Warum Helmpflicht innerorts?

Werte Experten,

mit einem Rennrad komme ich bei gutem Wind fast auf 50 km/h, es besteht keine Helmpflicht, aber man muß eigentlich Helm tragen, weil man mit dem Rad leicht kopfüber umfällt. Mit dem Moped innerorts darf man nicht schneller fahren.
Ein leichtes Moped ist zwar ein, zwei Zentner schwerer, aber:

  • fahrstabiler
  • bietet bessere Übersicht wg. Sitzposition
  • kann stärker bremsen
  • wird früher bemerkt (starker Scheinwerfer, lautes Motorengeräusch)
    Bei jedem dieser Hauptfaktoren der aktiven Sicherheit ist der Unterschied zum Fahrrad nicht nur ein bißchen, sondern sehr erheblich, während sich hinsichtlich der (nichtvorhandenen) passiven Sicherheit kaum ein Unterschied zeigt.
    Ein wenig beeinträchtigt der Motorradhelm auch die aktive Sicherheit, indem er schnelle Kopfbewegungen erschwert und das Gehör dämpft.

Als Laie meine ich, daß Motorradunfälle im Stadtverkehr zum einen zumeist in seitlichem Umkippen während einer Notbremsung bestehen, da schlägt man nicht mit dem Kopf, sondern mit der Schulter auf - und zum anderen im frontalen Aufprall auf die Seite eines Linksabbiegers, da schützt auch der beste Helm nicht vor Tod durch Genickbruch.

Man erkläre mir bitte, warum die Helmpflicht für Motorräder auch innerorts gilt.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

hi

Als Laie meine ich, daß Motorradunfälle im Stadtverkehr zum
einen zumeist in seitlichem Umkippen während einer Notbremsung
bestehen, da schlägt man nicht mit dem Kopf, sondern mit der
Schulter auf - und zum anderen im frontalen Aufprall auf die
Seite eines Linksabbiegers, da schützt auch der beste Helm
nicht vor Tod durch Genickbruch.

Man erkläre mir bitte, warum die Helmpflicht für Motorräder
auch innerorts gilt.

naja die Randsteine auf die man aufschlägt beim seitlichen Umfallen sind auch nicht zu verachten … und der kopf knallt auch wenn man zuerst mit der Schulter oder dem ellenbogen landet, durchaus weiter bis auf den Boden durch :frowning:

ausserdem müsste man sonst an jedem Ortsein- und -ausgang Parkplätze für Motorradhelm Auf- und Absetzer bauen :o)))

nein … ernsthaft ich denke der Gesetzgeber hat es sich schlichtweg einfacher gemacht ebenso wie mit der Gurtpflicht, die innerorts ja genauso gilt wie ausserorts.

Es ist schlicht einfacher zu überwachen und es gibt weniger Streitfälle (ja aber da war das ortsschild doch schon 2 m hinter mir etc.)

Gruß Hexerl

Hallo Wolfgang,

Du hast mit Deinen Überlegungen vollkommen Recht, an dem Gedanken scheiden sich sicher öfter die Geister, ABER: im Gegensatz zu den Fahrradfahrern, gibt es für Motorradfahrer nunmal eine Helmpflicht, welche gesetzlich vorgeschrieben ist ( und das ist die ganz simple Antwort auf Deine Frage ).

Also: mach Dir nicht zuviele Gedanken über Sinn oder Unsinn solcher Gesetze ( oder deren nichtvorhandensein ), WIR ändern das eh nicht…

funr@cer

Hi,

mit einem Rennrad komme ich bei gutem Wind fast auf 50 km/h,
es besteht keine Helmpflicht

Leider nicht, nein.

Als Laie meine ich, daß Motorradunfälle im Stadtverkehr zum
einen zumeist in seitlichem Umkippen während einer Notbremsung
bestehen, da schlägt man nicht mit dem Kopf, sondern mit der
Schulter auf - und zum anderen im frontalen Aufprall auf die
Seite eines Linksabbiegers, da schützt auch der beste Helm
nicht vor Tod durch Genickbruch.

Man erkläre mir bitte, warum die Helmpflicht für Motorräder
auch innerorts gilt.

