hallo, religiöse udn ethische Gemeinde,
angeregt durch den Engel-Baum stelle ich die Frage, wie es sich denn mit dem Zulassen von Leiden durch „Gott“ verhält.
Ist überhaupt jemand „unschuldig“? Ist das Leid auf der Erde gottgewollt, geduldet, nur selbstverschuldet,
oder ist da gar keine Schuld von niemandem? Weil alles auf das Konto Erfahrung geht?
Für die Reinkarnationsgläubigen ist es ja kein Problem, oder? Wer heute als Baby mißbraucht wird, war womöglich vor 50 Leben ein Mörder?
Was sagt aber ein Andersgläubiger?
Nachts ist es kühl, da diskutiert sichs gut. Danke und Gruß von Geris
Fr. Wille - unschuld. Kinder: Einsicht u. ratlos
Hallo,
na, das wird eine Endlosdiskussion
)
An dem Thema werden wir uns wohl die Zähne ausbeißen.
Als „Ursache“ des Übels auf der Welt, des Bösen, meine ich, ist nicht Gott zu sehen. Gott ist gut, um es mal so lapidar zu sagen.
Aber er hat den Menschen ja einen freien Willen gegeben, sich zwischen Gut (Gott) und böse („Teufel“? Erbsünde? keine Ahnung …) zu entscheiden.
Da aber die Minderheit auf der Welt sich nach Gottes Weg richtet, driftet das Ganze zwangsläufig ins „Böse“ ab.
Krieg, Gewalt usw. ist also auf dem Mist des Menschen gewachsen.
Aber zum Knackpunkt:
warum dann Unschuldige (missbrauchte Kinder) darunter leiden müssen, das verstehe ich allerdings auch nicht und kann ich auch nicht nachvollziehen.
Unter Röm 8,28 steht:
Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen…
Das kann ich gerade noch begreifen, wenn ich z.B. in meinem persönlichen Leben sehe, dass sich nicht alle meine „Träume“ erfüllen, sondern dass es manchmal über „Umwege“ geht, die ich anfangs nicht wollte, die sich aber im Nachhinein als perfekt für mein Leben herausgestellt haben.
Wenn ich das ganze nun aber eine „Ebene höher“ heben wollte und mir kleine unschuldige Kinder ansehe, die missbraucht worden sind und für ihr Leben ruiniert sind … da setzt allerdings jedes Verständnis meinerseits aus …
Ich bin ratlos …
Warum können sich nicht die, die ihren Weg „ohne Gott“ machen wollen, unter sich „die Köpfe einschlagen“ - und warum können da nicht alle anderen, die ihren Weg eben schon „mit Gott“ machen wollen - oder eben völlig Unschuldige, Kinder … nicht von denen verschont bleiben??
Annika.
Hallo Geris,
warum unschuldige leiden? Ich meine, weil die Tat meist nichts mit ihnen als „Person“ zu tun hat, sondern willkürlich und zufällig (zumindest auf das Opfer bezogen) geschieht.
Da ich an den Zufall, aber nicht an die Vorsehung glaube, macht mir dies einiges sehr einfach… Motto: Falsche Zeit, falscher Ort!
Grüße
Jürgen
Aber wo ist Gott?
Hallo Geris,
warum unschuldige leiden? Ich meine, weil die Tat meist nichts
mit ihnen als „Person“ zu tun hat, sondern willkürlich und
zufällig (zumindest auf das Opfer bezogen) geschieht.
Da ich an den Zufall, aber nicht an die Vorsehung glaube,
macht mir dies einiges sehr einfach… Motto: Falsche Zeit,
falscher Ort!
Das stimmt im Prinzip schon - aber wo ist da Gott??
Annika.
Hoi,
Das stimmt im Prinzip schon - aber wo ist da Gott??
Wieso sollte der irgendwo sein?
Das Konzept „Gott“ ist beliebig und willkürlich, und zudem vielfältig.
Dein Gott ist Deine Krücke. Versuch doch lieber mal, zu hüpfen und zu springen.
