Warum kath. oder ev. Religion angehören?

Hi Laura,

ich weiß jetzt nich ob Du nen dt. Pass hast aber,

Homosexuellen in der kath. Kirche zum Beispiel? Oder waren die
Taten wie die Unterstützung der Nazis oder die Kreuzzüge eine
tolle Sache?

gibts Du deinen Pass zurück „nur“ weil Hitler damals die Sachen abgezogen hat?? Auch wenn Du keinen dt. Pass hast, es gibt sicherlich auch in den Staat, dem Du angehörst die eine oder andere Geschichte die gewaltig schief gelaufen ist…

Klar, es gibt noch genügend aktuelle Themen und Spannungsfelder die man aufarbeiten muss. Dennoch bin ich in der Kath. Kirche, arbeite da sogar ehernamtlich mit. Mir liegt viel am Glauben und nur wenn ich „Mitglied“ bin kann ich auch was bewegen, selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind.

Grüße
Wolfgang

Tach Herr Meyer,

Und was ist mit kirchlichen Krankenhäusern, Kindergärten,
karitativen Einrichtungen, den Armenküchen, den
Bahnhofsmissionen, der Telefonseelsorge, der Schuldnerberatung
?

Also, die nichtgewinnbringenden Einrichtungen (z.B. Telefonselsorge) werden so massiv subventioniert, daß jeder abdere Träger es auch machen könnte.

Andere Einrichtungen (wie z.B. die Krankenhäuser) bringen den Kirchen nicht unerhebliche Gewinne. Tun sie es nicht, werden sie geschlossen oder veräußert.

Gandalf

Hi HaWeThie,

das kenn ich aber anders!

Wie schon weiter unten gesagt, wird so was üblicherweise nur bei Engpäßen gemacht. Mein Vater hat in einem katholischen Krankenhaus gearbeitet. Wer da nicht in der Kirche war, wurde nicht eingestellt und wenn er/sie schon drin war und austrat wurde unter fadenscheinigen Gründen gekündigt.
Eine Freundin hat Sozialpädagogik studiert nd ist trotz Bauchweh nicht aus der Kirche ausgetreten, weil sie wußte, daß sie ohen ‚Betschein‘ in ihrem Beruf sehr wenige Chansen hat.

Gandalf

Iss mir schon klar, dass die ( spez. katholische ) Kirche seit jeher auch ein Wirtschaftsunternehmen ist. Der Herr Luther hat ja schon damals dagegen Thesen genagelt und sich in diversen Untersuchungsausschüssen stellen müssen … vielleicht gibts bald einen neuen Luther, bleibt zu hoffen, dass man die Tür der Kirche zu Wittenberg nicht nagelfest gemacht hat , aber da gibts ja dann noch Spraydosen oder Post-It´s :wink:)

HM :smile:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Laura,

also ich kann das auch nicht verstehen. Klar, wer ein gläubiger Christ ist und grundsätzlich mit den meisten Positionen der Kirchen einverstanden ist, der bleibt dabei. Das ist dann auch o.k… Ich kenne aber Leute, die noch nicht mal wissen, wo die nächste Kirche in ihrem Stadtviertel ist oder wie die heisst (Großstadt) und die trotzdem jeden Monat brav Kirchensteuer zahlen. Wenn man dann nachfragt warum eigentlich, dann kommen ziemlich fadenscheinige „Ausreden“ (z.B. bei kirchlicher Hochzeit gibts nochmal Geschenke von der Verwandtschaft). Deshalb glaube ich, dass vielen einfach der Mut fehlt, konsequente Schritte zu unternehmen. Man fürchtet Ärger mit der Verwandtschaft, Nachteile im Job usw… Ich finde sowas ziemlich schade!

Viele Grüsse,
Lisa

Inkonsequenz
Hallo HM,

Warum ist das ein Argument?

weil ich Leute, die zB. über die allgemeine Steuerlast stöhnen, ab und zu gerne mal frage, warum sie denn dann noch Kirchensteuer zahlen, obwohl sie mit der Institution „Kirche“ sonst nichts am Hut haben bzw., wie oben schon trefflich beschrieben wurde, noch nicht mal wissen, zu welcher Gemeinde sie denn gehören etc.

