Warum kein 'IT-Beratungsgesetz'?

Hallo,

Jo. Aber Du hattest keine Super-Duper-Sauteure
Pflicht-HiFiHändlerversicherung die genau einen solchen Plan
zum Beginn einer Reparaturleistung vorschreibt und bezahlt.

Und wieder liegt es eher an dem was die Versicherung will (oder nach den gesetzlichen Vorgaben meinetwegen muß).

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Jo. Aber Du hattest keine Super-Duper-Sauteure
Pflicht-HiFiHändlerversicherung die genau einen solchen Plan
zum Beginn einer Reparaturleistung vorschreibt und bezahlt.

Und wieder liegt es eher an dem was die Versicherung will
(oder nach den gesetzlichen Vorgaben meinetwegen muß).

Und zwar aufgrund von Entscheidungen, die Ärzte für Ärzte getroffen haben. Man mag es machnmal zwar nicht glauben, aber es ist schon so, dass in die Entwicklung des verbindlichen Leistungskatalogs jede Menge Ärzte eingebunden waren bzw. sind.

Ähnlich wie mit den Anwälten, die sich ein RBerG gezaubert haben.

Und (leider oder Gott sei Dank?) nicht die Informatiker und Ingenieure, die sich ein ITBerG maßgeschneidert haben.

Gruß

Fritze

Hallo Fritzze,

Da frage ich mich natürlich, warum die Interessensverbände der
Ingenieure das nicht auch für ING-Berufe einführen. D

Gibt es doch und nennt sich HOAI.

Ciao maxet.

Hallöchen,

Ähnlich wie mit den Anwälten, die sich ein RBerG gezaubert
haben.

was soll das? Daß sich die Rechtsanwälte nicht ausgedacht haben, hast Du doch weiter oben eingeräumt. Beschwere Dich nicht über die Rechtsanwälte, wenn Du den Gesetzgeber meinst bzw. meinen solltest.

Gruß,
Christian

Hallo,

Ich habe kein Verständnis dafür, dass deutsche Ärzte (die
recht wohl einen erheblichen Druck bei der entsprechenden
Gesetzgebung ausüben) indirekt für ein Monopol sorgen

Ich denke, daß gerade die Ärzte nicht sonderlich glücklich mit dem derzeitigen System der Finanzierung urch die gesetzlichen Krankenkassen sind.

und z.B.
auch immer wieder Sätze verlautbaren lassen, dass wer sein
Gebiss z.B. im Ausland machen ließe dann nicht mehr für evtl.
anfallende Folgebehandlungen vorbeischauen bräuchte. D.h. sie
haben ein Monopol

Sie haben eben kein Monopol. Du kannst vermutlich zu den allermeisten Ärzten gehen und Dich behandeln lassen, wenn Du privat bezahlst.

Da hast Du alles, was Du willst und kannst die Preise frei aushandeln. Wenn Du einen besseren Preis als die Krankenkassen heraushandelst (die gebührenordnung für Ärzte, die als Grundlage für die Berechnung privat erbrachter Leistungen dient), bist Du vermutlich vermutlich ein sehr geschickter Verhandlungspartner. Wenn Du andauernd darüber liegst, solltest Du überlegen, ob nicht vielleicht die Krankenkassen das wirkliche Monopol haben und den Ärzten die Preise diktieren.

und „verweigern“ mehr oder weniger direkt
den Dienst,

… weil sie nicht ohne Bezahlung behandeln wollen?

was ihnen (aufgrund ihres Monopols – Idealisten
würden sagen, aufgrund ihres Eides) eigentlich untersagt ist.

Der Hippokratische Eid ist eine schöne Sache, aber er ist in seiner vollen Konseqeunz einfach (leider) gesellschaftlich nicht mehr umsetzbar.

Es muß im Rahmen der Gesellschaft entschieden werden, wieviel „Gesundheit“ dem Bürger zusteht. „Alles medizinisch mögliche“ ist zwar toll, eignet sich aber nur für Sonntagsreden, einfach weil es nicht funktioniert.

