Vorschlag: Alphabets-Reform

Um es gleich klarzustellen: Das ist nicht als Parodie auf die Diskussionen zur Rechtschreibreform zu verstehen, sondern ich habe mit einigen sprachinterssierten Freunden schon länger darüber nachgedacht, und anläßlich der ganzen Diskussionen über die Rechtschreibreform zusammengefaßt.

Wir dachten über die Idee nach,

  • die Buchstaben v (oder w), q und y aus der deutschen Sprache zu
    beseitigen,
  • x in Zukunft anstelle von ch für den entsprechenden Laut zu
    schreiben, sofern es wie im Wort „Bach“ ausgesprochen wird,
  • anstelle von x in Zukunft ks zu schreiben
  • statt bisher v als F-Laut immer f zu schreiben, ebenso f statt ph
  • entweder w statt v (in dessen Rolle als W-Laut) oder v statt w
  • anstelle von qu künftig kw bzw kv ( je nach Entscheidung bezüglich
    des vorherigen Punktes)
  • eventuell kk statt ck zu schreiben
  • c nur noch für die laute „sch“ und „ch“ ( wie im wort „Licht“
    ausgesprochen) zu verwenden und allenfalls noch für ck, fall nicht
    die Entscheidung auf kk fällt
  • vielleicht, aber nur vielelicht, über eine generelle Kleinschreibung
    der Substantive nachzudenken.

Die überflüssigen Buchstaben können für die Wiedergabe von Lauten, die im Deutschen nicht vertreten sind, verwendet werden, so z. b. y für das russische ы (dunkles i).

  • x in Zukunft anstelle von ch für den entsprechenden Laut zu
    schreiben, sofern es wie im Wort „Bach“ ausgesprochen wird

die unterscheidung finde ich unnötig. sage mir ein wort, in dem es nicht eindeutig klar ist, welcher der beiden [ch]-laute anzuwenden ist?

  • entweder w statt v (in dessen Rolle als W-Laut) oder v statt
    w

v für w, w für englisch w?

  • c nur noch für die laute „sch“ und „ch“ ( wie im wort
    „Licht“

da C frei wurde (siehe oben) kann es für [sch] stehen.

:smile:

aber vie das dann aussieht? ext ceisse *lol*

gruß
datafox

  • x in Zukunft anstelle von ch für den entsprechenden Laut zu
    schreiben, sofern es wie im Wort „Bach“ ausgesprochen wird

die unterscheidung finde ich unnötig. sage mir ein wort, in
dem es nicht eindeutig klar ist, welcher der beiden [ch]-laute
anzuwenden ist?

In Fremdwörtern und manchen Eigennamen nichtdeutscher Herkunft.

Nachtrag: ch als k-laut fällt selbstverständlich auch weg.

  • entweder w statt v (in dessen Rolle als W-Laut) oder v statt
    w

v für w, w für englisch w?

Für das englische w kann man ebensogut das u nehmen.

  • c nur noch für die laute „sch“ und „ch“ ( wie im wort
    „Licht“

da C frei wurde (siehe oben) kann es für [sch] stehen.

:smile:

aber vie das dann aussieht? ext ceisse *lol*

Nicht anders als die neue Rechtschreibung, nur daß es mehr und öfter ins Auge sticht.

Anfangen mit: Alfabez-Reform (owT)

Hi!

Um es gleich klarzustellen: Das ist nicht als Parodie auf die
Diskussionen zur Rechtschreibreform zu verstehen, sondern ich
habe mit einigen sprachinterssierten Freunden schon länger
darüber nachgedacht, und anläßlich der ganzen Diskussionen
über die Rechtschreibreform zusammengefaßt.

