Vorbräunen für den Sommer?

Hi Leute,

ich habe einen recht hellen Hauttyp und bekomme im Sommerurlaub immer schnell Sonnenbrand. Ich bin zwar vorsichtig und eigentlich immer im T-Shirt unterwegs aber wenn man ins Wasser geht … .

Ich habe gehört man könnte sich im Solarium langsam auf den Sommer vorbereiten, damit die Haut sich an die UV-Strahlung gewöhnt.
Eigentlich wollte ich das tun, nun kam aber im Fernsehen ein Beitrag, wo eine Ärztin sagte, sie rate wg. der Hautkrebsgefahr von jeglicher unnötigen UV-Strahlung (auch Solarium) ab.

Was tu ich denn nun?

Gruss
Steffen

Hallo,

Ich habe gehört man könnte sich im Solarium langsam auf den
Sommer vorbereiten, damit die Haut sich an die UV-Strahlung
gewöhnt.
Eigentlich wollte ich das tun, nun kam aber im Fernsehen ein
Beitrag, wo eine Ärztin sagte, sie rate wg. der
Hautkrebsgefahr von jeglicher unnötigen UV-Strahlung (auch
Solarium) ab.

das geht so ein bißchen in die Richtung: Schließen Sie sich zuhause ein. Das kann es natürlich auch nicht sein.

Klar ist, daß jede UV-strahlung eine Belastung darstellt. Wenn man sich im Freien aufhält, was ja nicht ganz ungesund sein soll, insbesondere, wenn es mit körperlichen Aktivitäten verbunden ist, bleibt - außer bei dickster Bewölkung - eine gewisse UV-Bestrahlung nicht aus. Was ebenfalls häufig nicht ausbleibt, ist ein Sonnenbrand.

Insofern, und das sage ich jetzt ohne den Rückhalt von irgendwelchen Studien, erscheint es mir vernünftiger, auf/unter der schwächsten Sonnenbank im zweiwöchentlichen Rhythmus für eine gewisse Gewöhnung und Grundbräune zu sorgen, als einen bekanntermaßen hautkrebsmäßig unguten Sonnenbrand zu riskieren.

Daß man sich (gegenseitig) auf Hautveränderungen untersuchen sollte, gilt übrigens nicht nur für Menschen, die häufig ein Sonnenstudio oder das natürliche Äquivalent (auf)suchen.

Gruß
Christian

P.S.
Da fällt mir gerade wieder die Gruppe Kölner ein, die seinerzeit auf Margaritha (Venezuela) ihre vom deutschen Winter ausgeblichene Haut rd. 8 Stunden lang der karibischen Sonne präsentierten und dabei eine Sonnecreme der Stufe 6 verwendeten.

DIE hätten sich mal besser vorgebräunt oder wenigstens richtig eingecremt oder zumindest nach einer Stunde in den Schatten gesetzt…

erscheint es mir :vernünftiger, auf/unter der :schwächsten Sonnenbank im :zweiwöchentlichen
Rhythmus für eine gewisse Gewöhnung und Grundbräune zu sorgen…

Hallo Christian,

gebräunt hin oder her, es ist zunächst einmal Geschmacksache, es ist eine Modefrage und vor allen Dingen eine Frage der Unvernunft. Wir akzeptieren, daß man sich bei -30°C und ungeschützt tunlichst nur ein paar Minuten im Freien aufhält. Warum ist es so schwer, zu akzeptieren, daß man sich der prallen Sonne ungeschützt auch nur für Minuten aussetzen sollte? Andernfalls ist faltige, gealterte Haut ein sicheres Ergebnis und Hautkrebs ein nicht unwahrscheinliches Resultat des Modeticks. Wenn schon von der Sonne mehr UV-Strahlung ankommt, als der Haut zuträglich ist, will mir nicht einleuchten, weshalb man sich eine zusätzliche Dosis unter der Sonnenbank abholen sollte. Ja, ja, die Sache mit der Gewöhnung. Das kann man aber auch zum Kost-nix-Tarif an der Sonne haben. Angesichts der überall gratis und im Übermaß zur Verfügung stehenden Sonnenstrahlung scheint es mir hirnrissig, für die Dosis einer lächerlichen Sonnenbankfunzel zu bezahlen.

