Hallo Ines,
erst dachte ich, Du wolltest einen Rat für Dein eigenes Verhalten und da dacht ich halt ich mich lieber zurück, denn da kommt dann genau so eine Vielfalt heraus als wenn Du jetzt ne Impfumfrage hier startest.
würde mich mal interessieren wie schnell ihr mit
euren Kindern zum Arzt geht und wie schnell ihr Medikamente
gebt.
Aber das sieht ja eher nach ner Art Umfrage aus, von daher hier auch meine Antwort.
Wie handhabt ihr das und
vor allem wann bzw. wie schnell gebt ihr fiebersenkende
Mittel.
Ich hab keine Stunden- oder Tagesregel, ich geh da wirklich nach meinem Bauchgefühl. Aber vergleichsweise geh ich wohl eher sehr selten zum Arzt. Erstens weil ich nicht motorisiert bin und da fährt man halt nicht schnell mal in 5 Minuten beim Arzt vorbei, schon gar nicht bei den winterlichen Temperaturen. Zweitens weil man meistens ja gar keinen Arzt benötigt und ich es auch nicht so prickelnd finde einem angeschlagenem Imunsystem zusätzlich noch die Keime im Wartezimmer zuzumuten.
Fiebersenkende Mittel geb ich fast nie, da sich kleine Kinder ja meist noch glücklich schätzen ziemlich schnell und oft auch hoch zu fiebern, im Gegensatz zu manchem Erwachsenem. Das Fieber trägt ja entgegen irgendwo unten stehender Meinung sehr zur Genesung bei und nur wenn es dem Kind sehr, sehr schlecht geht, es z. B. überhaupt keinen Schlaf findet, dann senke ich ausnahmsweise. Generell halte ich wenig von Fiebersenkung, denn wenn man das mal beobachtet ist das ja äußerst anstrengend für den sowieso schon geschwächten Organismus. Meine Tochter hatte mehrere Tage bis 41 Fieber (Grippe), sie fand nachts überhaupt keinen Schlaf, quälte sich ziemlich und ich gab ihr Ibuprofensaft. Das Fieber schoß binnen Minuten runter auf 36,8C (zu meinem Entsetzen) und fing dann wieder an zu steigen mit noch unangenehmeren Beschwerden als zu dem Zeitpunkt wo es oben war (Schüttelfrost, frösteln und gleichzeitigem Schwitzen).
Mit dem äußerst üblichen Argument man müsse Fieber senken, weil es ja sonst zu einem „gefährlichen“ Fieberkrampf kommen könnte, kann ich gar nichts anfangen, denn dann müsse man ja IMMER Fieber senken. Ich kenne zwei Kinder, die einen Fieberkrampf hatten, das eine mit 38,6C das andere mit knapp 39C. Die Höhe scheint demzufolge wohl egal zu sein. Hohes Fieber ist ja nun auch nicht gefährlicher als weniger hohes Fieber…
Meine
Frage bezieht sich eher auf Fieber, Erkältung, Erbrechen,
Halsweh, Bauchweh usw.
Mit Erkältung würd ich bestimmt nicht zum Arzt gehen. Mit Erbrechen (wir reden ja nicht von Vergiftung oder so?), wenn ich ein MD-Infekt vermuten kann, auch nicht. Bei starkem Halsweh und einer sichtbaren Rötung würd ich auf jeden Fall zum HNO-Arzt, um ne Mandelentzündung zu vermeiden (und zudem die doch unerwünschte Gabe von Antibiotika). Bauchweh find ich schwierig. Viele kleine Kinder haben irgendwo Schmerzen und deuten dann aber auf den Bauch, weil sie den Schmerz nicht richtig orten können. Ich glaub, ich würd zum Arzt gehen, wenn mein Kind immer auf eine ganz bestimmte Stelle am Bauch deuten würde.
Seit dem Kindergartenbeginn bin ich eigentlich nur noch beim Arzt, wenn ich ne Gesundschreibung benötige. Sprich, der Arzt sieht mein Kind eigentlich erst nach der Erkrankung, was gestern der Fall war (Windpocken).
Bei Säuglingen und Babys im ersten Lebensjahr ist natürlich alles ganz anders, aber hier geht’s ja um Kinder ab 2?
Und sonst hängt’s natürlich auch sehr von der Konstitution des Kindes ab. Bei frühgeborenen Kindern und sehr zarten und leichten Kinder agiert man wohl anders als bei kräftigen Kindern.
Gruß,
Christiane