[…]

Leider beschränkt sich dein Vorschlag nur auf die Rechtschreibweisen. Die Vereinfachung der Grammatik ist leider außen vor geblieben. Ich ergänze daher deinen Vorschlag um folgende Punkte:

  1. Abschaffung der unterschiedlichen Geschlechter
    Reduzierung auf ein einheitliches Geschlecht (vgl. „the“ im Englischen) oder nur noch männlich/weiblich (vgl. „la“ und „le“ im Französischen)

  2. Abschaffung der Deklination
    Da ohnehin kaum jemand den Unterschied zwischen Genitiv, Dativ und Akkusativ kennt, kann man diese Formen abschaffen. Evtl. sollte der Genitiv beschränkt beibehalten werden, da ein Großteil der deutschsprachigen Bevölkerung der Falschsetzung des Apostrophs verfallen ist („Gaby’s Frittenbude“).

  3. Abschaffung der Wortzusammensetzung
    Deutsch hat die unangenehme Eigenschaft, alle möglichen Wörter frei miteinander kombinieren zu können. Dadurch entsteht jenes unsägliche Problem, das wir gerade in der Neuen Rechtschreibung diskutieren. Die Zusammensetzung von Wörtern wird generell verboten, ebenso das aus Zusammensetzungen resultierende Fugen-S (beherrscht sowieso keiner). Als neue Regel gilt Grundwort plus Bindestrich (der Bindestrich gewinnt ohnehin an Popularität). Statt „Fabrikgeländeüberwachungsanlage“ wird künftig „Fabrik-Gelände-Über-Wachung-Anlage“ geschrieben, statt „sitzenbleiben“ zukünftig „sitzen-bleiben“.

  4. die Konjugation wird radikal vereinfacht
    Starke Konjugation, schwache Konjugation, Hilfsverben, Modalverben - der beherrscht das schon alles? Wenn die deutsche Sprache einfacher zu erlernen sein soll, dann muß die Variationsbreite reduziert werden.
    Also nicht mehr „ich liebe - ich liebte“ und „ich sehe - ich sah“, sondern „ich liebe - ich liebte“ und „ich sehe - ich sehte“. Einfacher eben: „ich gehte“, „ich laufte“, „ich esste“ usw.

Vereinfachen wir neben der Rechtschreibung auch die deutsche Grammatik. Damit sinkt das Fehlerpotential drastisch, die Sprache läßt sich leichter erlernen. Und in der nächsten PISA-Studie stehen wir ganz vorne.

Grüße
Heinrich

Satire?
Hallo Heinrich

Ich hoffe sehr, dass dies nur ironisch gemeint ist, denn deine
Vorschlaege sind haarstraeubend.

Gruss, Tychi

Weeeeeia! *lach*
Tach,

Du bist mir vielleicht ein Chaot…

  • die Buchstaben v (oder w), q und y aus der deutschen Sprache
    zu
    beseitigen,

Warum? Die Buchstäbchen sehen doch possierlich aus… Ypsilon brauchen wir jedenfalls, um zum Beispiel die Tyrannei zu erhalten. :wink:

  • x in Zukunft anstelle von ch für den entsprechenden Laut zu
    schreiben, sofern es wie im Wort „Bach“ ausgesprochen wird,

Ich dachte, Du wolltest die Sache vereinfachen…

  • anstelle von x in Zukunft ks zu schreiben

Häää? Zugegeben, im Polnischen wird das X selten bis nie verwendet (desweigen heißt es dort auch z. B. Mikser, ekstra, maksymalnie, etc.), insofern könnte ich mich damit anfreunden, aaaaaaaber: beispielsweise ‚Akst‘ oder ‚Fiks‘ sehen nun wirklich selten dämlich aus.

  • statt bisher v als F-Laut immer f zu schreiben, ebenso f
    statt ph

Es kommt ein ferlorener Fogel nach forne geflogen? Na, ich weiß nicht…

  • entweder w statt v (in dessen Rolle als W-Laut) oder v statt
    w
  • anstelle von qu künftig kw bzw kv ( je nach Entscheidung
    bezüglich
    des vorherigen Punktes)

Wäre - bis auf einige wenige Ausnahmen (Kwelle, kwengeln, kwetschen, kwal & Co. sehen ebenfalls selten dämlich aus) - auch OK; die Polen leben schließlich auch mit kwartal, kwadrat, kwarc, kwalifikacja.

