Angeregt durch die vorangegangene Fragestellung würde mich aber auch eine Diskussion zu dem Thema „WARUM GIBT ES GLÄUBIGE?“ interessieren. Sio etwa im Sinne von Heinrich Heine, der mal geschrieben hat: „Warum machen sich die Leute ständig Gedanken über ein Leben nach dem Tode bzw. gehen übehaupt von einem solchen aus? Vielleicht möchte uns der Herr in seiner Güte doch damit eine SURPRISE bereiten!“ (Für die Nicht-Französisch-Freunde unter uns: Surprise=Überraschung.)
Bitte um brainstorming von allen Seiten - den Gäubigen wie den Ungläubigen als auch den Weder-nochs.
Gruss von Branden
"WARUM GIBT ES GLÄUBIGE?
Weil wir immer bestrebt sind, uns selbst etwas zu erklären, auch wenn die Faktenbasis dazu fehlt.
Manche wollen sich damit beruhigen, weil das Finden einer maßgeschneiderten Erklärung natürlich das Bedenken einer schrecklichen Alternative unnötig macht.
Dann ist natürlich das Akzeptieren einer höheren Autorität auch etwas bequemes, weil es einen Teil der Verantwortung abnimmt und viele Handlungen rechtfertigen kann, ohne viel erklären zu müssen.
Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass die meisten Gläubigen sich dann auch das aus ihrer Religion herauspicken, was am besten in ihren Kram passt und sehr gut in der Lage sind, den Rest oder die Widersprüchlichkeiten ihres Handelns einfach zu ignorieren.
Ich bin keine Amerika-Feind, eigentlich sind mir die Amis ziemlich egal. Ich denke nur, dass sie in diesem Fall ein hervorragendes Beispiel abgeben 
Sogar auf Ihren Geldscheinen bekennen sie sich zu ihrem Glauben, heißt es dort doch „In God we trust“.
Nun sind die Zehn Gebote doch wohl so etwas wie das Grundgesetz des Christentums. Alle nachfolgenden Regelungen haben sich diesen also unterzuordnen. Wenn ich jetzt so ein Gebot nehme wie „Du sollst nicht töten“, kann das wohl kaum fehlinterpretiert werden. Es ist absolut, kategorisch: NICHT töten. Da steht nicht, „Du sollst nicht töten, außer…“ oder „…es sei denn…“. Nein. „DU SOLLST NICHT TÖTEN“.
Tja, und Gouvenur Schwarzenegger hat eben das Gnadengesuch eines Todeskandidaten abgehlehnt. Ich meine, unabhängig wie man zur Todesstrafe steht, das passt doch nicht zusammen, oder?
Interessant ist auch, dass dieser Todeskandidat in seiner Zelle zu Gott gefunden hat. In dieser Tatsache steckt wohl auch ein guter Anteil an der Antwort auf die Frage in diesem Thread. Wir brauchen oft jemanden, der uns versteht oder sogar vergibt. Und wenn es unsere eigenen Leute nicht tun, dann eben der „Liebe Gott“.
Aber das wirklich Bequeme ist eben, dass die Existenz eines Gottes, eine Menge erklären würde. Vielleicht sind deshalb so viele Naturwissenschaftler Gläubige.
Ich denke, es geht gar nicht so sehr um das Leben nach dem Tod, sondern eher darum, das Leben selbst mit seinen Rätseln und Ungerechtigkeiten etwas erträglicher zu machen. Das Regelwerk dazu kann man sich ja zurechtbiegen…
Apropos Regelwerk. Was ist, wenn ich an Gott glaube, aber nicht an die Interpretationen Seines Handelns und Seiner Worte durch den „offiziellen Fanclub“?
„Ich glaube ja an Gott, aber die von Menschen geführte Kirche erzählt und macht nur Schwachsinn.“ Bin ich durch diese Aussage ein Ungläubiger? Was uns Katholiken betrifft, Ja. Denn nach dem Glaubensbekenntnis reicht der Glaube an Gott allein nicht aus. Der Glaube an die „Heilige katholische Kirche“ gehört zu den AGB’s unserer Religionsgemeinschaft.
Übrigens…glaubt jemand daran, dass wir dieses gigantische Universum wirklich ganz für uns alleine haben?
Hallo Branden und „die Glaeubigen“,
zu Michaels frage kann ich ja nicht Stellung nehmen, weil ich halt nicht zu den Befragten gehoere.
…wie erklärt sich der gläubige Mensch…?..
Die von Dir formulierte Frage hat bei mir in der letzten Zeit auch grosses Erstaunen hervorgerufen und ich bin auf Antworten gespannt.
Bisher habe ich mich um religioese Dinge wenig gekuemmert. Bei meinen Reisen und auch in Deutschland habe ich bemerkt, dass sich (meiner Meinung nach) sehr viele Menschen fuer die verschiedenen Religionen interessieren. Auch erstaunte es mich zu Erfahren, wieviele meiner Bekannten fest an ein „Nochmalleben“ (oder wie soll man es anders formulieren) glauben.
