Warum heiraten?

Versicherung?
Hi!

Ich zitiere mal den Heiratsantrag, den meine Ex-Chefin von ihrem mittlerweile-Mann eines Morgens in der Straßenbahn bekommmen hat (kurz bevor sie zu zweit ins Ausland gingen - einer mit Job, der andere ohne)

Er: " Du, wegen der Versicherung wär’s…"
Sie: „Hm, was denn?“
Er: „Naja, das ließe sich alles wesentlich leichter regeln, wenn wir verheiratet wären“
Sie: „Ok. Dann sollten wir das aber bald machen.“

Sprich: Wenn du den romantisch-Faktor für dich nicht wichtig findest, gibt es noch immer genügend Gründe, die in manchen Lebenssituationen dafür sprechen können.

Und: Bist du als unverheiratete Frau, die ihren Job für Mann und Kinder aufgegeben hat, weniger gefangen in deiner Welt?

LiGrü
igel

Hallo,

zunächst mal der unromantische Teil:

  1. Massive Vorteile im Ehegattenerbrecht, wie z.B. gesetzliches Erbrecht auch ohne Testament und erhebliche Vorteile in der Erbschaftsteuer, was viele „moderne“ Frauen in klassischer Kindererziehungsrolle mit voll finanziertem Eigenheim aber ohne spießigen Trauschein im Falle des Falles ganz, ganz bitter erfahren müssen, als ob es nicht genug wäre, den Partner zu verlieren.

  2. Steuerliche Vorteile je nach Regierung

  3. Ein rundum-sorglos-Paket für alle rechtlichen Fragen. Seit über 100 Jahren erprobt und ständig den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Insbesondere auch klare Regelungen für den Fall des Scheiterns (und wer meint, dass eine streitige Scheidung ein teueres und übles Thema sei, der soll sich mal eine streitige Trennung ohne Trauschein aber mit Kind, Hund und Haus ansehen).

Selbst mit Testament, Vorsorgevollmacht, GbR für den Hausbau, und 1001 untauglichen Versuchen die rechtlichen Vorteile einer Ehe irgendwie nachzubauen, kommt man nicht ansatzweise dahin, wo einen der einfache Gang zum Standesamt hin bringt.

Es kommt übrigens nicht von ungefähr, dass viele Paare diesen Gang dann antreten, wenn sie um Haaresbreite an der ein oder anderen Katastrophe vorbei geschlittert sind, und sich anlässlich dieses Ereignisses erstmals bewusst geworden sind, welche Folgen die Geschichte ohne und mit Trauschein gehabt hätte.

Und dann wäre da noch der andere Teil: Es mag nicht mehr für jeden vorstellbar sein, aber es gibt tatsächlich noch Menschen die sich zu 100% aufeinander verlassen können, und zwar in jeder Situation. Bei denen es ein Geben und Nehmen ohne Aufrechnung aber im Vertrauen darauf gibt, als Gebender selbst jederzeit zum Nehmenden werden zu können, ohne dafür ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, die wirklich gemeinsam für sich als Paar/Familie Entscheidungen treffen, gemeinsam alle daraus entstehenden Konsequenzen tragen, und nicht als zwei Individuen, sondern gemeinsam und auf Dauer als Paar/Familie leben können und auch wollen, und dieses Vertrauen und die damit verbundene Sicherheit wahnsinnig genießen.

Und es gibt auch genug Menschen, die in solchen Strukturen unglaublich schwere Situationen, wie Pflegebedürftigkeit und Tod der Eltern, Arbeitslosigkeit, … und auch längerfristige Belastungen meistern, und sich ganz bewusst aus der Beliebigkeit einer halbgaren „wasch mich, aber mach mich nicht Nass“-Beziehung, in der es nur um Spaß geht, und die man einfach beendet, wenn sie mal aufgrund Krankheit, Behinderung, Alter, sozialer und wirtschaftlicher Probleme des Partners nicht mehr „Spaß macht“ verabschiedet haben, und sogar in ihrer Liebe und ihrem gegenseitigen Vertrauen in gerade solchen Situationen noch wachsen, und die dies gerne auch öffentlich bekunden wollen.