Meine rettungsdienstliche Erfahrung hat gezeigt, daß der Helm auch innerorts wichtig ist. Es ist zwar korrekt, daß Gliedmaßen stärker (absolut gesehen) in Mitleidenschaft gezogen werden, und man einen Genickbruch im Zweifel auch mit einem Helm nicht verhindern kann, aber:

  1. Verletzungen am Kopf sind, relativ gesehen, schwerwiegender als alle anderen. Ein gebrochenes Bein ist zwar doof, aber daran stirbt man so schnell nicht. Ein Schädelbruch mit derselben Krafteinwirkung hingegen kann da recht schnell zum Tode führen.

  2. Selbst wenn man seitlich oder sonstwie stürzt, ist es recht wahrscheinlich, daß man mit dem Kopf in irgendeiner Form aufschlägt oder irgendwo aneckt.

  3. Auch wenn ein Genickbruch bei einem Forntalzusammenstoß nicht sicher verhindert werden kann, so werden doch die viel wahrscheinlicheren und ebenso gefährlichen Hirnblutungen durch den Aufprall verhindert bzw. unwahrscheinlicher.

  4. Es ist richtig, daß man mit einem Fahrrad mitunter 50km/h fahren kann. Es ist ebenso richtig, daß man mit dem Mopped innerorts nur 50km/h fahren darf. Realität ist jedoch, daß die wenigsten Radfahrer 50km/h erreichen, und erst recht nicht überall in der Stadt. Desweiteren fahren KFZ innerorts meist nicht 50km/h, sondern 60-70km/h. Und zu guter Letzt gehören Radler auf den Radweg, wo das Unfallrisiko zumindest geringer ist als auf der Straße.

Deshalb haben wir die Helmpflicht für Motorradfahrer.
Die Frage müsste vielmehr lauten: Warum haben wir noch keine Helmpflicht für Radfahrer?

Gruß,

Malte.

Hallo Wolfgang,

Werte Experten,

hmmmpf. … warum immer nur die? … Ich schreib trotzdem 'was. :wink:

mit einem Rennrad komme ich bei gutem Wind fast auf 50 km/h,
es besteht keine Helmpflicht,

Stimmt, sollte man ändern. Mach Dich stark dafür!

aber man muß eigentlich Helm
tragen, weil man mit dem Rad leicht kopfüber umfällt. Mit dem
Moped innerorts darf man nicht schneller fahren.
Ein leichtes Moped ist zwar ein, zwei Zentner schwerer, aber:

  • fahrstabiler
  • bietet bessere Übersicht wg. Sitzposition
  • kann stärker bremsen
  • wird früher bemerkt (starker Scheinwerfer, lautes
    Motorengeräusch)
    Bei jedem dieser Hauptfaktoren der aktiven Sicherheit ist der
    Unterschied zum Fahrrad nicht nur ein bißchen, sondern sehr
    erheblich, während sich hinsichtlich der (nichtvorhandenen)
    passiven Sicherheit kaum ein Unterschied zeigt.

Kann sein daß das Fahrrad nicht so stark beschleunigt. …

Ein wenig beeinträchtigt der Motorradhelm auch die aktive
Sicherheit, indem er schnelle Kopfbewegungen erschwert und das
Gehör dämpft.

Das ist wohl eher zu vernachlässigen. Eine Studie zu dem Thema wäre sicher interessant.

Als Laie meine ich, daß Motorradunfälle im Stadtverkehr zum
einen zumeist in seitlichem Umkippen während einer Notbremsung
bestehen, da schlägt man nicht mit dem Kopf, sondern mit der
Schulter auf - und zum anderen im frontalen Aufprall auf die
Seite eines Linksabbiegers, da schützt auch der beste Helm
nicht vor Tod durch Genickbruch.

An der Stelle irrst Du gewaltig. Würdest Du aus dem 3. Stockwerk eines Hauses springen? … Beim Aufprall hast Du 30 Km/h drauf!!!

Man erkläre mir bitte, warum die Helmpflicht für Motorräder
auch innerorts gilt.

Weil’s sinnvol ist! Daß die für Fahrräder nicht gilt, ist ein Fehler, das ändert aber nichts.

