Warum leuchten Bremsleuchten bei Stillstand nicht weiter?

Hallo,
weil es sich in der Autobahnausfahrt gestaut hat stand heute die rechte Fahrspur komplett
während es daneben mit normalem Tempo weiterging. Ein Auto konnte
einem stehenden PKW gerade noch ausweichen weil der Fahrer das
wahrscheinlich zu spät erkannt hatte…

Als ich kurz danach in einem Stau auf der Autobahnausfahrt stand musste der LKW hinter mir auch stark bremsen - wahrscheinlich hat er auch zu spät gesehen, dass die Autos dort im Stau stehen.

Wieso leuchten die Bremslichter nicht weiter wenn das Auto steht? Bei Autos mit Automatikgetriebe muss man eh auf der Bremse bleiben, bei Autos mit Schaltgetriebe aber nicht. Deshalb fände ich es sinnvoll, die Bremslichter automatisch leuchten zu lassen solange das Auto bei angeschalteter Zündung steht. Was denkt ihr?

Gruß
Desperado

Warum kommen Menschen auf die Idee, in so einer Situation nicht die Fußbremse betätigt zu lassen oder nicht, wie am Stauende vorgeschrieben, die Warnblinkanlage einzuschalten?

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In der Praxis ist es aber so, dass viele eben nicht auf der Bremse stehen bleiben und auch nicht die Warnblinkanlage betätigen.

Hi

wozu ? Dass da Autos stehen sieht man doch - immerhin stehen da einige viele Hundert Kilo Blech dumm in der Gegend herum … und wenn man das zu spät sieht, hat man vorher gepent und war zu schnell unterwegs …

Wenn die Bremslichter aus sind hat beim Schaltwagen wohl jemand ausgekuppelt und die Handbremse angezogen und beim Automatik den P Gang reingehauen - ist auch gut so, weil sonst das Getriebe oder die Umwelt bissle leidet

Die restlichen Verkehrsteilnehmer müssen halt bissle mehr auf die Straße schauen statt ins Handy - dann klappts auch mit dem Bremsen

Gruß h.

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Moin,

Dann könnte man sie gleich auf Dauerlicht schalten. Für mein Gefühl sollen sie die Verminderung der Geschwindigkeit anzeigen. Außerdem lassen sie sich in der Dunkelheit dann kaum noch von den Rücklichtern unterscheiden.
Eine schlechte Idee.
-Luno

Oder anders formuliert: Da stehen Autos auf einer Autobahn (schon so lange, dass Fahrer von Schaltwagen von der Bremse gehen). Von hinten ankommende Fahrzeugführer erkennen den Stillstand nicht und Du gibt die Schuld dem Bremslicht, das nicht leuchtet? Ich gebe die Schuld der mangelnden Aufmerksamkeit oder der grundsätzlich mangelnden Eignung ein Fahrzeug zu führen.

Wenn ICH mich mit Tempo 80 oder mehr über die Autobahn bewege, kann ich stehende Fahrzeuge selbst ohne aktiviertes Bremslicht sehr gut von fahrenden unterscheiden. Wer das nicht kann, sollte seine Einstellung zum Führen eines motorisierten Fahrzeugs überdenken!

Davon halte ich nichts. Ich bin im Gegenteil dafür, dass alle Führerscheininhaber regelmäßig eine neue Prüfung ablegen sollten - mit steigendem Alter mit kürzeren Abständen.

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Wieso heißen diese wohl „Bremslichter“?

Und wenn ich wo länger stehe bzw. stehen muss, schalte ich die Zündung ab bzw. macht das das Stop/Start-System von selber - und nun?

Schon mal etwas von „Warnleuchte“ gehört? Zumindest bei uns in Österreich ist es sehr verbreitet, diese einzuschalten, wenn - vor allem auf Autobahnen - der Verkehr „unangemeldet“ zum Stocken kommt.

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meinst du das Warnblinklicht? Warnleuchten befinden sich im Armaturenbrett und bringen dem Auto hinter mir nicht besonders viel.

Das System schaltet zwar den Motor, nicht aber die Zündung aus.

