Warum saugen die Deutschen Englisch mehr auf

als andere Voelker?

Hallo

Bei uns im Bad baumelt eine Tuete mit kleinen Wattetellerchen (zum
Abschminken). In acht Sprachen ist die Artikelezeichnung aufgedruckt,
darunter auch in Schwedisch (in Schweden ist Englisch ja verbreiteter
als bei uns). Soweit ich das beurteilen kann, hat jede Sprache ein
eigenes Wort (also eines, das natuerlich zu der Sprache gehoert)
dafuer, nur auf „Deutsch“ heisst es Wattepads.

Die kleine Postfiliale an der Ecke heisst uebrigens Service Center.
Ich moechte den Menschen sehen, der in der Lage ist, mich davon zu
ueberzeugen, oder auch nur ein Argument dafuer zu liefern, warum
Service Center eine bessere Bezeichnung ist als „Post“.
Noch nicht einmal auslaendische Touristen (also ob die wichtiger
waeren als Einheimische) assoziieren mit Service Center ein Postamt,
weil der englische Begriff dafuer ja Post-Office ist.

Warum also gibt es in Deutschland mehr Leute als in anderen Laendern,
die meinen Englisch oder Pseudo-Englisch sei geeigneter als die
jeweilige Landessprache um im Heimatland effektiv zu kommunizieren?

So aehnliche Diskussionen hatten wir zwar schon, aber vielleicht gibt
es ja neue Ansichten. Meine Meinung ist, dass Leute die unbedingt
englische Begriffe unterbringen wollen, zumindest in sprachlicher
Hinsicht dumm sind. Sie sind einfach dumm und fertig. Oder gibt es
subtilere Erklaerungen?

Gruss, Tychi

als andere Voelker?
[…]
Meine Meinung ist, dass Leute die unbedingt
englische Begriffe unterbringen wollen, zumindest in
sprachlicher Hinsicht dumm sind. Sie sind einfach dumm und fertig.
Oder gibt es subtilere Erklaerungen?

Tychi, du Schlingel ! :wink:
Tu doch nicht so, als kenntest du sie nicht.
Aber selbst, wenn ich sagte: „Ich sag’ lieber nichts“,
machte ich mich verdächtig. Deshalb sag’ ich auch das nicht :wink:

Grüsse
Nescio

als andere Voelker?
[…]
Meine Meinung ist, dass Leute die unbedingt
englische Begriffe unterbringen wollen, zumindest in
sprachlicher Hinsicht dumm sind. Sie sind einfach dumm und fertig.
Oder gibt es subtilere Erklaerungen?

Tychi, du Schlingel ! :wink:
Tu doch nicht so, als kenntest du sie nicht.

Ich glaube, da ueberschaetzt du mich. Die ueblichen Erklaerungen wie
„Englisch symbolisiert einen attraktiven Lebensstil“ u.s.w. treffen
auf andere Laender ja auch zu. Aber in denen wird nicht so
uebertrieben mit der Anglisierung, wenn ich das richtig beobachtet
habe. Worin also liegt der grundsaetzliche Unterschied
zwischen Deutschland und anderen Laendern?

Aber selbst, wenn ich sagte: „Ich sag’ lieber nichts“,
machte ich mich verdächtig.

Wessen machst du dich verdaechtig?

Ich bin duemmer als du glaubst. Ich kann hinter deinen Andeutungen
nichts sehen.

Gruss, Tychi

hallo Tychi,
ich glaube, es ist eine Mischung aus Dummheit,mangelndem Gefühl für den eigenen Stil und Minderwertigkeitsgefühlen.

Letzteres - Deutsch ist nicht cool. Wer sich solche Bezeichnungen ausdenkt („Service Center“), möchte modern, dynamisch, „im Stil der Zeit“ auftreten. Deutsch scheint da eher rückständig und beschränkt zu wirken. Die Post - vielleicht in manchem auch die Bahn - möchten von ihrem Image, eine schlafmützige Beamtenzuflucht zu sein, runterkommen.

