Warum habt ihr euch für die Kinder entschieden?

Hallo zusammen!

Angeregt durch die Diskussion in der Psychologie-Brett, wollte ich die hier anwesenden Eltern fragen, warum ihr euch für ein oder gar mehrere Kinder entschieden?
Was ich damit meine, wenn einem klar wird, dass man Kind/er haben möchte, WARUM wolltet ihr es? Was war der Beweggrund?
Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt…

Vielen Dank im Voraus für alle Antworten.

Grüsse, Seltsam

Hallo,

ich wollte nie Kinder…

Dann wurde ich ungewollt schwanger und seltsamerweise war mir schon in dem Moment,in dem ich von der Schwangerschaft erfuhr klar, dass eine Abtreibung nicht in Frage kommen würde.
Ich kann dafür weder religiöse Gründe noch irgendwelche ethischen Gründe anführen. In meinen Augen hatte ich verantwortungslos gehandelt, sonst wäre das gar nicht passiert und ich wollte die Verantwortung nun nicht einfach „wegwerfen“…nach dem Motto, „wenn Du schon Mist baust, dann steh auch dazu“.

Mein ganzes Leben hat sich damit verändert, nicht zum besseren, das versteht sich, aber wirklich bereut habe ich die Entscheidung niemals.
Ich wünschte, ich wäre mit der Situation besser klar gekommen, aber das ist eine ganz andere Sache.

Ich würde mir aber niemals das Recht herausnehmen einer anderen Frau Vorwürfe zu machen, weil sie sich anders entscheidet. Diese Entscheidung muss jeder mit sich selbst abmachen. Aus der Erfahrung mit Freundinnen, die diesen Weg gegangen sind, würde ich mir aber wünschen, dass manche überheblichen, alles Wissenden Moralapostel sich endlich mal verkneifen über Dinge zu urteilen, über die sie zu urteilen keinerlei Recht haben. Und noch eine kleine Anmerkung, es gehören immer ZWEI dazu, ein Kind zu zeugen. Im Falle einer ungewollten Schwangerschaft wird selten das Verhalten des Erzeugers so sehr unter die Lupe genommen, wie das der werdenden Mutter.

Selbst wenn ich jetzt trotz meines doch schon fortgeschrittenen Alters nochmal schwanger würde, käme ein Abbruch für mich nur in Betracht, wenn dafür medizinische Gründe vorlägen. Leben ist für mich etwas kostbares, möglicherweise ein Relikt meiner Erziehung.

Aber ich kann dennoch gut verstehen, wenn sich manche Frau anders entscheidet. Unsere Umwelt ist nicht unbedingt die kinder- freundlichste. Die Zahl der Väter, die ihren Unterhalts- verpflichtungen nicht nachkommen ist enorm, KITA-Plätze begrenzt und die Anzahl von Arbeitgebern, die eine alleinerziehende Mutter einstellen würden ebenso.
Und selbst wenn ein Kind in eine Familie oder intakte Beziehung geboren würde…kann niemand leugnen, dass ein Kind eine Belastung darstellt, auf emotionaler Ebene wie auch auf anderen Ebenen.
Die Entscheidung für oder gegen das Kind können nur die Eltern bzw. die Mutter treffen und dazu haben sie auch das Recht…und alle anderen sollten sich da tunlichst heraushalten.

Gruss
Petra

Die Zeit war reif und es gab sanften aber ausdauernden Druck von meinem Partner. Die Umstände stimmten: fianziell recht abgesichert, Kitaplatz verfügbar, fester Job, ein Partner der sich einbringen würde.

Es war die beste Entscheidung meines Lebens.
FS

Ich wollte sie einfach.
Es gehört für mich einfach zum Leben in einer Familie dazu.

Beatrix

Es war einfach Zeit
Hallo!

Ich hatte den richtigen Mann, das richtige Alter (eigentlich schon überschritten) und irgendwann stand nicht mehr die Frage im Raum „Warum?“, sondern „Warum eigentlich nicht?“. :smile:. Es war wohl einfach an der Zeit für uns neue Lebensfelder zu öffnen.

