Hallo Tim,
Also so weit ich das jetzt da rausgelesen habe, entsteht der
Ruß also aufgrund der nicht besser erreichbaren Verteilung und
Zerstäubung des Dieselkraftstoffs.
Genau so ist es.
Vielleicht auch, weil die Moleküle so groß sind und sich in die
Umgebung nicht so viel Sauerstoff befinden kann.
Ob das jemand als Grund der Rußbildung experimentell untersucht hat, das weiss ich nicht. Und wenn’s so wäre, könnte man nix daran ändern.
Ein Benzin-Direkteinspritzer braucht ja auch einen
Luftüberschuss, wie ein Diesel.
Wiki : http://de.wikipedia.org/wiki/Direkteinspritzung
Warum aber braucht ein Benziner ohne Direkteinspritzung keinen
Luftüberschuss, sondern der Sauerstoffbedarf kann mit der
Drosselklappe genau eingestellt werden?
Die Vermischung/Verstäubung erfolgt (zeitig genug vor der Zündung) bereits im Saugrohr.
Ist der Kraftstoff bei einer Direkteinspritzung nicht lang
genug im Brennraum, ist damit nicht aufgeheizt
nicht gut genug vermischt/verstäubt. Problematisch bei der Direkteinspritzung ist’s wenn der Kraftstoff beim Einspritzvorgang gegen Wandungen des Brennraumes kommt (was schon passieren kann) und dort sich niederschlägt.
Das Problem ging man an mit einer druckluftunterstützen Direkteinspritzung (Orbitalsystem), siehe auch den Wiki-Link.
Ich meine der Vorteil der Direkteinspritzung ist doch der,
dass man den Kraftstoff dann dazu gibt,
Siehe Wiki : „Durch die direkte Einspritzung kann eine Ladungsschichtung erreicht werden, was insbesondere im Teillastbereich den Wirkungsgrad erhöht.“
wenn er gebraucht wird, zum Beispiel spritzt man zur Zündkerze
und nach der Zündung in den Rest des Brennraumes, dadurch werden doch die
Verluste gering gehalten, die entstehen würden, wenn der
Kraftstoff einfach so im Brennraum ist und aufgrund der Hitze
zu früh reagieren würde.
Siehe Wiki : „Im Ottomotor muss die Gemischbildung zum Zeitpunkt der Zündung abgeschlossen sein, um eine gleichmäßige Verbrennung zu gewährleisten.“
Gruß
Karl
P.S.: Bei deiner detailierten Wissbegierde solltest du (später) Maschinenbau studieren, Fachrichtung Kolbenmaschinen. Solche Leute braucht das Land.