Warum ist gott gut, könnte er nicht auch

jeamd sein, der ganz anders denkt und handelt.

wenn man sich all das leid und die not ansieht, warum glaubt man dann an das gute…

könnte gott auch gar ein sadist sein, der sich an leid und schmerz erfreut??

hatte vor kurzem mit jemand einen ganzen abend hierüber eine heftige diskussion…

was ist die hiesige meinung…

cu all

ric

Hallo ric,

um das genau zu erfahren, wirst du sicher noch eine Weile warten müssen…
Auf alle Fälle regiert der Herr nicht unbedingt nach unserem neuzeitlichen Demokratie- und Rechtsverständnis.
Denn geschichte mit Noah und seiner Arche - das hat es ihn nicht gestört, fast die gesamte Menschheit einfach zu ersäufen. Und in Sodom und Gomorrah war er auch nicht sonderlich zartbeseidet.

Er scheint es also gar nicht zu mögen, wenn man ihn nicht anbetet, das macht mich in Bezg auf seine Güte etwas skeptisch.
Und Wiederspruch mag er auch nicht. Lots Weib einfach zu Salzsäule zu machen, nur eil sie sich gegen seinen Willen umgedreht hat, das scheint mir doch genauso ein wenig ein übertrieben wie die Tatsache, daß er Adam und Eva wegen eines Apfels für immer aus dem paradies geworfen hat und noch dazu phne Bewährung und zeitliche Befristung. Recht rabiat der Herr, möchte ich mal sagen.

Aber nach der Theorie ist uns ja sein Wille unverständlich und unergründlich, so daß uns der tiefere Sinn erst einmal verborgen bleibt…

Du mußt das schon mit Dir selber abmachen. Entweder Du glaubst an einen gütigen Gott, oder Du läßt es. Ich denke, daß ist der eigentliche Kern des Ganzen: Vertraust Du ihm oder nicht? Wenn Du ihm vertraust, dann stellt sich die Frage nicht, dann weißt Du, weil Du glaubst. Tust Du es nicht, dann hast Du, wenn Du Dich als Christ bezeichnest ein Problem, denn dann fehlt die Geschäfstgrundlage, das Vertrauen zu Gott.

Gernot geyer

was ist wenn …
…es sich irgendwann einmal herausstellt, dass Gott nicht vergleichbar ist mit einer Persönlichkeit, ein Jemand, dem man auf irgendeine Weise werten kann.
Es gibt eine Form von Vorstellung von Gott, bei der angenommen wird, dass Gott in allen Lebewesen gleichzeitig steckt. Wie will man dann das Gut und Böse herauskennen, wenn es überhaupt Sinn macht.

viele Grüße
Claudia

Weils besser ist!

wenn man sich all das leid und die not ansieht, warum glaubt
man dann an das gute…
könnte gott auch gar ein sadist sein, der sich an leid und
schmerz erfreut??

Trotz all dem Schmerz und Leid leben wir doch in einer verhältnismäßig angenehmen Welt, ich zumindest kann mir etliche Facetten Schlimmeres vorstellen.
Und die Schlimmste davon wäre wohl, wenn man auch keine Hoffnung mehr hätte oder wenigstens das Sehnen nach einer vollkommenen „guten“ Welt - daran erkennen manche zwar nicht Gott, aber das Prinzip des „Guten“.
Aber Du hast recht, man könnte nächte-, sogar tagelang drüber diskuttieren.

Hi Ric,

jeamd sein, der ganz anders denkt und handelt.

Weiß nicht mehr, von wem der satz stammt, aber ich finde ihn gut: „Gott ist kein Objekt der Erkenntnis.“
Für mich heißt das, was immer man von Gott sagt, ist nur bedingt richtig, auf jeden Fall nur teilweise richtig, weil eben - so die Bibel - noch nie jemand Gott erkannt hat.

wenn man sich all das leid und die not ansieht, warum glaubt
man dann an das gute…

Nun, ich glaube an das Gute, das in diesem Leid aktiv wird - wie das deutsche Ärzteteam, das jedes Jahr seinen Urlaub damit verbringt in einem indischen Krankenhaus Menschen mit LippenKieferGaumenspalte zu operieren, statt in Mallorca Sangria aus Kübeln zu saufen.
Ich glaube, die Frage nach dem Leid kann man nicht generell beantworten. Manchmal zeichnet sich ein Verständnis ab, aber meistens ist es einfach rätselhaft.

könnte gott auch gar ein sadist sein, der sich an leid und
schmerz erfreut??