Zum Abschluß noch eine persönliche Geschichte … :wink:

Als ich mit meinem Motorrad unterwegs war, ist vor mir ein Bus an eine Haltestelle gefahren. (Innerorts) Dahinter ein LKW, der hat zu meinem Erstaunen rechts geblinkt. … Das war für mich ein Grund, Gas zu geben und an beiden vorbei zu fahren. Leider hat sich das als nicht so gute Idee herausgestellt. :wink: Der LKW fuhr plötzlich doch an dem Bus vorbei, die Straße wurde zu eng für mich. …
Nach vier Wochen Krankenhausaufenthalt konnte ich meine persönliche Habe wieder in Empfang nehmen. Die gesamte Kleidung war völlig zerfetzt! Meine Lederjacke bestand nur noch aus einigen Streifen, sogar die Schuhe waren zerrissen. Selbst die Unterhose sah aus wie ein Sieb. Auf meinem Helm waren oben Reifenspuren und in der Mitte war der Helm von hinten bis ganz nach oben aufgeplatzt. Welche Energie der wohl aufgenommen hat? Ohne den Helm könnte ich diese Story mit tödlicher Sicherheit nicht erzählen. …
Laß den Helm auf und freu Dich, daß Du nicht als Radfahrer tödlich verunglückst!

cu Rainer

Hi!

Ich fand hier die vor der EU-Harmonisierung (was bitte ist eigentlich an der EU „harmonisch“…?) in Italien gültige Regelung ganz gut. Dort mussten Fahrer von Mopeds, also max. 50 ccm und 50 Km/h, bis zum 18. Lebensjahr einen Helm tragen. Danach konnte man das frei entscheiden.
Diese Regelung, ausgeweitet auf Radfahrer, halte ich für sinnvoll. Man muss dem Bürger nicht jeden Furz per legem vorschreiben, Kinder jedoch müssen mit allen sinnvollen Mitteln geschützt werden.

Grüße,

Mathias

Abgedrängt werden
Hallo Rainer,

bei Deiner Geschichte läuft es einem ja kalt den Rücken hinunter. Du bist also von einem zur Seite springenden Lastwagen so überrascht worden, daß Du nicht mehr rechtzeitig bremsen konntest.
Du hattest demnach ein Karacho drauf, das einen zwischen Lkw und Bus oder vor dem Bus auf die Straße tretenden Fußgänger ziemlich sicher getötet hätte. Gleichzeitig hast Du offenbar darauf verzichtet, das linke Vorderrad des Lkw zu beobachten. Selbst, wenn Du ohne Helm das Motorengeräusch des Lkw hättest hören können, dann hättest Du das wohl auch noch ignoriert.

Naja, heute weißt Du es ja bestimmt, daß ein schneller Mopedfahrer nunmal damit rechnen muß, seitlich abgedrängt zu werden, weil der Autofahrer nicht ununterbrochen in den Außenspiegel schaut.

Die Schutzwirkung des Helms, wenn einem ein Auto über den Kopf fährt, ist ja nicht zu bestreiten, ist aber auch ein Argument für die Forderung, Fußgänger sollten eine komplette Stahlrüstung tragen müssen.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Malte,

Meine rettungsdienstliche Erfahrung hat gezeigt, daß der Helm
auch innerorts wichtig ist. Es ist zwar korrekt, daß

Dann möchte ich mal eine Stufe weiter fragen: Wieviele in 30er-Zonen verunglückte Kradfahrer hast Du rettungsdienstlich betreut?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

SLIGHT OT Warum Helmpflicht innerorts?
Hi,

Und zu guter Letzt gehören Radler auf den Radweg, wo das Unfallrisiko zumindest :geringer ist als auf der Straße.

*lach**gröhl*
Der war gut!! Wer als Rennradfahrer lebensmüde ist, der fährt auf dem Radweg. Fußgänger, Hunde, Inlineskater, im Herbst dickes matschiges Laub was nicht geräumt wird, im Winter Schnee der nicht geräumt wird, sonst Dreck, Äste, Steine, Scherben, Erde von angrenzenden Äckern, plötzliche Schlenker im Verlauf (ich kann davon gerne mal coole Fotos posten!), hochkommende Wurzeln vom dicken Bäumen. Die Straßen daneben sind aber meist im Topzustand. *sichwunder*
Abgesehen davon, werden Radwege von motorisierten Verkehrsteilnehmern gerne als Straßen ignoriert und werden somit beim Rechtsabiegen übersehen und…
Ein Vereinskollege von mir ist 3 Mal angefahren worden, davon 3 Mal auf dem Radweg :wink:

grüße
M1d1

PS (leicht OT, aber wo ich schonmal hier bin):
Und danke an alle Motoradfahrer! Wegen euch konnte ich schon oft auf ein neues Leben anstoßen (nein es war kein Radweg da)! Einige von euch sollten es vermeiden innerorts mit 130 und 1 m seitenabstand zu überholen und ein paar kurven zu schneiden.
Wenn ihr irgendwann Sonntags in der Region Minden-Vlotho-Rinteln-Detmold einen heulenden RR-Fahrer mit blauen Trikot im Straßengraben sitzen seht, dann bin ich es, weil ich mich schlicht und einfach nicht mehr traue, mit euch auch nur noch einen Meter Straße zu teilen!
wenn ich dann am nächsten tag die lokal-artikel über gestorbene Motorradfahrer in der Region Minden-vlotho-rinteln-detmold lese, wundert mich die allg. helmpflicht ehrlich gesagt kein bisschen. wundern tut mich nur, dass hier bei uns jedes sonnige wochenende (kradfahrer sind halt eher die schönwetter-typen*g*) NUR einer ums Leben kommt…

PPS: selbstverständlich gehe ich davon aus, dass der www-motorradfahrer einen redlichen Fahrstil an den Tag legt, aber hoffentlich fühlt sich der ein oder andere doch angesprochen…

PS (leicht OT, aber wo ich schonmal hier bin):
Und danke an alle Motoradfahrer! Wegen euch konnte ich schon
oft auf ein neues Leben anstoßen (nein es war kein Radweg da)!

Dann Prost!(wenn Du so dreist bist,dann…)

Einige von euch sollten es vermeiden innerorts mit 130 und 1 m
seitenabstand zu überholen und ein paar kurven zu schneiden.

Entweder gut im Übertreiben oder in Einschätzung

Wenn ihr irgendwann Sonntags in der Region
Minden-Vlotho-Rinteln-Detmold einen heulenden RR-Fahrer mit
blauen Trikot im Straßengraben sitzen seht, dann bin ich es,

und ich hab Dich da reingepflanzt:wink:

weil ich mich schlicht und einfach nicht mehr traue, mit euch
auch nur noch einen Meter Straße zu teilen!

tja,musste halt aber,oder nimm die bösen Radwege

wenn ich dann am nächsten tag die lokal-artikel über
gestorbene Motorradfahrer in der Region
Minden-vlotho-rinteln-detmold lese, wundert mich die allg.
helmpflicht ehrlich gesagt kein bisschen. wundern tut mich
nur, dass hier bei uns jedes sonnige wochenende (kradfahrer
sind halt eher die schönwetter-typen*g*) NUR einer ums Leben
kommt…

krass!Was?NUR einer???Ist aber schlecht für Dich!„NUR einer“,hast Du Dich verschrieben oder meinst Du das ernst???War ja auch bestimmt einer,der Dich mit 130 überholt hat.Oder vielleicht einer der schön 70 auf der LS fuhr und vom abbiegenden Traktor platt gemacht wurde?
Mach doch nicht alle Motorradfahrer zur Sau!
Auf Landstrassen wo 70 oder 100 erlaubt sind,meinen VIELE von den Radsportlern,die Hälfte der rechten Fahrbahn würde ihnen gehören.fahr mal mit nem PKW mit über 100 auf son Radler zu!Dabei Gegenverkehr.Vollbremsung ohne ABS und der Kerl schimpft noch heftig.Wahrscheinlich einer mit nem blauen Trikot.Ihr habt doch so dünne Reifen,dann fahrt auch schön rechts!Oder wieso braucht Ihr immer 2m?Ja gut,innerorts mit 130 kann ich auch absolut nicht gut heissen,aber wundere Dich nicht,wenn Du auf der Landstrasse mit 130 oder mehr überholt wirst.Wenn Du Dir auch noch schön Platz nimmst auf der Bahn,dann ist son Überholvorgang schon heftig für den Radler.Musst Dein Rad schwerer machen(Eisen oder sowas anbauen),dann fliegste auch nicht weg:wink:

PPS: selbstverständlich gehe ich davon aus, dass der
www-motorradfahrer einen redlichen Fahrstil an den Tag legt,
aber hoffentlich fühlt sich der ein oder andere doch
angesprochen…

jepp…alle www-Moppifahrer haben son redlichen Fahrstil:wink:
Und alle Radfahrer fahren immer schön rechts:wink:

PS:Freue mich schon auf die bösen Antworten:wink:

Hi!