Alle (ich glaube es gibt keine Ausnahme) Religionen und Sekten basieren doch auf unbeweisbaren Aussagen. Viele verwenden ein Weltbild, das vor hunderten von Jahren allgemeines „Wissen“ war und das man heute krampfhaft in das heutige Weltbild zu interpretieren versucht. Warum glaubt die Mehrheit der Menschen dies?
Zur Klarstellung: Ich betrachte das Universum und die Gesetze der Natur, die „Leben“ moeglich gemacht haben als wunderbar. Ich straeube mich nicht gegen die Vorstellung, das dies nicht Zufall sondern „geschaffen“ worden sein koennte. Ich weiss es nicht und werde es nie wissen. Aber ich wehre mich dagegen, dass einige Mitmenschen versuchen, mir einzureden, der Schoepfer wuerde wuenschen, dass ich ihn anbete und diese Mitmenschen sogar schon die Formeln und Riten parat haben, wie man das machen soll. Wenn jemand „glaeubig“ sein will, dann soll er das sein, aber mich soll er davon in Ruhe lassen und, was mir sehr wichtig erscheint, er soll auch Kinder nicht irgendwelchen unbeweisbaren Mumpitz als „Wahrheit“ erzaehlen.
Gruesse, Rudolf
Aber das wirklich Bequeme ist eben, dass die Existenz eines
Gottes, eine Menge erklären würde.
Ich denke, es geht gar nicht so sehr um das Leben nach dem
Tod, sondern eher darum, das Leben selbst mit seinen Rätseln
und Ungerechtigkeiten etwas erträglicher zu machen.
Hallo, Florenz,
weitgehend stimme ich mit Deinem Beitrag überein. Die Frage „Warum gibt es Gläubige“ ließe sich genausogut stellen als „Wozu braucht der Mensch eine Religion?“
Und da ist es wohl in der Tat so, dass es natürlich eine „schlagtot-“ Begründung für alles Unerklärbare in der welt ist zu sagen „Weil Gott es so gewollt hat.“ Diese Position ist dann unangreifbar, auch wenn die Autorität, die der Gläubige sieht und anerkennt, nur für ihn selbst gilt.
Es ist dem Menschen sicher unbequem, ja bedrohlich, mit Ungewissheiten leben zu müssen. Es bedarf großer Selbstsicherheit, Dinge in der Schwebe zu halten und mit diesem ungewissen Zustand zu leben. Da ist es dann schon wesentlich beruhigender, diese ungewissen Dinge einer „höheren Instanz“ in den Schoß zu legen. Das enthebt den Gläubigen dann der Verantwortung, sich damit im Einzelnen auseinanderzusetzen, zudem er ja auch von seiner Religion ein einfach handhabbares System an die Hand bekommt, mit solchen Dingen umzugehen.
Schwieriger wird es für einen, der die Existenz eines „Gottes“ zwar - da unbewiesen - nicht ausschließt, aber die vorformulierten Handlungs- und Reaktionsmuster einer Religion für sich selbst ablehnt und zu eigenen Schlüssen und Reaktionen kommen muß.
Und zum Leben nach dem Tode: für den Gläubigen Gewißheit, für den Ungläubigen aber, da unbewiesen, bestenfalls ein „Schaun wir mal.“
Fazit: Wer glaubt, lebt bequemer. Er ist von einem großen Teil der Eigenverantwortlichkeit befreit.
Grüße
Eckard.
Und zum Leben nach dem Tode: für den Gläubigen Gewißheit, für
den Ungläubigen aber, da unbewiesen, bestenfalls ein „Schaun
wir mal.“
Eine weitere spannende Diskussion, lieber Eckard, ließe sich etwa führen: „Gibt es auch Gläubige,die zwar z.B. an ein höheres Wesen, aber NICHT an ein Leben nach dem Tode glauben?“
Gruss von Branden
Hallo,
Aber das wirklich Bequeme ist eben, dass die Existenz eines
Gottes, eine Menge erklären würde. Vielleicht sind deshalb so
viele Naturwissenschaftler Gläubige.
Aber nur, solange Du nicht weiterfragst und z.B. nicht wissen willst, woher die Existenz Gottes nun wieder kommt. Hat er sich selbst geschaffen, um dann die Welt zu schaffen?
In der Philosophie nennt man das soviel ich weiss eine „Setzung“. Bis da und dahin stellen wir Fragen, dann definieren wir ein höheres Wesen und weiter fragen wir nicht mehr.
Was mich betrifft, ich bevorzuge bei Fragen nach dem Ursprung der Welt die Naturwissenschaften, die ganz klar sagen, bis dahin können wir etwas wissen, darüber hinaus bemühen wir uns weiterzukommen, tun aber nicht so als könnten wir hier eine einfache Erklärung präsentieren.