Die Umstände haben nicht so richtig gepasst (obwohl, damals dachten wir immerhin noch, wir hätten eine berufliche Perspektive), aber das tun sie heute immer noch nicht. Deshalb blieb es -leider- bei einem.

Grüße
kernig

Hi,

Angeregt durch die Diskussion in der Psychologie-Brett, wollte
ich die hier anwesenden Eltern fragen, warum ihr euch für ein
oder gar mehrere Kinder entschieden?

ich wusste eigentlich immer schon, dass ich mal Kinder haben will - es fühlt sich für mich einfach richtig an. Die Frage nach dem „warum“ stellte sich da gar nicht, eher nach dem „wie“ (passender Partner, Umstände …).

Eine Abtreibung kommt für mich persönlich nur unter ganz bestimmten Bedingungen in Frage, ich kann aber Frauen verstehen, die sich für diesen Schritt entscheiden.

„Warum“ wir uns ausgerechnet jetzt entschlossen haben, ein Kind zu bekommen, lag dann an den Umständen, die wohl besser gerade nicht sein könnten.

Gruß
Cess

Hallo ,
zwar habe ich noch keine Kinder , aber ein Grund ist das ich später nicht alleine sein möchte .
Wenn man älter ist und der Partner , die Eltern , Geschwister , Freunde etc. vielleicht schon gestorben sind hat man niemanden mehr !
Ich arbeite in einer Pflegeeinrichtung und viele ältere Menschen ohne Kinder sind alleine und leiden sehr darunter .

Für mich persönlich stand das Thema nie zur Debatte mir ist klar das ich Kinder haben möchte und sich sehe es als den Sinn des Lebens an .

Hallo,

ich glaube, dass eine hohe Zahl an Eltern sich leider keine Gedanken macht, über das warum.

Wenn ich schon nachgefragt habe, kommen so Antworten wie:

  • wir sind jetzt in dem Alter
  • das ist doch normal so, dass man Kinder hat
  • Kinder gehören halt zu einer Familie

Und der Sieger ist: Wir dachten, wir können mit einem Kind unsere Beziehung retten! (Der absolute Hammer, aber wirklich wahr.)

Das finde ich schade, sonst würde es manchen Kindern vielleicht besser gehen. Aber ist auch nur meine bescheidene Meinung.

Außerdem sind zumindest in meinem Umfeld auch eine nicht unerhebliche Anzahl Kinder nicht (zumindest nicht von BEIDEN Erzeugern) geplante Kinder. Da gibt es dann auch keinen wirklichen Grund dafür.

Grüße
Didi

Hallo,

zwar habe ich noch keine Kinder , aber ein Grund ist das ich
später nicht alleine sein möchte .

Meinst du das ernst?
Kinder können vor den Eltern sterben, Kinder können an den Eltern nicht interessiert sein, Kinder können ins Ausland ziehen —
soviel zur Wahrscheinlichkeit.
Aber auch sonst finde ich die Motivation ziemlich suspekt.
Ich werde mich freuen, wenn meine Kinder auch im Alter gelegentlich bei mir vorbeischauen- aber erwarten werde ich es mit Sicherheit nicht.

Gruß
Elke

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Hi,

für mich war es irgendwie schon immer klar, dass ich mal mindestens zwei Kinder haben will und das schon als Teenager. Vielleicht liegt es daran das ich selbst ein Geschwisterkind bin, vielleicht aber auch weil ich darin den Sinn des Lebens sehe.

Ich mag Kinder und genieße es meine Neffen und Nichten um mich zu haben aber eigene Kinder sind noch etwas ganz anderes. Sie vermitteln mir ein positives Lebensgefühl und ich weiss warum ich morgens aufstehe, zur Arbeit gehe und gerne nach Hause komme. Ein feuchter Schmatzer oder ein Papa ich hab dich lieb und die Welt ist in Ordnung. Da können auch sonst an Problemen kommen was will, die eigene kleine Familie fängt alles auf eine wunderbare Art und Weise auf.