Und was deine mittelalterlichen Vorstellungen von Familie und Kindern und die dadurch bedingte Abhängigkeit, sowie den Ausschluss von Karriere angeht: Es gibt Menschen, die immer nur meckern, die immer nur tönen, was sie alles könnten und tun würden, wenn nur die Verhältnisse besser wären, … Und dann gibt es Menschen, die aus den gegebenen Umständen und Rahmenbedingungen einfach das beste machen.

Dazu gehört eben auch, als Paar und Familie gemeinsam Lösungen zu entwickeln, Kinderwunsch und Karriere von beiden Partnern unter einen Hut zu bringen. Wenn man dies will, und nicht mit dem Kopf durch die Wand möchte, bereit ist Kompromisse einzugehen, und sich nicht immer fragt, was man noch alles hätte erreichen können, wenn man keine Kinder gehabt hätte (und damals nicht die eine Abiklausur versemmelt, im Examen das richtige Thema gelernt, und im Vorstellungstermin anders angezogen gewesen wäre, …), dann kann man damit sehr erfolgreich und glücklich sein.

Natürlich gibt es weder mit noch ohne Trauschein irgendwelche Garantien. Und genau so wie heute viele Beziehungen ohne Trauschein keine Chance auf längeren Bestand haben, gilt dies natürlich auch für viele Ehen. Der heute nicht mehr so gegebene wirtschaftliche und gesellschaftliche Zwang zur Ehe könnte auch längerfristig dazu führen, dass wirklich nur noch diejenigen heiraten, die es damit wirklich ernst meinen. Aktuell scheint es aber wohl noch eher so zu sein, dass einfach viele nicht funktionierende Beziehungen einfach nur nach einem gewissen Zeitablauf meinen, jetzt auch als gute Ehe funktionieren zu können und zu müssen, und das ist dann oft schon der Anfang vom Ende.

Gruß vom Wiz, erfolgreicher Unternehmensjurist, der in den nächsten Monaten fast nur vom heimischen Schreibtisch arbeiten wird, weil er gerade mal wieder Papa geworden ist, und dessen Frau Ende der Woche nach einigen Jahren anwaltlicher Selbständigkeit und überwiegender Übernahme der Familienführung die Leitung eines Anbieters im sozialen Bereich übernimmt.

Hallo.

Die Gründe lassen sich ganz einfach zusammenfassen:

  1. Sicherheitsdenken

„Sie wird mich zum Arzt treiben, wenn ich wirklich krank sein sollte. Verheiratete Männer leben länger.“

  1. Versorgungsdenken

„Sie wird für mich kochen und essen machen. Wenn ich Glück habe, organisiert sie mein ganzes Leben und meine Kinder. Und meine alten Eltern pflegt sie auch.“

  1. Finanzen

„Wenn ich es schlau anstelle und nicht allzuviel Kohle heimbringe, wird das unterm Strich alles billiger als einzelne Dienstleistungen anzuwerben.“

Meintest Du dies?

Lg
TIlli

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Hi,

erstmal herzlichen Glückwunsch zum zweiten Kind.

Dein Post ist super geschrieben, schade das man nur einen Stern vergeben kann!

Gruß
Tina

Huhu,

PS: Ich will gar nicht für die Ehe eintreten, aber wenn man
schon dagegen argumentiert, sollte man Argumente nennen, die
auch einen Sinn ergeben.

Verlangst du da nicht etwas zu viel von ihm? Intellektuell meine ich?

Wie eine Glaubensfrage (o. w. T.)
.

Hast Du dazu eine Statistik?

Nein, nur meine zwei Augen im Kopf.

Warst Du schon mal verheiratet,?

Vielleicht, vielleicht auch nicht, das tut auch nichts zur Sache.

Ich bin seit nun 8 Jahren

verheiratet, ich befinde mich nicht in einem Gefängnis und
einen gestörten Lebenslauf habe ich auch nicht. Ich verdiene
mein eigenes Geld und bin für Ausgaben niemandem Rechenschaft
schuldig. Ich bin glücklich, so wie es ist. Mein Mann und ich
haben uns nach 13 Jahren ohne Trauschein bewußt für die Ehe
entschieden und es noch keinen Tag bereut.

Schön!

Man bist Du Klischeebehaftet.

Das haben Generalisationen so an sich.

Mir beispielsweise ging es weder
um ein weißes Kleid noch um eine große Hochzeitsfeier.