Der war gut!! Wer als Rennradfahrer lebensmüde ist, der fährt
auf dem Radweg. Fußgänger, Hunde, Inlineskater, im Herbst
dickes matschiges Laub was nicht geräumt wird, im Winter
Schnee der nicht geräumt wird, sonst Dreck, Äste, Steine,
Scherben, Erde von angrenzenden Äckern, plötzliche Schlenker
im Verlauf (ich kann davon gerne mal coole Fotos posten!),
hochkommende Wurzeln vom dicken Bäumen. Die Straßen daneben
sind aber meist im Topzustand. *sichwunder*

Ganz nebenbei: m.W. müssen Radfahrer den Radweg auch benutzen, wenn ein solcher vorhanden ist.

Abgesehen davon, werden Radwege von motorisierten
Verkehrsteilnehmern gerne als Straßen ignoriert und werden
somit beim Rechtsabiegen übersehen und…
Ein Vereinskollege von mir ist 3 Mal angefahren worden, davon
3 Mal auf dem Radweg :wink:

Shit happens. Ich meine, die meisten Lenker von Motorfahrzeugen sind durchaus bemüht, Fahrradfahrer beim abbiegen am leben zu lassen.
Es ist manchmal allerdings nicht ganz einfach, an sehr unübersichtlichen Stellen (Zäune, Bäume, Mauern, Hecken, Gebäude) eine längere Strecke Radweg einzusehen. Rennradfahrer mit hoher Geschwindigkeit können da schon mal durchs Raster rutschen, daher empfehle ich, an Kreuzungen die Geschw. zu verringern…

Und danke an alle Motoradfahrer! Wegen euch konnte ich schon
oft auf ein neues Leben anstoßen (nein es war kein Radweg da)!
Einige von euch sollten es vermeiden innerorts mit 130 und 1 m
seitenabstand zu überholen und ein paar kurven zu schneiden.

Ich fahre selbst sehr viel Motorrad und auch viel Fahrrad. Noch nie wurde ich innerorts mit 130 Km/h überholt oder habe dies getan.
Solche Fälle gehören ins reich der Märchen, da das im ganzen Land kaum öfter als 2 mal im Jahr passieren dürfte.
Generell ist anzumerken, dass beim Überholen von Radfahrern 1,5 m Abstand einzuhalten ist. Dies wird einem jedoch oft sehr schwer gemacht, weil viele Radler sehr weit links oder nebeneinander fahren. Hier kann es dann natürlich auch mal etwas enger werden…

Wenn ihr irgendwann Sonntags in der Region
Minden-Vlotho-Rinteln-Detmold einen heulenden RR-Fahrer mit
blauen Trikot im Straßengraben sitzen seht, dann bin ich es,
weil ich mich schlicht und einfach nicht mehr traue, mit euch
auch nur noch einen Meter Straße zu teilen!

Bestens. Dann fahre doch im Wald, da gibt´s keine Autos…

wenn ich dann am nächsten tag die lokal-artikel über
gestorbene Motorradfahrer in der Region
Minden-vlotho-rinteln-detmold lese, wundert mich die allg.
helmpflicht ehrlich gesagt kein bisschen. wundern tut mich
nur, dass hier bei uns jedes sonnige wochenende (kradfahrer
sind halt eher die schönwetter-typen*g*) NUR einer ums Leben
kommt…

Nicht jeder Motorradfahrer bewegt sein Fahrzeug mit dem nötigen Einsatz von Hirn und Verstand. Dasselbe gilt für alle anderen Fahrzeuge.

