Warum keine alternative Lacke oder Beschichtungen?

Hi,
warum gibt es nur so wenige alternative Lacke? Ich meine nicht die Farbe, sondern die Art der Lackierung von PKW.
Bei diversen Ausstattungsmerkmalen gibt (gab) es immerhin Variationen, bei den Lacken gibt es quer durch ALLE Fahrzeugklassen und ALLE Hersteller grade mal nur metalic und evtl noch nicht-metalic. Beide sind mehrschichtig, hochglänzend und äußerst empfindlich gegen Beschädigungen.

Warum gibt es nicht z.B. kostengünstigere und matte Einschichtlakierungen? Was interessiert Fahrern von Pritschenwagen, Handwerkerfahrzeugen, Dacias und preisbewusste Käufer denn der hochglänzende Decklack der bei einem Kratzer gleich Wert mindernd wirkt??

Auch könnte ich mir andere Oberflächenbeschichtungen als Lack vorstellen (Kunststoff, …). Warum gibts das ÜBERHAUPT nicht?

Alles was ich kenne sich Sonderlackierungen a la Militär oder gar kein Lack a la DeLorean.

Vg,
J~

Hallo

Der Grund warum es das nicht gibt nennt sich „Marketing“.

Lack ist übrigens Kunststoff.

Der DeLorean ist ein schlechtes Beispiel, da zum einen nur ein Nischenfahrzeug, zum anderen wollte John DeLorean das Fahrzeug so haben, damit der Kunde sich das Fahrzeug nach seinen eigenen Vorstellungen gestalten kann. So ein Fahrzeug wird aber angesichts der Metallpreise heute mit Sicherheit keiner mehr produzieren, da würde für die Hersteller nicht mehr genug Profit herausspringen um Millionen Abfindungen für scheidende Vorstandsmitglieder und Puffbesuche in Brasilien zu finanzieren.

Horst

Es gibt aber noch die möglichlichkeit sich nen normal lackiertes fahrzeug zu kaufen udn es dann von Fachleuchten komplett in einer anderen oder der selben farbe überkleben zu lassen.

Das ist einfach eine selbstklebende folie die über den lack geklebt wird.

Sieht gut aus und schützt den lack , wenn du das fahrzeug dann mal verkaufen willst , ziehst du diese relativ dicke schutzfolie einfach ab und hast nen tadelosen lack der den vk preis steigert xD

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Der Grund warum es das nicht gibt nennt sich „Marketing“.

„Marketing“ heißt doch es wir gekauft, obwohls keiner braucht, oder? :wink:

Lack ist übrigens Kunststoff.

Ja, aber Kunststoff die die meisten als solche wahrnehmen fühlen sich oft anders an. Teflon z.B. oder auch andere.

Der DeLorean ist ein schlechtes Beispiel,

ja, ich weiß. deswegen stand der auch ganz unten unter „Sonstiges“ :smile:

Grüße,
J~

Hi,

Der Grund warum es das nicht gibt nennt sich „Marketing“.

Ein weiterer Grund ist, dass der Hersteller keine zwei - vom System her - völlig unterschiedlichen Lacke auf der Produktionsstraße vorhalten muss.
Ein weiterer Grund ist, dass Glanzlacke sich besser sauberhalten lassen als Mattlacke und damit widerstandsfähiger gegen Umwelteinflüsse sind.

Lack ist übrigens Kunststoff.

Jeder nicht natürliche Stoff ist Kunststoff. Deshalb heißt er ja so.

Der DeLorean ist ein schlechtes Beispiel, da zum einen nur ein
Nischenfahrzeug, zum anderen wollte John DeLorean das Fahrzeug
so haben, damit der Kunde sich das Fahrzeug nach seinen
eigenen Vorstellungen gestalten kann.

Was will man bei gebürstetem Edelstahl denn selber gestalten? Die Autos wurden nicht lackiert, eben weil sie aus Edelstahl waren.

So ein Fahrzeug wird
aber angesichts der Metallpreise heute mit Sicherheit keiner
mehr produzieren, da würde für die Hersteller nicht mehr genug
Profit herausspringen um Millionen Abfindungen für scheidende
Vorstandsmitglieder und Puffbesuche in Brasilien zu
finanzieren.

Was soll dieser Unsinn? Geht’s noch?

Was soll dieser Unsinn? Geht’s noch?

