Wer ist ich? Beim System Swift FIN ist das sogar explizit so vorgegeben (https://www2.swift.com/knowledgecentre/products/FIN). Im Tag 1 wird neben Applikations- und Servicenummer immer die BIC samt Branch Identifier eingegeben. Im Tag 115 (Zahlungsempfänger) sind 32 alpha-numerische Zeichen erlaubt, dort könnte ein Name stehen, oder eine email-Adresse, oder eine IBAN, oder auch nur die Kontonummer.
Kannst Du eine solche Nachricht selbst auslösen? Nein**. Die Bank hat diese Nachrichten voll unter ihrer Kontrolle, der Inhalt wird aus dem generiert, was der Empfänger auch versteht. Das soll heißen, wenn die XY Bank auf den Solomon Islands dort eine email-Adresse sehen will, dann wird die Absenderbank auch genau diese Angabe erfragen.
In der Regel erfolgen Zahlungen via Swift in Tages-Netto-Form. In Tag 155 wird daher eine Nachrichten-ID zu sehen sein, die Liste aller Empfänger sowie die Beträge sind dann im Nachrichtentext (ähnlich dem Body einer email) zu lesen, in völlig freier Form. So wird es z.B. täglich eine Nachricht von der Deutschen Bank Frankfurt an die HSBC Birmingham geben, wo alle Überweisungen von DE nach GB aufgelistet sind, als Antwort kommen alle Überweisungen in umgekehrter Richtung. Beide Banken haben sich vorher auf die Form geeinigt. So kann man für wenig Geld abertausende Überweisungen verschicken.
** Natürlich kannst Du Dich bei mySwift registrieren und gegen entsprechendes Entgelt solche Nachrichten selbst generieren und auch an Banken schicken. Du bekommst sogar Deine eigene Swift-FIN-Adresse (sprich BIC). In der Regel ignorieren aber Empfängerbanken Nachrichten von Absenderbanken, die sie nicht kennen und verweisen in ihren Standing Settlement Instructions auf Intermediates, aber das ist ein ganz neues Thema.