Fragen könnte man sich natürlich noch, ob der Urknall in der Naturwissenschaft eine ähnliche Funktion hat, wie Gott in der Theologie. Was davor liegt ist unzugänglich.Aber die Naturwissenschaft gibt zumindest zu, dass sie keine Ahnung hat, was vor dem Urknall lag, ob es ein davor gab, ob es davor zeit gegeben hat und woher der Urknall kam.
Ansonsten bin ich mit Dir einverstanden,
Viele Gruesse, Walkuerax
Tod und Leben
Eine weitere spannende Diskussion, lieber Eckard, ließe sich
etwa führen: „Gibt es auch Gläubige,die zwar z.B. an ein
höheres Wesen, aber NICHT an ein Leben nach dem Tode glauben?“
Ist wohl weniger eine Sache der Diskussion als der Kenntnisnahme. Die Frage läßt sich aber so nicht beantworten. Die Vorstellungen darüber sind allzu vielfältig und bieten kaum Ansätze zum Vergleich. „Leben nach dem Tod“, „Weiterleben nach dem Tod“, „Ewiges Leben“, „Auferstehung“, „Wiedergeburt“, vor allem aber, was denn weiterlebt, aufersteht usw. und wie , in welcher Form, in welcher Gestalt, das alles ist so unterschiedlich wie übrigens auch das, was überhaupt unter „Tod“ und unter „Leben“ verstanden wird.
Auch das, was unter „höherem Wesen“ jeweils verstanden wird, ist sehr unterschiedlich, wenn auch damit - das einzige, was sich generalisierend sagen läßt - jeweils eng zusammenhängt, wie dasjenige begriffen wird, was am Menschen nicht bloß körperlich ist.
Gruß
Metapher
Fazit: Wer glaubt, lebt bequemer. Er ist von einem großen Teil
der Eigenverantwortlichkeit befreit.
das seh ich nicht so!
eigenverantwortlichkeit scheint mir etwas, was der mensch von hause aus gerne abgiebt.
dafür bedarf es keines „glaubens“.
ich selbst habe bei mir und auch im bekanntenkreis die erfahrung gemacht, dass „glaube“ sogar eher zu eigen verantwortlichen handeln führt…aber das muß es selbstverständlich nicht zwingend…wobei?..handelt es sich dann überhaupt noch um „glauben“!?!
mit besten grüßen
nadir
Heine, der mal geschrieben hat: "Warum machen sich die Leute
ständig Gedanken über ein Leben nach dem Tode bzw. gehen
übehaupt von einem solchen aus?
muß sich ein gottesglaube eigentlich immer auf ein leben nach dem tode beziehen?
muß sich ein gottesglaube auch immer auf einen allmächtigen schöpfer beziehen?
kann ein „gläubiger“ diese fragen auch unbeantwortet lassen und seinen „glauben“ einzig auf sein dasein im jetzt und auf diesen planeten beziehen?
wäre nicht eher die frage angebracht, „was nützt mir ein „glaube“ in meinem täglichen sein“!?
ich selbst „glaube“ weniger, als das ich mich im „vertrauen“ übe und dies wirkt sich ganz wesentlich auf mein jetztiges leben aus. was in/nach meinem tode passiert, ist mir völlig schnuppe weil es sich absolut meiner kenntnis und meines einflusses entzieht.
mit besten grüßen
nadir
Hallo!
muß sich ein gottesglaube eigentlich immer auf ein leben nach
dem tode beziehen?
Das hängt von der entsprechenden Religion ab. Im Christentum ist es sicherlich unmöglich, den Glauben allein oder hauptsächlich auf ein Leben im Diesseits zu beziehen, da beide Welten jenem gehören, der die Glaubensgrundsätze des Christentums geschaffen hat und selbst an jedem Tag mit seiner Schöpfung ist. Aber dennoch ist er kein Wesen von dieser Welt.
muß sich ein gottesglaube auch immer auf einen allmächtigen
schöpfer beziehen?
Das hängt ebenso von der Religion ab. Aber gleichzeitig ist es ja jedem freigestellt, sich von den Glaubensgrundsätzen seiner „angeborenen“ Religion zu trennen und dem zu folgen, was seinen eigenen Glauben ausmacht.
kann ein „gläubiger“ diese fragen auch unbeantwortet lassen
und seinen „glauben“ einzig auf sein dasein im jetzt und auf
diesen planeten beziehen?
Wie gesagt denke ich, daß dies z. B. im Christentum nicht möglich ist, da es in dieser - wie auch in vielen anderen Religionen - bestimmte göttliche Gesetze gibt. Viele Religionen sehen den Menschen eben als Körper und Seele. Das „sterbliche Fleisch“ in dieser Welt, besitzergriffen von einer das Materielle überlebenden Seele. Zumindest für einen Christen würde eine Beschränkung des Glaubens auf das Leben auf diesem Planeten eine Unvollständigkeit darstellen.
wäre nicht eher die frage angebracht, „was nützt mir ein
„glaube“ in meinem täglichen sein“!?