Daß ist irgendwie total blöde und unknorke aber (leider) Realität.

Aber dass bei vielen Anfragen per Internet durchaus eine ganze
Menge an sinnvoller Anamnese möglich ist, die im übrigen in
der Regel deutlich über das hinaus ginge, was einem deutschen
Kassenpatienten heute von den Ärzten in den Praxen geboten
wird, darüber lässt sich zumindest streiten.

Leute, dann sucht Euch fürs nächste Quartal eine andere Praxis.

Aber ich will nicht bestreiten, daß das, was mitunter geboten wird auch mal richtig grottig ist.

Das als Maßstab zu nehmen und sich dann zu beschweren, daß es keine kostenlose Beratung in Internetforen gibt halte ich für nicht gerechtfertigt.

Keine Ahnung, welche Motive hier in W-W-W Leute haben anderen zu helfen (Du kanst Dich selber ja auch mal fragen), aber daraus leitet sich kein Anspruch ab, daß andere einem auch kostenlos helfen. Auch wenn es gelegentlich mal eine nette Tat wäre.

Glaube mir, ich hane alle erdenklichen Versicherungen, die in
meinem Falle gehen. Mehr Zusatzversicherung ist einfach nicht
drin. Abgesehen davon, dass ich jetzt ca. den doppelten
Beitrag im Vergleich zu einer privaten Krankenvollversicherung
bezahle, muss ich auch noch so gut wie alle relevanten
ärztlichen und vor allem zahnärztlichen Leistungen selbst
bezahlen.

Wenn Du praktisch alle machbaren Versicherungen hast und dennoch alles relevantes selber zahlst, dann scheint Dich Dein Versicherungsvertreter aber so richtig übers Ohr gehauen zu haben.

Du willst mich einfach unbedingt misverstehen. Ich will keine
Gratisbehandlung, ich will aber überhaupt eine Behandlung.

Kein Arzt wird sie Dir verweigern, wenn Du oder Deine versicherung sie bezahlst. Die Tatsache, daß Deine Versicherung sie Dir nicht bezahlt scheint mir weniger am „Monopol“ der Ärzte zu liegen sondern wohl eher an den Versicherungsbedingungen der Versicherung, bei der Du Mitglied bist.

Du wendest Dich für die meisten genannten Punkte einfach an die falsche Adresse.

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Und wieder liegt es eher an dem was die Versicherung will
(oder nach den gesetzlichen Vorgaben meinetwegen muß).

Und zwar aufgrund von Entscheidungen, die Ärzte für Ärzte
getroffen haben. Man mag es machnmal zwar nicht glauben, aber
es ist schon so, dass in die Entwicklung des verbindlichen
Leistungskatalogs jede Menge Ärzte eingebunden waren bzw.
sind.

Nun, daß ein „Leistungskatalog“ impliziert, daß nicht katalogisierte Leistungen rausfallen ist schon klar, oder? Sowas zusammenzustellen ist notwendigerweise eine unpopuläre Aufgabe. Da kann man einfach keine rosa Schokoladenherzen ernten. Dennoch muß sowas meiner Meinung nach sein, es ist schlichtweg unmöglich, daß die „Gesellschaft“ immer alles maximal machbare in der Medizin bezahlt.

Denkst Du, der Katalog wäre besser geworden, wenn man ihn durch Piloten oder Friseurinnen hätte zusammenstellen lassen?

Und (leider oder Gott sei Dank?) nicht die Informatiker und
Ingenieure, die sich ein ITBerG maßgeschneidert haben.

Nun, Deiner Logik nach könnte man mal die Krankenschwestern mit der Erstellung des ITBerG beauftragen, oder?

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Nun, daß ein „Leistungskatalog“ impliziert, daß nicht
katalogisierte Leistungen rausfallen ist schon klar, oder?
Sowas zusammenzustellen ist notwendigerweise eine unpopuläre
Aufgabe. Da kann man einfach keine rosa Schokoladenherzen
ernten. Dennoch muß sowas meiner Meinung nach sein, es ist
schlichtweg unmöglich, daß die „Gesellschaft“ immer alles
maximal machbare in der Medizin bezahlt.