Grüße,

Mathias

Hi,

RR-Fahrer sind Verkehrsteilnehmer wie du, Rechtsfahren verleitet lediglich zu gefährlichen Überholmanövern. Uns gehört genau der Anteil der Straße, der euch auch gehört.
Im übrigen möchte ich nur einen Motorradfahrer auf nem Fahrrad hier mal so ein paar spezielle Straßen lang schicken. Dann denken manche anders über ihr Gerät…

m1d1

HI

Ganz nebenbei: m.W. müssen Radfahrer den Radweg auch benutzen,
wenn ein solcher vorhanden ist.

Wär ja noch schöner! Nur wenn dieser mindestens 1,5m breit ist, durch Schilder gekennzeichnet und in gutem Zustand ist. Das trifft allerdings auf die wenigsten zu.

m1d1

… wecken bei mir immer zwiespältige Emotionen.
Einerseits sind sie genauso gefährdet wie ich als Moppedfahrer.

Andrerseits habe ich reichlich Erfahrungen der unschönen Art mit ihnen.
So hatten wir erst neulich im Harz eine Gruppe, die meinte sie müsse auf einer Bundesstraße (außerorts) 2 km weit zu fünft (!!) nebeneinander fahren, wenn kein Gegenverkehr war wurde die gesamte Breite des Asphalts mißbraucht. Die lange Schlange dahinter war den ach so sportlichen Herren Sch***egal. Als es dann endlich möglich wurde diese Harakiritruppe zu überholen reichten 1,5 m Seitenabstand bei weitem nicht aus um selbst mit dem Mopped eine Kollision mit den wild schlenkernden „Sportlern“ zu vermeiden.
Und ich weiß noch sehr gut, was die drei schlimmsten Begegnungen auf Alpenpässen sind: Belgier, Ossies und Fahrräder. Bei den ersten beiden weiß man, daß sie keine Kúrven fahren können und für jedes Blümchen bremsen. Bei den Radfahrern gibt es zwei Kategorien: Bergauf die harten Jungs, die sich mit 100 Pedalumdrehungen pro Minute und einer Topspeed von 0,5 m/s in wilden Schlangenlinien die Steigung raufkämpfen und vorzugsweise hinter Kehren und an unübersichtlichen Stellen lauern. Bergab die völlig Angstbefreiten, die es fertig bringen ein Motorrad das mit 70 km/h eine Spitzkehre ansteuert in der Anbremszone rechts zu überholen, nach links ziehend zu schneiden um sich dann fast schon quer und auf der Bremse stehend in die Kurve zu stürzen als gäb´s kein morgen.
Ganz ehrlich: Ich würde 95% der Alpenpässe für Fahrräder, Busse, Wohnwagen und Wohnmobile sperren.

Wohlgemerkt: Alles selbst erfahren. Ich weiß, daß es eine Minderheit ist - ich werde als Biker ja auch immer gerne in die Selbstmörder- und Raserecke gestellt. Und es gilt: Leben und leben lassen. Aber der §1 der StVO gilt eben für ALLE.

Gruß
Bernd

Hallo!

Wär ja noch schöner! Nur wenn dieser mindestens 1,5m breit
ist, durch Schilder gekennzeichnet und in gutem Zustand ist.
Das trifft allerdings auf die wenigsten zu.

Siehe §2 Absatz 4 StVO:
Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Sie müssen Radwege benutzen, wenn die jeweilige Fahrtrichtung mit Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet ist. Andere rechte Radwege dürfen sie benutzen. Sie dürfen ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und Fußgänger nicht behindert werden. Das gilt auch für Mofas, die durch Treten fortbewegt werden.

Es wäre nett, wenn Du mir die Gesetzespassagen betreffend der Breite und des Zustandes des Radfahrweges mitteilen würdest, da ich sie in der StVO leider nicht gefunden habe.

Gruß
Beowolf

Hallo!

RR-Fahrer sind Verkehrsteilnehmer wie du,

Richtig, und darum gilt §2 Absatz 2 StVO
Es ist möglichst weit rechts zu fahren, nicht nur bei Gegenverkehr, beim Überholtwerden, an Kuppen, in Kurven oder bei Unübersichtlichkeit

Rechtsfahren verleitet lediglich zu gefährlichen Überholmanövern.