:joy: 80 auf der Autobahn? warum nicht gleich mit dem Schlauchboot über den Asphalt rudern :smile:

ich finde die Idee von @Desperado grundsätzlich eine sehr gute. Es gibt so viele Sicherheitsvorkehrungen im Auto, warum nicht auch das.
Über das orange/rote Warnlicht im Außenspiegel, wenn sich wer im toten Winkel befindet, regt sich ja auch keiner auf. Könnte man auch sagen „da muss man halt den 3S-Blick machen vor dem Spurwechsel“

Praxisbezogen wäre das sehr sinnvoll. In der Theorie (wie von @Pierre erläutert) dürfte es gar keine Unfälle geben - wenn sich jeder an die Regeln halten würde. Das tun aber nicht alle, und wird somit in der Realität immer ein Wunschdenken bleiben --> ergo sollen die Warn- und Sicherheitseinreichtungen der Autos helfen.

Was ich mir gerne wünschen würde, wäre eine der Bremsstärke angepasste Bremsleuchte. Nicht die an den Seiten, sondern die in der Heckscheibe. Tippe ich nur leicht auf die Bremse, leuchtet nur der äußere Rand der Bremsleuchte (Balken). Je stärker ich bremse, desto mehr LEDs leuchten auf (beginnend an den äußeren zwei Rändern bis hin in die Mitte).
Bei einer Vollbremsung weiß ich, dass die meißten Autos ab einer gewissen Geschwindigkeit automatisch die Warnblinkanlage aktivieren. Auch hier könnte die Bremsleuchte der Heckscheibe schnell rot blinken? (oder macht die das e schon?..k.a.)

Lesen hilft.

Gibt es doch schon länger.

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ja, dass die Bremsleuchten bei einer Vollbremsung auch blinken war ich mir nicht sicher.

Ich meinte aber das Bremslicht in (an) der Heckscheibe oben.

Die blinken bei einer Vollbremsung.
Was sie aber (noch?) nicht tun, wäre eine an die Bremsstärke angepasstes Aufleuchten.
Vollbremsung = alles blinkt (wie aktuell)
leichtes Bremsen = nur der äußere Rand der Bremsleuchte an der Heckscheibe leuchtet auf
mittelstarkes Bremsen = Bremsleuchte an der Heckscheibe leuchtet 1/4 links, 1/4 rechts rot auf
starkes Bremsen = die ganze Bremsleuchte leuchtet auf (wie gerade üblich)

verstehst was ich meine?

Moin,

Warum das? Wer die Fahrzeuge vor ihm nicht sieht, wird auch keine Dauerlichter sehen und als Problem erkennen. Eine Veränderung in Form eines Blinkens wird eher bemerkt.

Ob eine solche Leuchtreklame am Fahrzeug wirklich in der Praxis ein Vorteil ist, sei dahin gestellt. Auf eine Autobahn mag das noch akzeptabel sein, aber im dichten Großstadtverkehr sehe ich das nicht so.
Einen Artikel aus 2005 konnte ich dazu finden: https://www.spiegel.de/auto/werkstatt/bremslicht-innovation-die-entscheidende-zehntelsekunde-a-338563.html

Wobei aus meiner Sicht kaum jemand die Zeit hat, die Menge der Lichter abzuschätzen und in eine Bremsverzögerung umzurechnen. Wenn Fahrzeuge in Zukunft miteinander kommunizieren, dann ergibt das einen Sinn, weil die Bordrechner das umsetzen können, wir als Menschen wären damit in den allermeisten Fällen überfordert und die zusätzlichen Information würde uns nicht weiterhelfen.

-Luno

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Das kommt auf das Fahrzeug an. Bei manchen blinkt es, bei manchen wird es heller. Dann stellt sich aber noch die Frage der Geschwindigkeit. Beim vorletzten Fahrsicherheitstraining haben wir versucht, irgendetwas zum Blinken zu bringen. Bis ca. 100 km/h nichts. Ein paar Tage später auf der Autobahn bei 220 aktivierte sich automatisch die Warnblinkanlage.

Aber nichts leidet, wenn man den Fuß einfach auf der Bremse lässt oder die Warnblinkanlange benutzt (Mal abgsehen vom Strom- und damit Spritverbrauch für das bisschen Licht und ggf. Verschleiß der Glühfäden).

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zumindest wäre es meines Erachtens eine Studie wert, denn auch im Großstadtverkehr oder am Land hätte ich mir das schon oft gewünscht.
Es gibt nämlich auch jene Autofahrer (ich erspare mir die Kraftausdrücke ^^), die auf einer Bundesstraße kurz vorm Abbiegen eine leichte Vollbremsung hinlegen, den ersten Gang reinschmeißen, um dann mit 2km/h abzubiegen, anstatt mit der Zweiten zügig zu machen.
Im Idealfall vergessen die auch gerne auf den Blinker, weil sie so sehr mit dem Abbiegen beschäftigt sind… wie ich diese Leute liebe.