Liest Du keine Zeitung? Oder vielleicht auch Zeitschriften wie Fokus, Spiegel oder Stern? Die sind voll mit diesem „Unsinn“.

Was soll dieser Unsinn? Geht’s noch?

Liest Du keine Zeitung? Oder vielleicht auch Zeitschriften wie
Fokus, Spiegel oder Stern? Die sind voll mit diesem „Unsinn“.

Die wollen/müssen damit Geld verdienen und schreiben daher derlei Zeugs, was schlimm genug, aber zumindest logisch erklärbar ist.
Diese Erklärung fällt in deinem Fall weg. Du willst also nur die Sau rauslassen, was weder dem Austausch von Wissen dient noch sonderlich amüsant ist.
Ergo: Thema verfehlt, setzen, sechs.

Hallo,

mehr produzieren, da würde für die Hersteller nicht mehr genug
Profit herausspringen um Millionen Abfindungen für scheidende
Vorstandsmitglieder und Puffbesuche in Brasilien zu
finanzieren.

Was soll dieser Unsinn? Geht’s noch?

Ich sehe das durchaus auch nicht als Unfug. Zwar geht es primär nicht um Abfindungen für wegen Unfähigkeit gegangener Manager und um Puffbesuch für Arbeitnehmervertreter, weil diese Dinge letztendlich gewinnsteigernd wirken. Aber die Planung der Preisgelder für die nächste Golfsaison der Großaktionäre ist auch nicht viel besser und dürfte von Unternehmensgewinnen abhängig sein. Auch wenn da die Lackqualität nicht die entscheidende Rolle spielt, sondern eher die Arbeistplatzverlagerung nach beispielsweise Indien, China und Rumänien und neuerdings Vietnam (in Indien werden die letztendlich eher unterdurchschnittlichen bis maximal mittelmäßigen Sofwarentwickler inzwischen schon zu teuer).

Gruß
schubtil

Hi,

Ich sehe das durchaus auch nicht als Unfug.

Und was genau hatte das mit der Eingangsfrage bez. des Lacks zu tun?
Oder bist du tatsächlich der Meinung, dass, wenn irgendwelche Lacke nicht angeboten werden, die genannten Gründe als Ursache zu sehen sind?

WoDi

Wenn Du mal in der Chronologie der Frage zurückgehst wirst Du vielleicht feststellen, daß sich diese Teilantwort die Du gerade zerpflückst lediglich auf die ursprünglich gestellte Teilfrage bzgl. Autos aus unlackiertem Edelstahl wie z.B. den DeLorean DMC-12 bezieht und mit der Teilfrage „Lack“ überhaupt nichts zu tun hat (und auch noch nie zu tun hatte).
Also Herr Oberlehrer, bitte erst mal das Gesamtbild überschauen und dann Urteilen.

Horst

Also Herr Oberlehrer, bitte erst mal das Gesamtbild
überschauen und dann Urteilen.

Ich urteile nicht, ich vergebe Noten. Deine war und bleibt sechs.

WoDi

Ich urteile nicht, ich vergebe Noten. Deine war und bleibt
sechs.

Da erkennt man mal wieder den typischen Lehrer - keine Ahnung von der Realität.

Da erkennt man mal wieder den typischen Lehrer - keine Ahnung
von der Realität.

*Kicher* Der war gut…:smile:
Bedenke bitte immer, dass die Realität in Wirklichkeit ganz anders aussieht.
Davon abgesehen war ich nie Lehrer.

Auf die Realität ist man nie vorbereitet, die sieht immer anders aus als man denkt.

Hallo!

warum gibt es nur so wenige alternative Lacke? Ich meine nicht
die Farbe, sondern die Art der Lackierung von PKW.

Neben Marketing und Puffbesuchen gibt es dafür noch einen weiteren wichtigen Grund: den Kunden.

Er will eine mit sinnloser, anfälliger Elektronik vollgestopfte übergewichtige Blechkiste für den Preis einer Eigentumswohnung in Ludwigshafen…

Zum Thema:
Blech muss gegen Feuchtigkeit geschützt werden, um Korrosion zu vermeiden. Dafür eignet sich typischer Lack am besten, da leicht und leicht zu verarbeiten.
Zudem ist typischer Lack optisch ansprechend.
Nachteil ist eben Kratz- und Schlagfestigkeit. Dafür könnte man sein Auto mit Industrie- oder Nato-Lack lackieren lassen. Einfach nur 10 Schichten Klarlack aufs blanke Blech würde auch gehen. Da würde man Kratzer kaum sehen.