Gruß,
Malte.
Hallo Geris.
wie es
sich denn mit dem Zulassen von Leiden durch „Gott“ verhält.
Ist überhaupt jemand „unschuldig“? Ist das Leid auf der Erde
gottgewollt, geduldet, nur selbstverschuldet,
oder ist da gar keine Schuld von niemandem? Weil alles auf das
Konto Erfahrung geht?
Im Judentum kommt alles von G’tt. Er ist einzig und Einer. Es gibt bei uns keine Aufteilung in gut und böse als zwei Mächte die miteinander ringen. Alles kommt von G’tt.
Zusätzlich ist alles zum Guten. Letztlich gibt es nichts, was schlecht oder böse wäre und es ist alleine unser Problem, dass wir eine begrenzte Sicht haben und nicht die Dinge dahinter oder eben alles sehen und erfassen können. Dadurch sehen bzw. erleben wir Dinge die für uns nicht verständlich sind. Die uns als Leid erscheinen. (Ähnlich deinem Beispiel mit der Wiedergeburt.)
Und viele dieser Punkte beruhen dannoch darauf, dass wir denken, dass wir auf alles ein Anspruch hätte. Ganz so als wäre uns versprochen, ein langes und glückliches Leben zu haben. Wer sagt das? Im Judentum soll man für alles danken, was wir bekommen, für jeden Tag.
Gleichzeitig besteht an uns der Auftrag gerecht zu sein und für eine gerechte Welt zu sorgen. Allerdings werden wir dieses Ziel nie erreichen, solange nicht die Welt erlöst wird und der Moschiach kommt. Bis dahin werden wir nicht erkennen, was die Folgen unseres Handels sind. Es ist kein leichtes Leben, aber wer hat das auch je behauptet?
Scholem,
Eli
Nirgendwo, die Frage stellt sich überhaupt nicht, bzw. Gott hat hier nichts zu suchen. Unsere Selbstverantwortung und unsere Handlungen und die Bedingungen die wir schaffen wenn wir unsere Möglichkeiten nutzen sind maßgebend für das was geschieht und kaum eine evtl. Schöpfung. Diese schafft nur Möglichkeiten, eingeschränkt durch diverse Grundregeln (physikalischer Natur). Was dies Hervorbringt und was das Hervorgebrachte aus den Möglichkeiten macht liegt (wahrscheinlich) nicht in der Hand einer höheren Instanz, es sei denn man setzt die Grundregeln mit einem Gotteswillen gleich. Wenn dem nicht so wäre würde ich persönlich die Schöpfung (wenn es denn eine ist) als misslungen empfinden (wenn ich das dann überhaupt könnte), so wie sich mir jetzt darstellt kann ich es einfach nur genial nennen (die überbordenden Möglichkeiten und die unglaubliche Vielfalt des Lebens und das was sie hervorbringt finde ich äußerst genial). Was an Ungerechtigkeiten und Leid geschieht steht auf einem anderen Blatt, für mich eine Frage der Einsicht und des Willens und wenn es nun um Dinge geht auf die wir (noch) keinen Einfluss haben, einfach der Preis der Freiheit der aber im Gegensatz zu den Möglichkeiten eher verschwindend gering wiegt.
T.
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Hallo Eli,
Zusätzlich ist alles zum Guten. Letztlich gibt es nichts, was
schlecht oder böse wäre … Im Judentum soll man für alles danken,
was wir bekommen, für jeden Tag.
Danke für deine ausführliche Antwort. Mir persönlich gefällt diese Einstellung gut, besonders der Aufruf zur Dankbarkeit. Damit erschafft man immer eine optimale Energie. Was einen ja nicht hindern muß, über die Wege des Lebens zu reflektieren.
solange nicht die Welt erlöst wird und der
Moschiach kommt. Bis dahin werden wir nicht erkennen, was die
Folgen unseres Handels sind.
