Warum ist die deutsche Sprache so entsetzlich dumm

Einige Beispiele…

||1. Es gibt das Wort „böser“. Aber „guter“ gibt es nicht. Für das Wort „guter“, soll das Wort „besser“ benutzt werden, obwohl beide Begriffe eine völlig unterschiedliche Bedeutung haben.

||2. „Vorstellen“ und „Vorstellen“. Der Bewerber stellt sich vor. Stellt der Bewerber sich nun etwas imaginär, gedanklich vor, oder stellt er sich bei seinem Arbeitgeber vor ? Im englischen, gibt es wenigstens eine Abgrenzung, einen extra Begriff. „Imagine“.

||3. „Kiemen“ und „Gardinen“. Beide Wörter werden gleich (oder Gleich!) ausgesprochen, obwohl „Gardinen“ ohne „ie“ geschrieben wird. Würde man Gardinen auch ohne „ie“ ausprechen, so müßte es sich wie „Gardinnen“ anhören.

*gähn*
„Sowas“ findest Du in jeder Sprache. Dein Provokationsversuch ist daher irgendwie… langweilig.

.m

Einige Beispiele…

und?

Hi (Anrede, Gruß)
Andere Sprachen sind da nicht besser, im Gegenteil.
Die Komparation(als Teil der Etymologie) ist uraltes indogermanisches Erbe. Mir gefällts!

||1. Es gibt das Wort „böser“. Aber „guter“ gibt es nicht. Für
das Wort „guter“, soll das Wort „besser“ benutzt werden,
obwohl beide Begriffe eine völlig unterschiedliche Bedeutung
haben.

Schau hier: englisch, lateinisch
bad worse worst, good/well better best
bonus melior optimus, malus peior pessimus
Ist das besser bzw. „guter“ (in Neusprach a la 1984)?


||2. „Vorstellen“ und „Vorstellen“. Der Bewerber stellt sich
vor. Stellt der Bewerber sich nun etwas imaginär, gedanklich
vor, oder stellt er sich bei seinem Arbeitgeber vor ? Im
englischen, gibt es wenigstens eine Abgrenzung, einen extra
Begriff. „Imagine“.

man stellt etwas vor: sich selbst eine gedanklich Sache
oder sich selbst einem anderen. Ist doch normal.
Imagine ist lateinisch, stammt vom Verb imitari: nachahmen (imitation). Imago heißt daher genau genommen, nicht Bild, sondern Abbild!
Und vorstellen heißt im Englischen, je nach Bedeutung:
put forward (die Uhr–) vorstellen
introduce(oneself) (jemanden, sich) vorstellenfigure, picture, imagine usw. (sich gedanklich etwas) vorstellen
Da ists im Deutschen doch einfacher!


||3. „Kiemen“ und „Gardinen“. Beide Wörter werden gleich (oder
Gleich!) ausgesprochen, obwohl „Gardinen“ ohne „ie“
geschrieben wird. Würde man Gardinen auch ohne „ie“
ausprechen, so müßte es sich wie „Gardinnen“ anhören.

Gardine ist lat/ franz. Lehnswort, stammt nicht aus dem Deutschen.
Ich erinnere nur an die Verschlimmbesserung der Schlechtschreibreform:
potens, potentis - Potential zu „lautmalerisch“: Potenzial!
Einfach schlimm! Die orthographische Fehlerquote beim Erlernen, Ausüben von Fremdsprachen ist vorprogrammiert!
Also: Gardine ist richtig!

lg O (Abschiedsgruß)

||2. „Vorstellen“ und „Vorstellen“. Der Bewerber stellt sich
vor. Stellt der Bewerber sich nun etwas imaginär, gedanklich
vor, oder stellt er sich bei seinem Arbeitgeber vor ? Im
englischen, gibt es wenigstens eine Abgrenzung, einen extra
Begriff. „Imagine“.

Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana.
.

||3. „Kiemen“ und „Gardinen“. Beide Wörter werden gleich (oder
Gleich!) ausgesprochen, obwohl „Gardinen“ ohne „ie“
geschrieben wird. Würde man Gardinen auch ohne „ie“
ausprechen, so müßte es sich wie „Gardinnen“ anhören.

Skandalös! Zum Trost: http://www.jokes2go.com/poems/7237.html

Gruß
Kreszenz

Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana.

“Outside of a dog, a book is a man’s best friend. Inside of a dog it’s too dark to read.” — Groucho Marx.

Gruß,
Max

1 „Gefällt mir“

Eine Frage der Perspektive
Guten Tag!

Vielleicht bist nur du zu dumm, die Feinheiten der deutschen Sprache zu würdigen?

Wiederhörn

Flaschenpost

Hi,
Hier noch mein Senf:

||1. Es gibt das Wort „böser“. Aber „guter“ gibt es nicht. Für
das Wort „guter“, soll das Wort „besser“ benutzt werden,
obwohl beide Begriffe eine völlig unterschiedliche Bedeutung
haben.