Weshalb ich auch nicht von dir sprach.

(Warum müssen sich in einem Internetforum immer irgendwelche Leute persönlich angesprochen fühle?)

Als wir heirateten waren nur die Trauzeugen dabei. Wir haben
im Urlaub geheiratet und die Familie erst nach unserer
Rückkehr darüber informiert. Eine kirchliche Hochzeit gab es
nicht.

Schön!

Grüße Bellawa.

Hallo auch,

damit hast du doch nur Missstände aufgezeigt, nämlich die amtliche Diskriminierung von allen Menschen, die keine Ehe oder Beziehung wollen, aber z. B. trotzdem gerne Kinder hätten.

Die Gesetze sind haarsträubend, z. B. beim Arbeitsrecht. Für den erkrankten Ehegatten darf man Pflegeurlaub nehmen, für den eigenen Bruder (!) oder jedoch nicht.

Wieso sollen Menschen die Rente Verstorbener kassieren dürfen, nur weil sie mit ihnen im Bett waren? Etc. etc. Alles Ungleichheiten, die weggehören und lieber Frauen gegeben werden sollten, die genau wegen dieser Dinge lieber kinderfrei bleiben. Und das sind meistens gut gebildete Frauen.

Grüße Baellawa.

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Hast Du dazu eine Statistik?

Nein, nur meine zwei Augen im Kopf.

Ich auch und ich sehe durchaus nicht wenige Akademiker mit 2 - 3 Kindern.

Warst Du schon mal verheiratet,?

Vielleicht, vielleicht auch nicht, das tut auch nichts zur
Sache.

Doch tut es, wenn Du es nicht warst kannst Du auch nicht beurteilen, wie es ist verheiratet zu sein.

Weshalb ich auch nicht von dir sprach.

Du schreibst aber so, als wäre Deine Meinung allgemeingültig.

(Warum müssen sich in einem Internetforum immer irgendwelche
Leute persönlich angesprochen fühle?)

s.o.

Es gibt immer zwei Seiten. Nicht jede Ehe ist schön, nicht jede schlecht. Es gibt Menschen, die sich mit dem Thema Ehe auseinandersetzen und denken, das das der Partner ist, mit dem sie alt werden wollen. Ebenso gibt es Partner, die das nicht wollen. Jeder wie er meint. Deswegen würde ich aber auch nicht auf die Idee kommen Lebenspartnerschaften schlecht zu machen oder ihnen die Fähigkeit zum gemeinsamen, liebevollen Miteinander abzusprechen.

Gruß
Tina

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warum poppen?

Wieso sollen Menschen die Rente Verstorbener kassieren dürfen,
nur weil sie mit ihnen im Bett waren?

DAS wäre ja geil.
dann muß man nur gegenzeichnen lassen, mit wem man in der koje war, dann gibt man die aufgefüllten bögen jährlich beim standesamt ab und je nachdem, wer ablebt, dessen rente bekommt dann.
sagen wir mal, 75%. im osten natürlich angepaßt.
oder nach orgasmenhäufigkeit.

jedenfalls nicht nach kindern oder enkeln.
schlau.

das würde auch unverheiratete, kinderlose frauen endlich massiv bevorzugen.

gute bildung würde belohnt, zumal ein akademisch gebildeter schutz gegen aids automatisch auch die lebenserwartung und damit auch die rentenhöhe positiv beeinflussen würde.

sehr schlau.

reschpekt.

tilli

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Hallo,

ob man da von Missständen oder Errungenschaften sprechen will, liegt im Auge des Betrachters. Der besonderen Schutz von Ehe und Familie genießt in unserem Land Verfassungsrang, und nicht nur heute. Auch die Weimarer Reichsverfassung kannte diesen Schutz bereits, und auch unzählige weitere Verfassungen auf unserer Welt kennen ähnliche Formulierungen.

Bei uns waren es die Väter und Mütter des Grundgesetzes, die sich hierüber einig waren, und Art. 6 genießt als Grundrecht sogar mittelbaren Schutz einer Ewigkeitsgarantie. D.h. er lässt sich nicht einmal durch beliebig hohe Mehrheiten ersatzlos abschaffen (außer man schafft gleich das ganze GG ab).

