Hallo Nadine,
nachdem Euer Nachname schon ein (seltener) männlicher Vorname ist und zudem mit einem Mitlaut beginnt, der sich leicht an eine vorausgehende Silbe anhängt, würde ich einen besonders bekannten Namen vorschlagen, der mit einem Selbstlaut endet und günstigerweise zwei Silben hat.
Ein einsilbiger Vorname widersteht schlecht der Klebekraft von „Gilbert“, so daß ein „Jangil-Bert“ oder „Kaigil-Bert“ usw. entstünde.
Ein Vorname der ähnlich selten ist, wie es „Gilbert“ als Vorname wäre, wirkt allgemein fipsig (z.B. Kunibert Gilbert oder so).
Unmöglich sind auf „k“ auslautende Namen, „Patrick Gilbert“ z.B. ist unaussprechlich.
Ferner wird „Gilbert“ m.E. recht stark auf der ersten Silbe betont, auch darum paßt ein zweisilbiger Vorname besser als z.B. ein einsilbiger oder ein auf der zweiten Silbe betonter mehrsilbiger.
Z.B. Otto, Benno, Toni, Theo, Bruno usw. – besonders schön und vornehm klingt „Hugo Gilbert“, weil es milde stabreimt. Alle diese Vornamen sind heutzutage originell und selten, jedoch alterprobt im Ausland.
Abraten würde ich von Namen wie Francesco, Adriano, Angelo, weil man unsicher wird, mit welcher Betonung „Gilbert“ denn nun zu sprechen sei.
Überhaupt halte ich es für eine Unsitte, dem Kind einen fremdvölkischen Namen zu geben, ohne damit groß was zu meinen.
Wie dem auch sei, in Mode sind zur Zeit jüdische Namen. Da gilt m.E. das gleiche. „Benjamin Gilbert“ hat z.B. ein unschönes „ming“ in der Mitte, „Jonathan“ ein „tang“; hingegen klingt „Joshua Gilbert“ nicht übel, er hat zwar drei Silben im Vornamen, von denen aber die Betonung günstig auf der ersten liegt.
Gruß
Wolfgang Berger