Das finde ich sehr interessant. Auch die Christen bauen ja auf die Wieder-/oder -Ankunft eines Erlösers. Hatten sie nicht den Auftrag, das selbst zu erledigen, indem sie die bedingungslose Liebe auf Erden realisieren? Was wird der Erlöser tun, wenn er kommt? Wie wird er aussehen? (männlich, weiblich?) Wird er Freunde finden, die wirklich IHN (den oder die richtige) erwarten, oder steht nicht doch jeder da mit seinem ureigenen Vorstellungsbild, wie ER/SIE oder die Erlösung zu sein hat?
Grüße, Geris
Warum können sich nicht die, die ihren Weg „ohne Gott“ machen
wollen, unter sich „die Köpfe einschlagen“ - und warum können
da nicht alle anderen, die ihren Weg eben schon „mit Gott“
machen wollen - oder eben völlig Unschuldige, Kinder … nicht
von denen verschont bleiben??
Weil das wiedermal die alte unausrottbare Unterstellung ist die den Agnostikern bzw. Atheisten gemacht wird. Nicht an Gott zu glauben, oder sich nicht komplett dafür zu entscheiden bedeutet nicht automatisch das man ein gewalttätiger oder ‚böser‘ Mensch ist. Wie gehabt die meisste Gewalt geht von den aus die sich im Besitz einer Wahrheit wähnen und unfähig sind ihre Position unter anderem Licht zu betrachten (oider schlichtweg zu zerstört oder zu dumm dazu sind). Und dies ist eigentlich eher ein Steckenpferd der diversen fundamentalistischen Religonsvertreter. Außerdem denke ich ist ein Atheist der fähig ist das Leben um sich herum und in sich wahrzunehmen und zu genießen und daran teilzuhaben sicher näher bei Gott als irgendein jammernder Christ, dies ist der Masstab und nicht irgendein Bekenntniss.
T.
Mal ein wenig weitergedacht…
Gleichzeitig besteht an uns der Auftrag gerecht zu sein und
für eine gerechte Welt zu sorgen. Allerdings werden wir dieses
Ziel nie erreichen, solange nicht die Welt erlöst wird und der
Moschiach kommt. Bis dahin werden wir nicht erkennen, was die
Folgen unseres Handels sind. Es ist kein leichtes Leben, aber
wer hat das auch je behauptet?
Gibt es eigentlich noch nähere Ausagen im Judentum die die Reichweite der eigenen Handlung betreffen, ich meine im Sinne von Rezepten wie ‚unschädlich‘ gehandelt werden kann? Dabei meine ich jetzt nicht die diversen Regeln und Gebote, sondern eher ‚Richtungsangaben‘.
T.
Verantwortung abschieben?!
Im Judentum kommt alles von Gott. Er ist einzig und Einer. Es
gibt bei uns keine Aufteilung in gut und böse als zwei Mächte
die miteinander ringen. Alles kommt von Gott.
Aha, und woher stammt diese „Weisheit“?
Aus der Bibel sicher nicht!!!
Also: wer hat’s erfunden wenn nicht die Schweizer???
Auf jeden Fall finde ich so eine Einstellung höchst bedenklich und absolut krass! Was ist DAS bitte für ein Gott …
Ist nicht jeder Mensch schon so?
Wofür braucht es dann noch eine Unterscheidung zwischen Mensch und Gott?
Und: ist das nicht sehr einfach? Quasi „alles Böse kommt auch von Gott“? Na, da bin ich doch als Mensch fein raus, Verantwortung abgeschoben, perfekt!!!
Da kann ich ja dann in Saus’ und Braus’ leben, ist doch egal, jeder Mist kommt doch eh „von Gott“???
Krass!
Nein, die Menschen haben verdammt nochmal die Verantwortung für jeden einzelnen ihrer Schritte zu übernehmen!!! Und da ist die Religion sch…egal!
Der Gott des Alten und der Gott des Neuen Testamentes steht dafür!
Nirgendwo ist die Rede davon, dass ja der arme Mensch eh nix dafür kann.
Kein Gott dieser Erde nimmt die Verantwortung wem auch immer ab!