  • eventuell kk statt ck zu schreiben

Du hast ja wohl 'ne Makke! *fg*

  • c nur noch für die laute „sch“ und „ch“ ( wie im wort
    „Licht“
    ausgesprochen) zu verwenden und allenfalls noch für ck, fall
    nicht
    die Entscheidung auf kk fällt

Wie meinen?

  • vielleicht, aber nur vielelicht, über eine generelle
    Kleinschreibung
    der Substantive nachzudenken.

Warum nur vielleicht? Deutsch ist die einzige mir bekannte Sprache, in der man Substantive groß schreibt.

Gruß

Renee

Ich plädiere entschieden für die Abschaffung derartiger Abschaffungsplädoyers!
Mfg Andre

Das hier:

REGELN zur Vereinfachung der Rechtschreibung

Erster Schritt: Wegfall der Großschreibung. einer sofortigen einführung steht nichts im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.

zweiter schritt: wegfall der dehnungen und schärfungen. dise masname eliminirt schon di gröste felerursache in der grundschule. den sin und unsin unserer konsonanten-verdopelung hat onehin nimand kapirt.

driter schrit: v, pf und ph ersetzt durch f; z, ß ersetzt durch s; sch verkürzt auf s: das alfabet wird um swei buchstaben redusirt. sreibmasinen und setsmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden.

firter srit: g, c und ch ersetst durch k; j und y ersetst durch i: ietst sind son seks bukstaben auskesaltet, di sulseit kan fon zen auf swei jare ferkürtst werden. anstat aktsik prosent rektsreibunterikt könen nütslikere fäker wi fisik, kemi oder auk reknen keflegt werden.

fünfter srit: wekfal fon ä, ö, ü-seiken: ales uberflusike ist ietst auskemertst, di ortografi wider slikt und einfak. naturlik benotikt es einige seit, bis diese fereinfakung uberal riktik ferdaut ist, fileikt ein bis swei jare. anslisend durfte als nekstes di fereinfakung der nok swirigeren und unsinikeren kramatik anfisirt werden.
____________________________________________________________________

Im gansen seint mir aber di reform der rektsreibung nok nikt weit genug su geen. Deshalb slage ik di folgenden weiteren srite for:

sekster srit:
ei wird durk e ersetst, eu durk o, au durk a
Di mesten lote sind e su fal, so file bukstaben su sreben und werden fro sen, wen si in sukunft nur nok en stat swe bukstaben sreben braken.
Im swefelsfal konen naturlik enige worte asnamswese fon der regel abwekend ferandert werden, sum bespil kan man stat Oropa asnamswese Eropa sreben, damit man es nikt mit Uropa ferwekselt.

sibenter srit:
weke und harte bukstaben werden nikt mer untersiden.
Es isd nigd legd su sagen, ob diser srid nog af di agsebdans der breden befolgerungssigden sdosen wird, da hirmid enige wigdige mergmale der dedsen sbrage ferloren gen wurden. Swefelsone hade es aber den efegd, das es kam nog moglig ware, en word fals su sreben. Generel solde man aber in erwagung sien, ob neben der srifd nigd ag di sbrage an di srifd ansubasen isd.
Filegd isd inen ag son afgefalen, das di nee endsdandene sbrage en bisgen an das holandise erinerd. Aber ig gan inen sagen, di nee sbrage isd dem holandisen wed foras, da sumindesd in der ordografi generle ingonseqensen mer besdeen.

agder srid:
x wird durg gs ersedsd
Onehin gomd diser bugsdabe gam nog for, so das sen ferswinden e nimanden afalen durfde. In den seldenen falen, magd es ag nigs, wen man swe sdad enen bugsdaben sreben mus.
Dem afmergsamen leser wird filegd afgefalen sen, das es im gegensads su den fon gegnern der regdsrebreform imer wider afgefurden ferwegslungen der sinsusamenhange, im normalen sbraggebrag nigd ofder gomd als bisher.
Fur wedere ergansungen ware ig dangbar und bin gerne bered, uber die enselheden su disgudiren. Ig bide, mir efenduele feler in der neen regdsrebung nagsuseen, da mir di enselnen regeln nog nigd so gelafig sind.

