Warum sind Religionen so statisch?

Hallo,

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so fürchterlich statisch und unflexibel sind.

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet - schlicht nicht mehr haltbar sind.

Warum trennt man sich nicht einfach davon? Das hält Religion schlank und übersichtlich, macht sie modern und auch für kritische Geister akzeptabel. Warum wird stattdessen auf Gedeih und Verderben versucht, durch sogenannte „Interpretation“ von alten - und klaren! - Worten diese heute noch irgendwie durchzuschleppen?

Ich versteh’s nicht. Mit dieser Sturheit und Erkenntnisresistenz schneidet man sich doch ins eigene Fleisch und stellt sich selbst deutlich als ignoranter Betonkopf hin.

DIe Welt verändert sich nunmal im Laufe der Jahrhunderte, und die Menschen mit ihr - irgendwie scheint es in allen Bereichen kein Problem zu sein, dem Rechnung zu tragen, nur in Religionsdingen funktioniert das nicht.

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi, Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Wieso traut sich das keiner?

Gruß,

Malte.

Hallo Malte,

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Du darfst Religion nicht mit Philosophie verwechseln.
Philosphien beruhen auf Erkenntnissen und bringen Paradigmen hervor. Jedes Jahrhundert, ja bald jedes Jahrzehnt bringt neue Erkenntnisse und neue Denkweisen hervor. Was vor hundert Jahren richtig war kann heute falsch sein.
Vor dreihundert Jahren war es selbstverständlich das jeder Mensch in seinen Stand gehört.
Vor zweihundert Jahren war es selbstverständlich, dass ein farbiger Mensch vom geringerem Wert ist, als ein hellhäutiger Mensch.
Werte unterscheiden sich von Kulturkreis zu Kulturkreis.
Nach heutigem Stand waren die manche damalige Werte und Vorstellunge verkehrt. In Hundert Jahren werden die Menschen der Meinung sein, dass wir heute in manchen Aspekten falsche Werte und Vorstellungen hatten.

Religionen gehen davon aus, dass ihre Inspirationen aus einem göttlichen oder geistigen Bereich stammen und zeitlich unveränderlich sind. „Gott ändert nicht seine Meinung.“
Religionen sind in soweit statisch, als das sie immer auf die nächste göttliche Inspiration warten.

Gruß
Carlos

schlanke Religionen
Hi Malte,

Warum trennt man sich nicht einfach davon? Das hält Religion schlank und übersichtlich, macht sie modern und auch für kritische Geister akzeptabel.

Wenn du das getan hast - ausgeschlankt und übersichtlich gemacht:
WAS von den dir bekannten heutigen Religionen möchtest du dann gerne bewahrt wissen?

Gruß

Metapher

Hi,

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Du darfst Religion nicht mit Philosophie verwechseln.

Ich denke, daß man - was eine Menge Dinge angeht - das nicht _trennen_ darf.

Werte unterscheiden sich von Kulturkreis zu Kulturkreis.
Nach heutigem Stand waren die manche damalige Werte und
Vorstellunge verkehrt. In Hundert Jahren werden die Menschen
der Meinung sein, dass wir heute in manchen Aspekten falsche
Werte und Vorstellungen hatten.

Eben drum!

Religionen gehen davon aus, dass ihre Inspirationen aus einem
göttlichen oder geistigen Bereich stammen und zeitlich
unveränderlich sind. „Gott ändert nicht seine Meinung.“
Religionen sind in soweit statisch, als das sie immer auf die
nächste göttliche Inspiration warten.

Das mag für die grundlegenden „Wahrheiten“ gelten, aber Religion besteht ja nicht nur daraus, sondern auch aus ganz konkreten Wertebildern und sogar Handlungsanweisungen.

Und genau diese Handlungsanweisungen unverändert durch die Zeit zu schleppen erscheint mir eben ziemlich dämlich - eben weil Handlungsanweisungen immer auf eine Situation angepasst sein _müssen_ und niemals allgemeingültig auf ewig sein _können_.

