Warum Krank wenn Kalt?

Hallo,
Ich sitz hier gerade über meinen Biobüchern und lerne, wie die Warm- und Kaltsensoren in der Haut auf Temperaturänderungen reagieren. Und da ich jeztt schon ziemlich lang hier sitze, merk ich auch, wie meine eigenen Kaltsensoren immer stärker feuern --> ich fange an zu frieren.

Ich würde jetzt gern sagen: „Stellt euch nicht so an ihr Rezeptoren, so kalt ist es gar nicht!“ oder ich würde gerne meine Wahrnehmung ändern und sagen: „Ich spüre, dass es kälter wurde, aber ich friere nicht.“ Das klappt soweit eigentlich auch ganz gut, besonders weil ich gerade zu faul zum aufstehen bin, aber dann fällt mir ein, dass ich ja krank werden könnte. Doch Warum?

Sind jetzt mehr Bakterien in der Luft, weil die kälteres Klima lieber haben, oder wird mein Immunsystem träger und ineffektiver? Woran liegt es, dass die Menschen krank werden, sobald es ein bisschen kühler wird? Dass man sich dann von anderen Personen ansteckt, ist mir klar, aber einer muss ja mit dem ganzen Krankheitszeug anfangen.

Lieber Thomas,

es gibt keinen Automatismus Kalt=Erkältung! Ein gesunder Organimus kann sich gegen alle Krankheiten wehren, sorgt also dafür das er gar nicht krank wird.

Um seinen Organimus gesund zu erhalten gibt es viele Punkte zu beachten, die ich hier jetzt aber nicht alle ausführen kann.

Ich selbst interessiere mich seit 16 Jahren für die tradionelle chinesische Medizin (das Original und nicht die blaße Kopie, wie sie in Europa meist praktiziert wird), da ich seit eben dieser Zeit in Malaysia lebe.

Die chin. Medizin hat über tausenden von Jahren Erfahrungen in der Humanmedizin sammeln können. Insbesondere in der Gesunderhaltung und Revitalsierung des Menschen ist die TCM herausragend.

Wenn es Dich also interessiert, wie Du gesund werden kannst, bzw wie Du Dich gesunderhalten kannst, dann lies Dich am besten in die TCM ein. Es gibt schon einiges nützliches im Internet darüber zum schmökern.

Gesunde Grüße aus Kuala Lumpur sendet Dir

Jörg

Hallo,

also wenn Du nur sitzt und Dich kaum bewegst fährt Dein Körper seine Systeme etwas zurück, das heißt auch, dass Du nicht mehr genug Energie umsetzt um den eigenen Körper auf Temperatur zu halten, Du fängst an zu frieren und weil Deine Muskeln die Wärme brauchen, sorgen sie selbst für Umsatz - sie zittern. (Bei manchen Menschen sinkt der Blutdruck in solchen Situation ganz schön ab und wenn man dann aufsteht schwurbelt es vor den Augen erstmal.->Kreislauf)

Wenn Du eine kalte Peripherie bekommst, sprich (Hände und Füße)-vor allem die Füße!- wird die Durchblutung zurückgefahren und zwar auch die der Schleimhäute, besonders die im Nasen- Rachenraum. Da sie jetzt aber nicht mehr so gut durchblutet werden, haben Keime bessere Chancen sich dort anzusiedeln und zu vermehren -> man wird krank und hat sich eine sog. „Erkältung“ einen viralen Infekt, oder auch eine Blasenentzündung eingefangen.
Anfangs haben meist Viren ihre Finger im Spiel. Durch die an Ort und Stelle geschwächten Abwehrkräfte, können sich zusätzlich Bakterien ansiedeln, dann wird der Schnupfen eitrig und auch bei der Blasenentzündung gibts dann oft in Antibiotikum.

Rauchen begünstigt derlei Vorgänge noch, da Nikotin gefäßverengend wirkt.

Gruß
Maja

Wow,
na da bedanke ich mich doch mal ganz herzlich für diese Antwort, das war genau das, was ich wissen wollte!
Was ich noch nicht so ganz verstehe: Wird die Durchblutung in den Schleimheuten zurückgefahren, WEIL ich kalte Füße habe? Oder ist das ein allgemeiner Effekt, dass die komplette Peripherie abgeschaltet wird, sobald mein Kreislauf nicht mehr genug Energie freisetzt und demnach neben den Füßen halt auch die Schleimheute runtergefahren werden? Wobei das mit den Schleimheuten ja eher kontraproduktiv ist (Erkältung etc.).

Ich werde jetzt wohl als erstes mal 'ne runde joggen gehen :wink:

Viele Grüße und bleibt alle gesund!
Thomas

Hallo,
hier steht ein Artikel zu den Ursachen
„Infektion, Ansteckung?
Der Keim ist nichts, der Nährboden ist alles…“
http://www.dr-schnitzer.de/grippe.html
Demnach kannst Du sofort mit der Grippe-Vorbeugung fuer diesen Winter beginnen.
Gruss Helmut

Hi Thomas,

das ist sozusagen eine negative Nebenwirkung der Drosselung :frowning:
Die Rumpftemperatur zu halten, ist dann das wichtigste.

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an Mama und Oma die immer darauf erpicht waren, dass das Kind nur ja keine kalten Füße bekommt?
Es ist zwar nicht so, dass kalte Füße unbedingt eine Erkältung zur Folge haben, aber die Chancen eine zu bekommen erhöhen sich dennoch.

Gruß
Maja

Hallo,

Es ist zwar nicht so, dass kalte Füße unbedingt eine Erkältung
zur Folge haben, aber die Chancen eine zu bekommen erhöhen
sich dennoch.

das ist zwar umstritten, scheint aber nach neuesten Versuchen durchaus zuzutreffen:

http://www.tk-logo.de/basics/dein-koerper/rmenue.php…
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/12/09/223a1102…

Gruß, Niels

Hello again,

neben einem aktiven Leben ist auch die Umstellung der Nahrung je nach Jahreszeit sehr hilfreich. Gerade in den kalten Monaten, sollte man energiereiche Nahrung bevorzugen. In der TCM wird auch mit pflanzlichen Mitteln wie zB. Ginseng oder Ingwer, die Körperinnentemp. erhöht, weil diese Mittel sehr anregend wirken.

Aber wie mit allem anderen auch - die Menge macht das Gift - also nicht übertreiben, sondern in Maßen dem Körper zuführen.

Noch ein Tipp - das sog. Chi (man könnte es mit der Körperenergie beschreiben, kann aber mit der westlichen Apparatemedizin nicht messen werden, und ist daher für diese nicht existent…) läßt sich schon morgens erhöhen / verstärken, indem Du vor allen anderen Dingen eine Tasse warmes Wasser trinkst. Das ist besser wie jeder Kaffee oder Tee… Also noch vor dem Zähneputzen, eine Tasse warmes Wasser - und der Tag ist Dein Freund (sofern Du ansonsten gesund bist natürlich).

Viel Spaß beim gesund bleiben

Grüße - Jörg