hallo, Sven:
Dass Du den BdV vorziehst ist ja in Ordnung. Jeder muss dem
Vermittler vertrauen, den er wählt. Du halt dem BdV.
Leider falsch ! Der BdV ist kein Vermittler, er verhandelt als
e.V. lediglich im Auftrag seiner Mitglieder Gruppenverträge
mit Versicherern.
ja, und? Vermittelt er zwischen Verbraucher und Versicherung? Also!
außerdem bekommt der Verein Provisionen, wenn ich nicht falsch informiert bin. Ist ja auch nicht ehrenrührig. Wer was leistet, soll auch bezahlt werden. Und sag jetzt nicht, dass ein Verein keine Gewinne erwirtschaften darf. Er darf!
Es ist auch richtig, dass es bei den Vermittlern schwarze
Schafe gibt…ja, und? Gibt es die in Deinem Beruf nicht?
Es gibt z.B. korrupte Richter, Beamte, Angestellte,
Unternehmer… Doch sind deswegen alle korrupt?
Nein, natürlich nicht. Aber in kaum einem anderen Gewerbe wird
so viel gelogen und betrogen, wie beim Finanzgewerbe. Und
dieses Gewerbe ist auch eines der wenigen, wo man nicht eine
Mindestqualifikation nachweisen muß (im Gegensatz zum
Handwerk, wo man bereits eine Meisterprüfung nachweisen muß,
wenn man irgeendwo eine Rauhfasertapete ranklatschen will).
Das ist absoluter Blödsinn! Es ist nicht anders als bei andern Berufen. Außerdem, wenn Du so überzeugt bist, dass hier nur Anlernkräfte beschäftigt sind, also jeder dahergelaufene das machen kann und damit ein Schweinegeld verdient: warum machst Du nicht Makler? Ist doch die Gelegenheit in 5 Jahren Millionär zu werden!
Ausserdem ist bei jedem Gewerbe bekannt, dass der Verkäufer
davon leben muß.
So wie Du von Deiner Arbeit
Nur die Versicherungs-Heinis erzählen immer
was von kostenloser Beratung.
Wird auch gemacht! Denn Du hast ja nach der Beratung die Möglichkeit zu sagen: danke , das war´s. Kein Interesse.
Hat Dir das schon irgendwann
einmal ein Verkäufer bei Aldi und Co erzählt ? (Noch nicht mal
im Feinkostenladen…)
Kann er auch nicht! Da fehlt ihm das Wissen und die Erfahrung. Wenn Du denkst, Makler wird man von heut aus morgen, dann hast Du 0-Ahnung!
Ich begreife nícht, warum hier in Deutschland immer nur nach
dem negativen gesucht wird.
Wie bereits gesagt, die Versicherungsbranche ist nicht ganz
unschuldig an der Situation.
Mag sein, dass hier gesündigt wurde. Aber das wurde in anderen Berufen genauso. Ich weiß ja nicht, was Du für einen Beruf hast. Bestimmt könnte ich das gleiche von Deinem Beruf sagen.
Für mich ist mein Beruf ein absolut ehrenwerter Beruf, der extrem wichtig ist. Und mir so viel Spaß macht, dass ich mit 65 bestimmt nicht aufhöre. :
Zum Thema Rendite: wenn Dir die 5% Kapitallebensversicherung
(die von den Maklern fast gar nicht mehr angeboten werden:
Da bist Du aber eine rühmliche Ausnahme, viele alteingesessene
Makler machen es noch, aktuell aber eher die fondgebundene LV,
da sich damit schön das Börsenfieber ausnutzen lässt…
Und, wo liegt das negative an einer fondsgebunden LV? Allein diese Antwort, die Du gerade gegeben hast, sagt mir, dass Du von LV, speziell fondsgebundener keine Ahnung hast.
Übrigens kenne ich keinen Versicherungsmenschen, der
tatsächlich nur 5% „verspricht“.