Ist nicht sogar davon auszgehen, daß ein wie auch immer gearteter gott den Menschen heute ganz andere Dinge mitgeben würde als vor 2000 Jahren (oder 400 Jahren oder…)?

„Gott ändert seine Meinung nicht“ ist ja erstmal auch nur eine Behauptung. Aber wenn man schon der Meinung ist, dann muß man „ihn“ doch auch beim Worte nehmen oder nicht? Entweder oder!

Das unten in den unsäglichen Threads erwähnte Gebet ist da doch ein gutes Beispiel. Es mag mal einen Sinn gehabt haben und einen unmißverständlichen „Einsatzzweck“, aber der ist heute nicht mehr gegeben, es macht schlicht keinen Sinn mehr, ist mißverständlich und führt nur zu Ärger. Warum trennt man sich dann nicht davon? Ersatzlos streichen. Oder wenigstens umformulieren!
Selbst wenn man daran festhalten will, um vielleicht den schweren Zeiten der Vergangenheit zu gedenken oder sowas - kann man ja machen, aber dann kann man das auch anders ausdrücken, eben derart, daß es eben keiner wackligen Interpretation über fünf Ecken bedarf, die einfach nur willkürlich ist.

Die Religionen sind doch allesamt auf einer sehr kleinen und schlanken Grundlage entstanden, wenn man sie mit dem aufgeblasenen Wust vergleicht, der da im Laufe der Dekaden dazugekommen ist. Dieser ganze Overhead ist also ohnehin nicht „göttlich“, weil nicht ursprünglich, also weg damit und neu machen!

Selbst die Bibel hat ja nichts göttliches per se, sondern ist über Jahrhunderte zusammengestückelt worden - von Menschenhand, also kann Menschenhand sie auch verschlanken, ändern, whatever, ohne die Grundidee zu verraten. Für den Islam mag das etwas schwieriger sein, weil der Koran AFAIK komplett und ausschliesslich Mohammed zugeschrieben wird, aber zumindest Juden und christen dürften damit eigentlich kein Problem haben.

Mit dem Festhalten an dem, was heute angenommen wird, wird ja nicht gott gehuldigt, sondern ein paar Dutzend Leuten in der Zeit von irgendwann bis irgendwann später.

Gruß,

Malte.

Hi Malte,

Warum trennt man sich nicht einfach davon? Das hält Religion schlank und übersichtlich, macht sie modern und auch für kritische Geister akzeptabel.

Wenn du das getan hast - ausgeschlankt und übersichtlich
gemacht:
WAS von den dir bekannten heutigen Religionen möchtest du dann
gerne bewahrt wissen?

Ich persönlich? Gar nichts, prinzipiell. Meinethalben könnte man den ganzen Quatsch ersatzlos streichen.

Aber es scheint ja hinreichend viele Menschen zu geben, die „sowas“ gerne haben möchte, und denen sei ihr Glaube und ihre Religion ja auch vergönnt, ich habe bloß den Eindruck, diese Menschen würden es sich unnötig schwer machen, dies zu praktizieren. Für manche mag es ja Programm sein, sich selbst zu kasteien, aber als Erklärung für die Massen reicht das nicht aus.

Für Christen z.B. ist ja AFAIK die Person Jesu und das, was konkret mit ihr zusammenhängt, das wesentliche. Warum also nicht den Gedanken des einen Gottes bewahren, das Prinzip de Nächstenliebe bewahren, die Evangelien bewahren (gibt’s da nicht sogar ein paar, die zur zusätzlichen Aufnahme in den Kanon zur Verfügung stünden?)? Warum nicht mit dem AT mal großzügig aufräumen? Das nimmt doch eh keiner mehr wörtlich ernst, außer vielleicht aus historischem Interesse. Warum nicht auf einer schlanken Grundlage die Wertebilder und Handlungsanweisungen neu entwickeln, auf die heutige Zeit und Gesellschaft angepasst?