4 „Gefällt mir“

Der beste Vorschlag:
Abschaffung der deutschen Sprache!
Wir sollten in den bis jetzt noch deutschsprachigen Laendern Spanisch
an die Stelle von Deutsch treten lassen, denn die spanische
Orthografie ist wesentlich einfacher und konsequenter als die
deutsche.

Gruss, Tychi

P.s. Bei Fritzens Beitrag ist es ein Wunder, dass man immer noch
alles verstehen kann, obwohl fast alle Woerter ganz anders
geschrieben wurden. Das wundert mich auch immer, wenn ich Bayrisch
lese (d.h. phonetisch geschriebenes).

PS. Sach ma…
… wenn Du schon v, w, q und y abschaffen willst, was ist denn mit den Umlauten??? :wink:

Nich übatreim!
Na dann noch das:

Ze do Rock:
Vom Winde verfelt

Am Ende der Entwicklung steht:
Fon rechts und den fon links und shon hast du 4 ferschidene meinungen. bei dem wort is es etwas geslossena, bei dem wort etwas lenga, blablabla. keina weiss besheid. di einzigen, di dir eine unbeeinflusste meinung geben könnten, weren di analfabeten. leida sind deutshe follanalfabeten nich so leicht zu finden.
ma kann kritisiren, das ma eeenliche beziung sreiben muss, das da ybahaupt nich klar is wi ma so was ausspricht. aba wenn das auge trenirt is, weiss ma das es in eim wort keine 3 e s gibt, es handelt sich hir um ein zusammengeseztes wort. ee und enliche.
wenn ma eheähnlichhe richtig aussprechen wyrde, dann wyrde es ungefär so klingen: e-he {geslossen) -ääähh {mit h) n-lich. zimlich absurd. wenn ma das ä beibehalten sollte, dann mysste ma sreiben: eäenlich.
2011: nic wenige klagen yba das c fyr das ch. wenn speta sic rausstellt, das di merhait fyr di baibehaltung fon ch is, werden wir ch so belassen. aba solang ic das nic waiss, sraib ic nur mit c, da disa bucstabe arbaitslos is und ma sic so ain bucstabe spart.
ganz fonetish is ultradoitsh nic, nur logish und ainfac. ic sraib nic sagn und trinkn, ic sraib nic bia fyr bir, toa fyr tor. das erste srekt di auslenda ab, das zwaite is nic ganz rictig, auc wenn es rictiga is als bir und tor. aine absolut fonetishe sprace könnte weda auf diakritishe zaicen ferzicten noc aufbucstabenferfremdungen. 1 bucxtabe, 1 lawt. aba zo ayne xprce is fil myzama tsum lezn unt tsum xraybm. das doytxe lawtzystem mus layda mit aynem xriftzystem awskom, das fon den röman focl tsvaytciwznt y.'1n eafundn v6adn is. das zlt yets direkt txecix aws.
mit ultradoitsh wer was fyr di umwelt getan. wenn ma ultradoitsh sraibt, spart ma 10 prozent papir, da es 10 prozent kyrza is (di wörta an sic sind noc kyrza, aba di lerroime zwishen den wörtan blaiben glaic). sit nic fil aus, aba es gibt hundate fon zaitungen und tausende fon bycan in Doitshland, fon Östaraic und der Swaiz ganz zu swaigen. dazu noc sudetendoitshe, wolgadoitshe, namibishe, brasilianishe doitshspracige zaitungen, wenn es 100 zaitungen a 50 saiten mit aina auflage fon 10 000 gibt, kommen wir in aim iar auf 15 mir :ien saiten. da spart ma sic mit ultradoitsh 1 miliarde saiten papir. papir is aus holz, di regenwelda bedanken sic.
ic kann den loiten, di fyr aine ferainfacung sind, nur raten, mit ultradoitsh im alltag anzufangen. wenn ma klar macen will, das ma kain ignorant is, kann ma aufbrifen zum baispil oben sraiben: disa brif is auf ultradoitsh abgefasst. im iar 1995 nur mit den 2 enderungen, klainsraibung und ainigen umgangsspraclicen formen: nimand kann es aim ferbiten, wir leben ia in aina demokrati. oda?
es wird auc stendig argumentirt, das di sprace als kulturgut nic dauand geendat werden darf. aba si endat sic dauand. im doitshen gibt es fil, fil mer regeln als für 100 iaren. nur: solange sic di regeln fermeren, srait kaina auf. nur wenn ma ferainfacen will.
wi auc imma: wer ultradoitsh sraibt könnte mir das mittailen, damit ic waiss, wifil menshen es tun. danke.
ultradoitsh-U
di enderungen fon ultradoitsh-U sind kaine fürslege fyr di doitshe sprace sondan troimerain. so wyrde doitsh in America ausseen, wenn di amis doitsh als nazionalsprace geweelt hetten. Ic werd nur di hauptregeln erkleren. wenn sic trozdeem irgendain shizofrene dafyr interessiren sollte, kann er bai mir di regeln bestellen.
ains sai klargestellt: obwol dise sprace aim das lernen fon hunderttausenden fon informazionen erspart, is si maistens aindoitiga als swerdoitsh. im swerdoitshen haisst es der mensch. das weib is nic waiblic sondan seclic, andrasaits is die sache nic seclic sondan waiblic.
aine solce showinistishe gramatik is nic mer fertretbar. Wir könnten alles nac arcetypen ainordnen: das mensh, di waib, di medcen, das sace. ewentuell noc: der banane, der karotte, der kugelsraiba, di melone, di apfel, di kyce. aba shon wida wer ma baim showinismus. liba dann glaic alles wek.
das swerdoitshe hat 16 bestimmte artikel: der, den, dem, des. …das ultradoitshu hat nur de. de unbestimmte artikel is a, für wok. ~n.

