Warum sind die Ferienzeiten so unterschiedlich?

Hallo,

wer weiß, warum wir in NRW glatte zwei Wochen weniger Ferien als die Bayern haben? In anderen Bundesländern sind die Unterschiede sogar noch extremer. Das ist doch wirklich ungerecht, oder?

Viele Grüße, Claudia

Stimmt
Hallo!

wer weiß, warum wir in NRW glatte zwei Wochen weniger Ferien
als die Bayern haben? In anderen Bundesländern sind die
Unterschiede sogar noch extremer. Das ist doch wirklich
ungerecht, oder?

Das könnte man unter alleiniger Betrachtung der Unterrichtszeit durchaus sagen. Nur verstehe ich nicht, warum diesbezüglich nicht die Bayern sich beschweren, sondern die aus NRW.

VG, Stefan

Für den, der´s mag, ist das das Höchste
Dann müssten sich also die Bayern beschweren, die so gerne zur Schule gehen, dass sie sich den anderen, die mehr Schulzeit haben, benachteiligt fühlen? Hmmm. Ehrlich gesagt, kenne ich bislang nur Kinder, die es andersherum sehen.

Abgesehen davon, dass in den letzten Wochen vor den großen Ferien „sowieso nichts mehr passiert“ (übrigens ist dies O-Ton Lehrer!) und die Zeit mehr oder weniger abgesessen wird.

Hallo

Dann müssten sich also die Bayern beschweren, die so gerne zur
Schule gehen, dass sie sich den anderen, die mehr Schulzeit
haben, benachteiligt fühlen? Hmmm. Ehrlich gesagt, kenne ich
bislang nur Kinder, die es andersherum sehen.

Aber Kinder stehen im Bildungswettbewerb mit sich und anderen Kindern und Du solltest froh sein, wenn dein Kind Stunden erteilt bekommt. Es geht nicht darum, dass Konkurrenz herrschen muss, sondern, dass deinen Kindern Möglichkeiten für die Zukunft eröffnet werden. Und ja, das schränkt die Kindheit ein, aber es ist ja nicht so, dass Kinder ackern müssten wie verrückt. Kindheit soll spielerisch auf Zukunft vorbereiten. Die Anforderungen der Gegenwart haben sich gegenüber denen von vor 200 Jahren geändert und deshalb sollen Kinder auch geistige Fähigkeiten verstärkt spielerisch in der Schule erlernen. Spiel nur als Beschäftigung mit Gleichaltriegen zu definieren macht in dem Zusammenhang wProbleme, da Schule nicht als Zwangsumstand „verstanden“ und dieses „Verständnis“ anerzogen werden sollte, da sich sonst Kreativität viel schwerer entwickelt und das Kind unter dem Lernen „leidet“ als dies überhaupt irgendwie „natürlich“ bedingt wär.

Dein Kind mag das ungerecht finden, zur Schule gehen zu müssen, Du solltest es nicht, sondern es begrüßen und dem Kind Mut machen, in der Schule Freude und Erfolg erleben zu können. Frag ihn, was er gemacht hat und wo ihr im Haus etwas derartiges anwenden, sehen, oder nachempfinden könnt. Neugierde ist ein Weg zum Erfolg im Spiel und Kinder sind von Natur aus neugierig. Die Neugierde muss gefördert und (durch Hilfestellungen) kanalisiert werden, zB durch das Stellen der richtigen Fragen. So findet auch Schule in jungen Jahren statt und das geht bis in die Uni so, wenn man dem Stoff nicht hintenan ist und ordentliche Lehrkräfte hat.

Beispiel: Man könnte versuchen, dem Kind zu erklären wie das mit Eis auf dem Teich und den Fischen ist.