Der Grund dafür liegt in der Geschichte unserer Sprache, die ja nicht – wie z.B. Esperanto oder Klingonisch – gemacht wurde, sondern sich durch tausende und abertausende von Veränderungen entwickelt hat aus einer Urform, die heute niemand mehr kennt. Das gilt für alle natürlichen Sprachen, die heute gesprochen werden, deswegen existieren auch in jeder Sprache Ausnahmen, Ungereimtheiten, nicht mehr nachvollziehbare Grammatikregeln usw.

Es kann z.B. sein, dass es vor etlichen Jahrhunderten (Proto-Germanisch oder Proto-Indo-Europäisch gar) mal die Steigerungsformen gut > guter > gutest gab. Die beiden letzteren Formen wurden dann aber durch besser und best ersetzt (die vermutlich wiederum Steigerungsstufen eines Adjektivs sind, dessen Grundform außer Verwendung fiel). Sowas nennt man Suppletion. Gibt’s in fast allen Sprachen.

||2. „Vorstellen“ und „Vorstellen“. Der Bewerber stellt sich
vor. Stellt der Bewerber sich nun etwas imaginär, gedanklich
vor, oder stellt er sich bei seinem Arbeitgeber vor ? Im
englischen, gibt es wenigstens eine Abgrenzung, einen extra
Begriff. „Imagine“.

Die Wörter klingen gleich, werden aber unterschiedlich verwendet. Nicht nur der Sinn ist ein anderer, nein, denn vorstellen (vor dem geistigen Auge) ist reflexiv… man stellt immer sich etwas vor, nicht anderen.
Leute vorstellen kann man allen Leuten. Du kannst auch deine Katze deiner Oma vorstellen, oder sogar dir selbst. Das Verb funktioniert also ganz anders.

Im Übrigen gibt’s im Englischen auch zu Hauf Wörter, die dort gleich lauten und hier unterschiedlich sind, vielleicht sogar noch mehr (keine Ahnung). Die sind also nicht besser dran als wir.
Oder nimm Chinesisch: die haben, glaube ich, ganze 431 mögliche Silben (ob mit oder ohne Töne weiß ich grad nicht mehr). Klar, dass es da etliche Homophone (gleichklingende Wörter) gibt. Ist aber auch kein Problem.

||3. „Kiemen“ und „Gardinen“. Beide Wörter werden gleich (oder
Gleich!) ausgesprochen, obwohl „Gardinen“ ohne „ie“
geschrieben wird. Würde man Gardinen auch ohne „ie“
ausprechen, so müßte es sich wie „Gardinnen“ anhören.

Rechtschreibung halt… wurde schon zur Genüge angesprochen. Wir haben eben keine phonemische Rechtschreibung (aber sind noch gut dran mit unserer, würde ich sagen).

Trotzdem lernen alle Babys der Welt alle Sprachen der Welt mit der gleichen Einfachheit oder Schwierigkeit. Kann also nicht sein, dass manche Sprache extremst logisch und andere widerum absolut unlogisch und unlernbar sind.

Gruß,

  • André

Hi

||1. Es gibt das Wort „böser“. Aber „guter“ gibt es nicht.

Und warum kann man dann sagen, der oder die ist ein guter Mensch und kein Deuschprofi wird etwas dagegen einzuwenden haben, obwohl es Deiner Meinung nach das Wort „guter“ im Gegensatz zu böser (Mensch) gar nicht gibt?

SCNR
Edith

Hallo,

||1. Es gibt das Wort „böser“. Aber „guter“ gibt es nicht. Für
das Wort „guter“, soll das Wort „besser“ benutzt werden,
obwohl beide Begriffe eine völlig unterschiedliche Bedeutung
haben.

Last, but not least, also zu GUTER Letzt möchte ich hier feststellen, dass es dieses Wort sehr wohl in dieser Bedeutung gibt.

||2. „Vorstellen“ und „Vorstellen“. Der Bewerber stellt sich
vor. Stellt der Bewerber sich nun etwas imaginär, gedanklich
vor, oder stellt er sich bei seinem Arbeitgeber vor ? Im
englischen, gibt es wenigstens eine Abgrenzung, einen extra
Begriff. „Imagine“.

Sketch mit Anke Engelke:
Sie kommt an das Ende einer langen Warteschlange und fragt den letzten in der Schlange:
„Kennen wir uns?“
„Nein!“
„Dann haben Sie nichts dagegen, wenn ich mich vorstelle“
„Nein!“
„Danke!“ und geht an dem Mann vorbei, um sich in der Schlange vor ihn zu stellen.

Die Sprache kann hier also sogar lustig sein.

||3. „Kiemen“ und „Gardinen“. Beide Wörter werden gleich (oder
Gleich!) ausgesprochen, obwohl „Gardinen“ ohne „ie“
geschrieben wird. Würde man Gardinen auch ohne „ie“
ausprechen, so müßte es sich wie „Gardinnen“ anhören.