Ich sehe das eben anders. Dieser Katalog muss nicht sein. Und schon gar nicht muss es sein, dass man Einzelbestandteile nicht beliebig kombinieren kann. Das gilt übrigens gleichermaßen für die GOÄ, die für Privatpatienten relevant ist. Und selbstverständlich kann sich unsere Gesellschaft das maximal medizinisch Machbare leisten.

Denkst Du, der Katalog wäre besser geworden, wenn man ihn
durch Piloten oder Friseurinnen hätte zusammenstellen lassen?

Ich denke es wäre am besten, man überließe die Entscheidung über Sinnvoll oder nicht dem einzelnen Arzt. Dagegen wehrt sich aber (warum auch immer) die Standesvertretung der Mediziner.

Und (leider oder Gott sei Dank?) nicht die Informatiker und
Ingenieure, die sich ein ITBerG maßgeschneidert haben.

Nun, Deiner Logik nach könnte man mal die Krankenschwestern
mit der Erstellung des ITBerG beauftragen, oder?

Nein, meiner Logik nach würden die Ärzte eben *keinen* Katalog der äußerst fragwürdigen Art aufstellen, weil es keinen Sinn macht. Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der teuersten wenn nicht sogar das teuerste überhaupt auf dieser Welt. Dennoch ist es bei weitem nicht das beste. Wer z.B. mal ein Krankenhaus in Singapur als Patient von innen gesehen hat, der weiss, das bei uns in vielen Praxen und Krankenhäusern fast steinzeitliche Verhältnisse herrschen. Das aber für einen erheblich höheren Preis. Aber so weit muss man gar nicht gehen. Auch in den Niederlanden z.B. sind die Krankenhäuser für Ärzte und Patienten weitaus angenehmer. Und das man für eine qualitativ mindestens gleichwertige Zahnbehandlung im angrenzenden Ausland im Westen wie im Osten teilweise erheblich weniger bezahlt, das ist ja auch kein Geheimnis.

Ich gebe Dir aber in dem Punkt recht, dass das zugehörige Versicherungswesen dringendst einer tiefgreifenden Reform bedarf.

Gruß

Fritze

Hallöchen,

Ähnlich wie mit den Anwälten, die sich ein RBerG gezaubert
haben.

was soll das? Daß sich die Rechtsanwälte nicht ausgedacht
haben, hast Du doch weiter oben eingeräumt. Beschwere Dich
nicht über die Rechtsanwälte, wenn Du den Gesetzgeber meinst
bzw. meinen solltest.

Wenn „der Gesetzgeber“ nicht zu großen Teilen aus Juristen bestünde, dann gäbe es das Gesetz aber schon längst nicht mehr. Darum geht es. Es gibt einfach viel zu wenig politisch engagierte Ingenieure und Informatiker.

Und im übrigen bin ich lediglich für gleiche Bedingungen. Das RBerG ist albern. Wenn nicht, dann ist ein ITBerG mindestens genauso wichtig und richtig.

Gruß

Fritze

Hallo,

Nun ja, das kann man sicher diskutieren. Wie sehe in einem
Feld, was sich dermaßen schnell bewegt wie der IT-Bereich eine
sinnvolle Qualitätssicherung möglich ist, ist mir allerdings
nicht ganz klar.

Hast Du eine Ahnung davon, wie schnell und in welcher enormen Anzahl sich hierzulande Gesetze ändern? Es ist atemberaubend. Dagegen ist die IT-Branche geradezu schildkrötenhaft.

Familienbedingt kenne ich etliche Juristen teilweise näher, als mir lieb ist. Einer von ihnen hat ein Problem mit seiner Doktorarbeit, weil sich die Gesetzeslage seit dem Beginn der Arbeit derartig verändert hat, dass die Ergebnisse bereits wieder hinfällig sind, bevor die Arbeit komplett fertig ist.

