hallo raimund,
Ich habe immer den Eindruck, dass es den Verteidigern der
Legalisierung nur um eines geht: Kohle machen. Nach der
Legalisierung von Hasch kommt dann die Legalisierung von
Heroin, oder?
unsinn, wenn ich nach legalisierung rufe (und auch alle meiner kumpels) dann geht es mir/uns nicht darum nen shop aufmachen zu dürfen, sondern ich möchte mir mein eckchen in aller ruhe im laden besorgen können ohne mich ständig umzuschauen. und ich möchte zu hause in aller ruhe entspannen: mit meinem pfeifchen, nem buch dabei oder ner stundenlangen diskussion über, hmmm. z.b. warum zuviel klosettwasser-verbrauch in deutschland den grundwasserspiegel senkt
, oder musik hören und dabei zu schweben *doppelgrins*
meine genialsten lernphasen hatte ich übrigens wenn ich mir eine ganz kleine pfeife graucht habe, die konzentrationsfähigkeit auf ein thema wird ungeheuer gesteigert nd man blickt voll durch.
ich lag letzte woche noch im krankenhaus und hab da nen 50jährigen kennengelernt, der mit seinen söhen (so ca. 17 und 19) gekifft hat, weil die ihm immer wieder gesagt haben das wär harmlos, und da er keine gegenargumente hatte, jedenfalls keine wirklich stichhaltigen, hat er kurzerhand mit ihnen den joint kreisen lassen. das ist wohl schon ein paar jahre her, aber er ist immer noch ein normaler mann mit job, haus und familie, ist nicht auf harten dope umgestiegen und hin und wieder raucht er sich jetzt wohl auch mal eine weil er gemerkt hat, wie schön entspannend und anregend das sein kann. und seine söhne stecken auch im ganz normalen alltag und sind keine junkies oder dealer geworden.
es geht mir persönlich auch darum, aus dem dunstbereich der harten drogen wie heroin und was sonst noch alles zu kommen. mit dieser scheisse haben auch die meisten haschichkomsumenten nichts zu tun, diese einsteiger-propaganda wird einfach nur von leuten benutzt, die sich nicht vorstellen können, daß diese droge (hasch) mit sinn und verstand zu benutzten ist, genau wie z.b. alkohol. und wenn hasch legal im shop (apotheke oder coffee-shop etc etc) zu haben ist, werd ich auch wesentlich geringere möglichkeiten haben, dem dealer zu begegnen der mir zwecks profit steigerung die harten drogen andrehen will. das ist nämlich der punkt, wenn hasch überhaupt als einsteigerdroge zu bezeichnen ist, dann nicht weil die toleranzgrenze (ich glaub der fachbegriff lautet anders?!) gesenkt wird, sondern weil irgend so ein windiger vogel mir die ohren voll labert, daß er da was total geiles hätte, was jaaa noch vieeelllll besser wäre.
diesen kontakt könntest du in einem legalisierten verkaufsbereich nahezu eleminieren, oder?
letztenendes kann man ja nicht alle zum selbsttest zwingen, aber das bild bei dir und bei den meisten anderen hasch-gegnern ist meiner meinung nach (fast) völlig falsch. und wenn der vergleich mit alkohol dazu führt, daß du sagst das wär ja auch nicht gut und schon schlimm genug, dann frag ich dich:„warum das nicht auch verbieten?“ Steuern hin oder her, man muß sich schon entscheiden.
entweder man bleibt unglaubwürdig und hält an einer doppelmoral fest wie es zur zeit der fall ist, oder glaubwürdig dann muß man alle weichen drogen legalisieren, bzw. der staat ist konsequent und verzichtet auf kohle, verbietet dann aber ALLE drogen. dann müssen wir uns nur noch darüber streiten, was denn drogen sind 
schöne grüße, rené