Hallo Sascha,
zuerst muss ich sagen, dass ich bis vor einem Jahr genau so gedacht habe. Allerdings hat sich meine Einstellung zu dem ganzen Thema grundlegend geändert. Du schreibst die Leute glauben an Gott da sie Angst haben. Ich hatte keine Angst und war auch sehr zufrieden damals. Das war bei mir sicher nicht der Grund für mein Umdenken.
Erst mal muss man Gott und die Kirche trennen.
Du versuchst in deiner Mail, Gott durch die Bibel zu erklären was nicht klappen kann, weil ich denke dass sich die Kirche Gott zu einem Werkzeug gemacht hat.
An einen Gott wie ihn die Kirche predigt, glaube ich auch nicht.
Die Kirche benutzt die Ungewissheit der Menschen um ihnen diese oft erwähnte Angst zu machen. Klar, in Kirchen mit trauriger Musik, gedrückter Stimmung, erzwungener Verklemtheit ist das auch naheliegend … ich denke nicht um sonst sind diese Gebäude so gebaut. Könnte man Gott nicht auch mit einer fröhlichen Party feiern? Nein, denn wer lacht, hat keine Angst mehr, und wer keine Angst mehr hat, ist nicht mehr kontrollierbar.
Zumindest war es damals so. Heute sind die Leute noch mehr durch das Anhäufen von Konsumgütern und Besitztümern kontrollierbar geworden, obwohl beides auch wieder auf verborgene Ängste zurückzuführen ist.
Natürlich wurde die Bibel von ganz normalen Menschen geschrieben.
Daß sich das alles so komisch anhört was dort steht, hat sicher damit zu tun, dass die Leute damals nicht die verbalen und geistigen Fähigkeiten hatte, Dinge die um sie geschahen so zu erklären wie wir es heute machen würden.
Man weiss heute z.B. (von der engstirnigen Schulwissenschaft zwar noch nicht 100%-ig akzeptiert), dass es Jesus mit all seinen Fähigkeiten wirklich gegeben haben könnte. Es könnte einen Menschen mit diesen Fähigkeiten auch heute wieder geben. Man nennt solche Leute „Avatarg“ oder so ähnlich. Sie besitzen die Fähigkeit das Magnetfeld ihres Körpers (jeder Mensch hat eines) anders schwingen zu lassen, und dadurch ihre Umwelt zu beinflussen. Wir haben uns nur so von uns selbst zu unserem Ego hin entfernt, dass das nicht mehr einfach so geht.
Ich denke, jetzt hast du sicher einen kleinen Schmunzler abgedrückt … siehst du? Selbst heute will oder kann man das nicht verstehen, wie sollten sie vor 2000 Jahren?
Ich denke solche Dinge kamen manchen Leuten gerade recht um die Menschen zu kontrollieren, weshalb ich denke daß einige Dinge in der Bibel sicher geschehen sind, aber das meiste nicht.
Adam & Eva und die ganze Enstehungsgeschichte wie sie in der Bibel steht? Glaube ich auch nicht, aber irgendwas mussten sie sich ja einfallen lassen damit die Leute daran glauben.
Nun zu deiner eigentlichen Frage, warum ich an Gott glaube.
Dazu muss ich mich als „Gott“ so wie wir ihn aus der Bibel und anderen Schriften kennen, entfernen. Vielleicht sollte ich auch einen anderen Namen nehmen, bei Gott denkt man gleich wieder an die Bibel, an einen ergrauten Mann im Thron, an die blutigen Kriege, die angeblich in seinem Namen geführt wurden/werden, an traurige Kirchen … ich könnte dass was ich darunter verstehe ebenso Charlie nennen! Ich werde nun trotzdem das Wort Gott benutzen, da ich von meinem Gott schreibe, der mit obigem nichts zu tun hat.
Gott ist für mich momental noch ziemlich unerklärlich.
Es ist kein Wesen, vielleicht auch kein Bewusstsein, vielleicht aber doch. Es ist allgegenwärtig, und in allem. Allerdings finde ich nicht, dass wir selber deswegen schon Gott sind.
Mehr will ich zu der Beschaffenheit von Gott, so wie ich es mir vorstelle, nicht schreiben, da ich noch keine Ahnung habe.
Angenommen, daß was die Wissenschaft heute weiss, oder vorgibt zu wissen, stimmt, stellt sich wieder die Frage wie denn aus dem Nichts der Urknall enstehen konnte?!
Wenn alles Leben das wir heute kennen durch normale Evolution und SELEKTION entstanden ist folgendes: Warum fand man noch keine Beweise die auf diese Selektion hinweisen? Gäbe es diese Seektion muesste es Vorfahren von uns geben, die bei dieser Selektion durchgéfallen sind. Es muesste einen Urmenschen, oder zumindest einen Primaten gegeben haben, der z.B. 3 Augen hatte oder 6 Finger, du weisst was ich meine? Es hat immer alles gleich geklappt!
Nun noch zum dem Thema tot dem du, sicher nicht zu unrecht, diese vorhandenen Ängste zuschreibst. Leider ist es falsch Angst vor dem Tot zu haben. Warum hat man davor Angst? Sollte es wirklich das Ende sein, ist es egal. Ich wäre mir in diesem Fall nach meinem Tod dessen nicht mehr bewusst. Schliesst eigentlich der Fall dass nach dem Tod alles vorbei ist, das vorhanden sein eines Gottes aus? NEIN! Vielleicht ist es von dieser Macht „Gott“ wirklich so gewollt.
Denoch könnte ich mir vorstellen daß nach dem Tod des physischen Körpers noch lange nicht schicht im Schacht ist. Man weiss heute ja, dass alles aus Energie besteht … zumindest aber unser Bewusstsein. Energie geht nicht verloren … was geschieht nach dem Tod mit dieser Energie?! Vielleicht betreibt Gott ja sein Radio damit … warum nicht! Wir wissen gar nichts.
Deswegen sollte wir nicht alles ausschliessen!
Für mich ist es klar, dass es einen Gott gibt. Nicht der Gott aus der Bibel, sondern Gott. Kein Gott der mich beobachtet und mich richten wird, keiner der mir sagt dass Menschen die nicht an ihn, oder an einen anderen Gott glauben schlecht sind … er sagt mir gar nichts, weil er eben Gott ist und kein Tyrann.
Was nach dem Tod ist … zum Glück weiss auch ich es nicht, aber ich warte total gespannt darauf. Ich hoffe nur ich darf es bewußt und ohne Schmerzen erleben.
Gruss Sven
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