Es gibt gewisse Traditionen, die keinen praktischen Hintergrund brauchen. Und es gibt einen gewissen Rest-Glauben, der u.U. mit den Lehren der Kirche oder den dort anwesenden Personen divergiert … naja … also ich möchts halt nicht ganz fallen lassen, gell ?

Hm…bist Du sonst auch so inkonsequent? Entschuldige die provokante Frage :wink:, mir fällt z.B. auch auf, daß viele Menschen, die in der Kirche sind, „weil man halt in der Kirche ist“ sonst durchaus mit Stolz Beispiele für ihr konsquentes Handeln ins Feld führen.

Viele Grüße
Diana

Ausnahmen testen die Regel
Hallo Gandalf,

angesichts der verbreiteten Praxis, Kinder zwar zu taufen, aber durchaus nicht christlich zu erziehen: Ganz schön blauäugig von den kirchlichen Institutionen, auf diesen Persilschein namens Taufurkunde zu setzen :wink:)

Viele Grüße
Diana

Hi Diana,

aber Du weißt doch, nicht die Tatsachen zählen sondern der Schein. Hier sogar im doppelten Sinne.

Demnächst werden vielleicht auch Menschen Scheinheilig gesprochen :wink:

Gandalf

Hallo HM,

Warum ist das ein Argument?

weil ich Leute, die zB. über die allgemeine Steuerlast
stöhnen

Hast du mich in diesem Institut „WWW“ schonmal stöhnen gelesen ? *g

, ab und zu gerne mal frage, warum sie denn dann noch

Kirchensteuer zahlen, obwohl sie mit der Institution „Kirche“
sonst nichts am Hut haben bzw., wie oben schon trefflich
beschrieben wurde, noch nicht mal wissen, zu welcher Gemeinde
sie denn gehören etc.

Ich weiß genau zu welcher, denn ( nicht nur der ) Pastor ist bei mir Kunde :smile:

Es gibt gewisse Traditionen, die keinen praktischen
Hintergrund brauchen. Und es gibt einen gewissen Rest-Glauben,
der u.U. mit den Lehren der Kirche oder den dort anwesenden
Personen divergiert … naja … also ich möchts halt nicht
ganz fallen lassen, gell ?

Hm…bist Du sonst auch so inkonsequent?

Hm, ich bin nicht inkontinent :smile: Inkonsequent ? Hat doch damit nichts zu tun … s.u. Meine Formulierung war nur etwas tappsig, zugegeben.

Entschuldige die

provokante Frage :wink:, mir fällt z.B. auch auf, daß viele
Menschen, die in der Kirche sind, „weil man halt in der Kirche
ist“ sonst durchaus mit Stolz Beispiele für ihr konsquentes
Handeln ins Feld führen.

In der Kirche sein weil man eben in der Kirche zu sein hat ist auch eine Art Konsequenz. Inkonsequent wäre: Über die Kirche und den Pastor und den Kirchenvorstand zu schimpfen und doch jeden Sonntag frömmelnd hinrennen. Aber nein, ds wäre dann … mir fallt grad der Begriff dazu nicht ein : Aber solche gibts mehr als genug !

Gruß
HM :smile:

Viele Grüße
Diana

Glaube ohne Gemeinschaft kann Glaube sein, nur nicht der
christliche, weil Jesus eben diese Gemeinschaft von uns
Gläubigen wollte (Mat 18,19-20).

Okay, akzeptiert. Wobei die Form der Gemeinschaft ja relativ frei ist, sogar in der christlichen Religion… Irgendwo in dem dicken Wälzer steht doch auch was von wegen Kirche im Herzen statt aus Backstein, oder so ähnlich… oder erinnere ich mich falsch? Egal…

Jedenfalls braucht Glaube grundsätzlich nicht unbedingt die feste Gemeinschaft. Aber Austausch braucht er schon, vermutlich…

Gruß,

Doc.