Warum sich nicht jeder Trottel „Rechtsberater“ nennen darf und
frei nach Schnauze auf „Barragrafen“ rumstümpern darf, weiß
ich nicht. Finde ich aus dem auch heraus auch eher nicht
sinvoll.

Warum ist es mehr oder weniger Sinnvoll, als die Tatsache, dass jeder Trottel sich „IT-Berater“ nennen und frei nach Schnauze an „nicht funzenden Schniddställen“ rumstümpern darf?

Gruß

Fritze

Hallöchen,

Ähnlich wie mit den Anwälten, die sich ein RBerG gezaubert
haben.

was soll das? Daß sich die Rechtsanwälte nicht ausgedacht
haben, hast Du doch weiter oben eingeräumt. Beschwere Dich
nicht über die Rechtsanwälte, wenn Du den Gesetzgeber meinst
bzw. meinen solltest.

Wenn „der Gesetzgeber“ nicht zu großen Teilen aus Juristen
bestünde, dann gäbe es das Gesetz aber schon längst nicht
mehr.

Alle Freiberufler und Selbständige zusammen machen gerade mal 20 % des Bundestages aus. Wie die allein für den Erhalt des RBerG sorgen können sollen, bleibt Dein Geheimnis.

Gruß,
Christian

Hallo,

Alle Freiberufler und Selbständige zusammen machen gerade mal
20 % des Bundestages aus. Wie die allein für den Erhalt des
RBerG sorgen können sollen, bleibt Dein Geheimnis.

Die mit Abstand am häufigsten vertretene Berufsgruppe ist *dramatische Pause* die der Juristen. Gefolgt von den Lehrern. Naturwissenschaftler und Ingenieure gibt es hingegen kaum. Auch, wenn der derzeitige Bundeskanzler eine Physikerin ist.

Gruß

Fritze

Guten mittag,

Die mit Abstand am häufigsten vertretene Berufsgruppe ist
*dramatische Pause* die der Juristen.

Ja und? Wenn die größte Gruppe 20% ausmacht, welche Chance hat sie dann, eine Abschaffung des Gesetzes bei einer Abstimmung im Bundestag im Bundestag zu verhindern?

Gruß,
Christian

Guten mittag,

Die mit Abstand am häufigsten vertretene Berufsgruppe ist
*dramatische Pause* die der Juristen.

Ja und? Wenn die größte Gruppe 20% ausmacht, welche Chance hat
sie dann, eine Abschaffung des Gesetzes bei einer Abstimmung
im Bundestag im Bundestag zu verhindern?

Bist Du wirklich so naiv?

Fragt sich

Fritze

Hallo,

Und selbstverständlich kann sich unsere Gesellschaft das
maximal medizinisch Machbare leisten.

Äh… sorry, aber das sehe ich anders.

Fangen wir mal ganz vorne an: Bei Geburt des Kindes wird Nabelschnurblut entnommen und die pluripotenten Zellen werden bei minus 80° C eingefroren. Kostet nach meinem derzeitigen Wissen rund 5000 € auf dem privaten Markt, wenn man es in Polen machen lässt deutlich weniger, etwa 1500 €.

Das gehört zum maximal Machbaren - und so geht es dann weiter. Als nächstes wird das komplette Genom durchsequenziert um genetisch erkennbare Erkrankungen zu erkennen. Alles machbar. Kostet eine Schweinekohle, aber Du hältst Maximalmedizin für finanzierbar. Achso: wir befinden uns am 4 Tag des Erdenbürgers und er hat schon die Kosten eines neuen verursacht. Aber ist ja alles finanzierbar.

Verrätst Du mir mal, wo Du Deine Druckerpatronen herbekommst? Für derartige Maximalmedizin ist wohl kaum der Rohstoff zum Drucken der benötigten Geldscheine finanzierbar.

Denkst Du, der Katalog wäre besser geworden, wenn man ihn
durch Piloten oder Friseurinnen hätte zusammenstellen lassen?