also seine Public Relations Leute hienieden bringen dieses Image schon ganz gewaltig rüber, muss ich sagen. Es gibt so einen Trend in der christenheit, bei dem man wirklich das Gefühl hat, Gott ist nur glücklich, wenn alle auf Erden möglichst grässlich leiden. Ich finde aber nirgends in den Evangelien einen Hinweis, dass das Leiden per se als gottgefällig gilt. Leiden ist - da bin ich auch der Meinung - oft dort unvermeidlich, wo ein Gerechter sich gegen ungerechte Zustände stellt, wo Menschen freiwillig bereit sind mit anderen mitzuleiden, und dort ist es wohl auch gottgefällig. Aber gewinnst du irgendwo in den Evangelien den Eindruck, Jesus hätte sich „an Leid und Schmerz erfreut“?

hatte vor kurzem mit jemand einen ganzen abend hierüber eine
heftige diskussion…

Da könnte man sicher noch viele Abende diskutieren.
gruß,
bb

Hallo Ric,

da könnte man mannigfaltige Antworten geben. Eine mögliche wäre: Gott ist gut, weil die Menschen, die an ihn glauben wollen, eben auch glauben wollen , daß er gut ist.

Das ist wie mit der Frage, ob Gott ein Mann oder eine Frau ist. Oder weiß oder schwarz. Oder eben: Gut oder böse.

Wieviel davon hängt damit zusammen, was wir glauben wollen… das ist wohl die zentrale Frage dabei.
Und es hängt alles davon ab, welcher Religion oder Glaubensrichtung Du angehörst, beziehungsweise was Du glaubst.

Ich finde, mit Gott ist es wie mit der allgemeingültigen Wahrheit, oder der Liebe, oder, um stofflicher zu werden, mit dem Universum: Niemand kann es ganz erfassen. Kein Mensch wird je alles daran verstehen können. Das wird die Menschen niemals daran hindern, danach zu suchen (nach der Liebe ebenso wie nach Gott). Und immer wieder werden menschen kleine Teile der Wahrheit erfassen. In seiner Ganzheit wird es sich ihnen immer entziehen, immer unfaßbar sein.

Ob das, was wir als Gott bezeichnen, von Grund auf gut ist, werden wir wohl niemals genau sagen können. Und das müssen wir vielleicht auch gar nicht.

Liebe Grüße, Nike

es gibt eine einzige logische Antwort: weil es kein höheres Wesen gibt!
Grüße
Raimund

Hallo Gernot,

ich wollte gerne was dazu sagen.
Grundsätzlich ist es denkbar Gott hätte auch böse sein können so wie sich viele Menschen ihre Gottnichtse meistens machen.
Gott sei Dank er ist es nicht!
Dies ist ein Grund ihm zu danken daß er so ist wie er eben gerade ist, nämlich allbarmherzig und versöhnlich, mitleidig und verzeihend.
Um in den vollen Genuß zu kommen hat dies eine gewisse Voraussetzung, man muß sich ihm zuwenden.

#Herr nicht unbedingt nach unserem neuzeitlichen Demokratie- und Rechtsverständnis.

nein, er hat eigene Maßstäbe

#Denn geschichte mit Noah und seiner Arche - das hat es ihn nicht gestört, fast die gesamte Menschheit einfach zu ersäufen

er kann mit seinem alleinigen Eigentum tun was er will, erschaffen oder zerstören. allerdings hat er hierfür sehr klare und völlig gerechte Aspekte die meistens dem Mesnchen verhüllt bleiben.
Maßgebend ist daß er nie ungerecht handelt.

#Und in Sodom und Gomorrah war er auch nicht sonderlich zartbeseidet.

man bedenke die Zustände die im Gegensatz seiner Geheiße standen

#Er scheint es also gar nicht zu mögen, wenn man ihn nicht anbetet, das macht mich in Bezg auf seine Güte etwas skeptisch.

warum soll er übermäßige Güte zeigen wenn man ihn nicht respektiert? Ist schon korrekt so.
Dennoch ist immer noch barmherzig.

#. Lots Weib einfach zu Salzsäule zu machen, nur eil sie sich gegen seinen Willen umgedreht

es handelte sich hier nicht um den Akt des Umdrehens sondern nur um die Herzenseinstellung die sie hatte. Es lag Bedauern in ihrer Seele und Traurigkeit daß sie Sodom verlassen mußte. Nur deshalb sind ihr die Körperflüssigkeiten entzogen worden, die Verkristallisierung ihres Zellgewebes mit der Extraktion ihrer Salze geschah deshalb, um ein warnendes Beispiel zu setzen und ein Monument zu hinterlassen sonst verstehen die Menschen oft schlecht.