Das ist ebenso religionsabhängig. Im Christentum soll ich nicht fragen, welchen Nutzen ich aus meinem Glauben ziehen kann, sondern soll auf meinen Glauben vertrauen. Und dieses Vertrauen, wenn es einmal richtig platzgegriffen hat, ist sodann nicht nur nützlich für mich, sondern vorallem nützlich für die Menschen, mit denen ich zutun habe. Also erst das Vertrauen, dann die Erlösung (oder „Nutzen“, wenn Du es so nennen magst).
ich selbst „glaube“ weniger, als das ich mich im „vertrauen“
übe und dies wirkt sich ganz wesentlich auf mein jetztiges
leben aus. was in/nach meinem tode passiert, ist mir völlig
schnuppe weil es sich absolut meiner kenntnis und meines
einflusses entzieht.
Deiner Kenntnis vielleicht. Aber eben weil es sich Dir Deiner Kenntnis entzieht, kannst Du nicht behaupten, daß es sich auch Deinem Einfluß entzieht. Woher solltest Du wissen, daß Du Dinge, die Du nicht kennst, nicht beenflussen kannst, oder bereit vielleicht sogar beeinflußt, oder sie Dich beeinflussen?
Weiß der Schmetterling im Schwarzwald, daß er mit seinem Flügelschlag einen pazifischen Sturm ausgelöst hat? Es entzieht sich seiner Kenntnis. Und aufgrund seiner beschränkten Intelligenz wird er es nie verstehen und nie für möglich halten. Aber dennoch war es sein Einfluß. Und mit dem Wort Gottes haben wir Menschen sogar noch einen Wegweiser zur Hand bekommen, der uns sagt, daß alle Unkenntnis von geringer Bedeutung ist, sondern lediglich der Glaube die Dinge bewegt, wenn wir auf ihn vertrauen.
Das klingt natürlich außerordentlich bequem. Aber doch nur dem ersten Anschein nach. Denn wieviele Menschen, die die Bibel gelesen haben, sagen hinterher, daß das, was sie gelesen haben, schwer zu glauben sei? Bescheinigst Du uns hier nicht selbst, daß Dir der Glaube an manche Dinge schwerfällt?
Gruß
Mike
"Warum machen sich die Leute
ständig Gedanken über ein Leben nach dem Tode bzw. gehen
übehaupt von einem solchen aus?
frage ich mich auch. aber was hat das jetzt mit gottglauben zu tun und warum es diesen gibt? das grübeln über das leben nach dem tod ist doch nicht identisch mit einem wie immer gearteten gottglauben.
datafox
Fazit: Wer glaubt, lebt bequemer. Er ist von einem großen Teil
der Eigenverantwortlichkeit befreit.das seh ich nicht so!
eigenverantwortlichkeit scheint mir etwas, was der mensch von
hause aus gerne abgiebt.
Richtig, nur brauchst du jemanden, an den du diese Verantwortung abgeben kannst. Und da ist der Ansatzpunkt für den Erfolg von Religionen.
dafür bedarf es keines „glaubens“.
Eben doch, zumindest ist Religion ein möglicher Ort, diese Verantwortung abzugeben.
ich selbst habe bei mir und auch im bekanntenkreis die
erfahrung gemacht, dass „glaube“ sogar eher zu eigen
verantwortlichen handeln führt…
Naja, du gibts ja mit der Religion nicht deine ganze Eigenverantwortung ab. Von der Religion werden dir ja Werte und Normen vermittelt, in denen du dich eigenverantwortlich verhalten sollst.
Aber die Religion nimmt dir einige große Fragen bezüglich des Ursprungs des Lebens und andere „kosmologische“ Dinge ab. Genauso kriegst du schon ein komplettes Wertesystem vordefiniert, in dem du dich bewegen kannst.
Und gerade die Kosmologie und das eigene Wertesystem sind Dinge, die man für sich selbst eben nicht so einfach definieren kann. Was ist richtig, was ist falsch? Das sind elementare Fragen, deren Antwort nicht sehr einfach ist, wenn man sie selbst zu beantworten versucht.
Darin liegt IMO das „bequeme“ an der Religion, weil man viele der großen Fragen schon beantwortet bekommt und sich die Eigenverantwortung in klar definierten Regeln bewegt. Man kann sozusagen nichts falsch machen.
aber das muß es
selbstverständlich nicht zwingend…wobei?
Naja, in den meisten Religionen ist eine gewisse Eigenverantwortung unabdingbar. Du entscheidest ja durch dein Handeln i.d.R. wie dein Leben nach dem Tod aussieht. Somit liegen schon sehr wichtige Dinge in deiner Hand.
