Hallo Merkur,
Platon liest du vermutlich in der Interpretation Plotins,
Nein, ich las ihn in der neugriechischen Übersetzung desselbigen.
interessant, aber das tut deiner plotinischen Sichtweise anscheinend keinen Abbruch. Übrigens: Lesen ist nicht gleich Lesen …
Außerdem hat Jamblichos
bekanntlich die Religion über die Philosophie gestellt, auch
wenn er das Christentum bekämpfte
Das Christentum in seinen dogmatischen Auswüchsen bekämpfte
Das kann man so oder so sehen.
antiken Philosophen, die man nicht
eins zu eins in die Gegenwart übertragen kann.
Öfter sollte, als man tut.
Schon richtig, aber nicht eins zu eins.
Meine Begründung liegt in meiner vollkommenen Resonanz auf die
Inhalte und Ausführungen dieser Philosophen.
Das ist schlicht anmaßend und überheblich. Aber ich weiß ja, dass du das eher so siehst, als wären die Philosophen die Überheblichen. So unterscheidet sich eben manchmal der Fremdeindruck von der Eigenwahrnehmung.
Und zwar Resonanz auf der mentalen und emotionalen Ebene.
Mit der Erwähnung letzterer bin ich natürlich aus Deiner Sicht - und
Beurteilungsweise ::raus aus der Philosophie.
Nur, weil du dieser Haltung unkritisch gegenüberstehst. Philosophie kann man sehr wohl gefühlvoll betreiben und Philosophie kann sich auch mit Gefühlen beschäftigen. Man darf aber die Gefühle und das Einfühlen nicht zur Grundlage der Methodik machen. Dann nämlich gerät man in dieses Missverständnis.
Endgültig abschließend (hoffentlich, aber wir haben die Fronten ja geklärt): Ich sehe sehr wohl dein Wohlwollen, denke nur, dass du in einem Irrtum befangen bist, der nicht zuletzt eben darin besteht, dass du dich nicht entschließen kannst, auf gefühlsmäßig verursachte Vorurteile zu verzichten. Ich weiß schon: „Es passt alles gut zusammen“ wirst du sagen, aber das reicht eben nicht aus.
Herzliche Grüße
Tnomas Miller