Und welcher „Gott“ dies täte, wäre garantiert menschengemacht; es ist nur zu menschlich, dass den „schwarzen Peter“ immer ein anderer hat, im Zweifelsfalle eben „Gott“ …
Zusätzlich ist alles zum Guten. Letztlich gibt es nichts, was
schlecht oder böse wäre und es ist alleine unser Problem, dass
wir eine begrenzte Sicht haben und nicht die Dinge dahinter
oder eben alles sehen und erfassen können.
Aha, und das sagt mal bitte den tausenden von Kindern, die missbraucht werden, die keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen … das ist also ihre „begrenzte“ Sicht der Dinge?
Aber mit dieser „begrenzten Sicht der Dinge“ können sie nicht mehr LEBEN! Sich nie mehr FREUEN! Nie mehr ein normales Leben führen! Sie sind bestimmt von Angst und Leid …, weil sie nicht „alles erfassen können“???
Das ist doch Masochismus pur!!!
Aha, und was ist mit den ganzen Konzetrationslagerinsassen???
Hatten die ja auch nur eine „begrenzte Sicht der Dinge“???ß
Haben die nicht wirklich genug gelitten???
Und wer wagt da zu sagen, „das kommt von Gott, weil von Gott gut und böse kommt“???
Ich glaube, mit DER Einstellung machen wir die Welt garantiert nicht besser. Das vermittelt ja eine Lethargie, dass es nicht besser geht!!
Dass Gott so sadistisch sein soll, das kann man sich getrotst abschminken! WO IN DER BIBEL STEHT DAS BITTE???
Gleichzeitig besteht an uns der Auftrag gerecht zu sein und
für eine gerechte Welt zu sorgen. Allerdings werden wir dieses
Ziel nie erreichen, solange nicht die Welt erlöst wird und der
Moschiach kommt.
Es wird nie irgendjemand „kommen“, der uns schön brav die Verantwortung abnimmt!
Wir sind keine Marionetten, wir haben gefälligst selbst einzustehen für den Mist, den wir hier auf Erden verzapfen! Da „haut“ uns keiner raus!
Und es „kommt“ keiner, kann auch nicht, braucht auch nicht. ER ist schon längst DA!
Außerdem, wenn Jesus ein zweites Mal wiederkommt, ist der „Käse eh schon gegessen“. Warum die Leute vertrösten auf was, was schon war?
Werd ich in 100 Jahre nicht verstehen!
Bis dahin werden wir nicht erkennen, was die
Folgen unseres Handels sind.
Na, dann schau mal um acht heute abend die Nachrichten! Die Folgen unseres kleinen menschlichen mißerablen Handelns sind jeden Tag so präsent, dass es zum Himmel nur so schreit!
Annika.
Lest doch erstmal die INTRO-FRAGE!!!
Hoi,
Das stimmt im Prinzip schon - aber wo ist da Gott??
Wieso sollte der irgendwo sein?
Das Konzept „Gott“ ist beliebig und willkürlich, und zudem
vielfältig.Dein Gott ist Deine Krücke. Versuch doch lieber mal, zu hüpfen
und zu springen.
Hallo,
aber ihr beide schreibt doch am Thema vorbei.
Fragestellung war:
„wie es sich denn mit dem Zulassen von Leiden durch „Gott“ verhält.“
Also ist hier sehr wohl das Thema „wo ist da Gott“???
Annika
Uns gehts zu gut!
Weil das wiedermal die alte unausrottbare Unterstellung ist
die den Agnostikern bzw. Atheisten gemacht wird. Nicht an Gott
zu glauben, oder sich nicht komplett dafür zu entscheiden
bedeutet nicht automatisch das man ein gewalttätiger oder
‚böser‘ Mensch ist.
Wer sagt das denn? Ich nicht!
Ich habe lediglich gesagt: wer sich die „Köpfe einschlagen“ will als Metapher für alles „Böse und Gewalt“, sollte - idealweise unmachbar - dies „unter sich“ tun.