Ich verzichte mal an dieser Stelle darauf, Massen von konkreten „Löschanträgen“ rauszusuchen, ich glaube, meine grundsätzliche Idee ist auch so klar :wink:

Gruß,

Malte.

Hallo

ganz einfach, weil es der Glaube ist der dem Herzen Frieden schenkt, nicht die Gesellschaft und auch nicht sonstwas. Also lass die, die es „hip“ finden doch einfach so leben, wie es auch du für dich gewählt hast für dich den „hip“ herauszufinden und danach zu leben.
Wenn du z.B. eine Freundin hast, die der andere total unliebenswert findet, so magst du es doch dennoch wissen, warum du mit ihr zusammen bist und warum du sie liebst. Kein Mensch auf dieser Welt könnte sie dir ausreden, ausgenommen dann wenn du dir doch nicht so gantz sicher mit ihr bist. Ansonsten interessiert dich die Meinung der anderen nicht, da schließlich du es bist der so mit dieser Frau leben will, weil du es bist der weiß warum er sie so sehr liebt. Weil du es bist der den Diamanten ihres Herzens erkannt hast, und weil du es bist der dies um nichts auf dieser Welt hergeben würde, weil es eben wahr ist. Und wahr ist es deswegen weil du LIEBE nicht nur denken kannst sondern weil du sie fühlst.
Ganz einfach deshalb!

Gruß

Hallo

ganz einfach, weil es der Glaube ist der dem Herzen Frieden
schenkt, nicht die Gesellschaft und auch nicht sonstwas. Also
lass die, die es „hip“ finden doch einfach so leben, wie es
auch du für dich gewählt hast für dich den „hip“
herauszufinden und danach zu leben.

Tu ich doch. Es gibt bloß einiges, was ich nicht verstehe und/oder für ziemlich dumm halte.
Da darf ich doch mal nachfragen, oder nicht? Ich sprach übrigens nicht vom Glauben, sondern von Religion. AFAIK sind das zwei Paar Schuhe.

Ganz einfach deshalb!

Ganz hübsch geschrieben, aber leider ohne Bezug auf meine Frage.

„Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Israeliten und sprach zu ihnen: Dies ist’s, was der HERR geboten hat, daß ihr es tun sollt: Sechs Tage sollt ihr arbeiten, den siebenten Tag aber sollt ihr heilig halten als einen Sabbat völliger Ruhe, heilig dem HERRN. Wer an diesem Tag arbeitet, soll sterben.“

Gibt es irgendeinen Grund, das in dieser Form noch aufrechtzuerhalten?
Hält sich da irgendjemand dran?
Selbst wenn man sich auf den Standpunkt stellt, das gelte nur für „Israeliten“ - arbeitet da niemand am Sabbat? Und die, die es doch tun, werden die umgebracht?

Fragt

Malte.

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen
festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet -
schlicht nicht mehr haltbar sind.

Hallo Malte

Folgende Seite wird Dich darüber etwas aufklären:
http://www.odinring.de/ideale/ideal.htm

Besonders Punkt drei und vier.

Aber ich weiß, die Ungeduld des Herzens, läßt sich mit mentalen Argumenten schwer besänftigen :wink:

Immerhin waren es in der Vergangenheit oft nur einzelne Individuen, die für den Fortschritt der Menschheit gesorgt haben, - oft um den Preis ihres eigenen Lebens.

Große Schritte glaube ich, macht die Menschheit nur durch ein Eingreifen von Oben.

Siehe die Religionsgründer, aber auch was die Inder Vibhutis nennen, - also Inkarnationen Göttlichen Wirkens, wie etwa Napoleon.

gruß
rolf

Hi Malte,

interessante Frage.

In meinen Augen -Standpunkt: Christ ohne „Religion“- ist’s halt so, dass diese ganzen alten Gesetze (z.B. auch das Buch Levitikus) durch den Tod Jesu Christi gesühnt worden sind.

Grundsätzlich ist es einfach wiedereinmal die Herangehensweise, die für die Ungleichheit in der Diskussion sorgt.