Was soll das?
In den Beiträgen der letzten Tage dachte ich gelesen zu haben, daß du für die Rechtschreibreform bist (oder habe ich das falsch interpretiert)? Was soll dieser Unsinn dann bezwecken?

Ich dachte mir schon, daß von der Idee einer Alphabetsreform kaum jemand etwas wissen will, entweder weil ihm/ihr an der Erhaltung der Sprache in ihrer bisherigen Gestalt oder weil er/sie zu träge ist um sich umzugewöhnen.
Bei jemand, der auch gegen die neue Rechtschreibung ist, würde ich das verstehen, aber wenn man schon Neuerungen befürwortet, wieso dann nur in so begrenztem Umfang? Wo soll die Grenze sein?

Oder wie war diese Satire zu verstehen?

Hast du irgendwelche sachlichen Argumente? Ich kann es mir nicht vorstellen, und es ist auch wohl nicht die Absicht dieses Beitrags.
Also werde ich nicht weiter darauf eingehen.

… wenn Du schon v, w, q und y abschaffen willst, was ist
denn mit den Umlauten??? :wink:

Wenn du meinst: Warum man stattdessen nicht normaler Vokal + E schreibt, ist die antwort:

Normaler Vokal + e könnte ja prinzipiell auch als a-e oder o-e oder u-e gesprochen werden in bestimmten Wörtern oder Namen.

Chance dahin…
Hallo Feldmarschall,

… wenn Du schon v, w, q und y abschaffen willst, was ist
denn mit den Umlauten??? :wink:

Wenn du meinst: Warum man stattdessen nicht normaler Vokal + E
schreibt, ist die antwort:

die Chance ist seit dem 01. April 2004 dahin und das ist kein Aprilscherz. Seitdem sind in .de-Domains deutsche Umlaute zugelassen.

Guck hier (bißchen nach unten scrollen bis zur Tabelle):

http://www.denic.de/de/domainrichtlinien.html
Link heute zw. 17:30 und 21:00 h evtl. außer Betrieb

Wer hat sich das bloß ausgedacht? Gab’s da eigentlich auch solche Aufstände wie jetzt zur Rechtschreibung?