Einige Hersteller bauen Teile der Karosserie oder sogar den gesamten sichtbaren Überbau aus Kunststoff. Dieser ist meist durchgefärbt, Kratzer gehen also auf keine Grundierung sondern einfach nur ins Plastik und fertig. Bsp.: Corvette.
Sogar Carbon wäre möglich, ist allerdings sehr teuer. Kohlefaser wird im Rennwagenbau viel, bei PKW eher selten (z.B. Dach des BMW M3 CSL) eingesetzt.

Generell ist alles möglich, der Kunde muss es nur bezahlen.
Und da ihm ein Gimmick-überfrachtetes Blechauto zum (relativ gesehen) niedrigen Preis altuell noch lieber ist, als ein leichtes, sparsames Auto aus innovativen Materialien, wird der Markt seitens der Hersteller entsprechend bedient.

Das muss man u.a. beim Thema Auto immer bedenken: wir leben nicht in der DDR, wo der Staat vorgab, was im Angebot ist. Der Käufer hat die Macht das zu fordern, was er will. Darauf reagieren dann die Anbieter und versuchen, den Wunsch der breiten Kunden-Masse möglichst gut zu treffen, um möglichst viele Produkte zu verkaufen.
Die Autos, welche wir aktuell fahren, haben wir also selbst gewollt. Meckern gilt daher nicht.

Wenn der Deutsche wieder innovative, moderne, ökonomische Autos für einen vernünftigen Preis aus Deutschland kaufen möchte, muss er die deutschen Hersteller zunächst einmal bzgl. ihrer aktuellen Modellpalette abstrafen und eben nicht „trotzdem“ immer wieder den völlig überteuerten, qualitativ dem Preis unangemessen ausgeführten VW kaufen…

Gruß,
M.

Volksporsche
Hi,

Neben Marketing und Puffbesuchen gibt es dafür noch einen
weiteren wichtigen Grund: den Kunden.

ja, zum großen Teil stimme ich dir zu. Der Kunde ist ein wichtiges Teil des Marktes, was BTW viele Kunden aber nicht erkennen. Manche Kundenwünsche/-bedürfnisse müssen sich aber auch einerseits erst entwickeln und brauchen dafür Startbedingugen, andererseits versuchen die Marktanbieter die Wünsche eben auch zu beeinflussen z.B. in dem die Verkäufer ihnen was vorlügen.

Er will eine mit sinnloser, anfälliger Elektronik
vollgestopfte übergewichtige Blechkiste für den Preis einer
Eigentumswohnung in Ludwigshafen…

Jein. Viele Kunden wollen das so und kaufen deshalb ja auch gerne deutsche Autos. Aber eine größerwerdende Anzahl will andere Produkte und kauft Dacias, Ladas, … oder eben Arbeitsfahrzeuge a la VW-Transporter. und TROTZDEM es hier (etwas) Vielfalt gibt, werden KEINE Alternativen zum klassischen Grundierung-Farblack-Glanzdecklack-System angeboten. DAS verwundert mich.

Blech muss gegen Feuchtigkeit geschützt werden, um Korrosion
zu vermeiden. Dafür eignet sich typischer Lack am besten, da
leicht und leicht zu verarbeiten.

Man könnte den Decklack weglassen oder zweimal farblackieren was uU eine Produktionsvereinfachung(Kostenerspanis) wäre.

Zudem ist typischer Lack optisch ansprechend.

Ja, aber vielleicht gibts Kunden die das nicht haben und bezahlen wollen? Es gibt Flugtickets mit und ohne Beifreiheit, Tageszeitung, Gepäckbeförderung, Bordessen. Kann man sich je nach Preis aussuchen. Zur Lackierung gibts keine Alternative.

Generell ist alles möglich, der Kunde muss es nur bezahlen.

Jaja, es ging mir nicht um Sonderlackierungen zum Extrapreis sondern um Standardausstattungen :smile:

Die Autos, welche wir aktuell fahren, haben wir also selbst
gewollt. Meckern gilt daher nicht.