…handelt es sich
dann überhaupt noch um „glauben“!?!
Wieso nicht?
mfg
deconstruct
immer wieder erstaunlich …
… wie genau so viele, die sich als „ungläubig“ charakterisieren, so genau wissen, was Glaubende glauben und was es heißt, zu glauben.
Hi Eckard
Und da ist es wohl in der Tat so, dass es natürlich eine
„schlagtot-“ Begründung für alles Unerklärbare in der welt ist
zu sagen „Weil Gott es so gewollt hat.“ Diese Position ist
dann unangreifbar, auch wenn die Autorität, die der Gläubige
sieht und anerkennt, nur für ihn selbst gilt.
Es gibt nur eine verschwindende Anzahl von Religionen, in denen Glaubende so sprechen könnten. Und wenn sie es dann tun, wieso ist das dann eine „Position“ und warum soll diese denn angreifbar sein?
Es ist dem Menschen sicher unbequem, ja bedrohlich, mit
Ungewissheiten leben zu müssen. Es bedarf großer
Selbstsicherheit, Dinge in der Schwebe zu halten und mit
diesem ungewissen Zustand zu leben.
Das gilt für Glaubende ebenso.
Da ist es dann schon wesentlich beruhigender, diese ungewissen Dinge :einer „höheren Instanz“ in den Schoß zu legen.
Was ist daran denn beruhigender?
Und falls es so ist, warum macht man es einem (was auch immer) Glaubenden zum Vorwurf, daß er bestimmte Unruhen nicht hat?
Das enthebt den Gläubigen dann der Verantwortung, sich damit im :Einzelnen auseinanderzusetzen,
Vor welcher Instanz verantwortet sich denn ein Ungläubiger? Und mit was setzt er sich auseinander? Mit wem?
zudem er ja auch von seiner Religion ein einfach handhabbares System :an die Hand bekommt, mit solchen Dingen umzugehen.
Kannst du mit eine einzige Religion nennen, die ein einfach handhabbares System zum Umgang mit Ungewißheiten an die Hand gibt?
Schwieriger wird es für einen, der die Existenz eines „Gottes“
zwar - da unbewiesen - nicht ausschließt, aber die
vorformulierten Handlungs- und Reaktionsmuster einer Religion
für sich selbst ablehnt und zu eigenen Schlüssen und Reaktionen kommen muß.
Welche Kriterien hat er für die Richtigkeit von Schlüssen und für die Bewertung der Reaktionen? Wo bekommt er sie her?
Fazit: Wer glaubt, lebt bequemer.
Siehe oben erster Satz.
Grüße
Metapher
Eine Berührung Gottes tief im innern, kann jemanden die Gewissheit geben, dass es Gott gibt. Dies kann der Betroffene zwar nicht gegen aussen beweisen, aber es ist so real, dass er davon überzeugt ist. Wenn er sich danach mit Gott beschäftigt, betet etc, wird diese Erfahrung ausserdem noch bestätigt.
Eine andere Möglichkeit ist, die Erfahrung eines oder mehrere Zeichen und/oder Wunder die völlig real sind und für den Betroffenen und manchmal sogar für die Personen in seinem Umfeld, sogar nachgewiesen werden können, zB die Heilung einer unheilbaren Krankheit zB nach einem Gebet zu Jesus Christus. Dies vermittelt dann auch das Wissen der Macht Gottes und die Beschäftigung damit, vertieft diesen Glauben zusätzlich.
Zusammenfassend, wenn man Gott real erlebt, dann glaubt man daran, wie man an den Ragen glaubt, wenn man iihn durchs Fenster sieht.
Gruss
Beat
das grübeln über das leben
nach dem tod ist doch nicht identisch mit einem wie immer
gearteten gottglauben.
Sag’ mal, datafox, schockiere doch die Leute hier nicht so, dass ausgerechnet Juden sich darum nicht gross kümmern und völlig losgelöst von solchen Fragen auf G’tt vertrauen 
Schalom,
Eli
Moin,
das grübeln über das leben
nach dem tod ist doch nicht identisch mit einem wie immer
gearteten gottglauben.Sag’ mal, datafox, schockiere doch die Leute hier nicht so,
dass ausgerechnet Juden sich darum nicht gross kümmern und
völlig losgelöst von solchen Fragen auf G’tt vertrauen
Vertrauen auf G’tt setzt aber eine Gottglauben voraus, nicht wahr ?
Allerdings könnten auch Menschen, bei denen kein Gottglauben vorhanden ist, sich Gedanken über den Tod machen und was danach passiert (oder eben nicht). Dies ist zum Beispiel ein ganz zentraler Bestandteil der tibetisch-buddhistischen Lehre, während in anderen buddhistischen Richtungen die Beschäftigung mit diesem Thema als überflüssig und sinnlos (da rein spekulativ) angesehen wird (und da gibt es dann grundsätzlich bei beiden Ansätzen auch keine Vertrauen auf irgendwen oder irgendwas).
