klar, jeder weiß, Wasser ist nass.
Bloß warum?
Schütte ich mir Öl über die Hand, so ist dies zwar auch flüssig, aber ich empfinde dies nicht als nass.
Was sorgt also dafür, dass sich etwas nass anfühlt?
Gibt es außer Wasser noch andere Flüssigkeiten, die nass sind, z.B. flüssiger Stickstoff, aufgeschmolzene Metalle?
Muss etwas überhaupt flüssig sein, um nass zu wirken?
Ich kenn dein Wissensstand in Chemie nicht, aber du weißt vielleicht, dass Wassermolekühle Dipole (+ bei den beiden Hs, - beim O) sind, daher halten die Moleküle so gut zusammen. Wasser hat daher eine Oberflächenspannung. Daher bilden sich auch Wassertropfen. Dieses Verhalten findet man bei Öl natürlich nicht, da hier nur die Van-der-Waals-Wechselwirkung ein Zusammenhalt gewährt. Diese ist geringer als die Dipol-Dipol-Wechselwirkung beim Wasser. Ausserdem sind Wassermoleküle recht klein im Vergleich zu beispielsweise Öl. Sie können durch die Haut diffundieren, was auch dazu beitragen sollte, dass sich Wasser so anfühlt, wie es sich anfühlt.
Weiter könnte man sich noch überlegen, dass Wasser gewisse Mineralien oÄ auf der Hautoberfläche löst, welche in Öl nicht löslich sind, was vom Körper auch gefühlt werden kann.
Ich schätze mal, dass diese Faktoren und evtl. weitere den Körper empfinden lassen, dass da was nass ist.
Macht das für dich Sinn?
Grüße
hutauf
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Das ist glaube ich die Erklärung: Wasser, Alkohol und anderes wie Aceton, Ether usw. verdunsten und erzeugen damit ein Kältegefühl, das wir seit Kindheit mit Nässe verbinden. Öl verdunstet nicht = kein Kältegefühl (auch nicht bei Glycerin!).
Besten Gruß
von Julius
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ich bin ein chemischer Analphabet. Kann man also verkürzt sagen, schuld ist die Oberflächenspannung des Wassers, die sich aus dem engen Zusammenhalt der Wasserstoff-und Sauerstoffatome ergibt?
Und um die Anwort für meinen Nachredner vorwegzunehmen, hochprozentiger Alkohol wirkt deshalb naß, weil immer noch ein sehr hoher Wasseranteil enthalten ist?
Das ist glaube ich die Erklärung: Wasser, Alkohol und anderes
wie Aceton, Ether usw. verdunsten und
erzeugen damit ein Kältegefühl, das wir seit Kindheit mit
Nässe verbinden. Öl verdunstet nicht = kein Kältegefühl (auch
nicht bei Glycerin!).
ich weiß ja nicht … Wasser fühlt sich doch auch nass an, wenn man in einer ganzen Wanne voll davon sitzt (mit Alkohol habe ich das zugegebenermaßen noch nicht ausprobiert) - solange man davon gänzlich umgeben ist, kann es doch nicht auf der Haut verdunstenderweise spürbar sein.
Das ist glaube ich die Erklärung: Wasser, Alkohol und anderes
wie Aceton, Ether usw. verdunsten und
erzeugen damit ein Kältegefühl, das wir seit Kindheit mit
Nässe verbinden. Öl verdunstet nicht = kein Kältegefühl (auch
nicht bei Glycerin!).
Das glaube ich auch. Insbesondere fühlen sich die Körperteile, die in der warmen Badewanne unter der Wasseroberfläche liegen, gar nicht nass!
Weil vorher danach gefragt wurde. Flüssiger Stickstoff fühlt sich nicht nass an, nicht einmal besonders kalt. Das liegt am sogenannten Leidenfrostschen Phänomen: Der Stickstoff verdampft so schnell, dass sich eine gut isolierende Gasschicht zwischen Haut und Flüssigkeit bildet, die einen Wärmeübertritt unterbindet.
ich weiß ja nicht … Wasser fühlt sich doch auch nass an,
wenn man in einer ganzen Wanne voll davon sitzt (mit Alkohol
habe ich das zugegebenermaßen noch nicht ausprobiert) -
solange man davon gänzlich umgeben ist, kann es doch nicht auf
der Haut verdunstenderweise spürbar sein.
Lustigerweise habe ich genau das gleiche Beispiel gebracht, um das Gegenteil zu begründen. Ich finde tatsächlich, dass die Nässe des Wassers nur von den Hautpartien wahrgenommen wird, die sich an oder über der Wasseroberfläche befindet.
Übrigens bilden sich auch nur hier Tropfen, ein Gefühl, das man ja auch mit Nässe verbindet.
Wir stellen gleich einen Rekord für die Zahl der Postings pro Sekunde auf…
Warum aber verdunstet Wasser, Öl aber nicht?
tut es das nicht?
Ich meine zumindest bei ätherischen Ölen beobachtet zu haben,
dass diese langsam aber sicher verduften …
Sicher, aber ich glaube, dass sich die auch eher nass anfühlen als z. B. Speiseöl, von dem vermutlich die Rede war. Und der Dampfdruck von Speiseöl ist erheblich geringer als der von Wasser.