Andererseits, Punkt Dummheit - hast Du Dich eigentlich noch nie gewundert, mit welch genialer Begabung selbst wirklich gute, „coole“, lakonisch- attraktive englische Filmtitel ins Deutsche übersetzt werden? Du glaubst, Dir wird gleich ein Heimatfilm aus 1950 serviert … liest Du den englischen Filmtitel kleingedruckt drunter, dann kann sichs durchaus um einen temporeichen hochspannenden Thriller handeln. Du fragst Dich: warum überhaupt übersetzt? oder: warum so?

Wenig Stilgefühl. Gibts auch nur einen mit Arte vergleichbaren Sender? Da aber ist die französische Prävalenz überdeutlich.

So seh ichs … Gruß, I.

Hallo,

wir sind da nicht allein. Achte mal auf Produktnamen in Japan, da werden pseudoenglische Wörter verwendet, damit es cool klingt (Mazda Premacy, um nur eines von vielen Beispielen zu nennen.

http://www.engrish.com/faq.php

Gruß,

Myriam

Ich hab zwar auch keine „richtige Antwort“ auf deine Frage, aber da fällt mir doch eine kleine, selbst erlebte Anekdote ein:

Vor einiger Zeit, es ist wohl ca. 1 Jahr her, hörte man plötzlich auf dem Radiosender Bayern 3 folgende Ansage: „Und nun aktuell aus unserem News Center die Nachrichten…“. Als ich das das erste Mal hörte, glaubte ich meinen Ohren nicht zu trauen - die machten also aus der „Nachrichtenredaktion“ nun ein „News Center“. Ich fand das so schrecklich, dass ich mir die Mühe machte und eine E-Mail an den Sender schrieb.
Ich erhielt auch eine recht freundliche Antwort, in der mir - sinngemäß- erklärt wurde, das sei halt jetzt so modern und Bayern 3 sei halt ein junger und moderner Sender und blabla.

Na ja, wenn sie meinen, dachte ich…

Aber offensichtlich war ich nicht die einzige, der das sauer aufgestoßen war. Denn, man glaubt es kaum, einige Wochen später kamen die Nachrichten doch tatsächlich wieder aus der Nachrichtenredaktion! Ich konnte es mir natürlich wieder nicht verkneifen, per E-Mail nachzufragen, was denn den Sinnes- und Sprachwandel bewirkt hätte. Ob sich etwa noch mehr Hörer darüber „aufgeregt“ hätten?

Ja, in der Tat war es so. Die wiederum sehr freundliche Antwort bestätigte mir genau dieses.

So gesehen, ist ja vielleicht doch noch nicht alles verloren bezügl. der deutschen Sprache. Wenn genügend Leute daran Anstoß nehmen, kann man ja vielleicht ab und zu auch was bewirken.

aber da fällt mir doch eine kleine, selbst erlebte Anekdote
ein:

Auch haben!

Eines der bekannten Achtzigneunzigeplärrwowirgeldfürkriegenradios : " Die aktuellsten News von heute blablaweizenkeim …".

Was ein mir vom Rasieren persönlich und dem Forum postenderweise bekanntes Induvi Duvidi Vidividivu Wesen zum Anlass nahm, ebenfalls eine Emaille zu verfassen, des sinngemäßen Inhalts :

„Sehr geehrte Radiolen, wollen Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass 1. das Adjektiv „aktuell“ einer Steigerung nicht fähig ist, da die Zeit im Einstein-Universum im Einrichtungsbetrieb verläuft (es folgten noch ein paar Formeln); 2. das Wort „News“ bereits ausreichend auf den Neuigkeiten-Charakter hinweist (ansonsten wären es Oldes) …; 3. nur im Ausnahmefall Nachrichten von gestern noch als aktuell gelten können, nämlich in der Zeit zwischen 0.00 und etwa 0.15 Uhr - was darauf schließen lässt, dass die noch aktuelleren, ja sogar aktuellsten News unbedingt von heute, ja eigentlich sogar von morgen oder übermorgen, sein müssten …“

Und die Antwort, die dann erfolgte, war des Inhalts, dass ich mich bezüglich meiner Fragen(!) zu wissenschaftlichen Themen doch an eine andere Institution wenden möge, da Radio Weizenkeimschnettereteng in erster Linie ein Unterhaltungssender sei.