Aber nutze gerne die Dir ebenfalls garantierte Meinungsfreiheit hieran Kritik zu üben, oder suche Dir einen Staat, in dem dies anders gesehen wird. Dies könnte allerdings etwas schwierig werden (s.o.), denn der Schutz von Ehe und Familie scheint so weit über alle Kulturen grundsätzlich vergleichbar für wichtig erachtet zu werden, dass es wohl kaum ein anderes Thema gibt, über das sich Verfassungsgeber weltweit so einig sind, wie über dieses.

Gruß vom Wiz

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DAS wäre ja geil.
dann muß man nur gegenzeichnen lassen, mit wem man in der koje
war

Nennt man Heiratsurkunde.

Grüße Bellawa.

ob man da von Missständen oder Errungenschaften sprechen will,
liegt im Auge des Betrachters. Der besonderen Schutz von Ehe
und Familie genießt in unserem Land Verfassungsrang, und nicht
nur heute. Auch die Weimarer Reichsverfassung kannte diesen
Schutz bereits, und auch unzählige weitere Verfassungen auf
unserer Welt kennen ähnliche Formulierungen.

Ja, na und? Es hat auch nicht immer das Frauenwahlrecht gegeben. Und es hat auch noch ganz andere Gesetze und Verfassungen gegeben, die deswegen noch lange nicht ethisch gut oder sakrosankt waren.

denn der Schutz von Ehe und
Familie scheint so weit über alle Kulturen grundsätzlich
vergleichbar für wichtig erachtet zu werden, dass es wohl kaum
ein anderes Thema gibt, über das sich Verfassungsgeber
weltweit so einig sind, wie über dieses.

Schweden hat beispielsweise einen völlig anderen Umgang mit Frauen und Müttern. Es ist dort durchaus üblich, wenige Wochen nach der Geburt wieder voll zu arbeiten. Kitas sind gratis. Bei uns wird so eine Frau als Rabenmutter beschimpft. Dafür kann Kinderkriegen eine tolle Einnahmequelle sein, für manche die einzige. Die Folgen davon sind bekannt.

Grüße Bellawa.

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Doch tut es, wenn Du es nicht warst kannst Du auch nicht
beurteilen, wie es ist verheiratet zu sein.

Das brauche ich auch nicht. Mir genügt die Scheidungsstatistik.

Deswegen würde ich aber auch nicht
auf die Idee kommen Lebenspartnerschaften schlecht zu machen
oder ihnen die Fähigkeit zum gemeinsamen, liebevollen
Miteinander abzusprechen.

Was ich nirgends getan habe. Noch einmal: Mir genügt die Scheidungsstatistik. Wäre die Ehe ein Flugzeug, würde keiner mehr fliegen. Denn jeder zweite würde abstürzen. Wie kann man es verantworten, eine derartige Praxis auch noch zu unterstützen?

Grüße Bellawa.

Weil man es will
Hallo!

Ich kann da nur von mir ausgehen: Ich habe geheiratet, weil ich das wollte. Mein Mann auch. Also haben wir’s getan. Wer es nicht will, muss ja nicht. Es ist einfach ein Versprechen, das man sich gibt, ein guter Vorsatz. Ich sehe nicht, was daran schlecht sein sollte. Eine Garantie bekommt man durch die Ehe nicht, das ist richtig.

Was ändert sich wenn man geheiratet hat?

Bei uns: kaum etwas.

Ich kann verstehen, wenn man viel Zeit als Paar
verbringen will und zusammenzieht. Aber heiraten? Da
verspricht man sich dann in guten wie in schweren
Tagen füreinander da zu sein. Immer zusammen zu
bleiben. Aber warum sollte man das ernsthaft wollen?

Du willst es offensichtlich nicht, weil Du meinst, es wäre langweilig. Andere genießen die Ruhe.

Und ausserdem kaufe ich das
den schlechten Zeiten niemandem ab. Wenn harte Zeiten
anbrechen, sind doch die wenigsten noch zusammen.

Das ist wirklich Blödsinn, weil komisch verallgemeinert. Ich kenne viele Paare, die sich in harten Zeiten gegenseitig eine Stütze waren - ich gehöre auch dazu. Ich sehe in diesem Punkt die Ehe als zusätzlichen Anreiz, sich eine unüberlegte Trennung noch einmal zu überdenken. Der Schritt der Ehe-Scheidung ist doch ein größerer und im besten Falle überlegt man es sich doch noch einmal.