Tja, einerseits muß in D die Rechtschreibung vereinfacht werden, weil sie angeblich zu schwierig für die armen Kinder ist, andererseits feiern mit den Umlauten in den Domains die alten Zöpfe fröhliche Urständ!

Amüsierten

Gruß Gudrun

Hi, Oberbefehlshaber!

Oder wie war diese Satire zu verstehen?

Dieser Jux ist wohl schon mehr als dreißig Jahre alt. Ich habe ihn, wenn ich mich recht erinnere, zum ersten Mal in einem Titanic-Heft gelesen.
Seither ist er immer mal wieder aufgetaucht, ich habe ihn im Unterricht verwendet, irgendjemand hat ihn ergänzt, Ze do Rock hat damit seinen satirischen Roman „Fom Winde ferfeelt“* strukturiert (=> Postin weiter unten) und ich finde den Text spaßig.

Nach all der ernsthaften Auseinander Setzung (wörtlich! sic! Satire!) wegen der NRS schien es mir an der Zeit, den Tonfall mal zu ändern.

Natürlich bin ich FÜR die Reform von 1996!

Obwohl: Im Moment muss es herrlich sein, dagegen zu sein.

Stell dir vor:
Mit drei Vierteln der Bundesbürger einer Meinung zu sein!
und:
In der Bildzeitung die eigene Meinung als Schlagzeile lesen zu dürfen!

Herz, was begehrst du mehr?

Gruß und Niks fir ungud!

Fritz

*Fom Winde ferfeelt (Vom Winde verfehlt)
von Ze Do Rock
Kategorie(n): Belletristik
Broschiert - 285 Seiten - Piper
Erscheinungsdatum: August 1997
ISBN: 3492224555 Buch anschauen

Und was trägt das jetzt zum Thema bei?

Hi!

Hallo Heinrich

Ich hoffe sehr, dass dies nur ironisch gemeint ist, denn deine
Vorschlaege sind haarstraeubend.

Ziel der Rechtschreibreform war nicht und ist nicht, deine Haare glatt anliegend am Kopf zu tragen. Vielmehr lautete die Vorgabe, die deutsche Schriftsprache zu vereinfachen, weil es scheinbar immer mehr Leute gibt, die ihrer Muttersprache - zumindest in schriftlicher Form - nicht mehr Herr werden.

Mit anderen Worten: da wir es nicht schaffen, die Qualität der Lernenden anzuheben, senken wir bewußt das Niveau resp. die Komplexität der Schriftsprache ab, damit die „Dummen“ eine Chance haben (vgl. PISA-Studie).

Nun besteht Sprache nicht nur aus Rechtschreibung, sondern auch aus einer höchst komplizierten Grammatik (manche behaupten gar, Deutsch besäße die schwierigste Grammatik unter allen Sprachen der Welt - wer weiß?). Wäre es da nicht zwingend notwendig, auch die Grammatik deutlich zu entschlacken?

Schau dich um. Betrachte die Leuchtreklame in deiner Stadt. Wie oft wirst du den falschen Gebrauch des Apostrophs entdecken? Statt „Verenas Blumenladen“ wirst du „Verena’s Blumemladen“ sehen. Oder „Willi’s Eckkneipe“. Warum? Weil die Leute vergessen haben, wie man den korrekten Genitiv bildet und schreibt.

Gleiches gilt für die Unterscheidung von Dativ und Akkusativ. Da wird fröhlich „dem“ und „den“ durcheinander geworfen, „mir“ und „mich“ verwechselt, „dir“ und „dein“ mißbraucht (am Wochenende in der Kneipe wurde am Nachbartisch Skat gedroschen: „der Stich ist dir!“).

Wenn wir also feststellen, daß wir mangels qualifizierter Sprachausbildung kurzerhand die Hürden senken, warum soll dann die Grammatik davon ausgenommen werden?

Grüße
Heinrich

Da du es ernst meinst

Hi!

