Warum BIC? Warum IBAN?

Je nun - dieses Unternehmen ist die Enkelin der Fernmelder der Deutschen Bundespost, einem der ersten Anwender Trizonesiens von Computern in kaufmännischem Zusammenhang. Die Großmutter der Tante Telekom hat einfach zu früh mit dem digitalen Kram angefangen und sich damit u.a. auch dazu verdammt, bis heute für ein und denselben Kunden eine Kundenkontonummer und eine separate Buchungskontonummer zu führen…

Schöne Grüße

MM

Ich habe den leisen Verdacht, er leidet an Dyskalkulie und in gewissem Maß an Legasthenie.
@C_Punkt hat die historischen Hintergründe weiter oben beschrieben, aber @Jens_J_Korff hackt weiter auf der Anzahl und Sinnhaftigkeit der Prüfziffern rum.
Das wird wohl nix mehr.

und dazu noch eine Zugangsnummer und Anschlusskennung für das Internet.

Oder sogar noch verschiedene Kundenkontonummern für verschiedene Dienste und dann auch noch verschiedene Rahmenverträge in den Buchungskontonummern, wobei einem niemand mehr sagen kann, welche Vorteile sich hinter welcher Rahmenvertragsnummer versteckt.

Gegen die Verwaltung von 20 Handyverträgen, die sich über die Jahre angesammelt haben, Glasfaser und Festnetztelefonie bei der Telekom nimmt sich selbst die Verbindung von MS Entra-ID und Apple Business wie ein Kinderspiel aus…

Aber ich schweife ab. Entschuldigt bitte. Aber ich glaube, dass die Eingangsfrage sachlich ausreichend ausführlich beantwortet wurde.

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Vielleicht solltest Du Dein Händling (sic!) optimieren.

Bei online-Banking kann man Überweisungen mit einem Klick als Vorlage speichern und immer wieder bei Bedarf aufrufen.

Falls Du noch Papier-Überweisungen machst (und danach klingt Dein Gejammer):
Ich habe mir vor Jahrzehnten - lange vor IBAN - ein Ü-Muster in Excel (geht auch in WORD) „gebastelt“,
.
www.ue_250722
.
das ich dann 2014 auf die neuen Formulare angepaßt habe.
Bei wiederkehrenden Zahlungen an die gleichen Empfänger brauche ich nur den Verwendungszweck zu ändern - alles andere ist gespeichert vorhanden.
Dann Bank-Ü-Formular - ohne das Butterbrotpapier - in den Drucker - feddisch!

Was ich eigentlich sagen wollte: ich habe in den letzten 40 Jahren bei jemals von mir getätigten Überweisungen (Büro und privat) jede Bankverbindung bzw. IBAN nur ein einzigesmal getippt.

Da mußte ich mich am Anfang auch umgewöhnen, aber ich bin froh, daß das mit den 4er-Blocks gleich „offiziell“ verkündet wurde, sodaß sich die meisten Rechnungsschreiber dran halten. Leider nicht alle, es gibt immer noch welche, die 22 Zeichen „am Stück“ auf ihren Rechnungen stehen haben.

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Das war ein bißchen übertrieben.
Sollte 30 heißen.

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Frauen sind selbstverständlich niemals so alt, dass sie von etwas sprechen können, das sie vor 40 Jahren getan haben. :slightly_smiling_face:

Warum denn nicht? Es ist eine Frage des Feelings. :wink:

Aber ich habe die Zahl doch schon nach unten korrigiert.
Excel habe ich im Juni 1990 kennengelernt, damals noch 4.0 ohne die vielen Bildchen, dafür mit den wesentlichen Funktionen. Das ganze Programm paßte auf 2 kleine Disketten drauf.

Und wer hat jetzt meine beiden entscheidenden Fragen beantwortet?

  1. Warum funktioniert die IBAN im internationalen Zahlungsverkehr nicht?

  2. Wäre der nationale wie der internationale Zahlungsverkehr theoretisch möglich, wenn ich den BIC angebe (zum Indentifizieren der Bank) und die Kontonummer - also ohne IBAN?

Moin,

nie gefragt, iss aber wurscht.

zu 2.: USA, China, Australien, westliches Südamerika und noch ein paar ignorieren IBAN.
zu 1: ist mit 2. beantwortet

Guß
Ralf

Bei Dyskalkulie geht aber Zählen bis 10 mit den Fingern! :sweat_smile:

Der Thread hier hat mich veranlaßt, überhaupt mal einen BIC näher anzuschauen. Bei meiner letzten Ü. wäre das: GENODEF1PFK gewesen.

Und sowas könntest Du Dir leichter merken als z.B. DE54.
Das glaube ich Dir nicht. :wink:

Geno=Genossenschaft
DE=Deutschland
FF=Frankfurt

GENODEFFXXX ist der BIC der DZ Bank, die wiederum das Zentralinstitut der (meisten) genossenschaftlichen in Deutschland ist.

F1 steht für Volksbank Rottal-Inn, PFK für Filiale Pfarrkirchen.

