Hallo,
Richtig, nur brauchst du jemanden, an den du diese
Verantwortung abgeben kannst. Und da ist der Ansatzpunkt für
den Erfolg von Religionen.nun ich habe sehr früh erfahren, dass es heißt " wat kann ick
denn als kleener schon machen" und damit war in keinster weise
gott gemeint, sondern die da „oben“ oder es hieß „wat willste
denn als enzelner schon ausrichten…“
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich 
Der „kleine Mann“ gibt ja bei dieser Ansicht seine Verantwortung nicht ab , sondern er gibt sie auf. Er ist ja dabei nicht unbedingt damit einverstanden was „die da oben“ machen. Wenn ich mich aber Angehöriger einer Religion bin, dann identifiziere ich mich doch mit deren Inhalten, sonst wäre ich ja kein Anhänger derselben. D
Eben doch, zumindest ist Religion ein möglicher Ort, diese
Verantwortung abzugeben.ja das stimmt. doch hat der mensch noch viel alltäglichere
orte, in der er verantwortung abgeben kann…
Klar, aber so etwas allumfassendes das Weltbild, Moral und Lebenssinn erklärt, findet er wohl nur in der Religion.
Aber die Religion nimmt dir einige große Fragen bezüglich des
Ursprungs des Lebens und andere „kosmologische“ Dinge ab.
Genauso kriegst du schon ein komplettes Wertesystem
vordefiniert, in dem du dich bewegen kannst.ob die wissenschaft oder ob religionen mir den „ursprung des
lebens“ erklären, beides sollte nicht maßstab meines rechten
tun sein.
Was hat das mit rechten Tun zu tun? Der Ursprung des Lebens ist einfach eine Frage, die sich jeder Mensch irgendwann in seinem Leben stellen wird, sofern sie ihm nicht schon beantwortet wurde. Und die Religion gibt ihm darauf eine Antwort. Das hat doch nichts mit Moral oder ähnlichem zu tun. Religion besteht doch nicht nur aus moralischen und ethischen Regeln…
ob religionen oder gesellschaft mir ein wertesystem vorgeben,
ich selbst entscheide mich für ein wertesystem…
Wenn du wirklich ein Angehöriger einer Religion bist, dann übernimmst du deren Wertesystem. Klar gibt es Leute, die so einen Schritt ganz bewußt machen, aber das ist eher ein verschwindend geringer Anteil, würde ich mal behaupten.
oh ich glaube, dass es von anfang an bereits im menschen
verankert ist-jenes „gewissen“. und erst gesellschaft oder
religionen gehen in harmonie oder disharmonie mit ihren
wertesystemen…doch tief in einem selbst, weiß man was rcihtig
oder falsch ist…nur gelingt es nicht wenigen, ihr „gewissen“
zu verdrängen oder mit eigenen lügen voll zu schütten
Also inwiefern uns das - was man wohl lapidar als Natur- oder Menschenrechte bezeichnet - genetisch innewohnt, darüber kann man wohl streiten.
Eine „humanistische“ Weltanschauung ist uns sicher nicht angeboren. Angeboren ist uns ganz klar eine Art „Gruppenverhalten“, weil der Mensch ja sogesehen ein „Herdentier“ ist. Aber der „soziale“ Faktor kommt hierbei nur innerhalb seiner eigenen Gruppe zum Tragen. Gegenüber Fremden und Andersartigen herrscht dabei jedoch eher Intoleranz, Hass und Abwertung. Auch das uns „angeborene“ Frauenbild, würde wohl eher ins Mittelalter gehören, als in die Neuzeit.
Wenn man sich die Weltgeschichte so anschaut, dann passt das ganze wunderbar zusammen. Immer waren es Gruppen, die andere Gruppen unterdrückten, wobei innerhalb der Gruppen ein recht soziales Verhalten vorlag, Intoleranz aber gegen alle Andersartigen geübt wurde. Die Stellung der Frau war außerdem überall auf der Welt, egal ob im Urwald oder in Europa, meist eine niedere, als die des Mannes.
Darin liegt IMO das „bequeme“ an der Religion, weil man viele
der großen Fragen schon beantwortet bekommt und sich die
Eigenverantwortung in klar definierten Regeln bewegt. Man kann
sozusagen nichts falsch machen.…ich finde, dass man gerade in religionen sehr viel falsch
machen kann (und nicht wenig für bestraft wird…), weswegen
ich unter anderem auch kein freund von religionen bin…
Inwiefern kannst du z.B. im Christentum viel „falsch“ machen? Die Regeln sind doch eher recht einfach gestrickt und müssen nur befolgt werden. Und du selbst brauchst dir doch dabei um nichts Gedanken zu machen. Und falls du wirklich nicht sicher bist, hast du bei einer Religion immer noch die Möglichkeit, dich an einen Priester oder ähnlichen zu wenden, der dir dann weiterhilft.
Stößt du dagegen in einer komplett eigenen Weltanschauung auf ein Problem, musst du dir das Problem schon selber lösen.
Naja, in den meisten Religionen ist eine gewisse
Eigenverantwortung unabdingbar. Du entscheidest ja durch dein
Handeln i.d.R. wie dein Leben nach dem Tod aussieht. Somit
liegen schon sehr wichtige Dinge in deiner Hand.…??..ja was? eigenverantwortung oder nicht …ach ja! `n
„gewisse“!?
In einer Religion liegt es nicht in deiner Verantwortung, zu entscheiden, was „falsch“ und „richtig“ ist. Dagegen liegt in deiner Verantwortung, wie du dich gegenüber diesem Regelwerk verhältst. Also hast du eine „gewisse“ Eigenverantwortung, womit hast du hier ein Problem?
…handelt es sich
dann überhaupt noch um „glauben“!?!Wieso nicht?
weil ich der meinung bin, dass „wirklicher glaube“ im höchsten
maße eigenverantwortlich ist
Es ging hier aber in meinem Text um Religionen.
Und Glaube ist nicht gleichbedeutend mit Religion. Jeder Mensch „glaubt“ irgendwas. Auch ein Atheist „glaubt“ etwas, nämlich dass es keinen Gott gibt, wissen kann er das wohl kaum.
Der einzige Grenzfall könnte ein „perfekter“ Agnostiker sein.
mfg
deconstruct
er Ursprung des Lebens ist einfach eine Frage, die sich jeder Mensch irgendwann in seinem Leben stellen wird, sofern sie ihm nicht schon beantwortet wurde. :Und die Religion gibt ihm darauf eine Antwort. 