Viele Grüße
MeToo

aus Liebe
Hallo,

wir waren schon zwei Jahre verheiratet und es kam bei uns beiden der innige Wunsch auf, ein gemeinsames Kind haben zu wollen.
Wir hatten das Gefühl/Bewusstsein, dass ein Kind zu uns einfach dazu gehört.
Wir sprachen drüber und dann setzte meine Frau die Pille ab.
Genau drei Monate später war sie schwanger.

Zwei Jahre später entschieden wir uns, aus gleichem Grund - einer tiefen Liebe zueinander - zu einem weiteren Kind.
Meine Frau setzte wieder die Pille ab und pünktlich drei Monate später war sie wieder schwanger.

Ich war bei beiden Geburten dabei und wir haben ein sehr inniges Verhältnis zu unseren Kindern. Diese sind inzwischen erwachsen und haben sich zu prächtigen verantwortungsvollen Mitmenschen entwickelt.
Wir sind stolz auf sie.

Ich hoffe, dass meine Einlassungen hilfreich im Sinner der Anfrage waren

Freundliche Grüsse
Ray

Hallo,

grundsätzlich: Weil etwas von mir selbst zurückbleibt, wenn ich gehe.

Die beiden real existierenden Kinder:

Nun, ich bin recht früh in meinem Leben erstmals schwanger geworden, völlig unvorhergeseherweise und gänzlich ungeplant (wie sich im Nachhinein herausstellte, ignoriert mein Körper künstlich zugeführte Hormone einfach). Der dazugehörige Vater war die Liebe meines Lebens, und ich wollte das Kind trotz widrigster Umstände (beide gerade am Beginn des Studiums, nur auf verschiedenen Seiten des Planeten) auf jeden Fall behalten. Leider ist ein Unfall nebst hochgradig unerquicklicher Fehlgeburt dazwischen gekommen, und die Beziehung ist daran zerbrochen.

In den Folgejahren lebte ich sehr unstet, meine Beziehungen dauerten selten länger als ein paar Wochen; aber ein Teil von mir drängte wohl zur Vermehrung … was meine Tochter zum Egebnis hatte. Ich habe mich für sie entschieden, weil mir klar war, dass es unter Umständen noch Jahrzehnte dauern kann, bis es wieder eine neue ‚große Liebe‘ in meinem Leben gibt, die Biologie dem Kinderkriegen aber zeitliche Schranken auferlegt hat.

Das Alleinerziehendsein ist aber nicht so vergnüglich, dass ich unter diesen Umständen unbedingt noch mehr Kinder hätte haben wollen. Irgendwann ist mir dann allerdings ein Mann zugelaufen, welcher partout einen Sohn wollte - und nach geraumer Zeit des Zuredens auch bekam. Trotzdem bin ich inzwischen wieder alleinerziehend … ;o)

Und auch wenn dieses Leben eines der härtesten ist, so wollte ich meine Kinder doch nicht missen. Es ist immer wieder faszinierend sich selbst in ihnen wiederzufinden und gleichzeitig zu beobachten, welch eigene, ganz andersartige Persönlichkeiten sie sind.

Beste Grüße

=^…^=
*austraditionellmatriarchalerfamilie*

tiefe Glaubenskrise ausgelöst
Hi,

…schwanger geworden, völlig unvorhergeseherweise…

Heilige Mutter Gottes.
Maria? Bist Du das hinter diesem Pseudonym?

zum Gebet eilend
grüsst
Ray

2 „Gefällt mir“

Hi Ray,

tja, irgendjemand muss da tatsächlich hineingepfuscht haben … ;o)

Denn ich habe mein Pillchen pünktlicher als ein schweizer Uhrwerk eingeschmissen, sogar die Zeitverschiebung hatte ich wunderbar miteingerechnet, und irgendwelche ominösen Infekte waren auch nicht in Sicht.

Wer konnte auch ahnen, dass ausgerechnet ich zu den 0,2 % aller Frauen gehöre, deren karnickelgleiche Fruchtbarkeit derlei Hormonpräparate einfach ignoriert? Untersucht wird dies im Regelfall ja nicht im Vorfeld (und auch im Nachhinein nur, wenn frau sehr darauf beharrt, dass es kein Einnahmefehler gewesen sein kann).

zum Gebet eilend

Auf die Knie fallen und mich anbeten darfst Du natürlich gerne … ;o))

Fruchtbare Grüße

=^…^=

Hallo Seltsam,

Angeregt durch die Diskussion in der Psychologie-Brett, wollte
ich die hier anwesenden Eltern fragen, warum ihr euch für ein
oder gar mehrere Kinder entschieden?