Ich denke es wäre am besten, man überließe die Entscheidung
über Sinnvoll oder nicht dem einzelnen Arzt.

Sondern wem? Der Krankenversicherun? (Die erklärt im Zweifel teurere Behandlungen als wenig sinnvoll und wirft lieber bunte Hüpfbälle unters Volk). Den Patienten, denen von 1001 Seiten erzählt wird, wo noch eine weitere Therapie angeboten wird, die an Skurilität und an Kosten kaum zu überbieten ist= („AIDS und ein multiresistentes HIV? - Klar, da haben wir noch die Delphintherapie“).

Dagegen wehrt
sich aber (warum auch immer) die Standesvertretung der
Mediziner.

Wer sollte denn Deiner Meiung nach darüber entscheiden? Schließlich geht es um die sinnvolle Nutzung der Krankenversicherungsbeiträge.

Und (leider oder Gott sei Dank?) nicht die Informatiker und
Ingenieure, die sich ein ITBerG maßgeschneidert haben.

Nun, Deiner Logik nach könnte man mal die Krankenschwestern
mit der Erstellung des ITBerG beauftragen, oder?

Nein, meiner Logik nach würden die Ärzte eben *keinen* Katalog
der äußerst fragwürdigen Art aufstellen, weil es keinen Sinn
macht.

Übersetzt: „Alle Leistungen, die der Patient wünscht werden bezahlt?“. Da stellt sich mir die Frage, wie das fianzierbar ist.

[…]Auch in den Niederlanden z.B. sind die Krankenhäuser
für Ärzte und Patienten weitaus angenehmer.

Das kann ich ehrlich nicht beurteilen. Ich habe auch keinen Schimmer, wie das holländische Versicherungssystem funktioniert. Und was die Niederläder konkret besser machen als es hier der Fall ist.

Gruß,

Sebastian

Hallo,

Nun ja, das kann man sicher diskutieren. Wie sehe in einem
Feld, was sich dermaßen schnell bewegt wie der IT-Bereich eine
sinnvolle Qualitätssicherung möglich ist, ist mir allerdings
nicht ganz klar.

Hast Du eine Ahnung davon, wie schnell und in welcher enormen
Anzahl sich hierzulande Gesetze ändern?

Nein, zum Glück eher nicht.

Warum sich nicht jeder Trottel „Rechtsberater“ nennen darf und
frei nach Schnauze auf „Barragrafen“ rumstümpern darf, weiß
ich nicht. Finde ich aus dem auch heraus auch eher nicht
sinvoll.

Warum ist es mehr oder weniger Sinnvoll, als die Tatsache,
dass jeder Trottel sich „IT-Berater“ nennen und frei nach
Schnauze an „nicht funzenden Schniddställen“ rumstümpern darf?

Nun, das ist etwa gleich (wenig?) sinnvoll.

Gruß,

Sebastian

Guten mittag,

Die mit Abstand am häufigsten vertretene Berufsgruppe ist
*dramatische Pause* die der Juristen.

Ja und? Wenn die größte Gruppe 20% ausmacht, welche Chance hat
sie dann, eine Abschaffung des Gesetzes bei einer Abstimmung
im Bundestag im Bundestag zu verhindern?

Bist Du wirklich so naiv?

Da frage ich doch einfach mal zurück, ob Du wirklich so paranoid bist.

Gruß,
Christian

Hallo,

Fangen wir mal ganz vorne an: Bei Geburt des Kindes wird
Nabelschnurblut entnommen und die pluripotenten Zellen werden
bei minus 80° C eingefroren. Kostet nach meinem derzeitigen
Wissen rund 5000 € auf dem privaten Markt, wenn man es in
Polen machen lässt deutlich weniger, etwa 1500 €.