Gruß
Wolfgang

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modern times
Hallo,

wer Arbeitnehmer ist, dessen Arbeitszeiten einen Großteil der Tageslichtperiode umfassen, wird normalerweise relativ blaß durch die Gegend laufen. Selbst mit Lichtschutzfaktor 40 wird man nach einem gewöhnlichen Picknick in deutschen Landen dann aussehen, wie der gewöhnliche Hummer kurz vor dem Verzehr.

Hier sehe ich weder eine Modeerscheinung noch unnatürliches Verhalten, sondern den normalen Wunsch des Menschen, die spärliche Freizeit gelegentlich außerhalb umbauter Räume zu verbringen.

In meinen Augen gefährdet man sich deutlich mehr, wenn man als Kalkleiste nach 6 Monaten Finsternis blinzelnd in die pralle Sonne tritt, als wenn man versucht, durch gelegentlichen Sonnenstudiobesuch eine gewissen Grundbräune herbeizuführen, die ja letztlich nichts anderes ist, als ein Schutz vor Sonne. Entgegen der natürlichen und kostenlosen Quelle „Sonne“ steht das Sonnenstudio immer auch gerne außerhalb der Arbeitszeiten zur Verfügung.

Was den finanziellen Aspekt angeht, muß die Entscheidung jeder für sich treffen. Ich jedenfalls sehe es nicht ein, in stärker besonnte Länder der Erde erst fahren zu können, wenn mir Freizeit und Wetter eine (mitunter notwenige) Vorbräunung erlauben. Des weiteren schätze ich es nicht, meine Besuche im Freibad oder meine Wanderung durch die niederrheinische Landschaft auf 10 Minuten Eigenschutz * LSF zu beschränken. Eintritt und Spritkosten wären mir dann wiederum zu teuer.

Ansonsten sei noch erwähnt, daß man mit einer ähnlichen Argumentation die Verwendung des Automobils verurteilen kann. Schließlich ist das auch moderner und unnötiger Luxus, kostet Geld und ist gesundheitsschädlich.

Gruß
Christian

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hallo, steffen!

nach meiner persönlichen erfahrung ist solarium schon eine gewisse gewöhnung an natürliches sonnenlicht, wobei (hallo physiker!) ja nicht das ganze natürliche spektrum erzielt wird. also find ich es doch am besten, zu jeder jahreszeit möglichst viel draußen zu sein - vorausgesetzt - jedenfalls bei mir, entsprechend mit cremes mit hohem lichtschutzfaktor geschützt. das finde ich am wichtigsten - sonnencremen nicht unter lsf 30 - und hinterher mit after-sun-präparaten flegen/bzw. sich pflegen lassen… ansonsten machs doch einfach nach gefühl,… und geh zwischendurch einfach mal ins haus, trink viel, wear a nice cap…
horch einfach auf Deinen körper!

viele grüße,

katharine

idee: eine fotogalerie: der/die gemeine www-ler/in mit sommerhut…oder:
so kennt mich keiner!

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Hai, Steffen,

Solarium-Bräune hat wegen des reduzierten Spektrums der Lampen fast keine Schutzwirkung für die Haut! Das bedeutet für Dich, daß Du, nachdem Du Deine Kohle brav ins Solarium geschleppt hast, zwar so aussiehst, als hättest Du schon jede Menge natürlichen Schutz vor der Sonneneinstrahlung - haste aber nicht. Z.B. wird die Haut nicht „dicker“, wie sie es bei normaler Sonne zum Schutz wird - das fiese daran ist, daß Du zwar nicht ganz so schnell einen „richtigen“ Sonnenbrand bekommst, aber die Haut die gleichen Schäden in den tieferen Schichten abbekommt (die Schäden, die eben langfristig Hautkrebs auslösen können), wie bei einem „richtigen“ Sonnenbrand.
Also Solarium ist nur eine kosmetische Bräune.
Besser Du schnappst Dir den höchsten Sonnenschutz-Faktor, den Du findest, hälst Dich bevorzugt unter Bäumen auf, trägst weite, langärmelige Sachen, zumindest aber die Schultern bedeckt (auch dadrunter einschmieren!) und gewöhnst Dich langsam an echte Sonne. Leichte Rötung der Haut bedeutet für Dich: raus aus der Sonne.

Gruß von einem anderen Bleichgesicht, die auch immer ganz vorsichtig sein muß
Sibylle