. Diese Trennung ist
möglich und wird ganz klar eingehalten.

nicht hier in w-w-w. und das weißt du ganz genau. lies doch mal uschis artikel. die bringt es wiedermal auf den punkt.

Was mit Rußland ist, kann ich nicht sagen. Du sagst, es ist
nicht da, ich sage, die von mir aufgeführten
„Rechtfertigungen“ sind Rechtfertigungen der Vergangenheit.

für rußland gilt dasselbe. dort wurde im kommunismus der judenhaß den menschen eingebleut. und siehe da: vor einer woche gab es in kiew einen „zwischenfall“…

Ich sag´s aber noch einmal und dann vorläufig nicht mehr: Haß
ist hier überhaupt nicht im Spiel, sondern es ist Kritik.
Diese Kritik richtet sich nicht gegen das Judentum oder
die Juden , sondern gegen das derzeitige Verhalten
Israels gegenüber den bisher autonomen Gebieten der
Plästinenser.

ich glaub DIR das. ich kenne DEINE postings. aber andere tun es eben nicht!

grüße
L.

Falls das deine einzige Sorge ist: jemand, der/die in Israel
lebt, ist nicht automatisch Israelin oder Jüdin.

richtig. falls ich es nicht bin,

Wieso falls ?

ist es natürlich nicht unter

der gürtellinie mich zu beschimpfen! *lol*

dieser Meinung scheint Günter zu sein, ja, ich schließe mich da eher der Meinung von winkel an.

Was unter deiner Grütelline ist, muss du also mit Günter klären :smile:

Interessant wäre auch, wie eine Frau, die selbst Europäerin
und Nicht-Jüdin ist und somit laut obiger Absurdidät diesen
der europäischen Kultur innewohnenden Antisemitismus quasi
selbst verkörpern müsste, in einem Land wie Israel leben kann.

anscheinend liest du hier postings von vor 1-2 jahren von mir… dazu muß ich dir sagen: es ist im judentum verboten, einen anderen aufgrund seiner vergangenheit zu beurteilen. ich sehe hier keine absurdität. wahrscheinlich ist israel und seine menschen weit besser als du dir das vorstellen kannst!

L.

Hallo Winkel!

Und in vielen Bereichen der
US-Wirtschaft sitzen Juden ganz oben.
Dies steht zunächst einmal als Fakt wertfrei im Raume.

Kannst du diesen Fakt in irgendeiner Form untermauern?

Ich werde mit Sicherheit nicht für Dich das „Who is who“ in
der US-Wirtschaft abschreiben.
Lies Firmenberichte, dann geht Dir ein Licht auf. Sie sind für
alle Leute offen zugänglich und nennen auch die Namen der
obersten Führungsriege.

Entschuldige bitte meine Nachfragen nach den Fakten. deine
Antwort sagt mir allerdings, daß sie wohl tatsächlich wertfrei
sind, oder gar wertlos?

Dies ist widerum eine evtl. eher wertlose Wertung meiner Argumentation…:wink:

Und also sind Namen heute wieder Identifikation für
Glaubenszugehörigkeit.

In bestimmten Fällen ist das wohl so, Beispiel „Greenspan & Greenspan“ (einer der ganz großen Finanziers Israels).

Grüße,

Mathias

anscheinend liest du hier postings von vor 1-2 jahren von
mir…

Nun, falls du mittlerweile Jüdin oder Israelitin geworden sein solltest kann ich nur sagen: das ändert meine Meinung über das, was du aktuell hier von dir gibst nicht im geringsten…

dazu muß ich dir sagen: es ist im judentum verboten,

einen anderen aufgrund seiner vergangenheit zu beurteilen.

soll mir obiger Satz jetzt beweisen, dass du keine Jüdin bist ?

ich

sehe hier keine absurdität. wahrscheinlich ist israel und
seine menschen weit besser als du dir das vorstellen kannst!

Ich habe hier nichts über Israel oder „seine“ Menschen geschrieben. Meine Kritik bezieht sich einzig und alleine auf die abstrusen Meinungen, die DU hier verbreitest.

M.

dann ist ja alles klar.
die zeugin ist entlassen.
keine weiteren fragen.

euer ehren.

ps: eine konversion sollte (!) keine auswirkungen darauf haben, wie andere einen wahrnehmen.

Hi Uschi!

Die Frage lautet doch ob Kritik am Staate Israel mit
Antisemitismus gleichzusetzen ist. Ich behaupte nein. Es gibt
genau so viele christlich Volldeppen wie jüdische, wie schwarze
wie weiße…
Ich kann diesen „positiven“ Rassismus nicht nachvollziehen,
also die bevorzugte Behandlung einer Völkergruppe aufgrund
irgendwelcher Merkmale, in diesem Falle der Religion bzw. der
Staatsangehörigkeit.
Halten wir doch mal fest, daß Israel seit Jahren gegen
Resolutionen der Vereinten Nationen verstößt. Dazu gibt es
eigentlich nicht mehr zu sagen. Jedes andere Land, das behaupte
ich jetzt mal, hätte aufgrund dieses Verhaltens UN Beobachter
vor die Nase gesetzt bekommen.
Israel hat mit seiner völkerrechtswidrigen Siedlungspolitik
Fakten geschaffen, die nun dazu führen, daß die Grenze zwischen
Westbank und Kernland keine gut zu bewachende Linie ist,
sondern das vielmehr unzählige Siedlungen einzeln geschützt und
bewacht werden müssen. So fürchterlich und verabscheuungswürdig
die Attentate der Palästinenser sind, so werden sie von Israel
vollkommen sinnlos mit roher Gewalt beantwortet. Dieser
Teufelskreis aus Terror und harter Gegengewalt stürzt Israel
ins Verderben. Scharon hat mit seiner Politik kein einziges
Attentat verhindert, er demütigt ein Volk und zieht im
Augenblick die Terroristengeneration von Morgen heran.
Selbst wenn die Militäraktionen Israels völkerrechtlich in
Ordnung wären, so verstößt das konkrete Vorgehen der Armee
gegen jede Konvention.