#daß er Adam und Eva wegen eines Apfels für immer aus dem paradies geworfen hat und noch dazu phne Bewährung

auch hier ging es nicht um den Apfel der im Übrigen gar nicht erwähnt wird im hebräischen Grundtext sondern nur von Frucht ist die Rede, sondern um die Widersätzlichkeit gegen seinen Willen, sie sollten nicht essen haben sich aber dafür entschieden hier zuwider zu handeln.
Doch das ganze überhaupt sollte zeigen das der Mensch einen freien Willen haben kann, denn ohne das Böse wäre kein freier Willensentscheid möglich wenn man nur das Gute kennen würde.
Es mag Gott dem Adam wohl vergeben haben aber er ließ sie trotzdem nicht mehr ins Paradies.
So muß dies nicht eine Folge der Sünde gewesen sein sondern ein Teil seines Planes.

#Aber nach der Theorie ist uns ja sein Wille unverständlich und unergründlich

sehr viel ist völlig klar und vor allem logisch

#Entweder Du glaubst an einen gütigen Gott, oder Du läßt es.

dies ist letzlich die einzige Auswahl

netten Gruß Stefan

Hallo Stefan,

Lots Weib einfach zu Salzsäule zu machen, nur eil sie sich

gegen seinen Willen umgedreht

.
Nur deshalb sind ihr die Körperflüssigkeiten entzogen worden,
die Verkristallisierung ihres Zellgewebes mit der Extraktion
ihrer Salze geschah deshalb, um ein warnendes Beispiel zu
setzen und ein Monument zu hinterlassen sonst verstehen die
Menschen oft schlecht.

Also manchmal kann ich nur in stummem Staunen lesen, welche unergründlichen Weisheiten man in solchen Brettern findet.

gruß,
bb

Will nur kurz einwerfen…
Will nur kurz einwerfen, dass Adam und Eva nicht wegen einem Apfel, sondern einer Frucht rausgeworfen wurden.
Nirgendswo steht was von Apfel, dass heißt, dass es sich auch um eine Orange oder ähnliches hätte handeln können.
Das passt zwar nicht zum Thema, beseitigt aber vieleicht einen Irrglauben.
Gruß,
Zwergenbrot

Gulp und hallo,

es gibt eine einzige logische Antwort: weil es kein höheres
Wesen gibt!

Gut, dass man am Brett „Religion und Ethik“ ständig Beiträge findet, die einem sagen, dass sowas wie Religion vollkommen Schwachsinnig ist und dass eine ordentliche Frage auch nicht lohnt.
Ich wette einiges, dass Du mir ebenso wenig beweisen kannst, dass Deine Aussage stimmt, wie ich Dir beweisen kann, dass es Gott gibt. Deshalb nennt man es „Glauben“.
Dass es kein „höheres Wesen“ gibt, ist übrigens auch nach rein wissenschaftlichen Aspekten völlig unwahrscheinlich.
Du hast Deine Ansicht und ich habe meine, aber wenn man immer so rangeht, nach dem Motto: „Es gibt zwar keine Beweise, aber ich habe recht“, dann kommt es zu sowas, wie der Inquisition, den Glaubenskriegen, der Judenverfolgung, der Christenverfolgung und einer ganzen Menge mehr.
Schön, dass die Intolleranz immer noch so verbreitet ist, denn sonst könnte man ja vieleicht friedlich zusammenleben.
Gruß,
Zwergenbrot

Kleiner Einspruch…

Gulp und hallo,

es gibt eine einzige logische Antwort: weil es kein höheres
Wesen gibt!

Gut, dass man am Brett „Religion und Ethik“ ständig Beiträge
findet, die einem sagen, dass sowas wie Religion vollkommen
Schwachsinnig ist und dass eine ordentliche Frage auch nicht
lohnt.

Also ich fand die Aussage, daß Religion „schwachsinnig“ ist, nicht in dem bezogenen Posting, es ist eine ganz nüchterne Feststellung die dem Antworter „logisch“ erscheint.

Schön, dass die Intolleranz immer noch so verbreitet ist, denn
sonst könnte man ja vieleicht friedlich zusammenleben.

Nicht direkt Intoleranz, aber eine etwas zu heftige Reaktion fiel mir eben hier auf, und es ist schade: bestätigt es doch das Vorurteil, daß gerade Religionsgläubige recht anfällig für Intoleranz und Fanatismus sind.

Haltet den Dieb, rief der Dieb!
„Rülps“ zum Gruß (oder was immer „Gulp“ bedeutet),

… dann kommt es zu sowas, wie der Inquisition,
den Glaubenskriegen, der Judenverfolgung, der
Christenverfolgung und einer ganzen Menge mehr.
Schön, dass die Intolleranz immer noch so verbreitet ist, denn
sonst könnte man ja vieleicht friedlich zusammenleben.