Hallo Doc,

Okay, akzeptiert. Wobei die Form der Gemeinschaft ja relativ
frei ist, sogar in der christlichen Religion… Irgendwo in
dem dicken Wälzer steht doch auch was von wegen Kirche im
Herzen statt aus Backstein, oder so ähnlich… oder erinnere
ich mich falsch? Egal…

Ich denke Du meinst, dass Jesus der Eckstein des Glaubens ist.
Somit hat Gott die Kirche aus Stein sicherlich nicht gemeint, aber im Regen wollen wir Christen auch nicht die Danksagung feiern. Jesus sagte auch, dass die Bauleute den Eckstein verkannt haben (Kreuzigung), aber Gott hat ihn zum tragenden Fundament der Kirche auf Erden gemacht. Wie dem auch sei, das Gebäude Kirche ist okay, aber Prachtbauten sind bestimmt nicht in seinem Sinn, wenn WIR andere Menschen vor hunger sterben sehen. Vgl. Mat Bergpredigt "Wann haben wir dich hungig und durstig gesehen…

Jedenfalls braucht Glaube grundsätzlich nicht unbedingt die
feste Gemeinschaft. Aber Austausch braucht er schon,
vermutlich…

Und das, was wir tun ist doch schon ein guter Anfang.

Mach´s gut, Joe

1 „Gefällt mir“

@Wolfgang
Natürlich gebe ich meinen Deutschen Pass nicht auf oder
beantrage einen österreichischen Pass (was auch keinen
Unterschied machen würde), „nur“ weil es die Nazizeit gegeben
hat! Und die Staatsbürgerschaft wird einem eben einfach in die
Wiege gelegt und man kann sie nicht so mir nix dir nix abwählen

  • aus der Kirche kann ich dagegen sehr schnell austreten!
    Allerdings hatte ich mich in meiner Kritik an der Kirche auch
    nicht nur auf die Taten aus vergangenen Jahren bezogen, sondern
    auch auf aktuelle Defizite und auf die kann ich mit einem
    Austritt (oder Nicht-Eintritt) reagieren. Allerdings würde mich
    es interessieren wie man als „kleines“ Kirchenmitglied gegen all
    die höheren Instanzen ankommt, Veränderungen herbeiführen kann?
    Solange man sich nicht selbst innerhalb der Kirche hocharbeitet
    hat man doch keinen so großen Einfluß, oder? Und als Frau in der
    kath. Kirche kommt man eh nie an die Spitze! Ich denke umso mehr
    Leute sich von der Kirche abwenden - auch indem sie austreten -
    muss sich die Kirche mal überlegen was sie falsch macht, muss
    ihre Sicht- und Handlungsweise überdenken und ihr oft
    konservatives Denken einstellen!

@Gandalf
Das ist schon eine traurige Sache, die du da schilderst, wenn
das stimmt… Kündigung weil nicht in der Kirche usw. Soetwas
beisst sich einfach mit der Aussage die die Kirche sonst immer
verbreitet: „Liebe deinen Nächsten, alle sind vor Gott gleich,
egal welcher Religion du angehörst usw.“. Aber anscheinend
scheint hier die Ansicht vertreten zu sein: „Wenn du nicht
unserer Meinung (Religion) angehörst dann verschwinde, husch,
husch…“! Schade, schade!

@Lisa
Ja, leider gibt es wirklich ziemlich oft solche Ausreden wie du
sie beschrieben hast! Leider sind halt viele wohl auch sehr
davon abhängig was nun ihre liebe Verwandtschaft oder die
Nachbarn sagen würden wenn z.b. das Kind nicht getauft ist oder
sie nicht in der Kirche sind, vor allem in kleinen Dörfern mags
da schonmal getratsche geben. Und sonst nimmt man halt gerne die
Vorteile der Kirche war. Man nehme nur die Kids die über den
„Reli“-Unterricht stöhnen und sich ärgern am
Konformationsunterricht teilnehmen zu müssen… sich dann aber
diebisch über all die schönen Geschenke zur Konformation freuen
(fett Kohle von Oma + Opa und all sowas ist schon geil).