Vom Schwein gebissen, aber La Paloma pfeifen, fiel mir da ein.

Gruß Eillicht zu Vensre

4 „Gefällt mir“

horribile dictu gibt es eine subtilere Erklärung, und das ist die Zeitgeschichte; natürlich ist der II. Weltkrieg vor längerer Zeit aus gewesen, aber er hat seine Nachwirkungen. Keiner traut sich, für die deutsche Sprache einzutreten, sonst ist es Deutschtümelei, und keiner will etwas gegen die Amis haben, die haben schliesslich zum Wiederaufbau beigetragen usw.

Es geht um das Zusammenspiel eines aktiven und eines passiven Parts:
Einerseits sind Filme und ist sonstige (meist technische) Avantgarde seit 1950 aus den USA herübergekommen, andererseits haben sich die deutschsprachigen Länder nach dem Krieg weit weniger gewehrt als andere; hinzu kommt, dass eigentlich die deutschsprachige Kultur schon immer auf Offenheit und Vielfalt ausgerichtet war ausser in der Phase 1900-1950.

Mag auch manch Einzelner weniger weit denken als bis zur Kulturvermischung, aber es gehört einfach nicht zum „guten Ton“, Englischsprachiges auszugrenzen.
Ob das gescheit ist und der Freundschaft zu den Amerikanern gerecht wird, sei dahingestellt. Es ist nun einmal so oder scheint mir wenigstens so zu sein.

Hallo,

deutschsprachige Kultur schon immer auf Offenheit und Vielfalt
ausgerichtet war ausser in der Phase 1900-1950.

Man vergessen nicht die vielen „deutschen“ Wörter, die im 19. Jh. und davor entstanden sind… die waren nämlich alle französisch. Darunter sicherlich auch viele, die der ursprüngliche Poster heute in der „deutschen“ Sprache nicht missen möchte.

Grüße,

Anwar

Nicht nur die Deutschen
Davon mal abgesehen das ich selbst ein Gegner der „Sprachverstuemmelung“ bin, wollte ich nur kurz anmerken das die Deutschen weder die einzigen, noch die schlimmsten sind.
Guck dir mal die Hollaender an.
Das ist echt ziemlich uebertrieben.

Gruss

Fonz

Guck dir mal die Hollaender an.

Und die Schweizer!

Fritz

Guck dir mal die Hollaender an.

Und die Schweizer!

Fritz

Ja? Haette ich jetzt nicht gedacht. Ich kenne keine Schweizer, war auch noch nie dort und kann darum nichts dazu sagen.
Habe aber irgendwie diese romantische Vorstelung von Kuehen, Bergen und schwitzerdeutsch gehabt…

Ich denke aber sowieso das die „Veramerikanisierung“ ein Europa-Problem/Welt-Problem ist. Auch wenn das jetzt sicher nicht politisch korrekt war…

Gruss

Fonz

Bergen und schwitzerdeutsch gehabt…

Also, Schwitzerdeutsch ist die Sprache der Saunagänger; Schwyzerdütsch dagegen eine anerkannte Halskrankheit.

Nur mal gesagt haben wollen das tat

Eillicht zu Vensre *grüezi mitnand*

1 „Gefällt mir“

Uebrigens
Hallo nochmal

Die kleine Postfiliale an der Ecke heisst uebrigens Service
Center.
Ich moechte den Menschen sehen, der in der Lage ist, mich
davon zu
ueberzeugen, oder auch nur ein Argument dafuer zu liefern,
warum
Service Center eine bessere Bezeichnung ist als „Post“.
Noch nicht einmal auslaendische Touristen (also ob die
wichtiger
waeren als Einheimische) assoziieren mit Service Center ein
Postamt,
weil der englische Begriff dafuer ja Post-Office ist.