Ich nenne das jetzt Thermodynamik 1 für Schulkinder :wink: und hab das im nächsten Artikel mal spontan aufgeschrieben. Ich weiss, das muss einigen sehr verrückt vorkommen, aber es ist eben eine Idee gerade

Man darf das nicht so penetrant betreiben, wie es vielleicht rüberkommt. Nur mal ein wenig und nur ein Experiment, denn das soll ja ein Selbstläufer werden, der vom Kind freiwillig und ohne Zwang stattfindet. Das ist mehr ne Sammlung von „kleinen Denkanstößen“ für das Kind zu einem Thema.
Das gilt alles mehr für Naturwissenschaften und Mathe sehr speziell, aber eigentlich auf viel mehr noch: Literaturinterpretation, Geschichte, Politikwissenschaften, Geologie, Musiktheorie, Kunsttheorie, Logik in Sprache

Und auch ist die Ermutigung zur Kreativität wichtig für Kunst und Musik. Es soll blos nicht jeder so werden wie ich, aber sicher passiert das nicht so schnell. Nur dieser totalen Antihaltung sollte vorgebeugt werden, denn Desinteresse an Dingen kommt schon früh genug! Das sollte aber gering gehalten werden, weil es idR Überhand nimmt.

Ich hab auch idR die einzelne Stunde nicht gemocht und war froh, wenn frei war und dennoch sehe ich es als besser an, nicht weniger Unterricht zu erteilen und war (freiwillig) in Klassen mit erhöhter Stundenzahl.

Nicht alles, was Kinder wollen, sollte umgesetzt werden. Das ist nicht gemein, sie können die Tragweite jedoch nicht abschätzen.

Abgesehen davon, dass in den letzten Wochen vor den großen
Ferien „sowieso nichts mehr passiert“ (übrigens ist dies O-Ton
Lehrer!) und die Zeit mehr oder weniger abgesessen wird.

Aber dann müsste sie in Bayern doch auch abgesessen werden. Nur weil nicht jede Stunde optimal genutzt wird, schafft man nicht die Stunden ab! Was ist denn das für eine Logik? Mir fällt da nix zu ein.

Vermittle deinen Kindern bitte nicht, dass es schlimm und ungerecht ist, wenn sie in die Schule müssen, sondern dass das halt so ist und versuche Desinteresse zu verhindern und sie zu fördern

VG, Stefan

1 „Gefällt mir“

sponatane Ideensammlung
Am besten wenn man am Wasser ist oder einen Eiswürfel ins Glas tut:

  • Schau mal, Eis schwimmt oben, während andere Stoffe wie Steine untergehen. Das kennt man, aber warum ist das so? (=> Eis ist leichtet als Wasser (Für ne Kinderantwort richtig finde ich))
  • Die Kälte kommt von oben im Winter, denn tief im Boden ist es wärmer. Was würde also passieren, wenn das Eis schwerer wär als Wasser (=>würde nach unten sinken)
    -Und wenn der Frost etwas länger wär (=> See friert zu)
    -Und was wär dann mit den Fischis? (Könnten nicht leben)
    -Und wie ist wirklich, wenn das gefrohrene Eis oben schwimmt?
    (der Teich friert von oben zu)
    -Aber die Kälte kommt von oben und wird durch das Eis ja etwas abgeschirmt (dann friert es wohl nicht ganz so schnell wie andersrum)
    -Und können so die Fische leben? (Ja, unterm Eis)

Das Kind lernt was mit Bedeutung und bald wird es vielleicht selbst fragen, wieso die Fische nicht ertrinken unter Wasser oder unter dem Eis. Und im Zweifelsfall wieder anregende Fragen stellen.

(Natürlich hab ich nicht kindgerechte Sprache benutzt, sondern zeigen und zeigen lassen auch wichtig, nur um die Theamtik ging es mir.

Das Kind soll nur nicht den Gedanken des Zwanges entwickeln und des Eintrichterns, dann hat es das Gefühl, die Lösung selbst zu finden, was ja auch stimmt (mit Hilfe) und das macht das Kind lieber, weil es dem Spieltrieb entspricht und außerdem hat es dann gleich motivierende Erfolgserlebenisse.