Sonst werden ja noch oft so Argumente aufgeführt wie dass die
Kinder ja am Religionsunterricht teilnehmen sollen wegen der
Wertevermittlung. Allerdings glaube ich das die Werte viel eher
in der Familie vermittelt werden - wenn da schon was schief
läuft, reißen es 1 oder 2 Stunden Reli in der Woche auch nicht.
Die kirchl. Heirat streben ja auch viele Leute an, aber das ist
wohl geschmackssache - ich stehe halt einfach nicht so auf ein
weißes Kleid & Blumenstrauß. Und das Begräbnis: begraben wirst
du immer irgendwo bzw. ich würde mich eh nicht in einen Sarg
stecken lassen wollen, sondern werde lieber zu Asche werden und
indem jemand i.d.R. der Pfarrer Lobeshymnen auf mich als
verstorbene anstimmt ist mir auch nicht mehr geholfen! Naja, nur
meine Meinung!

Ich hätte sonst auch nichts dagegen wenn sich die Kirche einfach
nur auf soziale Zwecke konzentrieren würde (und diese durch ihre
eigenen Einnahmen auch bezahlen würde), also dieses ganze
Brimborium drumherum weglassen würde. Meinetwegen könnten sich
dann gerne Gruppen zusammenfinden, die dann einen (Gedanken)-
Austausch betreiben oder was auch immer. Aber diesen Einfluß den
die Kirche ausübt, auch mit Hilfe des Staates ist mir zuwieder.

Was mir z.b. auch unverständl. ist: warum dieses ganze Trara mit
dem lieben Papst Joh. P. II? Irgendwie tut mir der alte Mann
auch leid das er bis zum hohen Alter noch rumgescheucht wird,
nur weil er Papst auf Lebzeit ist. Verehrt wird er wie ein
Heiliger, obwohl er doch auch nicht mehr als ein alter Herr ist
der Mal Theologie studiert hat und „Karriere“ gemacht hat. Mal
vereinfacht gesagt. Natürlich mag er viel geleistet haben - wenn
oder zur Völkerversöhnung beigetragen haben - obwohl ich da kein
konkretes Beispiel nennen könnte - aber gerade deswegen solllte
man ihn mal langsam in Ruhe lassen, finde ich! Und: Brauchen
die Menschen so etwas, brauchen sie eine Heiligenfigur,
Vaterfigur?

Soweit, so gut,
schöne Grüße,

Laura

Hi,

hat! Und die Staatsbürgerschaft wird einem eben einfach in die
Wiege gelegt und man kann sie nicht so mir nix dir nix
abwählen

  • aus der Kirche kann ich dagegen sehr schnell austreten!

Ich weiß, dass mein Vergleich etwas hinkt…

Allerdings hatte ich mich in meiner Kritik an der Kirche auch
nicht nur auf die Taten aus vergangenen Jahren bezogen,
sondern
auch auf aktuelle Defizite und auf die kann ich mit einem
Austritt (oder Nicht-Eintritt) reagieren.

Da kann ich auch ein paar aktuelle Verfehlungen der Politik anbringen…

es interessieren wie man als „kleines“ Kirchenmitglied gegen
all

kath. Kirche kommt man eh nie an die Spitze! Ich denke umso
mehr
Leute sich von der Kirche abwenden - auch indem sie austreten

ihre Sicht- und Handlungsweise überdenken und ihr oft
konservatives Denken einstellen!

Das glaubst Du doch selbst nicht, oder?? Die Politikverdrossenheit nimmt in D immer mehr zu, langsam aber spürbar. Hat sich irgendwas verändert? Auch die Politiker wissen dass was nicht stimmt, aber anstelle die wirklichen Probleme anzugehen, will man Jugendliche mit 16 an die Wahlurne schicken, damit wieder mehr Stimmen abgegeben werden. Die Fehler werden erst mal bei den anderen gesucht.