Sicherlich gibt es auch „gewaltlose“ Atheisten … genauso wie es verkappte Christen oder verkappte Juden oder verkappte sonstwas gibt. Das steht ja wohl außer Frage.
Aber deine Antwort geht an der Frage vorbei:
was ist nun mit missbrauchten Kindern???
Wo bleibt da Gott, wo bleibt die Hilfe für diese Kinder, die nun - Atheist oder Christ - weiß Gott nichts dafür können, dass man ihnen so das Leben zerstört, bevor es richtig begonnen hat???
Wenn ich diese Diskussion hier so verfolge, meine ich, uns gehts wirklich zu gut!
Kann eigentlich keiner nachempfinden, wie ein Mensch, der größtmöglichstes Leid erlebt hat, fragen MUSS: und wo war „mein Gott“???
Als Christ lebt man mit der Haltung „siehe, ich bin bei dir bis an der Welt Ende“ oder „ich bin der Herr, dein Arzt“ usw. - da stellt sich doch dann berechtigterweise die Frage, wenn mir jemand z.B. mein Kind vergewaltigen würde: wo war Gott???
DARUM geht es und nicht um eine Aneinanderreihung von Floskeln.
Wie gehabt die meisste Gewalt geht von den
aus die sich im Besitz einer Wahrheit wähnen und unfähig sind
ihre Position unter anderem Licht zu betrachten (oider
schlichtweg zu zerstört oder zu dumm dazu sind). Und dies ist
eigentlich eher ein Steckenpferd der diversen
fundamentalistischen Religonsvertreter.
Oha, sehr einseitige Sichtweise!
Weißt du eigentlich, dass nicht nur Krieg und Vergewaltigung ein „Übel“ auf der Welt sind?
Meinst du nicht, dass du als Mensch wie JEDER andere auch, sein SCherflein dazu beiträgt?
JEDER Mensch ist schlecht und es gibt keinen einzigen auf der Welt, der nicht seinen „Dreck am Stecken“ hat.
„Böse“ ist „böse“ - die Bibel macht da keinen Unterschied - und dazu bräuchte man auch nicht mal die Bibel und den „Glauben“, welchen auch immer, um zu sehen, sehen zu MÜSSEN, dass JEDER Einzelne sein Scherflein dazu beiträgt, dass es mit uns allen bergab geht.
Das auf die „Fundamentalisten“ und Konsorten wiedermal „abzuschieben“, ist nur allzu typisch menschlich! „Schuld“ hatten und haben schon immer die „Anderen“, das ist ein Phänomen, das ist so alt wie die Welt.
„Wer von euch ohne Sünde sei, der werfe den ersten Stein“, nicht?
Und das führt dann diese folgende Aussage auch ad absurdum:
Außerdem denke ich ist
ein Atheist der fähig ist das Leben um sich herum und in sich
wahrzunehmen und zu genießen und daran teilzuhaben sicher
näher bei Gott als irgendein jammernder Christ, dies ist der
Masstab und nicht irgendein Bekenntniss.
By the way: auch in der neuen Rechtschreibung gibt es noch das „ß“!!! Und zwar nach jedem langen Vokal!
Welcher Christ jammert denn?
Woher willst du wissen, ob das dann ein „Christ“ ist?
Du hast da wohl nur einen „verkappten“ Christen vor dir, wenn du so einen siehst.
Es ist sehr wohl zu unterscheiden, wer nur von Gott redet und wer Gott lebt - Lippenbekenntnisse sind gar nichts wert.
„dies ist der Maßstab“? Das „Leben zu genießen“, weil man da „näher bei Gott“ ist?
Oha! Das Gegenteil ist der Fall, oder sagen wir besser: nix ist mit dem faulen Genießen! Arbeiten ist angesagt! Christsein z.B. ist keine Privatsache, das will „unter die Leute“ - oder hast du je gelesen, dass sich die 12 Jungs im NT auf die faule Haut gelegt haben und sich Gott ach so nah fühlten, weil sie „das Leben genießen“?
Von nix kommt nix!