Nehmen wir als Beispiel mal die Mathematik. Dort kann man Brüche nicht addieren, wenn sie unterschiedliche Nenner haben. Und das kann man nun in die Neuzeit übertragen. Ein atheistischer Nenner kann im Endeffekt nicht mit einem mono- oder polytheistischem Nenner addiert werden (bzw. übertragenerweise: kommunizieren).

Wir Christen (und vermutlich auch alle anderen „Religionen“ bzw. Glaubensrichtungen) gehen halt von der Göttlichkeit des Wortes aus. D.h. zwar von Menschen geschrieben, aber von Gott eingegeben.

Würden wir nun irgendwelchen Menschen erlauben, die Bibel zu ändern, wäre die große Frage: Wer dürfte das?
Wäre das nicht eine wirkliche Verarsche der Gläubigen? Würde dann nicht der Gläubige verkommen zu einem Instrument… von weltlicher Macht?
Andererseits kann man natürlich behaupten, dies sei bereits der Fall-> eben die Sache mit dem unterschiedlichen Nennern :wink:

Naja. Ich bin mir bei vielen Sachen auch nicht sicher. Aber ich nehme es zunächst mal einfach hin. Im Endeffekt gilt für mich ja sowieso das Gebot der Liebe, das über allen anderen Geboten steht. Und so werd ich niemanden töten, nur weil er gegen das Gesetz verstößt, nur weil’s so drin steht :smile:

Liebe Grüße,
Typhoon

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Hoi,

Würden wir nun irgendwelchen Menschen erlauben, die Bibel zu
ändern, wäre die große Frage: Wer dürfte das?
Wäre das nicht eine wirkliche Verarsche der Gläubigen? Würde
dann nicht der Gläubige verkommen zu einem Instrument… von
weltlicher Macht?
Andererseits kann man natürlich behaupten, dies sei bereits
der Fall-> eben die Sache mit dem unterschiedlichen Nennern

Es ist natürlich bereits der Fall. Was ist der Unterschied zwischen denen, denen damals erlaubt war, gottes vermeintlichen Willen niederzuschreiben und irgendjemandem, der das heute täte?

Ich würd den Job machen :wink:

Gruß,

Malte.

sind sie das denn?
…wenn ich mir allein die Tradition der katholischen Kirche anschaue, hat sich da ja in den letzten 2000 Jahren eine Menge getan - sogar das Fegefeuer wurde erst nach der Halbzeit erfunden:smile: - und die Reformation hat dann nochmal ordentlich nachgelegt mit „flexiblen“ Veränderungen. Oder meinst du so richtig „flexibel“ i.S. von Herbst- und Wintermode:smile:?

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Was ist denn deiner Ansicht nach falsch, dumm und sinnlos?
Also: Was ist entbehrlich und was nicht bei z.B. Buddhisten, Christen, Juden, Muslimen uswusf…?

Grüßli,

barbara

Hallo

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

Sind sie das generell? Oder anders geferagt, wieso ist die Matematik so statisch, wieso gibt seid jahrtausenden 1 + 1 = 2??

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen
festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet -
schlicht nicht mehr haltbar sind.

Welche Dogmen meinst Du und welche davon sond nicht mehr haltbar?

DIe Welt verändert sich nunmal im Laufe der Jahrhunderte, und
die Menschen mit ihr - irgendwie scheint es in allen Bereichen
kein Problem zu sein, dem Rechnung zu tragen, nur in
Religionsdingen funktioniert das nicht.

Weder in der Mathematik noch in der Physik noch in der Fotrtpflanzung hat sich im Laufe der Jahrhunderte was geändert, ist höchstens Neues dazu gekommen. Wieso soll es da anders sein?

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Also wer hat was gesagt, welches sich heute als falsch, dumm und/oder sinnlos herausgestellt hat? Und wer beurteilt, dies?

Gruss
Beat

Hallo Malte.