Ich habe mir auch schon manchesmal überlegt aus der Kirche auszutreten, weil mir verschiedene Dinge aufgestoßen sind. Aber wenn ich nicht mehr in der Kirche bin, habe ich keinerlei Möglichkeit was zu verändern! Nur durch aktive Mitarbeit bin ich in der Lage, an Veränderungen mitzuwirken. Natürlich ist es oft, sehr oft ein Kampf gegen Windmühlen, vielleicht muss ich auf dem Sterbebett mal feststellen, gar nichts bewegt zu haben, aber ich habe es wenigstens versucht und habe nicht nur daneben gestanden.

Nicht dass jetzt der Eindruck entsteht, ich mache den ganzen Tag nichts anderes als der Kirche den rechten Weg zu weisen *g* Dazu habe ich schon die Kraft nicht. Aber dort wo ich die Möglichkeit habe mitzuwirken, da versuche ich mich dann auch einzubringen.

Grüße
Wolfgang

Um Steuererhöhungen zu vermeiden
Hallo Laura

Was mich einmal interessieren würde: warum sind so viele Leute
in der Kirche, also in der kath. oder evangelischen - wenn sie
doch im alltäglichen Leben überhaupt nichts mit der Kirche zu
tun haben?

Eine gute und berechtigte Frage.

Der Anteil der überzeugten und engagierten Menschen in den Staatskirchen beträgt meiner internen Erfahrung nach etwa 1%. Wegen dieser Menschen behalte ich die Zahlungen bei, obwohl ich mein Engagement inzwischen auf eine Freikirche verlagert habe, wo der Anteil an die 95% liegt.

Der Rest in den Staatskirchen sind Karteileichen. Würden diese plötzlich alle austreten, dann

  • gehen eine Menge Jobs verloren
  • müssen viele Institutionen vollständig in öffentliche Hand übergehen.

Einen solchen Übergang würde unsere Staatskasse nicht verkraften, denn durch die kirchliche Trägerschaft gibt es ja viele Menschen, die doppelt bezahlen, über Kirchensteuer und über die anderen Steuern.

Also würden Steuererhöhungen unvermeidlich sein.

Mithin ist es im Interesse aller Ausgetretenen, dasss sie nicht in der Mehrheit sind.

Gruß
Thomas

  • müssen viele Institutionen vollständig in öffentliche Hand
    übergehen.
    Einen solchen Übergang würde unsere Staatskasse nicht
    verkraften, denn durch die kirchliche Trägerschaft…

Hallo Thomas,

an dieser Stelle liegt ein Irrtum vor. Wo kirchliche Trägerschaft draufsteht, heißt das noch lange nicht, daß Kirchengeld drin ist.

Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft, etwa Kindergärten und Krankenhäuser, werden nicht etwa vom Geld der Kirche finanziert, sondern weit überwiegend oder sogar vollständig aus öffentlichen Kassen. Entfiele die kirchliche Trägerschaft, würde sich für den Fiskus nicht viel ändern. Für das Personal gäbe es Verbesserungen, denn sie würden von den Tarifen der Kirche in eine durchweg günstigere BAT-Gruppe wechseln. Ferner würde das Personal nicht mehr nach Kirchen- und Konfessionszugehörigkeit rekrutiert.

Die Amtskirchen verfügen über folgende Einnahmequellen:

  • Kirchensteuer
  • staatliche Alimentierungen für lfd. Gehälter des Kirchenpersonals und dessen Ausbildung
  • massive Zuschüsse für praktisch alle Einrichtungen unter kirchlicher Trägerschaft
  • Einnahmen aus erheblichem Immobilieneigentum
  • Begünstigung durch Erbschaften

Finanziell gibt es in Deutschland keine Trennung von Staat und Kirche. Die Kirche ist vielmehr Kostgänger des Staates. Es ist deshalb abwegig, von der Kirche eine wie auch immer geartete Entlastung des Staatsbudgets zu erwarten. Vielmehr verschwindet jährlich ein mehrstelliger Milliardenbetrag aus dem Staatssäckl in der Kirchenstruktur.