Gardine kommt aus dem Französischen und taugt daher als Beispiel für die „Dummheit“ der deutschen Sprache recht wenig.
Gleiches gilt für die Maschine.

Außerdem solltest Du statt „dumm“ „unlogisch“ sagen.

Gruß
Lawrence

Servus,

Außerdem solltest Du statt „dumm“ „unlogisch“ sagen.

schlimmer geht allerdings immer, und andre Kinder wären froh an einer so systematisch funktionierenden Sprache.

Ein mir bekannter Mathelehrer aus Frankreich hat nach seiner Aussage nur aus Spaß an der deutschen Syntax und Grammatik Deutsch gelernt, die es ermöglichen, beliebig komplexe und auch beliebig voluminöse Sätze zu bilden, die dabei - wenn man will - immer eindeutig bleiben (von phonetischen Gleichklängen und mehrdeutigen Wörtern mal abgesehen). Von Lenin heißt es (habs nicht geprüft), er habe aus dem nämlichen Grund lieber auf Deutsch als auf Russisch geschrieben und veröffentlicht.

Schöne Grüße

MM

„Gardine“ ohne „ie“ ist nicht richtig !
Wenn schon bei Wörtern, die Betonung auf „ie“ liegt wie bei „Kieme“, dann bitte bei allen Wörtern.
Das sieht doch sehr nach doppelmoral aus.

Sollte hier der Ursprung der deutschen und lateinischen Sprache liegen?
Bei Mathelehrern oder Zahlenbornierten?

Bei Mathelehrern oder Zahlenbornierten?

Sprache ist für dich dumm, Zahlen sind borniert - du scheinst ein schweres Problem mit der Realität zu haben. Am besten lässt du dich zum Autisten fortbilden.

Gruss Reinhard

6 „Gefällt mir“

„Gardine“ ohne „ie“ ist nicht richtig !
Wenn schon bei Wörtern, die Betonung auf „ie“ liegt wie bei
„Kieme“, dann bitte bei allen Wörtern.
Das sieht doch sehr nach doppelmoral aus.

Die Moral der Orthographie?
Interessant!

Gruß
Kreszenz

1 „Gefällt mir“

Es kann aber nicht gesagt werden, „Er ist guter, als dieser dort“
In diesem Fall würde „besser“ benutzt wrden. Aber „besser“ ist nicht „guter“.

Die Lobbyisten drehen sich’s mal wieder so, wie sie’s brauchen…
lächerlich!

Dort steht aber „Zahlenbornierte“ und nicht die Borniertheit der Zahlen.

Wenn schon bei Wörtern, die Betonung auf „ie“ liegt wie bei
„Kieme“, dann bitte bei allen Wörtern.

Du forderst also führ alle Wörter einheitliche Schreibrehgeln. Dass ließe sich durchaus ummsetzen - es giebt ja auch andere Sprahchen, die alles gemähß der Aussprahche schreiben. Die Frahge ist nuhr, opp mann dass wirklich will, ohder opp dass nicht dass gewohnte Läiaut dehrmahßen auf den Kopf stellen würde, dass sich inn appsehbahrer Zeit niemand mehr inn diesem Buhchstabengewuhsel zurechtfinden könte.
Und wenn Du diese Forderung nuhn auch noch an Fremdwörter stelst, dann wird dass echt schwehr: „Füsiek“ kann mann jah fileicht noch einigermahßen guht entziffern, ahber beim „Läiaut“ ohben wirds schohn schwehrer, und wens dann an die „Reuel Ehrfors“ geht - ich wahge zu behaupten, dass Du dahrühber schohn eine ganze Weile nahchdenken musst.
Schließlich stelt sich dann noch die Frahge, opp mann auch mitt Eigennahmen ehbensoh umgeht, vom Weißen Haus inn Woschingten, dehm Filmfestiwall inn Kann und dehm ehemahligen franzöhsischen Stahtsmann Scharl de Gohl sprechen möchte.

Wenn Du alle diese Frahgen guhten Gewissens mitt Jah beantworten kanst, dann darfst Du nicht nuhr die „Maschiene“ mit „ie“ schreiben, sondern kanst Dich gleich Zé do Rock mitt seinem Wunschdeutsch annschließen. http://www.zedorock.net/indexd.html

Liebe Grühße
Immo

2 „Gefällt mir“

Sprache ist nicht schwierig. Die Deutsche ist nur von Schriftgelehrten entwickelt worden, die in keinster Weise ein Gefühl für das haben, was sie gestaltet haben. Möglicherweise, nennen sie mich sogar noch „einfältig“, wie es bei de römischen Trotteln bei Kritik üblich war. Gerade die deutsche und lateinische Sprache, strotzt nur so von arroganten Torenregeln, die nur von Typen entwicklet worden sein kann, die vielleicht in Zahlen denken können, aber soziale Situationen nicht deuten können.