Kinder gehören für mich einfach dazu.

Der Mann, der dann Vater meiner Tochter geworden ist, war nicht der geeignete zum Familie gründen, daher blieb es dann bei dieser einen Tochter.

Andererseits meinte meine Tochter, als wir einmal (sie ist längst erwachsen, mit Kindern und Jugendlichen würde ich sowas nie diskutieren) auf dieses Thema kamen, meinte sie nur: „Ich wollte wohl so wie ich bin auf die Welt kommen!“

Gruß, Karin

Weniger eine rationale Entscheidung
Hallo Seltsam78,

über die genauen Motive für meinen Kinderwunsch kann ich gar nicht viel sagen - es war „eigentlich“ für mich immer klar, das ich zwei Kinder (völlig unabhängig von deren Geschlecht) haben wollte.

Gedanken daran, dass oder ob ein Kind (oder sogar beide) ggf. krank oder (schwer- bzw. schwerst-) behindert hätten geboren werden können, habe ich nicht gehabt oder ggf. unbewusst ausgeblendet/verdrängt.

Übrigens ist mein damaliges Gefühl für zwei Kinder auch heute noch absolut richtig und ich habe nicht bereut, nach der Geburt des zweiten Kindes med. sicherstellen zu lassen, dass es keine weiteren Kinder von mir geben wird/kann.

Hallo Petra,

ALLES was Du drin sagst, könnten auch meinen eigenen Wörtern sein, (mit nur einer Ausnahme Ich wollte Kinder): Deine Geschichte, Deine Gedanken, Deine Meinung. Wir denke genauso.

Vielen Dank dafür und ein Sternchen von mir!

Schöne Grüße,
Helena

Hallo,

für mich war schon früh klar, daß ich irgendwann mal zweidrei Kinder zeugen möchte, allein, lange Jahre fehlte die passende Mutter dazu.
Als die da war, verspürte auch sie irgendwann den Wunsch nach Kindern und los gings.

Gandalf

Im Alter allein
Hallo ,
natürlich gibt es noch andere Gründe .Habe aber auch geschrieben das es nur ein Grund .
Selbstverständlich ist es nicht der Hauptgrund , aber das ist was mich täglich auf der Arbeit bewegt und in der Annahme das die Fragestellerin auf viele verschiedene Antworten hofft , habe ich es mal aus einer anderen Perspektive gesehen.
Natürlich können die Kinder irgendwann wegziehen , aber trotzdem sind sie da und man Kontakt halten und sich austauschen.
Es gibt Leute die haben niemanden , die einzigen Glückwünsche zum Geburtstag kommen wahrscheinlich von der Versicherung .

Liebe Grüße

Hallo,
schon als Schulkind faszinierten mich kleine Kinder.
Als Jugendliche wusste ich, das ich auch beruflich mit Kindern arbeiten will.
Aufgewachsen mit drei Geschwistern und Eltern, deren Ehe erst nach 51 Jahren durch Tod beendet wurde, kann ich mich nicht entsinnen, je eine Phase gehabt zu haben, in der die eigene Familie nicht zu meinem Lebensplan gehört hätte.
Auch mein Mann stammt aus einer glücklichen, kinderreichen Familie. Eines Tages war einfach der Zeitpunkt da, Kinder zu bekommen. Wir hatten genug Zeit zu zweit gehabt, in der man viel erleben kann. Ich denke, da sollte man dann auch die Wirkung der Hormone nicht unterschätzen. Sie sind einfach da und sagen einem: jetzt ein Kind!
Nun bin ich fast 25 Jahre verheiratet, die Kinder sind aus dem Haus, das Leben zu zweit ist wieder schön - wäre ich nocmal 18, ich würde mich wieder genauso entscheiden.
Gruß
Jette