Gruß
Wolfgang

1 „Gefällt mir“

Der Rest in den Staatskirchen sind Karteileichen. Würden diese
plötzlich alle austreten, dann

  • gehen eine Menge Jobs verloren
  • müssen viele Institutionen vollständig in öffentliche Hand
    übergehen.

Einen solchen Übergang würde unsere Staatskasse nicht
verkraften, denn durch die kirchliche Trägerschaft gibt es ja
viele Menschen, die doppelt bezahlen, über Kirchensteuer und
über die anderen Steuern.

Also würden Steuererhöhungen unvermeidlich sein.

Mithin ist es im Interesse aller Ausgetretenen, dasss sie
nicht in der Mehrheit sind.

Da hast du es aber auf den Punkt gebracht Thomas. Jetzt werden die Katholen aber deinen Kopf fordern. Wenn nichts schlimmers.

Denke mal an Filippo Bruno.

cu

Die Amtskirchen verfügen über folgende Einnahmequellen:

  • Kirchensteuer
  • staatliche Alimentierungen für lfd. Gehälter des
    Kirchenpersonals und dessen Ausbildung
  • massive Zuschüsse für praktisch alle Einrichtungen unter
    kirchlicher Trägerschaft
  • Einnahmen aus erheblichem Immobilieneigentum
  • Begünstigung durch Erbschaften

Leider ist das so. Kaum erklärbar aber so ist es halt.
Da wären wohl auch Milliarden Steuergelder einsparbar.

Warum soll der „nichtchristliche“ Bürger die wenigen gläubigen Spinner finanzieren? Es müssen ja wohl Spinner sein. Kaum 8% der Bundesbürger stehen zu einer Kirche. Die ehrlichsten sind da noch die Zeugen Jehovas und die Mormonen. Jedenfalls nach meinem Wissensstand.

Warum zieht da dieser Staat für diese katholische Sekte die Steuer ein? Echt nicht erklärbar. Die Katholenlobby in der Firma „deutscher Staat“ muß gigantisch sein.
Da gründe ich doch auch eine Sekte.:smile:) Schon bin ich saniert.

cu

Hi Laura!

Ein Grund sind wahrscheinlich die Angehörigen und Verwandten. Als ich 88 austrat hat mich meine Mutter angefleht doch in der Kirche zu bleiben, sie würde auch meinen Kirchenbeitrag zahlen.

Ein weiterer Grund ist wahrscheinlich Unsicherheit.
Ich bin im katholischen Glauben erzogen worden. Und wie so viele „Weisheiten“ die man als Kind aufsaugt, blieb auch hier so einiges vorhanden, daß sicher für den einen oder anderen Grund genug sein mag in der Kirche zu bleiben.

Dann bleiben dann noch die, die auf die Kirche als Arbeitgeber hoffen. Das sind weit mehr als man glauben mag. Weit ab von jeglicher Seelsorge oder ähnlicher Tätigkeit. Meine Freundin blieb jahrelang in der Kirche, da sie befürchtete dadurch in einem Kirchenspittal nicht angenommen zu werden.

Und es wird wohl auch die gläubigen Daheimbleiber geben, die mit dem Beitrag ihr Gewissen beruhigen und zu Ostern und Weihnachten mal ein wenig beten. Dieser Teil wird mit zunehmenden Alter weit aktiver:wink:

Grüße
Dusan

Warum soll der „nichtchristliche“ Bürger die wenigen gläubigen
Spinner finanzieren? Es müssen ja wohl Spinner sein. Kaum 8%
der Bundesbürger stehen zu einer Kirche. Die ehrlichsten sind
da noch die Zeugen Jehovas und die Mormonen.