Gruß
Marion
… wie genau so viele, die sich als „ungläubig“
charakterisieren, so genau wissen, was Glaubende glauben und
was es heißt, zu glauben.
Hallo, Metapher,
vielleicht, weil sie beide Seiten der Medaille kennen. Schließlich ist man getauft, konfirmiert und als Sohn eines Pfarrers aufgewachsen und erzogen worden.
Und wenn sie es dann tun, wieso ist das dann eine „Position“
und warum soll diese denn angreifbar sein?
Kommst Du mit Argumenten beim wahrhaft Gläubigen durch? Ob er Dich überhaupt anhört? Immer wieder stoßen wir doch gerade in diesem Brett auf die Haltung, dass man gar keine Argumente annimmt, aus Furcht an der eigenen Glaubensgewißheit unsicher zu werden.
Es ist dem Menschen sicher unbequem, ja bedrohlich, mit
Ungewissheiten leben zu müssen. Es bedarf großer
Selbstsicherheit, Dinge in der Schwebe zu halten und mit
diesem ungewissen Zustand zu leben.Das gilt für Glaubende ebenso.
Ich hatte hier ja keinen Unterschied gemacht, sondern vom Menschen allgemein gesprochen.
Da ist es dann schon wesentlich beruhigender, diese ungewissen Dinge ::einer „höheren Instanz“ in den Schoß zu legen.
Was ist daran denn beruhigender?
Nun, Inshallah, man ist doch fein raus, wenn man Dinge für gegeben an- bzw. hinnehmen kann, weil sie eben „gottgewollt“ oder „gottgesandt“ sind. Da erübrigt es sich , sich weiter darum Gedanken zu machen.
Und falls es so ist, warum macht man es einem (was auch immer)
Glaubenden zum Vorwurf, daß er bestimmte Unruhen nicht hat?
Das ist ja keineswegs als Vorwurf gedacht oder gesagt, es ist aber nach meiner Beobachtung so.
Das enthebt den Gläubigen dann der Verantwortung, sich damit im ::Einzelnen auseinanderzusetzen,
Vor welcher Instanz verantwortet sich denn ein Ungläubiger?
Und mit was setzt er sich auseinander? Mit wem?
(Hier musste ich nachträglich noch eine Einfügung machen)
Der Gläubige setzt sich mit seinem Gott, vertreten durch die irdischen Instanzen - Priester, Pfarrer, Mullahs, was immer, auseinander. Der, der, der diesem fern steht, hat sich vor sich selbst zu verantworten. Sein eigenes Gewissen ist Richter seines Tuns und Lassens. Er muß sich damit auseinandersetzen, mit sich selbst einig werden, ob die Massstäbe, die er anlegt, der menschlichen Gesellschaft nützlich oder schädlich sind, ob sie noch stimmen oder ob sie modifizeirt werden müssen.
zudem er ja auch von seiner Religion ein einfach
handhabbares System an die Hand bekommt, mit solchen Dingen ::umzugehen.Kannst du mit eine einzige Religion nennen, die ein einfach
handhabbares System zum Umgang mit Ungewißheiten an die Hand
gibt?
Sämtliche Religionen geben ihren Schäfchen Maßgaben zur Lebensführung, Verhaltensmuster usw. vor. Denen blind gläubig zu folgen ist allemal einfacher, als allein sich selbst für seine Handlungen entscheidungspflichtig und verantwortlich zu sein.
Welche Kriterien hat er für die Richtigkeit von Schlüssen und
für die Bewertung der Reaktionen? Wo bekommt er sie her?
Das ist der schwierigste Teil. Sich selbst seine Moral, seine Ethik so zurechtzuzimmern, dass sie im Einklang mit der Gesellschaft steht, aber deren Regeln stets kritisch hinterfragt. Sicher ist in allen großen Religionen im Kern ein tragfähiges ethisches Gerüst vorhanden. Leider wird dies aber bei allen mir bekannten von einer dicken Lage von Machtansprüchen, Machterhaltungsstrukturen, Alleinvertretungsansprüchen und Feindseligkeit gegen Andersdenkende oft bis zu Unkenntlichkeit verdeckt.
Grüße
Eckard.
hallo mike
muß sich ein gottesglaube eigentlich immer auf ein :leben nach
dem tode beziehen?
Das hängt von der entsprechenden Religion ab. :Im Christentum ist es sicherlich unmöglich, den Glauben allein oder hauptsächlich auf ein Leben im Diesseits zu beziehen, da beide Welten jenem gehören, der die Glaubensgrundsätze des Christentums geschaffen hat und selbst an jedem Tag mit seiner Schöpfung ist. :Aber dennoch ist er kein Wesen von dieser Welt.
muß sich ein gottesglaube auch immer auf einen :allmächtigen
schöpfer beziehen?