Braucht er auch gar nicht bei den fondsgebunden und bei denen, die ich erwähnt habe. Außerdem, wenn er zum Kunden sagt: „in der Vergangenheit hat die xy-Versicherung mehr als 8% Rendite erwirtschaftet“ und dies der Wahrheit entspricht, dann ist es doch in Ordnung, oder? Wenn es nicht der Wahrheiot entspricht, läuft er Gefahr, vor den Kadi gezerrt zu werden und die Differenz zu bezahlen.
Haftest Du für Deine Auissagen in Deinem Beruf? bestimmt nicht!
nur
Dein geliebter Meier reitet so gerne darauf herum. Na, ja, er
hatte ja schließlich auch mal einen Erfolg damit)
Nicht zu unrecht, denn manchen Leuten hat es endlich die Augen
geöffnet.
Oder verklebt.
nicht
zusagt, dann gibt es massig andere Möglichkeiten: um nur 3
hervorragende zu nennen: die SALI, die Clerical Medical, die
Scottish Mutual,
Da gebe ich Dir Recht. Nur von wie vielen Maklern (ganz zu
schweigen von Vertretern) werden diese Versicherungen
angeboten ?
Von sehr vielen! Natürlich nicht von den Ausschließlichkeitsvertretern. Die dürfen nicht. Ich habe sowieso den Eindruck, dass Du diese beiden Arten der Vermittler dauernd verwechselst.
Die Nürnberger (erst kürzlich als
hervorragend ausgezeichnet).
Soweit ich mich daran erinnern kann, war die Kostenstruktur
der Nürnberger nicht gerade „lean“
War heute gerade bei der Nürnberger wegen der Riester-Rente: die N. hat von Franke und Bornberg als Beurteilung FFF bekommen: die höchste Einstufung, die F+B abgibt. Gut, ich weiß noch bessere Wege, doch das tut der Beurteilung der N keinen Abbruch. Die Qualität der N ist wesentlich besser in den letzten Jahren geworden.
Trotzdem würde ich meinen Kunden etwas anderes anbieten. Er wäre aber nicht schlecht mi der N beraten.
Werden alle von den Maklern
angeboten und werden auch von den Fachblättern Kapitalmarkt
intern und Versicherungsmarkt intern hochgelobt.
Was erwartet man von einer Branchen-Zeitschrift ? sicherlich
nicht unbedingt kritische Stimmen (analog dazu:
Fachzeitschriften von Raumausstattern, Malern usw.)
Da tust Du diesen Blättern mehr als Unrecht. Ich vermute, Du kennst sie nicht einmal. Die gehen ganz schön zur Sache! Da hat so manche Versicherung eine auf die Nase bekommen: vor kurzem die Vereinte.
Also was soll diese Schreierei? Ich habe seit mindestens 10
Jahren keine Kapitallebensversicherung mehr verkauft.
Siehe oben => Ausnahme. Aber solange bei LV Provisionen im
Bereich 3-5% gezahlt werden (im Gegensatz zu den
Sachversicherungen) und es immer noch ein leichtes Spiel ist,
irgendeiner alten Oma so ein Ding anzudrehen, sehe ich leider
keine Besserung.
Auch hier sagt mir der Satz, dass Du wenig Ahnung davon hast: der Durchschnitt der Makler erhält 3,5% Das ist nicht weltbewegend. Was Du einfach nicht sehen willst, ist der Aufwand, der nötig ist, um zu einem Abschluss zu kommen. Als ich noch bei einer der großen Versicherungen Ausschließlichkeitsvertreter war, gab es sog. Rennlisten. Ich habe damals, 1978, monatlich etwa 5.000,- DM verdient. Das war damals ein sehr gutes Einkommen. Die meisten meiner Kollegen „krebsten“ mit 1,500,- DM und weniger herum. Und so mancher Makler wäre froh, wenn er monatlich 5.000,- DM netto heute heimbringen würde. Diese gewaltigen Einkommen, die immer wieder herumerzählt werden existieren nicht. Es ist was anderes, wenn Du eine große Strucktur aufgebaut hast. Da kannst Du absahnen… und das volle Risiko tragen! Das sieht auch leider niemand: das Risiko, das jeder Selbständige eingeht. Wenn Du das 17:00 Läuten hörst, fällt Dir der Bleistift aus der Hand. Da geht es beim Selbständigen erst richtig los. Frag mal meine Frau, wie oft ich um 23:00 oder noch später heimkomme! Wie oft ich Sonntags am Computer sitze und Angebote schreibe. Wann ich jeden Abend ins Bett komme! Was sind dagegen Deine 35 Stunden? Ich habe einen 80 bis 100 Stundentag! Ist dafür ein Einkommen von 8- oder 9.000 DM zuviel?