Lustigerweise habe ich genau das gleiche Beispiel gebracht, um
das Gegenteil zu begründen. Ich finde tatsächlich, dass die
Nässe des Wassers nur von den Hautpartien wahrgenommen wird,
die sich an oder über der Wasseroberfläche befindet.
wenn wir jetzt - in Ermangelung eines Chemikers - streng wissenschaftlich vorgehen wollen, müssten wir eigentlich eine Versuchsreihe anlegen.
Also - wer meldet sich zum Probebaden?
Immer noch gänzlich trockene Grüße
=^…^=
PS: Ein Gefühl von ‚nass‘ stellt sich doch auch z.B. bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit und fließendem Wasser ein. Verdunstung? Tropfen?
Was sorgt also dafür, dass sich etwas nass anfühlt?
ich werfe mal einen anderen Begriff in die Runde, nämlich die Oberflächenspannung bzw. die Benetzungsfähigkeit der Flüssigkeit.
Gibt es außer Wasser noch andere Flüssigkeiten, die nass sind,
Da biete ich z.B. Alkohole.
z.B. flüssiger Stickstoff, aufgeschmolzene Metalle?
Die wiederum würde ich nicht benutzen!
Das eine ist zu kalt, das andere bis auf wenige Ausnahmen zu heiß.
Die flüssigen Metalle bzw. Legierungen mit akzeptablen Temperaturen fühlen sich nicht nass an.
Muss etwas überhaupt flüssig sein, um nass zu wirken?
Ist eigentlich keiner der ortsansässigen Chemiker anwesend?!?
hehehe, es gibt auch ein echtes Leben!
Warum aber verdunstet Wasser, Öl aber nicht?
Dazu hab ich gerade was geschrieben (siehe oben)
Ich meine zumindest bei ätherischen Ölen beobachtet zu haben,
dass diese langsam aber sicher verduften …
Das wird jetzt etwas komplizierter.
Wenn ätherische Öle mit Wasser erhitzt werden (wie z.B. in Aromalampen), kommt es zu einer sog. Wasserdampfdestillation. Im Ergebnis werden auch sehr hoch siedende Flüssikeiten relativ leicht verdampft.
Auf der Haut verdampfen äterische Öle auch nicht, sondern permeieren durch die haut.
Das wird jetzt etwas komplizierter.
Wenn ätherische Öle mit Wasser erhitzt werden (wie z.B. in
Aromalampen), kommt es zu einer sog. Wasserdampfdestillation.
Im Ergebnis werden auch sehr hoch siedende Flüssikeiten
relativ leicht verdampft.
ich meinte eigentlich aus den - geöffneten und nie wirklich wieder fest verschließbaren - Fläschchen; allerdings habe ich keine Versuchreihe aufgebaut, um zu beobachten, wie lange es dauert *g* - aber die, welche nach einiger Zeit wieder aus den hinteren Ecken gekrochen kommen, sind mit unschöner Regelmäßigkeit leerer als vor ihrem Verschwinden.
Auf der Haut verdampfen äterische Öle auch nicht, sondern
permeieren durch die haut.
Das halte ich für ein Gerücht! Tatsächlich wandern sie sofortiglich in die Kleidung und gehen eine innige, wenn auch auffällige Verbindung mit dem Stoff ein … ;o)
Frisch duftende Grüße
=^…^=
*gebadet*
PS:
hoffentlichchemikergenug
Verdunstet etwa auch Papier? Mmmh. Das würde das eine oder andere seltsame Phänomen in meinem Portemonnaie erklären … ;o)
Weil vorher danach gefragt wurde. Flüssiger Stickstoff fühlt
sich nicht nass an, nicht einmal besonders kalt. Das liegt am
sogenannten Leidenfrostschen Phänomen: Der Stickstoff
verdampft so schnell, dass sich eine gut isolierende
Gasschicht zwischen Haut und Flüssigkeit bildet, die einen
Wärmeübertritt unterbindet.
Hast Du das schon selbst erlebt? Ich kenne Mitarbeiter, die ungewollten Hautkontakt mit flüssigem Stickstoff hatten. Denen waren die Schmerzen zu groß, als dass sie „nass“ und „trocken“ unterschieden hätten. Es war einfach nur schmerzhaft.
Hast Du das schon selbst erlebt? Ich kenne Mitarbeiter, die
ungewollten Hautkontakt mit flüssigem Stickstoff hatten. Denen
waren die Schmerzen zu groß, als dass sie „nass“ und „trocken“
unterschieden hätten. Es war einfach nur schmerzhaft.
Ja, habe ich. In einer Experimentalphysikvorlesung im zweiten Semester habe ich mit meinem Nebensitzer gewettet, dass ich mich traue, mir flüssigen Stickstoff über die Hand zu schütten. Nach der Vorlesung gingen wir nach vorne und hinter dem Rücken des Profs nahm ich den Dewar und goss ihn mir über die Hand. Viel gespürt habe ich dabei nicht. Was ich nicht bedacht hatte: Es zischte laut, so dass sich der Prof umdrehte und unseren Schabernack mitkriegte. Instinktiv rechnete ich schon mit einer Moralpredigt und dachte über eine Exmatrikulation nach, doch der Prof nahm es mit Humor: „Es soll Leute geben, die saufen das Zeug sogar. Man hat mir gesagt, dass man danach wahnsinnig laut rülpsen kann.“
Problematisch wird es halt, wenn der Stickstoff irgendwie eingeschlossen wird und nicht entweichen kann, oder wenn sich Kältebrücken bilden, z. B. über einen metallenen Ring.