Hierzu ist mir noch Folgendes eingefallen: Die Post hat ja sicherlich
das Postamt deshalb umgetauft, weil sie mehr Umsatz machen will.
Nur frage ich mich, warum ein Mensch ploetzlich mehr Briefmarken
brauchen oder mehr Pakete versenden sollte, nur weil sich das Schild
ueber der Eingangstuer geaendert hat. Also all jene, die wissen, dass
sich hinter „Service Center“ weiterhin die Post verbirgt, werden
nicht haeufiger hingehen und auch nicht mehr Geld dort lassen.
Dann gibt es aber noch jene, die nicht wissen, dass „Service Center“
= Postamt, und die werden denken, die Post sei verschwunden und den
Laden nicht mehr betreten und sich beschweren, das die Post immer
mehr Filialen schliesst und dass sie jetzt weitere Wege gehen
muessen.
Also unterm Strich Imageschaden statt Umsatzsteigerung. So bloed muss
man erst mal sein!

Gruss, Tychi

Hierzu ist mir noch Folgendes eingefallen: Die Post hat ja
sicherlich
das Postamt deshalb umgetauft, weil sie mehr Umsatz machen
will.

Wurde der Name nicht vielleicht deshalb geändert, weil die Poststellen keine Ämter mehr sind?

„Postamt“ stand wohl kaum jemals auf dem Schild, sondern immer nur
„Post“ oder „Deutsche Post“. Und dabei haette es bleiben koennen.

Gruss, Tychi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Es wurde in einem Kommentar schon angesprochen.

Der 2. Weltkrieg hat erhebliche Nachwirkungen gezeigt. Europa verlor in jeder Hinsciht die Vormachtsstellung in der Welt. Beide deutsche Staaten waren kleine Bündnispartner in einem übergeordneten Bündnissystem. Und die großen Fische in diesen Bündnissystemen - USA, Sowjetunion - durchdrangen auch weitreichende Aspekte der Kultur.

Hinzu kommt noch, daß die deutsche Kultur erst einmal an sich relativ ausgelaugt ist. Anders gesagt, sie hat ihre große Stunde in der Weltgeschichte bereits hinter sich. Momentan sind auf dem Erdball andere am Drücker, die deutsche Kultur kann *vorerst* nichts mehr geben. Das wurde übrigens mit dem 30.01.1933 besiegelt.
Vielleicht wird es in ein paar Jahrhundert wieder eine Flut deutscher Dichter und Denker, Wissenschafter und Ingenieure geben, die ihre Zeit regelrecht aufrollen. Zu meinen Lebzeiten geschieht dies jedoch mit Sicherheit nicht mehr.

Damit das nicht falsch verstanden wird: Das soll keine „anti-deutsche Schmähschrift“ oder blindes linkspopulistisches Gewüte sein, sondern eine nüchterne Betrachtung der Lage darstellen (die zugegebenermaßen ziemlich weit in der Philosophie angesiedelt ist).

Dazu kommen Erzeihungsprobleme. Das eigentlich so kraftvolle und reichhaltige Deutsch wird geringgeschätzt. Es geht mit jeder weiteren Generation an Jugendlichen mehr Sprachgefühl verloren - übrigens eine interessante Parallelentwicklung: Einerseits haben wir die mehr und mehr sozial und kommunikativ verstümmelten Kinder, die mit jedem Jahr schleichend sinkenden Niveaus der Abschlüsse, das Nachlassen des Intellekts in der Gesellschaft (drastisch gesagt die „Volksverdummung“), das Grundproblem der antiautoritären oder überweichen Erziehung und andererseits dieses Mentalitätsproblem gegenüber der deutschen Sprache.
Das sind eigentlich Tendenzen, die bis zum Erbrechen auf die politisch-gesellschaftliche Tagesordnung gehören müßten.

MfG

Guck dir mal die Hollaender an.

Und die Schweizer!