Das hängt ebenso von der Religion ab. :Aber gleichzeitig ist es ja jedem freigestellt, sich von den Glaubensgrundsätzen seiner „angeborenen“ Religion zu trennen und dem zu folgen, was seinen eigenen Glauben ausmacht.
kann ein „gläubiger“ diese fragen auch unbeantwortet :lassen
und seinen „glauben“ einzig auf sein dasein im jetzt :und auf
diesen planeten beziehen?
Wie gesagt denke ich, daß dies z. B. im Christentum nicht möglich ist, da es in dieser - wie auch in vielen anderen Religionen - bestimmte göttliche Gesetze gibt. :Viele Religionen sehen den Menschen eben als Körper und Seele.
as „sterbliche Fleisch“ in dieser Welt, besitzergriffen von einer das Materielle überlebenden Seele. :Zumindest für einen Christen würde eine Beschränkung des Glaubens auf das Leben auf diesem Planeten eine Unvollständigkeit darstellen.
und hierin liegt einer von vielen pferdefüßen in der bibel, insbesondere im alten testament!
dem „gläubigen“ wird kund getan, das erlösung, paradies und ewiges leben nur dem „guten“, nur dem in gottes sinne handelnden zu steht. dem „bösen“, dem anders gläubigen, dem falschen götzen verehrenden, dem gott zu wider handelnden, aber ewige verdammnis winkt.
was ist es anders als ein lohn? worin besteht noch ehrliches tun, wenn es denn „belohnt“ wird…gar mit ewigen leben?
worin besteht noch die „freie“ entscheidung des menschen?
ist es nicht so, als wenn ich jemanden die pistole an den kopf halte? du hast die wahl, für mich frieden, gegen mich qual…
allein schon deshalb, bin ich kein freund von allen religionen!
wäre nicht eher die frage angebracht, „was nützt mir :ein
„glaube“ in meinem täglichen sein“!?
Das ist ebenso religionsabhängig. :Im Christentum soll ich nicht fragen, welchen Nutzen ich aus meinem Glauben ziehen kann, sondern soll auf meinen Glauben vertrauen. :Und dieses Vertrauen, wenn es einmal richtig platzgegriffen hat, ist sodann nicht nur nützlich für mich, sondern vorallem nützlich für die Menschen, mit denen ich zutun habe. :Also erst das Vertrauen, dann die Erlösung (oder „Nutzen“, wenn Du es so nennen magst).
und doch wird mir ein lohn versprochen…
ich selbst „glaube“ weniger, als das ich mich :im „vertrauen“
übe und dies wirkt sich ganz wesentlich auf mein :jetztiges
leben aus. :was in/nach meinem tode passiert,ist :mir :völlig
schnuppe weil es sich absolut meiner kenntnis und meines
einflusses entzieht.
Deiner Kenntnis vielleicht. :Aber eben weil es sich Dir Deiner Kenntnis entzieht, kannst Du nicht behaupten, daß es sich auch Deinem Einfluß entzieht. :Woher solltest Du wissen, daß Du Dinge, die Du nicht kennst, nicht beenflussen kannst, oder bereit vielleicht sogar beeinflußt, oder sie Dich beeinflussen?
Weiß der Schmetterling im Schwarzwald, daß er mit seinem Flügelschlag einen pazifischen Sturm ausgelöst hat? :Es entzieht sich seiner Kenntnis. :Und aufgrund seiner beschränkten Intelligenz wird er es nie verstehen und nie für möglich halten. :Aber dennoch war es sein Einfluß.
worin liegt dein vertrauen noch, wenn du wissen willst?
worin liegt dein vertrauen, wenn du beeinflussen willst?
Und mit dem Wort Gottes haben wir Menschen sogar noch einen Wegweiser zur Hand bekommen, der uns sagt, daß alle Unkenntnis von geringer Bedeutung ist, sondern lediglich der Glaube die Dinge bewegt, wenn wir auf ihn vertrauen.
also ist "unkenntnis2 doch ok…
Das klingt natürlich außerordentlich bequem. :Aber doch nur dem ersten Anschein nach.
enn wieviele Menschen, die die Bibel gelesen haben, sagen hinterher, daß das, was sie gelesen haben, schwer zu glauben sei? :Bescheinigst Du uns hier nicht selbst, daß Dir der Glaube an manche Dinge schwerfällt?
nicht der glaube fällt mir schwer, dass vertrauen fällt mir immer wieder schwer!
doch ich habe die kraft und die wunder des vertrauen immer wieder selbst auch erfahren.