Und Sicherheit bietet die Ehe doch nicht wirklich
heutzutage. Genauso mit Kindern, kann man wirklich
jemandem so vertrauen, dass man sich komplett abhängig
macht? Und das ist doch für die meisten Frauen der
Fall, sobald sie Kinder bekommen und daheim bleiben.

Dafür gibt es die Möglichkeit des Ehevertrages.

Also sind Frauen doch eigentlich komplett ausgeliefert,
sind sie mit einem Baby daheim. Der Mann verdient dann
doch das Geld und kann dann auch mehr darüber bestimmen

Hä? Also in einer Partnerschaft sollte doch gemeinsam über das Familieneinkommen bestimmt werden, egal ob verheiratet oder nicht. Ich habe Zugriff auf alle Konten und kann kaufen, was auch immer ich möchte.

Klar jetzt werden die meisten sicher Vertrauen
anbringen, aber kann man so viel Vertrauen in jemanden
haben um sich in eine solche Lage zu bringen?

Ja, kann man. Aber hoffentlich sehenden Auges und mit einem Stück Selbständigkeit, falls es schief geht. Es muss doch jeder für sich und die Partner miteinander ihr Leben gestalten. Beide sind erwachsen und wie sie Job und Kinder und Familienarbeit auf die vier Schultern verteilen, das muss eben organisiert werden.

sollte ein Ehemann Mutter mit kleinem Baby verlassen,
sieht es doch eng aus.

Ja, möglicherweise. Wobei man da als Verheirateter besser abgesichert ist als unverheiratet (übrigens auch die Männer). Aber man muss doch auch ein Stück Optimismus aufbringen und dem Glück eine Chance geben, sich auf Dinge einlassen, sehen was passiert. Ich sage nicht, dass das blind funktioniert, mit Verstand sollte man schon auch dabei sein. Und wenn es schief geht, dann muss man sich eben neu organisieren.

Habt ihr nie solche Zweifel gehabt?

Eigentlich nicht. Mag an dem Mann liegen, den ich mir ausgesucht habe. Wobei mir schon klar ist, dass es 100% Sicherheit nicht gibt.

Bin ich die Einzige, die es als Gefängnis und
manchmal auch Existenzbedrohend ansieht?

Bestimmt nicht. Aber ein bißchen schade finde ich es irgendwie, weil ich so gute Erfahrungen gemacht habe mit dem verheiratet sein. Das würde ich anderen und Dir auch gönnen.

Grüße
kernig

Das ist mir neu
Hi!

Geschlechtsverkehr umfasst in unserem Land nicht (mehr) automatisch das Heiratsversprechen .

Nur zur Info
Grüße
kernig

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Weil man es will
Hallo!

Auch hier die selbe Antwort: Ich habe ein Kind, weil ich und mein Mann das so wollten.

Die beruflichen Nachteile für mich waren mir nur im Groben klar, aber ich habe sie in Kauf genommen.

Meiner Meinung ist es mit Kindern nicht möglich, als Frau die
eigene
Karriere genauso zu verfolgen, wie es ohne der Fall wäre. Wie
ich im
oberen Artikel erwähnt habe, absolute Abhängigkeit.

Naja, die Kinder werden ja auch älter. Zwischendurch hatten wir Rollen getauscht, ich verdient und mein Mann war zu hause. Inzwischen haben wir uns gut aufgeteilt. Ich könnte jetzt nicht so genau sagen, wer mehr von wem abhängig ist :smile:

Klar haben wir Verantwortung für das Kind, bis es auf eigenen Beinen steht. Das weiß man vorher, oder nicht? Und wer das nicht möchte, der muss es halt lassen.

Was waren eure Gründe soviel aufzugeben?

Die Aussicht, viel dazu zu gewinnen.

Grüße
kernig

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Hallo,

deine uns allen hinreichend bekannte Vergangenheit und deine hier ebenfalls bekannten interessanten Ideen zum Thema Familie trüben Dir offenbar ein wenig den Blick für tatsächliche Zusammenhänge:

Kostenlose Kinderbetreuung wäre gerade als Ausfluss des grundrechtlichen Schutzes der Familie gut begründbar.