Und Kinder fragen ja auch selbst „Warum? wieso? weshalb?“
„Forscher“ sein, bedeutet oft, nach sinnigeren als den bisherigen Erklärungen zu fragen, nachdem man mit den bisherigen „Argumenten“ im Kopf jongliert hat und geprüft hat, ob sie in sich mit den an anderer Stelle gewonnen grundlegenderen Erkenntnissen noch schlüssig vereinbar sind.

Beim Wasser könnte das Kind viel später lernen, dass es bei 0° gefriert und keinen Temperatursprung macht. Und dann kann es lernen, dass die Kälte unter Null Grad sozusagen die Wärme rauszieht und das Eis gefreiren lässt, was aber auch nicht abrupt geschieht, sondern Zeit braucht, weshalb das den Fischen doch hilft.

Und dann kann man zeigen, dass das Wasser nicht kälter wird, wenn schon viele Eiswürfel drin sind und man noch mehr reinmacht. Und dass die Eiswürfel aber auch bei 0° sind, kann man zeigen, indem man zb einen Apfel in wärmes Wasser legt und später zeigt, dass der Apfel und das Wasser im Wärmeempfinden gleich sind. Und dann kommt man zurück und führt dahin, dass die Eiswürfel also auch 0° haben. Und dann kann man zeigen, dass sie die Temperatur bei Zugabe von etwas warmem Wasser puffern, während das ohne Eiswürfel icht geht. => Man brauch Wärme um Eis zu schmelzen

Das muss natürlich nicht alles auf einmal sein! Es sollte va einzeln an verschiedenen Stellen sein und wenn das Kind Interesse zeigt und im ganz normalen Alltag, also wenn das Kind Eis ins Glas kriegt. . Und das trainiert das Gehirn des Kindes. Und es kann seine Interessen entwickeln und in der Schule einsetzen und selbstständig fragen stellen und Ideen anbringen und die einzelnen Ideen werden an der Wirklichkeit gemessen und das sinnigere dadurch herauskristalliert, dass das Kind wieder selbst sagen soll, wie die Idee auf eine Begebenheit angewand werden müsste und was die Folge sein müsste und ob es auch zutrifft.

Am Ende muss man auch nicht immer auf die richtige Richtung kommen, aber selbst falsche auszusortieren kann etwas lustiges sein und man war aktiv und erinnert sich auch besser wegen des aktiven Erlebenisses

Hallo,
so weit ich informiert bin, ist durch einen KMK-Beschluss die Anzahl der Ferientage für alle Bundesländer gleich. Wenn das auf den ersten Blick anders aussieht, kann das an der Zahl der beweglichen Ferientage liegen, die jede Schule selbständig legen kann (in RLP sind es 5) oder auch an der unterschiedlichen Anzahl der Feiertage (da ist allerdings Bayern wirklich führend).
Wenn du es also genau wissen willst, musst du schon die einzelnen Tage zählen, die keine Feiertage sind und nicht die Ferienwochen.
Gruß Orchidee

Hallo Stefan.

Was Du schreibst klingt alles noch sehr idealistisch. Ich sehe das anders.

Erstens erklärt mir das alles noch nicht, warum die Ferienanteile in den Bundesländern um mehrere Wochen auseinanderklaffen.

Zweitens spricht es nicht für die Theorie, dass diese Kinder dadurch einen Bildungsnachteil haben, denn laut Pisa stehen die Bayern z.B. sogar ausgesprochen gut da.

Drittens finde ich gerade für jüngere Schüler es dringend nötig, zwischendurch Pausen zu haben. Es handelt sich dabei nämlich immer noch um KINDER!

