Hi Harald,
Nicht Gott hat sich verändert, sondern die Beziehung zwischen
Gott und Mensch.
Und was, bitte, hat das jetzt mit den Mordaufrufen im AT zu tun? Wenn man dir eine Frage stellt, ziehst du dich immer auf ganz was Anderes zurück.
Davon hab ich gar nichts gesagt. Es gab nie einen bösen Gott.
Es sind die Menschen, die Gott böse nennen, wenn er nicht ihre
Wünsche erfüllt.
Und was hat das mit dem Auftrag zu tun ein ganzes Volk gnadenlos auszumerzen? Übrigens ging es gerade da um die Erfüllung eines Wunsches, nämlich ein reiches, behagliches Land zu erobern, wo es sich natürlich besser leben ließ als in der staubigen Wüste. Sowas soll ja in der Geschichte schon öfter vorgekommen sein.
Erstens heißt es „Du sollst nicht morden.“
Jaja, das ist dein Standardargument. Ist doch kein Mord, wenn man irgendwelche Ausländer und Götzendiener massakriert, samt der Kinder und Säuglinge, selbstverständlich. Ist doch nur „Tötung“, wenn man die Köpfe der Kleinen an den Felsen zerschmettert (steht auch in der Bibel). Damit erklärst du alle außer dem Volk Israel zu Untermenschen, die zu vernichten kein Mord war (wie hieß das doch später … Endlösung, nicht war? Oder wars „national befreite Zone“?)
Zweitens heißt es „Du sollst keine anderen Götter neben mir
haben.“
Würde Gott die Götzen der Ausländer in den Reihen seines
Volkes dulden, würde er sich selber widersprechen.
Er würde aber nicht sich selbst widersprechen wenn er - wie du selbst zitiert hast - sagt, er wolle den Tod des Sünders nicht, gleichzeitig aber auffordert alle Sünder zu töten, inklusive der Kleinkinder?
Aber eigentlich wollte ich Dir als Beispiel Mose zeigen.
Was hat dein Zitat damit zu tun, dass die „Entvolkung“ ganzer Landstriche gefordert wurde? Es ist doch wohl ein Unterschied ob es um ein technisches Verfahren geht oder darum, Genozid auf einmal gut zu heißen.
Da hast Du Recht. Wundern würde es mich auch nicht. Aber es
würde der Bibel widersprechen.
Ach so? Aus welchem Buch stammten dann die hier zitiersten Verslein, mit denen zu Raub, Totschlag und Pländerung aufgerufen wurde?
Du drehst und wendest dich bei solchen Diskussionen wie ein Aal, weichst den konkreten Fragen aus und vermeidest es, klar Stellung zu beziehen, indem du immer von irgendwo einen Bibelvers herbeischleppst, am besten einen, der mit dem Thema nichts zu tun hat.
Jesus hat ganz klar gesagt,
dass wir nicht Richter über Leben und Tod sind. Alle Menschen
werden aber vor den Richterstuhl Gottes gestellt werden. Und
bis dahin werden wir das bißchen Unrecht in dieser Welt
ertragen müssen.
Stimmt schon (am Besten dann, wenn es nicht uns selber betrifft). Aber wir müssen nicht auch noch dazu beitragen, dass Aufrufe zum Genozid und anderen Verbrechen als gottgewollt und Massaker und Plünderung als gefällige Taten hingestellt werden. In der Geschichte wurde immer wieder und wieder die Bibel zitiert, wenn es darum ging andere Menschen zu berauben und aus ihrem Eigentum zu vertreiben, sie zu quälen und zu vernichten, seien es die Juden, die Indianer, die Azteken oder sosnt wer. Hier in Wien steht eine Moschee. Wäre es da nicht biblisch, den Götzen der Ausländer nicht zu dulden? Und wenn wir schon beim Anzünden sind, nehmen wir gleich auch die Königreichssäle der Zeugen Jehovas, die Synagoge und das Hauptbüro der Scientologen mit. Sowas wird nämlich hier nicht geduldet.
gruß,
bb