Wenn das Ganze auf der Bundesstraße passiert, du mit 100km und ausreichend Sicherheitsabstand hinten nachfährst, der vor dir den Blinker rein schmeißt, du dir hinter ihm denkst/schätzt „das geht sich noch wunderbar aus, genug Abstand, usw…“ und der vor dir knallt seine Hufen ins Pedal und drückt die Erste rein und fährt mit 2km/h weiter… ja - dann hat sich der hinter ihm wohl oder übel verkalkuliert, weil man mit so einer geistlosen Aktion einfach nicht rechnet.

Und nein, ich bin kein Raser, Drängler oder sonst was. Durch das Motorradfahren lernt man sehr schnell für andere mitzudenken und immer ein „worst case szenario“ gedanklich im Kopf durchzuspielen. Dieses Denkmuster habe ich auch auf das Autofahren adaptiert, bin wahrscheinlich deswegen noch immer Unfallfrei bei knapp 60.000km im Jahr, aber dennoch schaffen es immer wieder manche Verkehrsteilnehmer mich in negatives Staunen zu versetzen…
Wo du denkst, der wird jetzt auf 20, 30 km/h abbremsen um abzubiegen, gibts halt hin und wieder ein paar Vollpfosten mit Hut die ihr Vehikel fast zum Stillstand bringen müssen, um dann das Lenkrad zu bedienen.
Und für genau dieses Situation, wäre - zumindest für mich - so ein an der Bremsstärke angepasstes Bremslicht oft ganz hilfreich.

Aber mal schaun was da noch alles auf den Markt kommt. Sind ja immer wieder neue und faszinierende Sachen dabei.

Moin,

Noch nicht einmal das.

Wir waren im Bereich Sicherheit bei einem Stau und einem unachtsamen Nachfolger zugange, aber okay, dein spezieller Sonderfall soll auch abgehandelt werden.

Sobald vorne Bremslichter angehen, musst du bereit sein, auch auf die 2 km/h (wobei die nur dein gefühlt übertriebener Eindruck sind, reale Messwerte sind das keinesfalls) herunter zu bremsen. so what? Ob das Fahrzeug vor dir anschließend um die Ecke tuckert, kann dir so ein System nicht anzeigen. Da nenne ich doch mal den Sicherheitsabstand, den es einzuhalten gilt. Aus https://www.stvo.de/strassenverkehrsordnung/92-4-abstand

(1) Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

Abbiegen ist immer ein zwingender Grund, langsamer zu werden. Wie langsam, das obliegt nicht dir.

Weiterhin ist eine Mindestanforderung der Bremsverzögerung festgelegt. Wenn der vor dir „ganz dolle bremst“, dann hast du immer noch kein Gefühl, was das konkret bedeutet.

Wenn du bremst (ab Zeitpunkt Bremslicht an), dann schätzt du die Änderung des Abstandes zum vorderen Fahrzeug ein und richtest danach deine Bremskraft aus. So werden es die meisten handhaben. Für mehr hast du keine Zeit.

Wer abgelenkt ist, benötigt mehr als nur die eine Schrecksekunde, was bedeutet, dass es egal ist, was da vorne an Leuchtreklame geboten wird. Der hat das Stauende verpennt und je nach Situation knallt es oder nicht, Bremslichter hin oder her.

Nochmals: wenn sich die zukünftigen Autos direkt selber ohne Umweg über den Fahrer unterhalten, entstehen andere Gegebenheiten.

-Luno
ps: weil du dich über 80 km/h mokiert hast: wir fahren so um die 96 km/h (ECO Modus). Ob wir nun 20 Sekunden später ankommen, ist uns völlig unwichtig und unsere ZOE schlürft nicht so viel Strom.

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ok, das erklärt jetzt alles :sweat_smile:

alles Gute :wink:

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Mal ganz davon abgesehen, daß er das ja falsch zitiert hat: es gibt ja auch andere gute Gründe, auf Autobahnen nur 80 zu fahren. LKW, PKW mit Anhänger, Motorrad bei Nässe.

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Hallo,
Du sprichst wohl von den heutigen unfalltraechtigen Autos, mit den schaetzenden und glaubenden Fahrern. Ein moderner Tesla faehrt da niemandem rein. Bis jetzt fast immer niemandem, und die Software wird besser.

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