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Ja, so sind die heutigen Zeiten, was gestern galt ist heute dumm und sinnlos. Das Problem aus meiner Sicht dabei ist nur, dass es heutzutage oft nicht durch intelligenteres ersetzt wird.

Somit sehe ich halt nicht, was daraum dumm sein sollte, wenn ich auch heute noch der Meinung bin, dass man Arme unterstützen sollte. Das es eine Ehre ist Gäste (und damit meine ich nicht die besten Freunde) einzuladen oder gar ein grossen Teil meines Einkommens denen zur Verfügung zu stellen, welche nicht so erfolgreich waren.

Scholem,
Eli

Hallo Malte,

Religion ist kein Beruf und auch nicht dazu geeignet, ein Beruf zu sein. Im Islam z.B. gibtz es den Beruf des Geistlichen nicht. Die Riten, die ein Muslim verrichtet, können in wiederholter gefühlsschwacher und gefühlloser Routine vollzogen werden, und haen dann mit Religion nichts mehr zu tun. Wir haben keine Kleidung, die islamische Tracht heißt. Galabiya, Hose, die Kopfbedeckung und der Bart die Sitten und Traditionen, die ein Muslim, in Buddhist, ein Zoroastier und ein Druse gemeinsam haben. Sänger in der Disco und Hippies haben sogar längere Bärte. Dass du Muhammad, Ali oder Osman heißt reicht auch nicht aus um z.B. Muslim zu sein.

Die Konfession in den Dokumenten ist auch nur ein Wort. Der Rosenkranz, das Stammeln, die Art und Weise der Derwische, der Ruf der Scheichs: " La ilaha illa Allah", werden manchmal von Schauspielern in einer größeren Fertigkeit aufgeführt als von den echten Personen. Manchmal verbergen die Fahnen, die Schilder, die Weihrauchgefäße, der Weihrauch und die Religionsgruppierung hinter sich politische Subversion, Intrige und Revolution, die nichts mit Religion zu tun haben.

Was ist denn dann Religion?
Religion ist ein Zustand des Herzens; ein Gefühl, ein inneres Empfinden des Unsichtbaren, des Verborgenen, eine verschlossene, unklare Wahrnehmung. Trotz ihrer Verschlossenheit ist eine verborgene , weise, mächtige, höchste Kraft deutlich, die alles plant. Es ist ein völlitg überwältigendes Gefühl, dass es eine höhere Existenz gibt, dass das Königreich einen König hat, dass es keinen Fluchtweg für einen Ungerechten gibt und kein Entkommen für einen Verbrecher, dass du frei, verantwortlich und nicht sinnlos geboren wurdest, dass du nicht vergeblich lebst und dass der Tod nicht dein Ende ist, sondern Er wird dich an einen unbekannten Ort überleiten, zum Verborgenen, woher du aus dem Verborgenen kamst. Die Existenz besteht fort.

Dieses Gefühl hinterläßt Ehrfurcht und Frömmigkeit. Es bewegt den Menschen zur Selbstüberprüfung und veranlaßt ihn dazu aus seinem Leben etwas Wertvolles zu kreieren und aus sich selbst in jedem Augenblick eine höhere Existenz zu formen. Er denkt an den Tag, an dem er diesem herrlichen König begegnet, dem König des Königreichs.
Diese immer neue Existenzkriese, das schöpferische kreative Leid und das kontinuierliche Gefühl ewiger Präsenz von der Ewigkeit bis zur Ewigkeit nach dem Tod, dies Gefühl der Verantwortung,des sinnes, der Schönheit, der Ordnung und des Ernstes in allen Diongen, ist die Wahrheit der Religion.