Abgesehen davon, dass ich mich frage, wieso diese Prozedur 5000,- EUR kosten soll halte ich das nicht für medizinisch notwendig. Wenn hingegen jemand – egal in welchem Alter und egal wie versichert – erkrankt, dann hat er gefälligst ein Anrecht auf das maximal mögliche. Dazu zählen z.B. moderne, nebenwirkungsamre Arzneimittel, auch wenn in der Wirkung identische Arzneimittel – allerdings mit hammerharten Nebenwirkungen – billiger zu haben sind. Hüftprothesen und Zahnersatz aus keramischen Werkstoffen, vernünftig entspiegelte Brillengläser aus leichtem Kunststoff, ausreichende Physiotherapie, etc. gehören meiner Meinung nach durchaus in den Bereich dessen, was man jedem Patienten zugestehen sollte. Nicht dazu zähle ich hingegen homöopatischen Firlefanz und esotherische Maßnahmen. Komischerweise sind gerade da säckeweise Ärzte unterwegs, die das anbieten.

Als nächstes wird das komplette Genom durchsequenziert um
genetisch erkennbare Erkrankungen zu erkennen.

Ja und? Wo ist das Problem? Das wird heute schon gemacht, wenn man z.B. die Ursache für eine urplötzlich auftretende schwere Erkrankung herausfinden möchte. Es ist auch nicht besonders aufwändig und für den Patienten erheblich schonender, als eine Behandlung auf Verdacht.

Wir verstehen unter „Maximalmedizin“ offensichtlich verschiedene Dinge. Das diese Medizin finanzierbar ist, sieht man daran, dass private Krankenkassen sie i.d.R. klaglos übernehmen und durchaus bezahlbare Beiträge anbieten. In meinem Fall ca. 100,- EUR unter meinem derzeitigen Zwangskrankenkassenbeitrag.

Verrätst Du mir mal, wo Du Deine Druckerpatronen herbekommst?
Für derartige Maximalmedizin ist wohl kaum der Rohstoff zum
Drucken der benötigten Geldscheine finanzierbar.

Dummes Gesabbel ohne jeden Nährwert.

Denkst Du, der Katalog wäre besser geworden, wenn man ihn
durch Piloten oder Friseurinnen hätte zusammenstellen lassen?

Ich denke es wäre am besten, man überließe die Entscheidung
über Sinnvoll oder nicht dem einzelnen Arzt.

Sondern wem? Der Krankenversicherun?

Du hast offenbar den Satzbau nicht verstanden. Ich will gerade, dass man die Entscheidung dem einzelnen Arzt überlässt. Nicht irgendeinem Verband, der Pharmalobby oder gar irgendwelchen Gesundheitsbürokraten.

Nein, meiner Logik nach würden die Ärzte eben *keinen* Katalog
der äußerst fragwürdigen Art aufstellen, weil es keinen Sinn
macht.

Übersetzt: „Alle Leistungen, die der Patient wünscht werden
bezahlt?“. Da stellt sich mir die Frage, wie das fianzierbar
ist.

Nein. Alles, was der Arzt für sinnvoll hält, wird gemacht und bezahlt. So sind dann Fälle, in denen z.B. ein erfahrener Arzt einem Zungenkrebspatienten ein hochwirksames Schmerzpräparat verschreibt, das diesem z.B. erst das Essen und Trinken wieder ermöglicht, dafür aber von der Krankenkasse mit 70.000,- EUR Strafgeldern belegt wird, weil dieses Mittel offiziell nur bei AIDS-Patienten verschrieben werden darf, nicht mehr möglich.

Hmm … vielleicht sollten wir diese Diskussion aber in das Medizin-Brett verlegen? Es wird hier off topic, ich will aber nichts abwürgen.

Gruß

Fritze

Hallo,

Da frage ich doch einfach mal zurück, ob Du wirklich so
paranoid bist.

Mir sind immer noch keine sachlich fundierten Argumente bekannt, die einerseits für die Beibehaltung des RBerG sprechen, andererseits nicht gleichzeitig dringend für die Einführung entsprechender Gesetze für alle anderen Beratungsdienstleistungen sprechen.

Die einzige Erklärung dafür ist, dass die Juristen offenbar besser verteten sind, als die restlichen Beraterberufe.