Dass es Drückerkolonnen gibt ist nicht schön. Aber auch nicht
vermeidbar. Wenn sie keine LV drücken, dann halt Staubsauger,
Zahnbürsten…
Die kommen aber nicht mit den klassischen Argumenten
„kostenlose Beratung“…
Na, dann schau Dir mal Vorwerk und ähnlich Vertriebe an. Außerdem: wer bei Drückern kauft, ist selber schuld. Ich kaufe nicht an der Tür! Auch hier wieder: Du verwechselst Makler mit Drückern. Ein Makler geht nicht aus die Klingel! Das hat er nicht nötig.
Ich habe halt bei diesen Diskussionen immer den Eindruck, dass
es weniger um das Produkt geht oder den Vertrieb, sondern dass
jemand für seine Arbeit Geld bekommt. Das ist das Problem:
- Bei den meißten anderen Gewerben ist im Gegensatz zur
Finanzbranche bekannt, wie hoch die Provision ist
Falsch, siehe oben!
jeder will alles kostenlos haben… aber selbst möglichst
viel kassieren.
- Wer mit kostenloser Beratung wirbt, braucht sich nicht zu
wundern…
Eine kostenlose Beratung ist eine Vorleistung. Wenn er die richtig gemacht hat, hat der Kunde einen Vorteil davon. Und hat ihm das gefallen, was er gelernt hat, dann schließt er evtl. (!) auch ab. Erst dann kommt der Vermittler zum verdienen. Ihr Angestellten wisst gar nicht, wir knochenhart dieser Job ist!
Was ist denn am Honorieren einer geleisteten Arbeit so
ehrenrühriges?
Nichts, solange man dabei ehrlich bleibt…
Und das ist sie in 90% aller Fälle.
Anmerkung zum Schluss:
Auch mir schmeckt manchmal der Ton des BdV nicht so ganz, da
er sehr aggressiv ist. Aber scheinbar hat er Recht, denn sonst
hätte er ständig Klagen am Hals. Irgendwie kann ich den Ton
aber auch wiederum verstehen, denn er ist ein einsamer Rufer
in der Wüste…
Zu seiner Vergangenheit als Allianz-Mitarbeiter: warum gönnt
man ihm seine Wandlung vom Saulus zum Paulus nicht ???
Kein Mensch missgönnt ihm, dass er jetzt sein Geld auf diese Art und Weise verdient. Das hat er Gerlach abgeschaut. der hat auch erst die Kunden mit Erwerbermodellen abgesahnt. Bis er erkannt hat, dass er auf der anderen Seite mehr verdienen kann. Und das ist vermutlich auch der Grund bei Meier.
Und: ich habe von Versicherungs-Vertretern / Maklern / Strukis
usw. schon so viele (schlecht oder gar nicht recherchierte)
Falschaussagen über den BdV gehört und gelesen (z.B. „BdV ist
ein Versicherungs-Vermittler“), dass ich an der
Arbeits-Qualität dieser Leute erhebliche Zweifel habe.
Recherchieren die bei ihren Aussagen zu Versicherungsthemen
ähnlich schlampig ?
Siehe oben! Er vermittelt zwischen den Verbrauchern und den Versicherungen. Was also ist er: ein Vermittler. So ist nun mal die deutsche Sprache. Ich habe ihn nicht als Vertreter bezeichnet.
Grüße
Raimund