Ich werde demnächst ein paar Wochen mit dem Motorrad in den Anden unterwegs sein.
Um mich ein bischen auf die Strapazen vorzubereiten, trainiere ich im Fitness (3-4x pro Woche) vor allem Rücken und Schultern und bleibe auch länger auf den verhassten Cariosteppern. Sonst mache ich im Kurs noch ein Training mit Langhantel (Body Pump).
Wer hat eine Idee wie ich mich am besten vorbereiten kann auf die Belastungen in großer Höhe? Die Pässe sind oft über 4000m und ich möchte mich v.a. im Gebirge aufhalten, dort auch übernachten.
Wer hat eine Idee wie ich mich am besten vorbereiten kann auf
die Belastungen in großer Höhe?
eigene Erfahrungen hab ich (leider) keine, aber von einem Freund, der vor Jahren in Nepal war, kriegte ich den Rat, zur Vorbereitung Treppenlaufen zu machen.
Also fünfsech oder mehr Etagen hoch zu rennen.
dachte eher an Coca-Tee.
Über Medikamente hört man eher negatives. Besteht da nicht das Risiko, dass Symptome unterdrückt werden bis dann vielleicht gar nichts mehr geht?
Dein Tipp war immernoch besser als was mein Fitnesstrainer im Center so von sich liess…nämlich gar nichts konretes. Ausser Standardprogramm können die wohl nix anbieten und der Kunde hat gefälligst seine diversen Zirkel abzuarbeiten *seufz*
Ich nehme an Dein Freund ging zum trekken nach Nepal?
Aber ein gesteigertes „Cardio-Programm“ werde ich auf jeden Fall auch machen.
Nee ernsthaft:
Ich glaub der Wirkstoff aus dem Kokain gemacht wird ist da nur in minimalen Spuren enthalten (Hab mal gehört es bräuchte Tonnen der Pflanze um ein Kilo zu machen). Aber wenn die Einheimischen den Tee gegen Höhenkrankheit nehmen, warum nicht versuchen?
Aber wenn die
Einheimischen den Tee gegen Höhenkrankheit nehmen, warum nicht
versuchen?
wer an umstände gewöhnt ist, tut sich naturgemäß leichter.
auch der klassische sherpa im himalaya läuft mit schlappen locker zum basecamp, während der tourist per hubschrauber ausgeflogen werden muß.
ich wäre da vorsichtiger.
„wer auf dem berg lebt, ist näher am himmel“, sagt schon der hopi.
Es ging mir ja nun weniger um das kurieren der Höhenkrankheit, sondern darum wie ich mich hier im heimischen Fitnesscenter auf 600müNN am besten dafür fit mache.
Vielleicht hat noch jemand eine Idee konkret dazu.
Höherer Trainingspuls vielleicht? Intervalltraining?
Die vom Tainer vorgeschlagene Viertelstunde (jede Minute eine Stufe im Widerstand höher gehen, nach 7 Minuten retour) erscheinen mir nicht wirklich ausreichend und produktiv.
Über Medikamente hört man eher negatives. Besteht da nicht das
Risiko, dass Symptome unterdrückt werden bis dann vielleicht
gar nichts mehr geht?
Hi,
das weniger, aber es besteht die Gefahr, dass unangenehme Nebenwirkungen auftreten. Auf jeden Fall sollte man aber gegen akute Höhenkrankheit etwas dabei haben. Höhenkrankheit ist nicht zu unterschätzen und wenn möglich solltest Du Dir die Zeit nehmen, Dich auf größerer Höhe zu akklimatisieren. Dann kann der Köper selbst vermehrt rote Blutkörüerchen bilden und wenigstens zum Teil den Gefahren der Höhenkrankheit entgegenwirken.
Zum Thema Coca-Tee:
Die Aussage mit den großen Mengen Coca-Blättern stimmt nicht:
Getrocknete (bei max. 40 °C) Cocablätter enthalten ca. 0,5 bis 1,3 Prozent Alkaloide, davon bestehen bis zu drei Viertel aus Kokain.
100g Blätter enthalten demnach ca. 1g Kokain.
Beim Kauen der Blätter wiederum werden ca. 25% des darin enthaltenen Kokains aufgenommen.
Da schon Dosen von Dosen von 0,05 bis 0,10 Gramm Wirkung zeigen, sind also gar nicht so viele Coca-Blätter notwendig.
Ist ja auch klar: Wenn es wirken soll, muss es auch Wirkstoff enthalten. Außerdem ist hier aufgrund der belebenden Wirkung des Coca-Blatts die Gefahr der Selbstüberschätzung höher als bei den genannten Medikamenten.
Ich würde am besten mit einem erfahrenen Arzt (der sich z.B. mit Nepal-Touristen auskennt oder selbst in größeren Höhen bergsteigt) darüber reden.