Danach sind die religiösen Aufgaben und der Gehorsam Beweise dieses Gemütszustandes. Der zustand des Herzens jedoch ist das Wesentliche. Das ist die Religion selbst und ihr Inbegriff. Der Koran z.B. offenbart die Bekanntmachung mit diesem herrlichen König, dem König aller Könige, mit seinen Namen und seinen Eigenschaften, seinen Taten, seinen Wundern und seiner Einzigkeit. Muhammad s.a.v. der letzte Prophetkam, um das Beispiel und das Vorbild zu geben, um den Glauben zu festigen und das Wort zu vollenden. Das Verborgene zu empfinden bleibt trotzdem der Geist der Religion und das Wesen der Regeln und Gesetze. Ohne dies hat das Gebet und die Armensteuer keine Bedeutung.
Muhammad s.a.v. der letze Prophet gibtz das Vorbild des vollkommenen Muslims vor, so wie er das Vorbild der islamischen Herrschaft und der islamischen Gesellschaft vorgab. Aber Muhammad s.a.v. und seine Gefährten waren Muslime in der gottleugnenden Gesellschaft der Quraisch in Mekka. (So ist die Gesellschaft auch von heute) Die Umgebung der Leugnung Gottes, der Gottlosigkeit, diese Atmosphäre hat niemanden von ihnen davon abgehalten, vollkommener Muslim zu sein. Der Gläubige muss zum Glauben einladen, aber es schadet ihm nicht, wenn keiner ihm zuhört und auch nicht, dass um ihn herum, Gott geleugnet wird.

Er kann in irgendeinen System und in irgendeiner Umgebung gläubig sein, denn Glaube ist ein Zustand des Herzens. Religion ist ein Gefühl und kein äußeres Auftreten. Der Sehende kann das Sehen ausüben, auch wenn allle Anwesenden blind sind. Der Gesichtssinn ihst eine Fähigkeit, die nicht von der Blindheit der Anwesenden beeinflußt wird. Ebenfalls ist das Empfinden des Verborgenen eine Fähigkeit, die nicht von der Achtlosigkeit der Unachtsamen beieinflußt wird, auch wenn es viele sind. Ihre Menge wird am Tag des Jüngsten Gerichts ein Gewicht in der Waage sein.

Das Grundlegende in Angelegenheiten der Religion un der Religiosität ist der Zustand des Herzens. Was beschäftigt das Herz? Was spielt sich in den Gedanken ab? Womit ist der Eifer verbunden? Welche Liebe überwiegt in den Gefühlen? Welche Sache hat den äußersten Vorrang? Was wählt das Herz im entscheidenden Augenblick? Zu welcher Seite neigtz die Vorliebe?

Diese Anzeichen werden den Glauben oder sein Fehlen beweisen. Sie sind aussagkräfigier als das zeremonielle Gebet, deswegen steht z.B. im Koran: „Doch Allah´s zu gedenken, dass ist das Höchste“, d.h. die Erwähnung Gottes ist größer als das Gebet, trotz der Wichigkeit des Gebets. Daher sagt der Prophet Muhammad s.a.v. zu seinem Gefährten im von Abu Bakr überlieferten Zitat: „Er unterscheidet euch nicht durch Fasten und Gebete, sonder durch etwas fest Sitzendes in seine Herzen.“

Durch dieses Etwas, das im Herzen eines jeden von uns liegt, werden wir am Tag der Auferstehung voneinander unterschieden, mehr noch als durch Gebete und Fasten.
Das Gebet wird erst zum Gebetz durch dieses Etwas im Herzen. Das Gebet gewinnt seine äußerste Wichtigkeit durch die Fähigkeit, das Herz zu reinigen, den Eifer zu sammeln, die Denkfähigkeit einzuberufen, die Gefühle zu konzentrieren.
Die vielen Gebete öffnen diese innere Quelle und erbreiten diesen innerlichen Fluß. Es ist der existentielle Bund mit Gott, der mehr über die Religion aussagt als irgendeine Tat. Es ist das (in diesem Beispiel) das Bild des Islams, das der Körper auf den Boden zeichnet, indem er sich niederwirft, beugt, ehrfürchtig ist, fleht und entschwindet. Der Herr der Welten sagt zu seinem Propheten:
"Sondern werfe dich (in Demut) nieder und nähere dich (Gott immer mehr).
Mit der Niederwerfung des Herzens verkörpert sich die innere tiefe Bedeutung der Religon. Die Verbindung zwischen dem Gläubigen und Gott schließt sich damit so fest wie möglich.
Mit dem religiösen sinn erblickt das Herz die Tat Gottes in allen Dinten. Im Regen und in der Trockenheit, im sieg und in der Niederlage, in der Gesundheit und in der Krankheit, in der Armut und im Reichtum, im Wohlbehagen und in der Bedrückung. Über die ganze Geschichte hinweg siehts das Herz in den Umwälzungen der Ereignisse und im Wechsel der Fügungen Gott. Und über das breite Universum hinweg sieht es Gott in der Ordnung, der Harmonie und der Schönheit, sowie in den Katastrophen, in denen Sterne explodieren und sich im fernen All auflösen.