Das mit der spielerischen Vorbereitung auf den Alltag im Berufsleben kann ich nicht nachvollziehen. Ich persönlcih war heilfroh, endlich aus der Schule zu sein. Ich habe der Schule nicht ein einziges Mal nachgetrauert. Und das, wo sich in der Erinnerung immer alles verklärt…

Keine Sorge, soviel Verstand habe ich, dass ich damit meine Kinder nicht auch noch beeinflusse. Sie haben es auch so schwer genug.

Viele Grüße, Claudia

1 „Gefällt mir“

Das habe ich bereits getan
Hallo Orchidee,

ich haben tatsächlich alle einzelnen Tage gezählt, weil ich es mir gar nicht vorstellen konnte.

Zumal Bayern und NRW beispielsweise katholisch sind und so meines Wissens nur ein oder zwei Feiertage in Bayern mehr sind. Z.B. Heilig Drei König. Und trotzdem gibt es gewaltige Differenzen bei den Ferienzeiten zwischen den einzelnen Bundeslänern.

Claudia

Hallo Stefan.

Was Du schreibst klingt alles noch sehr idealistisch. Ich sehe
das anders.

Wie siehst du es denn? Was bedeutet Schule deiner Meinung nach für Kinder und was kann/muss/sollte sie bedeuten?

Erstens erklärt mir das alles noch nicht, warum die
Ferienanteile in den Bundesländern um mehrere Wochen
auseinanderklaffen.

Danach hast Du jedoch nicht ausschließlich gefragt! Es ging nicht nur um eine Erlärung für den Zustand, sondern auch darum, ob dies einer ungerechten Behandlung der Schulkinder entspricht.

Der Grund dafür muss in der einzelnen Landespolitik liegen, zB wie viel Geld für Lehrereinstellungen ausgegeben wird.

Zweitens spricht es nicht für die Theorie, dass diese Kinder
dadurch einen Bildungsnachteil haben, denn laut Pisa stehen
die Bayern z.B. sogar ausgesprochen gut da.

Korrelation ist kein Kausalitätsbeweis. Und tatsächlich bestehen ja zwischen den Systemen mehr Unterschiede als nur diese Zahl der Schultage. Wozu sollten deiner Meinung nach mehr Lehrer eingestellt werden? Nur für die Verkleinerung der Gruppen?

Drittens finde ich gerade für jüngere Schüler es dringend
nötig, zwischendurch Pausen zu haben. Es handelt sich dabei
nämlich immer noch um KINDER! Ja, das zweifle ich nicht an. Es geht mir auch nicht um Drill. Nur kann man die Kinder nicht ewig vor der Realität bewahren. Wenn der Zukunftsweg der Kinder verbaut wird, da hört der Spass auf, denn eine Existenz wird auf die Probe gestellt.

Das mit der spielerischen Vorbereitung auf den Alltag im
Berufsleben kann ich nicht nachvollziehen.

??? Nein, ich meinte spielerische Vorbereitung auf Schule
Und es ist ohne Frage, dass durch soziale Interaktion Sozialverhalten am Arbeitsplatz geübt wird

Ich persönlcih war

heilfroh, endlich aus der Schule zu sein. Ich habe der Schule
nicht ein einziges Mal nachgetrauert. Und das, wo sich in der
Erinnerung immer alles verklärt…

Dann tut es mir echt Leid, dass Du es so schlimm erleben musstest

Keine Sorge, soviel Verstand habe ich, dass ich damit meine
Kinder nicht auch noch beeinflusse. Sie haben es auch so
schwer genug.

Ja, nur in der Schule würden sie wahrscheinlich nicht schneller Fortschritte machen, wenn sie mehr Ferien haben. Natürlich sind es Kinder, aber die werden auch erwachsen und ein Teil der Kindheit ist auch die Schule. Kinder werden sogar recht schnell auf Lebenswege geschickt und wer seine Kinder von Mühen fernhalten will, der fällt oft auf die Nase und wenn die Kinder 12 Jahre alt sind, dann ist ihr Lebensweg oft schon sehr schwer zu begehen. Deshalb muss vorher eine Lenkung stattfinden.
Ich gebe zu, nie solche Probleme gehabt zu haben, weshalb es auf mich überhaupt nicht zutrifft, auf meine Geschwister aber schon.