Und angesichts des vielen Leides Unschuldiger gibt es nix zum „Ausruhen und Genießen“ und den „lieben Gott“ einen guten Mann sein lassen …
Und damit sind wir wieder am Ursprung der Frage …
Netter Umweg ohne Lösung.
Annika.
Blubb
Hallo,
aber ihr beide schreibt doch am Thema vorbei.
Fragestellung war:
„wie es sich denn mit dem Zulassen von Leiden durch „Gott“
verhält.“
Welcher Gott?
Was ist „Leid“?
Also ist hier sehr wohl das Thema „wo ist da Gott“???
Deine „?“-Taste ist kaputt. Außerdem ist das keineswegs am Thema vorbei:
Kein Gott = kein Zulassen = Leid passiert nunmal. Einfach so.
ein Atheist der fähig ist das Leben um sich herum und in sich
wahrzunehmen und zu genießen und daran teilzuhaben sicher
näher bei Gott als irgendein jammernder Christ, dies ist der
Masstab und nicht irgendein Bekenntniss.
Very good, Temper. Und sei gegrüßt von
Branden
Da
Hallo Annika,
mehr gibt es eigentlich für mich zu dieser Frage nicht zu sagen.
Für mich ist Gott nicht gut oder böse, nicht mitleidig oder rachsüchtig, das sind doch alles primitive menschliche Eigenschaften. Und genausowenig glaube ich - wie schon gesagt - an Vorsehung oder gar daran, dass Gott mein oder Dein Leben lenkt. Wir alleine tragen Verantwortung dafür, richtig oder falsch zu handeln, das nimmt uns niemand ab (auch Gott nicht). Und auch wir machen durch unsere Taten andere - meinetwegen unschuldige - zu Opfern, auch wenn wir dies als moralische Wesen vielleicht nie wollten. Manchmal merken wir es noch nicht einmal.
Grüße
Jürgen
Hochmut kommt vor dem Fall
Kein Gott = kein Zulassen = Leid passiert nunmal. Einfach so.
Na, dann wollen wir mal hoffen, dass dir im Leben nicht mal ein „Leid“ passiert, das dich aus den Puschen hebt … und dann bin ich mal gespannt, ob du dann auch noch mit den Achseln zuckst und sagst „passiert nunmal“ …
Die Überheblichkeit der Welt ist ja das Problem, um das es hier geht.
Passiert ja nur den anderen und „passiert nunmal“ … aber so reden wirklich nur Menschen, die noch nie größeres Leid erfahren haben …
Annika
was ist nun mit missbrauchten Kindern???
…da stellt sich doch dann berechtigterweise die Frage, wenn
mir jemand z.B. mein Kind vergewaltigen würde: wo war
Gott???
Hallo Annika,
Ohne dich im geringsten angreifen zu wollen, gebe ich mal was zu bedenken: Einige von uns gehen ja davon aus, dass es Einen gibt. Bleiben wir bei der Hypothese, mit der alle Gläubigen sich irgendwie einrichten, da der offizielle Beweis ja noch aussteht. Wenn man nun alles Vertrauen in Diesen setzt, und dann kommen aber Situationen, mit denen man nicht fertig wird, oder die man nicht versteht, warum bricht dann das Vertrauen zusammen?
Wenn man in guten Zeiten meinte, mit Ihm reden zu können, wieso sollte ausgerechnet in schweren Fragen die Kommunikation zusammenbrechen. Ich denke mir, sie bricht zusammen, weil der Mensch doch nicht fähig war, sich auf Ihn einzulassen. Der Mensch würde gerade dann fragen, fragen, fragen – bis er wieder eine Antwort hört. Was hilft es, G… in die Ohren zu brüllen, mit dem unüberhörbaren Vorwurf: WAAARUUUM??? und ihm nicht die Chance einer Erklärung zu lassen? Es ist doch eine Unterstellung „Du warst nicht da!!“ Richtig wäre es: „Ich kann nicht erkennen, wo du warst! Bitte, erkläre es mir!“
…um zu sehen, sehen zu MÜSSEN,
dass JEDER Einzelne sein Scherflein dazu beiträgt, dass es mit
uns allen bergab geht.