Im übrigen würde mich mal interessieren, wer wann zu den Abstimmungen über genau dieses Gesetz erschienen ist. Die Juristen stellen mehr als 20% des Parlaments (nicht alle Juristen arbeiten freiberuflich) und es entscheidet bei Abstimmungen die Mehrheit der Anwesenden Parlamentarier, nicht etwa eine absolute Mehrheit des Bundestages.

Das es also ca. 25% Jursisten mit heftigst tätigen Verbänden im Rücken leichter haben, Dinge zu bewegen, als ca. 6% Ingenieure mit schnarchnasigen Männergesangsvereinen anstelle von Berufsverbänden, dass sollte nicht schwer zu verstehen sein.

Gruß

Fritze

Hallo,

Fangen wir mal ganz vorne an: Bei Geburt des Kindes wird
Nabelschnurblut entnommen und die pluripotenten Zellen werden
bei minus 80° C eingefroren. Kostet nach meinem derzeitigen
Wissen rund 5000 € auf dem privaten Markt, wenn man es in
Polen machen lässt deutlich weniger, etwa 1500 €.

Abgesehen davon, dass ich mich frage, wieso diese Prozedur
5000,- EUR kosten soll halte ich das nicht für medizinisch
notwendig.

Nun, das wird als Prevention verkauft: wenn der Patient mal später eine bösartige Erkrankung hat, kann man das Knochenmark total tot machen und nachher die eingefrorenen Zellen wieder nutzen, um die Blutbildung wieder in Gang zu bringen. Und daß Prevetion zu den Aufgaben der Krankenversicherung zählt, das wird kaum jemand abstreiten…

Damit wir uns richtig verstehen: ich halte dieses Konzept für vollkommen idiotisch, aber es gibt erstaunlicherweise genug Leute, die das für gut halten. Und Du wirst problemlos Ärzte finden, die das für sinnvoll halten.

Wenn hingegen jemand – egal in welchem Alter und
egal wie versichert – erkrankt, dann hat er gefälligst ein
Anrecht auf das maximal mögliche.

Als nächstes wird das komplette Genom durchsequenziert um
genetisch erkennbare Erkrankungen zu erkennen.

Ja und? Wo ist das Problem? Das wird heute schon gemacht, wenn
man z.B. die Ursache für eine urplötzlich auftretende schwere
Erkrankung herausfinden möchte.

Nein, es wird eben nicht das komplette Genom durchseqeenziert sondern das der Fragestellung entsprechende Gen.

Es ist auch nicht besonders
aufwändig

In Euro ausgedrückt ist das eine vergleichsweise teure Untersuchung. Un wenn man sie auf die gesamte Bevöklerung ausschüttet um alle Erkrankungen zu finden (wir wollen ja auch preventive Maximalmedizin, nicht wahr?) wird es schlicht unbezahlbar.

und für den Patienten erheblich schonender, als eine
Behandlung auf Verdacht.

Nun, im konkreten Verdachtsfall gebe ich Dir da komplett recht.

Wir verstehen unter „Maximalmedizin“ offensichtlich
verschiedene Dinge.

Ich vermute, wir verstehen unter „Medizin“ etwas anderes. Ich schließe den Bereich der Preventivmedizin mit ein.

Das diese Medizin finanzierbar ist, sieht
man daran, dass private Krankenkassen sie i.d.R. klaglos
übernehmen und durchaus bezahlbare Beiträge anbieten.

Nun, zu glauben, private Krankenkassen böten alles an, was geht ist auch ein Irrglaube. Sie bezahlen in der Regel aber in der Tat mehr als die gesetzlichen Krankenkassen.

Nur darfst Du auch nicht vergessen, daß da bereits eine Risikoselektion stattgefunden hat. Wer jung und gesund ist, ist in den privaten Krankenkassen willkommen.

In
meinem Fall ca. 100,- EUR unter meinem derzeitigen
Zwangskrankenkassenbeitrag.

„man Risikoselektion“. Ja, ich würde auch tonnenweise weniger Geld bezahlen wäre ich privat versichert.