VG, Stefan

Was heißt eigentlich ‚ryu der Drachengott‘
Schicker Titel, oder? :wink:

Hallo Stefan,

ich sehe das grundsätzlich schon auch so, dass Schule die Kinder auf das Leben vorbereiten soll. Doch wenn ich (zumindest in den Schulen, die ich kenne) sehe, wie Lehrer arbeiten, stellen sich mir die Nackenhaare auf.

Ich könnte Seiten füllen, mit Dingen, die in JEDER anderen Branche undenkbar wären, die einen Betrieb in kürzester Zeit ruinieren würden, aber an Schulen völlíg normal sind.

Insofern ist Schule in gewisser Weise lehrreich und vielleicht auch der nötige Flaschenhals für das spätere Leben. Nur wahrscheinlich anders, als viele Lehrer das einmal ursprünglich vor hatten.

Wobei ich betonen möchte, dass auch hier nicht allein den Lehrer die Schuld trifft, sondern das System einfach nicht mehr zeitgemäß ist.

Um es kurz zu machen: Schule bedeutet für mich, Augen zu und durch. So unbeschadet, wie es eben geht! Denn Gott sei Dank ist das nur ein befristeter Zeitraum, der irgendwann vorbei geht. Mir ist wichtig, dass auch in der heutigen Zeit Kinder noch Kinder sein sollen. Und ich glaube, dass das eine Form der Bildung ist, die vielen Erwachsenen schon heute fehlt.

Um wieder zum Thema zurückzukommen. Es ging ja um die Ferienzeiten. Ich denke, dass es sinnvoller ist, regelmäßig (so wie es die Bayern machen) Ferienzeiten einzuräumen. Denn nicht nur bei den jüngeren Schülern schafft es Luft, um wieder mit Elan arbeiten und Lernen zu können. Wenn nciht so viel Zeit vertrödelt würde, wie ich bereits geschrieben habe, sondern straffer gearbeitet würde, wäre auch das für das spätere Leben hilfreich. Ich habe noch nie gehört, dass es für hilfreich für den Erfolg im Beruf ist, einfach nur die Zeit abzusitzen.

Ich möchte meinen Kindern keine Mühen ersparen, aber ich möchte ihnen UNNÖTIGE Mühen ersparen. Das ist ein Unterschied. Denn nichts ist schlimmer, als sich unglaubwürdig zu machen. Auch bei Kindern. Und nur, weil Kinder das vielleicht nicht verbalisieren (manche auch nicht können) heißt es nicht, dass sie es nicht bemerken.

Schön, dass Du gute Erfahrungen gemacht hast, ich übrigens auch (zumindest in der Grundschule). Trotzdem bleibe ich realistisch, da ich durch das „wirkliche Leben“ so verwöhnt bin, dass ich mich nur schwer wieder auf die vorsintflutliche Arbeitsweise und kurzsichtige Einstellung zurückschrauben kann… Für alles gilt aber, Ausnahmen gibt´s, ganz klar, überall!

Viele Grüße, Claudia

2 „Gefällt mir“

Schule verblödet :smile:
Zusammengenommen mit den guten Ergebnissen der Bayrischen Pisa-Studie können wir sagen:

Je weniger Schule, desto besser Pisa.