Hallo Alex,

obwohl ich keiner Kirche angehöre (aber auch keinem Verein und keiner Partei), würde ich weder Gläubige noch Kirchenmitglieder als Spinner bezeichnen. Glauben ist einfach Privatsache und mir ist es egal, was Menschen glauben, so lange sie bei der Ausübung ihres Glaubens friedlich bleiben und den Glauben anderer Leute ebenfalls als deren Privatangelegenheit betrachten.

Glaube, zumal organisierter Glaube, war und ist ein Mittel, Menschen zu disziplinieren. Nur zu oft diente der Glaube als Vehikel, sehr weltliche Machtinteressen zu verfolgen. Schon deshalb erscheint mir jegliche Verquickung von Staat und Kirche äußerst suspekt und verdächtig. Ferner ist es für mich nicht einsehbar, für Glaubensorganisationen als völlig Unbeteiligter bezahlen zu müssen und schließlich ist die Tatsache, daß es faktisch Staatskirchen gibt, schlicht grundgesetzwidrig.

Die schon etwas zurückliegende Diskussion über die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts an staatlichen Schulen zu Gunsten eines Ethik-Unterrichts, der neben allgemeinen Ethikfragen auch Kenntnisse über andere Religionen vermittelt, warf ein Schlaglicht auf die glasharte Interessenpolitik der Amtskirchen. Nicht Verständnis der Menschen untereinander vor ihrem kulturellen und geschichtlichen Hintergrund ist das erste Ziel der hiesigen Kirchen, sondern Einflußnahme und Rekrutierung zahlender Mitglieder. Ekelhaft, nicht zeitgemäß und destruktiv angesichts der tatsächlichen Entwicklung der Bevölkerung! Ganz am Rande sei angemerkt, daß für mich Herr Stoiber, bzw. seine Partei, allein schon wegen deren fehlender Unabhängigkeit von der Kirche unwählbar war (für mich war das eine Wahl zwischen Pest und Cholera, zwischen Kirchen- oder Gewerkschaftsnähe - igittigitt!)

Wegen eines 2stelligen Milliardenbetrages veranstaltet die aktuelle Regierung einen Zwergenaufstand in Richtung Abgaben- und Schuldenerhöhung. Abgesehen davon, daß ich diese Richtung für grundsätzlich falsch halte, entspricht der Fehlbetrag just der Größenordnung staatlicher Alimentierungen an die Kirche, deren Funktionäre und Würdenträger auf der staatlichen Gehaltsliste stehen. Ich habe rein nichts gegen diese Würdenträger. Sollen sie doch ihren Job machen. Aber es sollen ausschließlich die Menschen dafür bezahlen, die für ihre Glaubensorganisation zahlen wollen. Schließlich funktioniert dies auch überall in der Welt genau so und auch alle nichtstaatlichen Glaubensgemeinschaften und sog. Sekten müssen selbst für ihre Finanzierung sorgen.

Gruß
Wolfgang

Ich will mich ja nicht einmischen…

Warum soll der „nichtchristliche“ Bürger die wenigen gläubigen
Spinner

aber wenn mich einer wegen meines Glaubens als Spinner bezeichnet, werde ich sauer.
Ich bezeichne dich ja auch nicht als … (nein, das hat nicht er MOD gelöscht, ich überlasse es lieber deiner Fantasie, was da stehen könnte) oder so, weil du ausgetreten bist.

Warum zieht da dieser Staat für diese katholische Sekte

werd dir erst einmal über den Begriff Sekte klar, bevor du ihn falsch verwendest.

die
Steuer ein? Echt nicht erklärbar. Die Katholenlobby in der
Firma „deutscher Staat“ muß gigantisch sein.

Und was ist mit den Evangelen???

Da gründe ich doch auch eine Sekte.:smile:) Schon bin ich saniert.

Sekten erhalten nichts, aber rein gar nichst vom Staat.

Übrigens auch nicht die Orthodoxen Kirchen.

Die Zuschüsse des Staates an die Kirche sind im Übrigen aus der Verfassungsgeschichte erklär- und ableitbar; mach dich dort schlau, bevor du polemisierst.
Gruß
HaWeThie

2 „Gefällt mir“