Ich meckere nicht, ich habe mich nur gewundert. Ich würde auch ein Gebrauchtwagen mit Lackschäden ohne weiteres kaufen wenn ich dadurch Geld sparen würde. Ich hörte, Franzosen legen auch wenige Wert auf die Beseitigung von optischen Fahrzeugscgäden.

ihrer aktuellen Modellpalette abstrafen

Ein deutsches Auto kommt für mich aktuell nicht im Ansatz in Frage. Dabei bevorzuge ich an sich regionale Produkte sogar.

und eben nicht
„trotzdem“ immer wieder den völlig überteuerten, qualitativ
dem Preis unangemessen ausgeführten VW kaufen…

Auch Volksporsche genannt :smile:

J~

Hallo!

Warum gibt es nicht z.B. kostengünstigere und matte
Einschichtlakierungen? Was interessiert Fahrern von
Pritschenwagen, Handwerkerfahrzeugen,

Hallo!

Also ich denke, da liegst Du falsch.
Einschichtlackierungen gibt es doch, hat fast jeder Handwerkertransporter, und mein 4er Golf auch.

Dass man den Lack nicht so auf’s blanke Blech spritzen kann, hat technische Gründe.
Da kommt untendrunter eine Phosphatierung, dann so ein Grund-Füller,
sozusagen als Lackunterbau.

Aber bei meinem Golf ist da dann nur noch eine Lackschicht drauf.
Vielleicht 2 oder 3 mal übereinander, das weiss ich nicht, ist aber so.

Der Golf war auch nicht teuer, das ist einer von den vielen blauen TDI, mit denen so vor 10 Jahren viele Flotten kostenbewusser Firmen ausgerüstet wurden.
Da fahren bei uns noch viele identische Autos rum, sogar nur mit Kurbelfenstern, und ohne viel Schnickschnack.
Deshalb habe ich mir den auch gekauft.

Grüße, Steffen!

Hi,

Also ich denke, da liegst Du falsch.

hmm, ich dachte, über den Farblack kommt immer eine Schicht Klarlack? Ist das bei non-metalic nicht so? Oder früher mal anders gewesen? Du bringst mich echt ins Grübeln, kann sein, dass ich falsch lag :wink:

Da kommt untendrunter eine Phosphatierung, dann so ein
Grund-Füller,
sozusagen als Lackunterbau.

Ja klar, das meinte ich nicht. Aber vielleicht könnte man den Unterbau einsparen, wenn man gar nicht drüberlackieren will? Z.B. weil man das Blech anders schützt.

VG,
J~

Hallo!

hmm, ich dachte, über den Farblack kommt immer eine Schicht
Klarlack? Ist das bei non-metalic nicht so? Oder früher mal
anders gewesen? Du bringst mich echt ins Grübeln, kann sein,
dass ich falsch lag :wink:

Ja, scheinbar doch. Die metallic- usw. Lacke brauchen zwingend eine Schicht Klarlack,
die ganz normalen Lacke nicht. Wieweit es die heute noch gibt, weiss ich aber nicht,
mein 10 Jahre alter Golf hat aber definitiv so eine Lackierung ohne Klarlack.

Da kommt untendrunter eine Phosphatierung, dann so ein
Grund-Füller,
sozusagen als Lackunterbau.

Ja klar, das meinte ich nicht. Aber vielleicht könnte man den
Unterbau einsparen, wenn man gar nicht drüberlackieren will?
Z.B. weil man das Blech anders schützt.

Ja, man könnte das Pulverbeschichten,
erst am Freitag war ich in einer Behindertenwerkstatt, die das machen.
Ich habe da mit dem entsprechendem Abteilungsleiter lange darüber geredet,
was da alles machbar ist, und was nicht usw… hab mir auch einige Sachen zeigen lassen.
Das hat etwa die Lackqualität vom Trabi, also kein super-Hochglanz, den man als Rasierspiegel verwenden kann. Aber sehr haltbar und mechanich belastbar. Für Nutzfahrzeuge wäre das auch OK,
ist aber sehr aufwändig, und kleine Schäden lassen sich nicht so einfach ausbessern, wie beim üblichen Lack.

Übrigens gibt es auch LKW- Rahmenlacke, die haben eine andere Zusammensetzung als die üblichen Lacke, die glänzen auch nicht so sehr, aber halten verdammt viel aus.

Grüße, Steffen!

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