Gruss, Marco

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ohne Worte
Hallo

oh je, da ist aber jemand schwer getroffen, weil er die Bundesländer durcheinander gebracht hat :smile:
Und zur Ehrrettung müssen dann ellenlange Belehrungen abgegeben werden, die sich kaum noch in einen Sinnzusammenhang fügen lassen.
Da hier gerade Belehrungen abgegeben wurden, auch mal einen für dich:
Wie wäre es mit etwas mehr Ruhe, Gelassenheit und Souveränität?
Auf ein Posting werde ich nicht antworten. Das tue ich mir nicht an:wink:

Gruß
numbat

Sommerferienverscheibung
Hallo Claudia,
da sich in vielen Bundesländern die Sommerferien im Laufe von vielleicht 8 Jahren von einem sehr frühen zu einem späten Zeitpunkt verschieben, vermute ich, müsste die Anzahl der Schultage von Jahr zu Jahr ein wenig unterschiedlich sein. Du müsstest dann wohl einen Zeitraum von vielleicht 6 oder 8 Jahren mitteln, um zur durchschnittlichen Anzahl zu kommen.
Gruß!
Christian

ich haben tatsächlich alle einzelnen Tage gezählt, weil ich es
mir gar nicht vorstellen konnte.

Zumal Bayern und NRW beispielsweise katholisch sind und so
meines Wissens nur ein oder zwei Feiertage in Bayern mehr
sind. Z.B. Heilig Drei König. Und trotzdem gibt es gewaltige
Differenzen bei den Ferienzeiten zwischen den einzelnen
Bundeslänern.

Claudia

Hallo Christian,

ich verfolge das schon seit Jahren aus dem einfachen Grund, dass meine Schwester (Bayern) und ich (NRW) immer gemeinsam mit unseren Kindern Urlaub machen bzw. uns gegenseitig besuchen.

Das einzige, was sich neben der von Dir erwähnten Verschiebung in diesen Jahren geändert hat, war, dass die Bayern irgendwann ihre Faschingsferien auch noch dazu bekommen haben.

Viele Grüße, C.

Hallo

oh je, da ist aber jemand schwer getroffen, weil er die
Bundesländer durcheinander gebracht hat :smile:

Quatsch - Und auch das hier trifft mich nicht wirklich, da ich weiss, dass es nicht vernünftig ist - Ich habe von Anfang an die Meinung vertreten, die Bayern brauchen sich nicht zu beschweren, weil bei ihnen Bildungspolitik ganz gut funktioniert. Würde aber allein die Unterrichtszeit betrachtet werden, so sollten sich meiner Meinung nach eher die Bayern beschweren, weil ihnen weniger Schulstunden zu Gute kommen.

Auch ist eine Verwechslung mit nachfolgendem im Vorhinein nicht gewollten Tenor unsinnig, denn ich war selbstverständlich immer der Meinung, dass die unterrichteten Stunden sinnvoller sind als keine, weshalb ich ja auch mehr Stunden pro Woche Unterricht hatte als nötig

Und zur Ehrrettung müssen dann ellenlange Belehrungen
abgegeben werden, die sich kaum noch in einen Sinnzusammenhang
fügen lassen.

Offensichtlich schon, wenn man beachtet, dass der Fragestellerin anscheinend nicht besonders daran gelegen ist, dass ihre Kinder Interesse am Stoff gewinnen und die Zeit in der Schule mit einem hohen Maße an möglicher Freude erleben. Wer die Antwort der Fragestellerin auf meine erste Antwort liest, der kann das eindeutig ersehen, dass es hier eindeutig in eine Richtung der allgemeinen Sinnkritik bezüglich Schule geht und dass die Ausgangsvorderung nach mehr Ferien dadurch motiviert war.

Da hier gerade Belehrungen abgegeben wurden, auch mal einen
für dich:
Wie wäre es mit etwas mehr Ruhe, Gelassenheit und
Souveränität?

Ruhe und Gelassenheit strebe ich an, aber es wird wohl nie in einem normalen Maße möglich sein, obwohl ich mich intensiv bemühe im Moment.