Schwachsinn

Gruß
Beowolf

Hi,

am 1.10.1998 wurde in der aktualisierten Stvo, d.h. in einer entsprechenden Verwaltungsvorschrift, festgelegt, dass Radwege, die eine Mindestbreite von 1,50m unterschreiten oder/und nicht frei von Hindernissen sind nicht mehr als Radwege ausgeschildert werden dürfen (und somit auch nicht mehr benutzungspflichtig (*g*) wären). Die Umsetzung ist aber Sache der Gemeinden…
Für mich heißt das im Klartext aber, dass ein 90cm breiter, brüchiger und laubverschmutzter Radweg nicht mehr benutzungspflichtig ist - obwohl dort quasi widerrechtlich noch ein Schild hängt.

in der hoffnung geholfen zu haben
m1d1

PS: Wenn du Google mit radweg mindestbreite oder Fahrradnovelle fütterst kriegst du genug Infos!

Hallo,

man sieht, dass du höchstens zum Brötchenholen auf dem Radl sitzt :wink:

Die einzige Möglichkeit nicht von der Straße gedrängt zu werden, besteht darin sich nach rechts 1-1,50m Platz zu lassen. Sonst liegt man rubbeldiekatz im Straßengraben und muss 2 verschwindenden Rücklichtern die Faust hinterherwerfen.
Nur durch das (halbwegs) auf der Straße fahren werden Autofahrer gezwungen zivilisiert zu überholen (motorradfahrer passen ja leider auch durch kleinere Lücken). Denn nur so sieht auch der letzte Heini: „Oh! Da komme ich nicht nu wirklich nicht durch! Da muss ich warten!“
Fährt man weit rechts quetscht sich jeder an einem vorbei.
Das wird dir jeder Radfahrer, der mehr als 3000km im Jahr macht ohne weiteres bestätigen.
Find ich aber immer cool, dass Autofahrer seelenruhig 3 Kilometer hinter einem Bagger herfahren, aber einen 45km/h schnellen Radfahrer nach 2 Sekunden sofort ans nächste Scheunentor nageln wollen :wink:

in diesem sinne

man sieht, dass du höchstens zum Brötchenholen auf dem Radl
sitzt :wink:

Könnte sein, und bei mir auch.Nur wir fahren warscheinlich schön rechts.

Die einzige Möglichkeit nicht von der Straße gedrängt zu
werden, besteht darin sich nach rechts 1-1,50m Platz zu
lassen. Sonst liegt man rubbeldiekatz im Straßengraben und
muss 2 verschwindenden Rücklichtern die Faust hinterherwerfen.

Klasse Logik! Ich wünsche Dir echt nicht,dass mal ein Auto in Dich reindonnert,weil der Fahrer Dich zu spät bemerkt hat und nicht mehr ausweichen konnte.Da links auf der Fahrbahn,hinter den weissen Sreifen,da kommen Fahrzeuge auf Dich und auf die überholenden KFZ zu.Schon mal bemerkt?

Nur durch das (halbwegs) auf der Straße fahren werden
Autofahrer gezwungen zivilisiert zu überholen (motorradfahrer
passen ja leider auch durch kleinere Lücken). Denn nur so
sieht auch der letzte Heini: „Oh! Da komme ich nicht nu
wirklich nicht durch! Da muss ich warten!“

Warten???Wie lange denn?Bis Du in dem Heinidorf angekommen bist?Zivilisiert überholen heisst also von über 100 auf 30 oder wat zu verzögern,Gegenverkehr und die dahinter dabei zu gefährden?Nur weil sich einer mit nem blauen Trikot so ne Strategie fürn Ars… ausgedacht hat?MOTORRADFAHRER PASSEN JA !!!LEIDER!!!AUCH DURCH KLEINERE LÜCKEN.Was soll das jetzt wieder heissen?Sollen die auch hinter Dir herfahren,bis links keiner mehr kommt und dann GANZ links mit höhstens 50 überholen?Bist Du so dürre(Dein Bike ja auf jeden Fall)dass Du bei jedem Windstoss von einem schnellen Fahrzeug im Graben landest?Oder haste so Schiss,dass Du Dich als Vorsichtsmassnahme selber in den Graben legst?

Fährt man weit rechts quetscht sich jeder an einem vorbei.

ist ja auch der Sinn der Sache,wenn man genug Abstand behält.Fährst Du auf der AB auch immer links,obwohl rechts alles frei ist?Das ist nun mal so,langsamere Fahrzeuge müssen halt weiter rechts fahren um den Verkehrsfluss nicht zu hindern.Ausserdem ist es eine Sicherheitsfrage.So wie Du fährst,ist es für KEINEN sicher.Für Dich auch nicht!