Denkst Du, der Katalog wäre besser geworden, wenn man ihn
durch Piloten oder Friseurinnen hätte zusammenstellen lassen?

Ich denke es wäre am besten, man überließe die Entscheidung
über Sinnvoll oder nicht dem einzelnen Arzt.

Sondern wem? Der Krankenversicherun?

Du hast offenbar den Satzbau nicht verstanden.

Jaja, in der Tat.

Ich will
gerade, dass man die Entscheidung dem einzelnen Arzt
überlässt. Nicht irgendeinem Verband, der Pharmalobby oder gar
irgendwelchen Gesundheitsbürokraten.

Na, dann wollen wir mal hoffen, daß der einzelne Arzt nicht gerade eine nette Fortbildung im netten Wintersportort finanziert bekommen hat …

Ich sehe den Verzicht auf Listen nicht als Lösung des Abhängigkeitsproblemes (die Werbeindustrie dürfte es aber freuen, wenn alle möglichen Firmen für irgendwelche krautigen Therapien anfanhen Werbung zu machen).

Nein. Alles, was der Arzt für sinnvoll hält, wird gemacht und
bezahlt.

Das wäre schön, wenn es funktioniert.

So sind dann Fälle, in denen z.B. ein erfahrener Arzt
einem Zungenkrebspatienten ein hochwirksames Schmerzpräparat
verschreibt, das diesem z.B. erst das Essen und Trinken wieder
ermöglicht, dafür aber von der Krankenkasse mit 70.000,- EUR
Strafgeldern belegt wird, weil dieses Mittel offiziell nur bei
AIDS-Patienten verschrieben werden darf, nicht mehr möglich.

Ja, das ist ein schönes Beispiel, wie scheiße etwas laufen kann und nicht sollte.

Ich halte Listen dnnoch grundsätzlich für eine gute Idee. Es ist schon eine gute Idee, einen Konsens über anerkannte Therapien zu haben und keinen Kokolores zu finanzieren. Manche fahren total auf Homöopathie ab, Du eher nicht… Wie dies Listen zustandekommen, ist dann in der Tat ein anderes Thema und ich will garnicht bestreten, daß die Begehrlichkeiten bei der Erstellung solcher Listen milliardenschwer sind und entsprechend eine Einflußnahme versucht wird (und eben nicht immer erfolglos). Nur - wie gesagt - das Problem der möglichen Abhängigkeit von der $PHARMAINDUSTRIE löst man eben nicht durch Abschaffung der Listen. Man verteilt es allenfalls in die Breite.

Hmm … vielleicht sollten wir diese Diskussion aber in das
Medizin-Brett verlegen?

Ja, meinetwegen. Ich weiß nicht, wie man Threads am gescheitesten umzieht ohne daß allzuviel verlorengeht.

Es wird hier off topic

In der Tat.

Gruß,

Sebastian

Gutn abend,

Da frage ich doch einfach mal zurück, ob Du wirklich so
paranoid bist.

Mir sind immer noch keine sachlich fundierten Argumente
bekannt, die einerseits für die Beibehaltung des RBerG
sprechen, andererseits nicht gleichzeitig dringend für die
Einführung entsprechender Gesetze für alle anderen
Beratungsdienstleistungen sprechen.

für das Einerseits (zumindest einen Teil davon) gibts den guten Grund, daß nicht jeder Hinz rumrennen und Rechtsberatung erteilen soll. Daß das Rechtsberatungsgesetz einer Überarbeitung bedarf, siehst Du nicht allein so, sondern auch ich sowie das Justizministerium.

In Deinem doch leicht irrational anmutenden Sturmlauf solltest Du Dich aber trotzdem oder gerade deswegen an die Bundestagsabgeordneten wenden und nicht an die praktizierenden Anwälte.

Im übrigen würde mich mal interessieren, wer wann zu den
Abstimmungen über genau dieses Gesetz erschienen ist.

Welche Abstimmungen?

Gruß,
Christian