Aber es geht noch besser: der BIC Sparkassen in Westfalen beginnt in der Regel (immer?) mit WELADED, was für Westdeutsche Landesbank Düsseldorf steht, die es aber ja schon seit 13 Jahren nicht mehr gibt. Die Sparkassen im Rheinland, das ja auch von der WestLB als Zentralbank „betreut“ wurde, haben teilweise ganz eigene BIC:
Stadtsparkasse Düsseldorf DUSSDEDDXXX
Sparkasse KölnBonn COLSDE33XXX
Sparkasse Solingen SOLSDE33XXX

Die Sparkasse am Niederrhein hat hingegen den BIC WELADED1XXX (also wäre danach eher in Westfalen) und warum die Rheinhessen Sparkasse den BIC MALADE51WOR hat, ist auch eher unklar, denn die hatte früher die Landesbank Rheinland-Pfalz als Zentralinstitut, was allenfalls dann zu MA führt, wenn man deren Sitzort Mainz heranzieht.

Gruß
C.

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Wer ist ich? Beim System Swift FIN ist das sogar explizit so vorgegeben (https://www2.swift.com/knowledgecentre/products/FIN). Im Tag 1 wird neben Applikations- und Servicenummer immer die BIC samt Branch Identifier eingegeben. Im Tag 115 (Zahlungsempfänger) sind 32 alpha-numerische Zeichen erlaubt, dort könnte ein Name stehen, oder eine email-Adresse, oder eine IBAN, oder auch nur die Kontonummer.

Kannst Du eine solche Nachricht selbst auslösen? Nein**. Die Bank hat diese Nachrichten voll unter ihrer Kontrolle, der Inhalt wird aus dem generiert, was der Empfänger auch versteht. Das soll heißen, wenn die XY Bank auf den Solomon Islands dort eine email-Adresse sehen will, dann wird die Absenderbank auch genau diese Angabe erfragen.

In der Regel erfolgen Zahlungen via Swift in Tages-Netto-Form. In Tag 155 wird daher eine Nachrichten-ID zu sehen sein, die Liste aller Empfänger sowie die Beträge sind dann im Nachrichtentext (ähnlich dem Body einer email) zu lesen, in völlig freier Form. So wird es z.B. täglich eine Nachricht von der Deutschen Bank Frankfurt an die HSBC Birmingham geben, wo alle Überweisungen von DE nach GB aufgelistet sind, als Antwort kommen alle Überweisungen in umgekehrter Richtung. Beide Banken haben sich vorher auf die Form geeinigt. So kann man für wenig Geld abertausende Überweisungen verschicken.

** Natürlich kannst Du Dich bei mySwift registrieren und gegen entsprechendes Entgelt solche Nachrichten selbst generieren und auch an Banken schicken. Du bekommst sogar Deine eigene Swift-FIN-Adresse (sprich BIC). In der Regel ignorieren aber Empfängerbanken Nachrichten von Absenderbanken, die sie nicht kennen und verweisen in ihren Standing Settlement Instructions auf Intermediates, aber das ist ein ganz neues Thema.

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Ist aber so. Meine heißt GENODEM1GLS. Die hab ich sofort im Kopf, weil ich sie als Wort aussprechen kann. Geno steht für Genossenschaftsbanken, DEM für Deutsche Mark (oder so ähnlich), 1 ist mein Daumen, und GLS ist die GLS Bank. Alles paletti!

Goile Idee, die Bankdaten ins Netz zu stellen. Sicher überweist Dir ein edler Spender was oder so.

Ganz bestimmt nicht.
DE = Deutschland

M = weiß ich nicht.

Ich habe jetzt nicht nachgesehen, aber spontan tippe ich auf Gelsenkirchen.

Ich hatte die Fragen im Verlauf insgesamt dreimal gestellt.
Danke für die Auskunft, die nun endlich gekommen ist.
Verstehe ich dich richtig: Die ISBN sollte den internationalen Zahlungsverkehr normieren, aber ausgerechnet Usa, also der größte internationale Finanzmarktakteur, hat nicht mitgemacht. Dumm gelaufen, oder?
Verstehe ich dich weiterhin richtig: Während die ISBN versucht, alle Konten in einer fiktiven internationalen Bank anzuordnen, gehen Usa und die anderen BICfans zweistufig vor: erst die Bank identifizieren (BIC) und dann dort das Konto?

Aha! Es würde also funktionieren, wenn es üblich wäre, nur BIC und Kontonummer anzugeben. Die IBAN wäre dann überflüssig, mitsamt ihren genialen Prüfziffern und ihren künstlerisch wertvollen Füllnullen.

Welche Frage?

Die ISBN ist eine Nummer, die für Bücher vergeben wird.

Das ist nicht die der IBAN. Die IBAN ist eine Kontonummer. Keine Bank-Nummer. Das schrieb ich hier schon:

Nein. Die IBAN erfüllt in Europa ihren Zweck.

Ich bin bei ISBN ausgestiegen und kann als roten Faden nur erkennen, dass Du Dich über die IBAN und den BIC aufregen willst. Dass Du in den allermeisten Fällen - wie vor der Einführung von BIC und IBAN - mit Bankleitzahl und Kontonummer und der irren Pflicht, Dir zwei Prüfziffern zu merken, auskommst, willst Du nicht registrieren.

Worüber soll man da noch diskutieren? Davon, dass Du Dich aufregen willst, können wir Dich nicht abbringen.

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