  • Hilfskräfte werden nicht zu Verletzten gelassen, sogar
    beschossen.
  • Eingentum palästinensischer Zivilisten wird vorsätzlich
    zerstört.
  • Palästinensischen Zivilisten wird durch Zerstörung von
    Infrastruktur sowie der Ausgangssperre die Lebensgrundlage
    entzogen.
    Wenn Du glaubst, daß man Terror mit militärischen Mitteln
    bekämpfen kann, dann empfehle ich Dir mal das Studium des
    Partisanenkampfes hinter den deutschen Linien auf dem Balkan
    und an der Ostfront im zweiten Weltkrieg. Die Wehrmacht hatte
    keine Chance dies wirkunhsvoll zu unterbinden. Oder schaue nach
    Tschetschenien, dort ist es das gleiche, man hört nur nichts
    mehr davon.
    Israel verspielt gerade jedes Fünkchen an moralischer
    Überlegenheit die es jemals hatte, indem es sich mit seinen
    Aktionen auf die gleiche Stufe mit den pal. Terroristen stellt.
    Weißt Du, ich habe einfach die Nase voll vom sinnlosen
    Blutvergießen. Wenn die Kinder dort nicht wären die ein Recht
    auf eine friedliche Zukunft haben, dann würde ich sagen die
    sollen sich da unten die Köpfe einschlagen, mir ist’s wurscht.

Gruß
Tom

Zitat von Dir:
„europa ist und war antisemitisch. seine ganze kultur beruht letztendlich auch darauf“

Wenn Du mir jetzt noch erläuterst, wie das mit deinem voirhergehenden posting auch nur annähernd zusammenpasst, wäre ich dir zu äusserstem Dank verpflichtet.

das der Antijudaismus in Europa seit der Christianisierung endemisch ist, ist klar, dazu brauch ich nur in ein Geschichtsbuch schauen.

Die Kernaussage von dir, an der ich mich stosse ist: dass die ganze (sic!) Kultur auch darauf beruht (sic!). Sprich: ein Teil des Fundamentes, der Grundvoraussetzungen für die Europäische Kultur an sich ist.
das heisst: ohne Antijudaismus würde die europäische Kultur signifikant anders aussehen. Auch in den Teilen, die von den unterschiedlichen Glaubensvorstellungen nicht berührt werden.

Ich halte diese Vorstellung für schlichtwegs absurd, denn wie kann die Jüdische Kultur ein Teil der europäischen Kultur sein, wenn der Antijudaismus eine zwingende Voraussetzung für die Europäische Kultur ist.
Irgendwie hakt es da mit der Logik ein wenig.

deine obige Aussage bedeutet, dass der Antijudaismus in Europa systembedingt und nicht ausrottbar ist, ohne wesentliche Teile der Europäischen Kultur zu zerstören.
Glaubst du das wirklich?

Und wenn Du mir jetzt an den Kopf wirfst, dass ich mich mit Semantik spiele, dann sag ich nur, dass man bitte aufpassen soll, was man schreibt.

Mike

laßt die frechheit bloß stehen. das beweist, daß ich so
unrecht nicht habe!

Ganz Europa ist antisemitisch? Und das ist keine
Verallgemeinerung? Keine Palattitüde? Nichts von dem was Du
anderen vorwirfst?
Jede israelkritische Bemerkunk als Antisemitismus oder
Antizionismus zu deuten ist nicht gerade das was ich unter
Diskussionskultur verstehe.
Mich nerven Menschen die immer gleich mit der Nazikeule
draufschlagen und bei sensitiven Menschen wie mir auch noch
Betroffenheit auslösen. Denn von einer Israelin als Antisemit
beschuldigt zu werden ist schon harter Tobak und gibt einem zu
denken, vor allem wenn man ehrenamtlich in einem
Ausstiegsprojekt junger Nazis arbeitet und früher der Roten
Hilfe angehört hat.
Zum Glück kenne ich genügend israelische Juden die nicht so
sind wie Du und durchaus in der Lage zum differenzierten Denken
und Handeln, was sich auch in einer kritischen Haltung zur
augenblicklichen Sicherheitspolitik Israels äußert!

Gruß
Tom

Mutiges Bekenntnis!
Hallo Uschi,

eine Lanze gegen den Antisemitismus zu brechen, das ist wacker.

Hier war doch mal einer zugange, der auf vergleichbare Art gegen den Antigermanismus wetterte. Das war aber noch mutiger gewesen, denn den haben sie aus dem W-W-W ausgeschlossen.

Gruß

Wolfgang Berger

dann nehme ich mir mal…
… dasselbe recht, das andere hier ja auch haben: ich entschuldige mich für eine falsche bzw. falsch gemeinte formulierung. „darauf beruhen“ war nicht als fundament gemeint.

L.