„Haltet den Dieb, rief der Dieb!“ Das ist ungeheuerlich! Alles, alles was Du genannt hast, ist von „Christen“ veranstaltet worden! Ja, ja, ja! Auch die häufige Wiederholung des Gegenteils ändert nicht das Geringste daran.
So, jetzt muss ich erst einmal einen Kaffee trinken, um mich zu beruhigen!
Stucki

Hallo Zwergenbrot

Ich bin ja auch der Meinung daß Gott nur eine Erschaffung unserer Ängste ist. Was aber die Toleranz betrifft: Darf man nur an die sog. Weltreligionen glauben und wenn nein wieso hat z.B. die kath. Kirche eine eigene Sektenbekämpfungsabteilung.

Klär mich auf

Armin

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Erklärung doch plausibel
Liebe Barbara,
die Darstellung klingt doch recht plausibel finde ich, wer hat eine bessere?
Kennst du eine besser Erklärung?
Man muß nicht alles im nebligen Dunst lassen und sagen unerklärlich, gerade heute gibt es bessere Erklärmöglichkeiten wie früher und sehr vieles wird täglich klarer.

Nette Grüße Stefan

Hallo stefan,

die Darstellung klingt doch recht plausibel finde ich, wer hat
eine bessere?
Kennst du eine besser Erklärung?

Ja. Nämlich die Erklärung, dass es sich dabei nicht um einen Tatsachenbericht handelt sondern um Literatur. Auch wenn ich unterwegs zum Toten Meer natürlich die Frau Lot auzf ihrer Felsenspitze stehen gesehen habe.
Ist doch noch plausibler, oder?
gruß,
bb

Hi Stucki,

gaaanz ruhig … besser als Kaffee wäre ein Glas warme Milch mit Honig, das beruhigt!

„Haltet den Dieb, rief der Dieb!“ Das ist ungeheuerlich!
Alles, alles was Du genannt hast, ist von „Christen“
veranstaltet worden!

Stimmt. Wobei allerdings der Begriff Christen oft sehr weit zu fassen war nämlich als „Leute die irgendwann einmal ohne dass sie es mitkriegten getauft wurden und sich seither keinen Deut darum gekümmert haben“. Bekanntlich wurde ja selbst einem Papst, nämlich Alexander VI, bescheinigt, er sei ein „Mann, in dem keine Religion war.“
Andererseits hat natürlich jede Religion die Tendenz andere zu Ungläubigen zu erklären und damit zum Abschuss freizugeben, ist also eine große Versuchung für Leute, die ihre Probleme damit lösen wollen dass sie andere massakrieren. Nur gibt es das auch unter Atheisten - muss dir nicht erzählen wie Andersdenke oder auch die treuesten Kampfgefährten unter Hitler, Stalin oder Franco verfolgt wurden … Scheint sich eher um eine allgemein menschliche Tendenz zu handeln …
gruß,
bb

Hallo Barbara,

nein gar nicht plausibler.
Denn warum soll Literatur nicht authentisch sein?

Nette Grüße Stefan

Hi,

nein gar nicht plausibler.
Denn warum soll Literatur nicht authentisch sein?

Mit Literatur meine ich, dass an einem Schriftstück die Aussage wichtig ist und nicht die einzelnen Fakten der Darstellung. Der Bericht über die Frau Lot ist keine Examensfrage für Chemiker, sondern ein Text für Gläubige. Das Motiv eines Menschen, der zu Stein erstarrt oder sonst ein schreckliches Schicksal erleidet, weil er entgegen einem Verbot hinter sich blickt, ist in der Literatur nicht selten - Orpheus verliert Eurydike wieder, als er sich nach ihr umdreht. Dass man etwas Böses nicht ansehen kann ohne zu versteinern ist ebenfalls ein literarisches Motiv - Perseus und Medusa.
gruß,
bb

Gulp und hallo,

Das alle diese Verbrechen von Christen und anderen Religionen begangen wurden, ist mir durchaus klar. Ich habe diese Beispiele im vollem Bewusstsein dessen auch ausgewählt.
Diese Missetaten sind natürlich zu verurteilen, aber ich denke, dass ich als christ immer noch das Recht habe, auf sowas wie Tolleranz hinzuweisen, obwohl ein paar (oder eher ein paar mehr) Menschen in der Vergangenheit unter dem Banner des Christentums gemordet und geschlachtet haben. Ich zählte nie zu diesen Menschen und die Metapher des „Diebes“ ist hier falsch angewendet. Obwohl ich durchaus etwas diskriminierend war, wofür ich mich auch entschuldige.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]