für dieses vertrauen ist liebe wohl von nöten, doch wenn es dir gelingt, jenes 2ich" was stets lenken und beeinflussen will, loszulassen…vollkommen zu vertrauen, bereit an-zu-nehmen was da auch immer kommen mag, dann begibt sich alles nur zu deinem besten…ganz von selbst…und das in etwa, meine ich mit „was glauben einen nützt“…
mit lieben grüßen
nadir
ps: wenn es nur einen gott gibt, dann sind wir wohl alle seine kinder…„die bösen“ wie die „guten“; die gelben, wie die schwarzen…und ich selbst möchte nicht erlöst werden, wenn nur eines meiner geschwister auf diesem planeten nicht erlöst werden kann
hi deconstruct
Richtig, nur brauchst du jemanden, an den du diese
Verantwortung abgeben kannst. Und da ist der Ansatzpunkt für
den Erfolg von Religionen.
nun ich habe sehr früh erfahren, dass es heißt " wat kann ick denn als kleener schon machen" und damit war in keinster weise gott gemeint, sondern die da „oben“ oder es hieß „wat willste denn als enzelner schon ausrichten…“
Eben doch, zumindest ist Religion ein möglicher Ort, diese
Verantwortung abzugeben.
ja das stimmt. doch hat der mensch noch viel alltäglichere orte, in der er verantwortung abgeben kann…
Naja, du gibts ja mit der Religion nicht deine ganze
Eigenverantwortung ab. Von der Religion werden dir ja Werte
und Normen vermittelt, in denen du dich eigenverantwortlich
verhalten sollst.
Aber die Religion nimmt dir einige große Fragen bezüglich des
Ursprungs des Lebens und andere „kosmologische“ Dinge ab.
Genauso kriegst du schon ein komplettes Wertesystem
vordefiniert, in dem du dich bewegen kannst.
ob die wissenschaft oder ob religionen mir den „ursprung des lebens“ erklären, beides sollte nicht maßstab meines rechten tun sein.
ob religionen oder gesellschaft mir ein wertesystem vorgeben, ich selbst entscheide mich für ein wertesystem…
Und gerade die Kosmologie und das eigene Wertesystem sind
Dinge, die man für sich selbst eben nicht so einfach
definieren kann. Was ist richtig, was ist falsch? Das sind
elementare Fragen, deren Antwort nicht sehr einfach ist, wenn
man sie selbst zu beantworten versucht.
oh ich glaube, dass es von anfang an bereits im menschen verankert ist-jenes „gewissen“. und erst gesellschaft oder religionen gehen in harmonie oder disharmonie mit ihren wertesystemen…doch tief in einem selbst, weiß man was rcihtig oder falsch ist…nur gelingt es nicht wenigen, ihr „gewissen“ zu verdrängen oder mit eigenen lügen voll zu schütten
Darin liegt IMO das „bequeme“ an der Religion, weil man viele
der großen Fragen schon beantwortet bekommt und sich die
Eigenverantwortung in klar definierten Regeln bewegt. Man kann
sozusagen nichts falsch machen.
…ich finde, dass man gerade in religionen sehr viel falsch machen kann (und nicht wenig für bestraft wird…), weswegen ich unter anderem auch kein freund von religionen bin…
Naja, in den meisten Religionen ist eine gewisse
Eigenverantwortung unabdingbar. Du entscheidest ja durch dein
Handeln i.d.R. wie dein Leben nach dem Tod aussieht. Somit
liegen schon sehr wichtige Dinge in deiner Hand.
…??..ja was? eigenverantwortung oder nicht …ach ja! `n „gewisse“!?
…handelt es sich
dann überhaupt noch um „glauben“!?!Wieso nicht?
weil ich der meinung bin, dass „wirklicher glaube“ im höchsten maße eigenverantwortlich ist
mit besten grüßen
nadir
.
hi,
Allerdings könnten auch Menschen, bei denen kein Gottglauben
vorhanden ist, sich Gedanken über den Tod machen und was
danach passiert (oder eben nicht).
logisch. auch ist dieses thema zb. teil der philosophie. die frage nach leben nach dem tod oder dem zusammenhang von körper und seele *kann*, muß aber nichts mit gott(glauben) zu tun haben.
Dies ist zum Beispiel ein
ganz zentraler Bestandteil der tibetisch-buddhistischen Lehre,
während in anderen buddhistischen Richtungen die Beschäftigung
mit diesem Thema als überflüssig und sinnlos (da rein
spekulativ) angesehen wird (und da gibt es dann grundsätzlich
bei beiden Ansätzen auch keine Vertrauen auf irgendwen oder
irgendwas).
… was ich erstens interessant finde und zweitens meine meinung dazu stärkt, nämlich daß das zwei paar schuhe sind.
viele grüße
datafox
as „sterbliche Fleisch“ in dieser Welt, besitzergriffen von einer das Materielle überlebenden Seele. :Zumindest für einen Christen würde eine Beschränkung des Glaubens auf das Leben auf diesem Planeten eine Unvollständigkeit darstellen.