Und Leute die Kinder aus wirtschaftlichen Erwägungen in die Welt setzen gibt es genug mit wie ohne Trauschein. Auch insoweit also Zusammenhang (-)

Ganz abgesehen davon geht es bei Recht - wenn man mal von naturrechtlichen Ansätzen und philosophisch-ethischen Gedanken absieht - nicht um ein von außen betrachtbar objektives Richtig oder Falsch sondern immer nur darum, dass sich eine Gesellschaft selbst Recht setzt. Diese unterliegt daher ständigem Wandel im Detail. Aber gerade deshalb hat man sich (nicht nur bei uns in Deutschland) für einen ganz kleinen fixen Satz von Grundrechten/Menschenrechten entschieden, denen man bei uns zumindest mittelbar eine Ewigkeitsgarantie ausgestellt hat. Und dies deshalb, weil es darüber eben einen weltweiten, überragenden Konsens gibt (Art 16. Abschnitt III UN-Menschenrechtscharta).

Aber wie gesagt: Du magst gerne anderer Meinung sein. Nur sollten dann bitte wenigstens die Zusammenhänge stimmen.

Gruß vom Wiz

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Warum so aggressiv?
Hallo!
Ich finde Dein Posting hier oben auch ziemlich nah an persönlicher Verunglimpfung aller Verheirateten, das nebenbei und zur Unterstützung der Kritik daran.

Der Clou an der Sache ist doch: Zwei erwachsene und für sich selbst verantwortliche Menschen entscheiden, ob sie heiraten wollen oder nicht. Manchmal klappt es gut und manchmal geht es wieder auseinander, für beides gibt es jede Menge Beispiele. Niemand wird zur Ehe gezwungen, auch gibt es kein Gesetz, das vorschreibt, wie die Rollenaufteilung innerhalb einer Ehe auszusehen hat.

Ich verstehe Deinen Ärger und Deine Aggressivität bei dem Thema nicht so recht.

Grüße
kernig

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deine uns allen hinreichend bekannte Vergangenheit und deine
hier ebenfalls bekannten interessanten Ideen zum Thema Familie
trüben Dir offenbar ein wenig den Blick für tatsächliche
Zusammenhänge:

Ich glaube das ist eher umgekehrt. Nicht ich bin es, die in einem festgefahrenen Gedankenmodell festhängt. :smiley:

Kostenlose Kinderbetreuung wäre gerade als Ausfluss des
grundrechtlichen Schutzes der Familie gut begründbar.

Ausflüsse gibt es auf dem Klo. Was genau meinst du?

Und Leute die Kinder aus wirtschaftlichen Erwägungen in die
Welt setzen gibt es genug mit wie ohne Trauschein. Auch
insoweit also Zusammenhang (-)

Minus? Du verwirrst mich.

Fakt ist, dass Leute steuerlich begünstigt werden, die OHNEHIN eine Wohnung teilen.

Fakt ist auch, dass die Ehe einen höheren Stellenwert genießt als jede andere willkürliche Zweckgemeinschaft, z. B. WG. Warum? Ich wäre für die Abschaffung der Ehe und dafür die „eingetragene Partnerschaft“ für alle, egal in welchem Verhältnis die Personen zueinander stehen. (Übrigens, falls das jetzt kommt, ich bin nicht schwul.)

Ganz abgesehen davon geht es bei Recht - wenn man mal von
naturrechtlichen Ansätzen und philosophisch-ethischen Gedanken
absieht - nicht um ein von außen betrachtbar objektives
Richtig oder Falsch sondern immer nur darum, dass sich eine
Gesellschaft selbst Recht setzt.

Oh bingo. Genau aus dem Grund sollte aus der Tatsache, dass ein Mann und eine Frau Sex haben, keinerlei Recht folgen dürfen. Den Staat hat das nichts anzugehen.

Und: Auch die UNO-Menschenrechte sind vom Menschen gemacht. Wenn wir uns entscheiden, uns anders zu organisieren, dann dürfen wir das tun. An göttliche Gesetze glaube ich nämlich nicht. Auch nicht an das Naturrecht, was ja nichts anderes ist.

Aber wie gesagt: Du magst gerne anderer Meinung sein. Nur
sollten dann bitte wenigstens die Zusammenhänge stimmen.

Grüße Bellawa.

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