Ich besitze jedoch keinen Mangel an Souveränität. Es wird in Deutschland immer so sehr und oft das bestehende System kritisiert, was ich auch nicht zu selten tue, dass es sehr gewagt ist, etwas zu verteidigen, wenn die Mehrzahl der Menschen dagegen ist. Mit blindem Autoritätsglauben oder Opportunismus hat das nichts zu tun, sondern ist meine persönliche Meinung, basierend auf nicht nur persönlichen Erfahrungen und übertragenen Denkansätzen aus der Psychologie, zu der ich auch stehe.

Und es geht hier schließlich um menschliche Existenzen, weshalb ich meinen Ansatz, den ich für richtig und auf keinen Fall für schädlich halte, energisch verteidigt habe. Für mich persönlich galt hier „Der Zweck heiligt die Mittel“

Auf ein Posting werde ich nicht antworten. Das tue ich mir
nicht an:wink:

Es wundert mich, weshalb in deiner Textzeile „ohne Worte“ steht

Wie heißt es noch so schön?
Ein mancher lernts nie… Ander kann ich mir diese Antwort nicht erklären:

die Bayern brauchen sich nicht zu
beschweren, weil bei ihnen Bildungspolitik ganz gut
funktioniert. Würde aber allein die Unterrichtszeit betrachtet
werden, so sollten sich meiner Meinung nach eher die Bayern
beschweren, weil ihnen weniger Schulstunden zu Gute kommen.

Was bitte ist gut daran, mehr Schulstunden zu absolvieren, wenn in Bayern bilderbuchmäßig vorgelebt wird, dass weniger mehr ist? Soooo schön sind Schulen auch nicht, obwohl es natürlích in einigen Fällen das kleinere Übel ist.

Als Schulpsychologe sollten Sie sich vor allem einmal eines fest vornehmen: Gut zuhören, weniger reden.

Claudia

Hallo!

Soweit ich informiert bin, haben bayerische Schüler mehr Unterricht als die in NRW. Vermutlich liegt es an mehr Wochenstunden bzw. weniger Unterrichtsausfall. Deshalb schneiden sie auch bei Pisa besser ab - es sind keine Wunderkinder, sie wurden nur besser mit Unterricht versorgt!

Wenn sie dann als Ausgleich ein paar Ferientage mehr haben, ist das doch nur korrekt.

Viele Grüße

Anne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Rückfrage
Hallo,
hast Du nur die Tage oder auch mal die Schulstunden gezählt?
Gruß
[EDIT: Name auf Wunsch entfernt]

Hallo Claudia,

Das einzige, was sich neben der von Dir erwähnten Verschiebung
in diesen Jahren geändert hat, war, dass die Bayern irgendwann
ihre Faschingsferien auch noch dazu bekommen haben.

was aber an den Sommerferien und den beweglichen Ferientagen wieder hereingespart wird. Dass das dieses Jahr im Herbst nicht so klappt, liegt am Papst und nicht am Grundsatz.

Gruß, Karin

wir in NRW glatte zwei Wochen weniger Ferien
als die Bayern haben?

Hallo Claudia,
ich hab mir jetzt die Mühe gemacht und für das laufende Schuljahr die Ferientage in Bayern und in Ennerweh im Lehrerkalender nachgezählt.
Bayern: 89 Tage,
NRW: 84 Tage.
Das sind weder zwei Wochen noch die von Dir in einem anderen posting behaupteten „gewaltigen Unterschiede“.
Was ich nicht gemacht habe: Die Sams-, Sonn- und Feiertage in den Ferien herauszurechnen. Vielleicht würde dann der Unterschied von fünf Tagen noch mehr schrumpfen und wäre dann noch weniger gewaltig.

Beste Grüße!
H.

Ps: Was mich am meisten wundert, hat vorher niemand nachgezählt?
Das ganze Mittelalter nahm eine falsche Zahl der Zähne des Pferds an, weil’s so bei Aristoteles stand. Offensichtlich schaut man immer noch dem Gaul nicht ins Maul.