Hallo Heinrich

Ich hoffe sehr, dass dies nur ironisch gemeint ist, denn deine
Vorschlaege sind haarstraeubend.

Ziel der Rechtschreibreform war nicht und ist nicht, deine
Haare glatt anliegend am Kopf zu tragen.

Ha ha - ja schon klar, aber vielleicht Ziel deines Beitrags. Auf
diesen beziehe ich mich, nicht auf die Rechtschreibreform.

Vielmehr lautete die
Vorgabe, die deutsche Schriftsprache zu vereinfachen, weil es
scheinbar immer mehr Leute gibt, die ihrer Muttersprache -
zumindest in schriftlicher Form - nicht mehr Herr werden.

Sind es heute wirklich mehr als frueher?

Mit anderen Worten: da wir es nicht schaffen, die Qualität der
Lernenden anzuheben, senken wir bewußt das Niveau resp. die
Komplexität der Schriftsprache ab, damit die „Dummen“ eine
Chance haben (vgl. PISA-Studie).

Auch die Klugen wuerden von einer einfacheren RS profitieren, denn
auch sie braeuchten dann weniger Zeit sie zu erlernen und koennten
sich statt dessen mit anderen Dingen befassen.

Nun besteht Sprache nicht nur aus Rechtschreibung, sondern
auch aus einer höchst komplizierten Grammatik (manche
behaupten gar, Deutsch besäße die schwierigste Grammatik unter
allen Sprachen der Welt - wer weiß?).

Quatsch! Deutsch liegt vielleicht im Mittelfeld. Mancher, der sich
auf Sprache versteht, meint, dass jede funktionierende Srache gleich
komplex sei: die Schwierigkeiten sind bei den einzelnen Sprachen nur
an verschiedenen Stellen zu finden. Diese Ansicht teile ich nicht.
Wenn du Sprachen mit komplizierterer Grammatik suchst: Sanskrit,
Latein, Griechisch, die kaukasischen Sprachen, Baskisch, Hindi.
Einfacher hingegen sind Englisch, Esperanto, Daenisch.

Wäre es da nicht
zwingend notwendig, auch die Grammatik deutlich zu
entschlacken?

Nein, waere es nicht.

Schau dich um. Betrachte die Leuchtreklame in deiner Stadt.
Wie oft wirst du den falschen Gebrauch des Apostrophs
entdecken? Statt „Verenas Blumenladen“ wirst du „Verena’s
Blumemladen“ sehen. Oder „Willi’s Eckkneipe“. Warum? Weil die
Leute vergessen haben, wie man den korrekten Genitiv bildet
und schreibt.

Ja und? Gaebe es keinen Genitiv, dann wuerden die Fehler woanders
liegen. Englisch hat eine einfache Grammatik und trotzdem macht der
Durchschnittsenglaender oder der Schwarze in der Bronx mehr Fehler
als der Durchschnittsdeutsche im Deutschen. Das ist keine Frage der
Schwierigkeit, sondern mit der Sprache bekennt man sich auch zu einer
sozialen Gruppe.

Gleiches gilt für die Unterscheidung von Dativ und Akkusativ.
Da wird fröhlich „dem“ und „den“ durcheinander geworfen, „mir“
und „mich“ verwechselt, „dir“ und „dein“ mißbraucht (am
Wochenende in der Kneipe wurde am Nachbartisch Skat
gedroschen: „der Stich ist dir!“).

Wenn wir also feststellen, daß wir mangels qualifizierter
Sprachausbildung kurzerhand die Hürden senken, warum soll dann
die Grammatik davon ausgenommen werden?

Weil Rechtschreibung ja nur die Abbildung der Sprache ist und wir uns
bei der Reform ueberlegen, wie die Abbildung moeglichst einfach und
konsequent gelingen koenne. Wortschatz und Grammatik aber sind die
Sprache selbst. Diese kann sich kaum per Dekret aendern lassen. Die
Sprache ist das Ergebnis einer Evolution. Die Rechtschreibung ist
nicht die Sprache.

Ich gehe dann oben auch noch auf den Originalposting ein.

Gruesse, Tychi