Das wird dir jeder Radfahrer, der mehr als 3000km im Jahr
macht ohne weiteres bestätigen.

Ja wahrscheinlich Deine Kollegen,mit denen Du immer schön ne Kolonne mit 500m bildest.50cm Abstand!Ou man,wie soll man sowas überholen?Ach ne sry,man soll ja warten:wink:

Find ich aber immer cool, dass Autofahrer seelenruhig 3
Kilometer hinter einem Bagger herfahren, aber einen 45km/h
schnellen Radfahrer nach 2 Sekunden sofort ans nächste
Scheunentor nageln wollen :wink:

Einem Bagger?Schon mal bemerkt,dass son Ding etwas BREIT ist?Und dass man um es zu überholen eine freie linke Spur braucht?Das heisst eine übersichtliche Stelle.Keine Kurven,Hügel oder sonst was.Denn dabei nimmt man die ganze linke Seite.Wenn die leute so lange hinterher fahren,dann sicherlich weil es eben keine SICHERE Möglichkeit gibt das fette Ding zu überholen.Und Du vergleichst Dich mit nem Bagger?Weiss ja nicht wie Du gebaut bist,aber sooo breit kannste auch nicht sein.Vorallem würdest Du bei mehr Gewicht nicht immer im Graben landen(Wind kann stark sein).Du verlangst nach mehr Rücksicht von der motorisierten Seite.Aber bei Dir selber ist von Rücksicht nichts zu spühren.Du nimmst Dir einfach das was Dir für richtig scheint.So funktioniert das aber nicht.

MfG,
Roland

Hey M1D1

Wolfgang hat dieses Thema zwar zur Diskussion gestellt, aber ich denke die Art und Weise Deiner Form zu diskutieren ist etwas Einseitig. Trägst Du beim Radfahren auch Scheuklappen??

Hier wurde lediglich nach Helmpflicht und deren Sinn gefragt, nicht jedoch, ob und wenn warum Motorradfahrer den armen Radfahrern die Straße streitig machen. Also keep cool, ja?

Ich erlebe z.B. tagtäglich dutzende ( und das ist NICHT übertrieben ) Verstöße von Radfahrern hier in Münster ( Fahrradstadt ) und da stellen sich einem die Haare zu Berge, das kann ich Dir sagen.
Würden wir Motorradfahrer uns sowas auch nur halbwegs erlauben, ich glaube, wir bekämen ein komplettes Fahrverbot im gesamten Münsterland.
Für die Radfahrer gibt es keine roten Ampeln, kein Vorfahrt achten, keine Regeln, keine Zurückhaltung. Der Auto-(Motorrad-)fahrer wird ja schon bremsen… Es ist absolut traurig. Und „erwischt“ man dann noch solch einen Zweiradguru, ist man immer noch zumindest Teilschuld, das kanns ja nicht sein.
Ausgeschilderte Radwege hats hier en masse, aber auch dort gelten Regeln, die interessieren nur keinen ( Radfahrer ).
Und jetzt erzähl mir nichts von bösen Motorradfahren und lieben Radfahrern.
Es gibt bei JEDER Art von Verkehrsteilnehmer solche und solche, man kann sie nicht alle über einen Kamm scheren. Ich verurteile einen Radfahrer auch erst dann, wenn er sich so absolut daneben verhält, mach es genauso mit den Motorradfahren, dann ist das gerecht.
Im Übrigen kann man Kraftfahrzeuge an ihren Nummernschildern idendifizieren und ein wirkliches Vergehen auch zur Anzeige bringen. Das geht bei Radlern nicht und wäre hier in MS sicherlich von vielen oftmals gewünscht…

Du schreibst in Deiner ViKa im Sommer 2005 brauchst Du hoffentlich nicht mehr mit dem Rad zur Schule fahren. Was nimmst Du dann? Ein Auto?? Ich empfehle Dir schon jetzt ruhig Blut wenn Du solch ignoranten Radfahrern begegnest wie Du selbst einer zu sein scheinst…

funr@cer

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