Wie kommst du darauf, dass es mit uns allen bergab geht? Ich finde, es war noch nie soviel Diskussion um „die letzten Dinge“ in der Welt. Und endlich dürfen wir diskutieren. Die Zeit ist – Gott sei Dank – vorbei, wo es für die Gläubigen hieß: „Schnauze und in die Knie!“:
Und angesichts des vielen Leides Unschuldiger gibt es nix zum
„Ausruhen und Genießen“ und den „lieben Gott“ einen guten Mann
sein lassen …
Der Hinweis auf die vielen sehr aufgeregten, missionierenden und gestreßten Gläubigen, die allen anderen auch die Hölle heiß machen wollen, ist doch nicht von der Hand zu weisen. Wieviel Kampf entsteht durch Menschen, die nie zur inneren Ruhe kommen, die nicht ihren Frieden mit Gott, dem Leid, der Vergangenheit und allen anderen schließen – bis zum letzten Atemzug nicht. Ich wollte mal bei einer Friedensgruppe mitmachen und bin zum Kennenlernen in eine ihrer Versammlungen gegangen. Einer war bereit - für den Frieden - mit Bush und Blair kurzen Prozeß zu machen, wenn er nur drankäme. Die anderen lächelten beifällig. Ich hätte Angst vor dem Sieg solcher Friedensleute. Wie immer ist es der kürzeste Weg, bei sich selber anzufangen, wenn es um Verbesserung der Welt geht.
Und damit sind wir wieder am Ursprung der Frage …
Annika.
Und ich habe mich in nächtlicher Umnachtung falsch ausgedrückt. Ich meinte natürlich, dass das mißbrauchte Baby vielleicht früher ein Mörder war. So würde viell.ein Reinkarnationsanhänger vermuten.
Gruß, Geris
Allerdings!
Kein Gott = kein Zulassen = Leid passiert nunmal. Einfach so.
Na, dann wollen wir mal hoffen, dass dir im Leben nicht mal
ein „Leid“ passiert, das dich aus den Puschen hebt … und
dann bin ich mal gespannt, ob du dann auch noch mit den
Achseln zuckst und sagst „passiert nunmal“ …Die Überheblichkeit der Welt ist ja das Problem, um das es
hier geht.
Passiert ja nur den anderen und „passiert nunmal“ … aber so
reden wirklich nur Menschen, die noch nie größeres Leid
erfahren haben …
Es ist deine Überheblichkeit, Deine mickrig-menschlichen Kategorien von „Gut“ und „Böse“ auf einen imaginären Gott zu übertragen.
Es ist deine Überheblichkeit, über mich zu urteilen.
Es ist deine Überheblichkeit, „Leid“ zu definieren und zu werten.
Es ist deine Überheblichkeit, einen Gott zu postulieren und ihn aus dem Bereich des Glaubens in den der (vermeintlichen) „Wahrheit“ zu transportieren.
Wenn es um Kategorien wie die oben genannten geht, dann hat „Gott“ - welcher auch immer damit gemeint ist - da nichts verloren. Weil das so ur-menschliche Kategorien sind, die so rein gar nichts göttliches an sich haben, weil das Maßstäbe sind, die für Dich so gelten mögen, für „Deinen Nächsten“ aber ganz anders, und für einen Dritten womöglich gar nicht.
Gruß,
Malte.
PW:
Zwischen Dünen entdeckt er ein großes, tiefes Loch. Neugierig blickte er in die Tiefe und erschrickt sich fürchterlich. Er
sieht am tiefen Grund von diesem Loch wimmernde, unbekleidete Menschen. Es lodert ein heißes Feuer und wilde Bestien schlagen auf die Körper der Menschen ein. Sogleich rennt er verwirrt zum Teufel und fragte aufgelöst, was denn das für ein Loch sei? „Ach“, meint der Teufel, „Das is für die Christen, die wollen das so…“