Ja Fritz, es ist schon bedenklich; die Wichtigtuerei mit (sogenanntem) Englisch kennt keine Grenzen. Ein Slogan unserer braven staatlichen Telefongesellschaft namens „Swisscom“ heisst:
GO FAR COME CLOSE
Eine Umfrage hat ergeben, dass praktisch niemand eine Ahnung hat, was das meinen soll. Aber den Werbern ist das schnuppe
Erich

Hallo Tychi
Herzlichen Dank dafür, dass du so viele lesenswerte Kommentare Erläuterungen hast provozieren auslösen können. Es ist ein lesenswerter Thread Gedankengang (diese Uebersetzung ist von LEO) entstanden. Dafür verdienst du einen STAR Sternlein!
Erich

PS:
Ein Schweizer Aelpler (ich darf über Schweizer Witze machen, da ich auch einer bin) reist zum ersten Mal nach New York. Abends besucht er eine richtige Bar und bestellt einen Whisky. Der Barmann fragt „on the Rocks?“ und unser Freund antwortet „no, I drink it here“.

Die gaengigen Erklaerungen
Hallo StudIng

Es wurde in einem Kommentar schon angesprochen.

Da wollte ich auch schon etwas entgegnen, aber jetzt tue ich es.

Der 2. Weltkrieg hat erhebliche Nachwirkungen gezeigt. Europa
verlor in jeder Hinsciht die Vormachtsstellung in der Welt.
Beide deutsche Staaten waren kleine Bündnispartner in einem
übergeordneten Bündnissystem. Und die großen Fische in diesen
Bündnissystemen - USA, Sowjetunion - durchdrangen auch
weitreichende Aspekte der Kultur.

Der Westen Deutschlands stand unter amerikanischem Einfluss, ja sogar
unter amerikanischer Herrschaft (unter britischer und franzoesischer
auch). Viele waren den Amerikanern dankbar und die amerikanische
Kultur wurde Vorbild. Wenn das erklaeren soll, warum Deutsch vom
Amerikanischen ueberschwemmt wird, dann muss man die Frage
beantworten koennen: Warum fand die grosse Ueberschwemmung nicht in
den 50er und 60er Jahren statt?

Hinzu kommt noch, daß die deutsche Kultur erst einmal an sich
relativ ausgelaugt ist. Anders gesagt, sie hat ihre große
Stunde in der Weltgeschichte bereits hinter sich. Momentan
sind auf dem Erdball andere am Drücker, die deutsche Kultur
kann *vorerst* nichts mehr geben.

Auf welche europaeische Kultur trifft das weniger zu? Weder die
franzoesische, noch die italienische noch die schwedische noch
irgendeine andere dominieren. Alle haben ihre Hoch-Zeiten hinter sich
oder waren nie tonangebend.
Also ist ist die geringe Kulturpraevalenz auch kein ueberzeugender
Grund.

Dazu kommen Erzeihungsprobleme. Das eigentlich so kraftvolle
und reichhaltige Deutsch wird geringgeschätzt. Es geht mit
jeder weiteren Generation an Jugendlichen mehr Sprachgefühl
verloren - übrigens eine interessante Parallelentwicklung:
Einerseits haben wir die mehr und mehr sozial und kommunikativ
verstümmelten Kinder, die mit jedem Jahr schleichend sinkenden
Niveaus der Abschlüsse, das Nachlassen des Intellekts in der
Gesellschaft (drastisch gesagt die „Volksverdummung“), das
Grundproblem der antiautoritären oder überweichen Erziehung
und andererseits dieses Mentalitätsproblem gegenüber der
deutschen Sprache.

Ist das in Italien oder Frankreich anders? Gut, die Franzosen, so
weiss man, sind sehr stolz auf ihre Sprache, aber sind andere Voelker
auch stolzer auf ihre Sprachen als die Deutschen? Das weiss ich
nicht. Das Absinken des Bildungsniveaus jedenfalls trifft auf einige
andere europaeische Staaten auch zu.

Im Thread war ja zu lesen, dass die Schweizer und Niederlaender auch
unnoetig viel Englisch importieren. Es ist also schon mal nicht nur
Deutschland. Insofern habe ich etwas dazugelernt.

Gruss, Tychi