Und im Innern der Seele sieht, es Ihn in den wechselnden Zuständen der Seele, in Darbietung, in Ergreifung, in Hoffnun, in Geduld und in den aufkommenden Gedanken im Herzen. Fast verwandelt sich das Legben des Gläubigen für die ganze Zeit in einen flüsterden Dialog zwischen ihm und seinem Gott. ein Dialog ohne Worte.
Denn jedes Ereignis, dass sich um ihn abspielt, ist ein göttliches Wort und eine himmlische Phrase. Jede Nachricht ist ein Wille, jede Neuigkeit ist ein Vorläufer im älteren Wissen Gottes.
In dieser Vorstellung von Willen sieht der Muslim keine einschränkung seiner Freiheit, sondern ihre Erweiterung. Demnächst wählt er durch seinen Herrn, will, plant und führt aus durch seinen Herrn. Er vertraut auf Gott in all seinen Taten. Vielmehr läuft, atmet, hört, sieht und lebt er durch IHn. Dies ist eine enorme Kraft und eine Untersützung, die dem wissenden Knechten nie abhanden kommt. Fast ist seine Hand Gottes Hand, sein Gesichtssinn der Gottes, sein Gehör das Gottes, sein Wille der Gottes. Es ist der Fluß der innerlichen Existenz, der sich in ihm zum Absoluten verbreitet. Dazu sagt Gott in einem Hadith Qudsi:
" Meine Himmel und Meine Erde hatten nicht das Vermögen Mich zu fassen. Das Herz Meines frommen Knechtes faßte Mich."
Diese existentielle Steigerung und die fortwährende Emporsteigung ist die Bedeutung v on Religion. Das ist die mühevolle, anstrengende Auswanderung zu Gott.
"Oh du mensch du mühst dich wahrlich bis zum äußersten, bis du zu deinem Herrn zurückkehrst und du wirst IHm mit Sicherheit begegnen. "
Kein anderer Begriff als das Abmühen drückt diese schöpferische existenzielle Qual und die seelische Überwindung emporsteigend zu Gott aus.

Das ist Religion. Es ist viel größer als bloß ein Beruf, ein Name im Personalausweis, eine Institution oder eine Uniform zu sein.

Gruß

Hallo Beat

Zuerst einmal eine Bemerkung. Ich finde es eine Frechheit, bzw. eine Zumutung von Dir, die Lesergemeinde dauernd mit Postings zu bedienen, die von von Tipp-, Orthografie- und Interpunktionsfehlern nur so strotzen. Und, ausser nichtssagendem Gesundbetergewäsch, nichts zu bieten haben.

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

Sind sie das generell? Oder anders geferagt, wieso ist die
Matematik so statisch, wieso gibt seid jahrtausenden 1 + 1 =
2??

Pseudointellektuelle Aufhänger kaschieren selten…

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen
festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet -
schlicht nicht mehr haltbar sind.

Welche Dogmen meinst Du und welche davon sond nicht mehr
haltbar?

Für dich als Katholenfresser sind die Dogmen ohne Relevanz…

Weder in der Mathematik noch in der Physik noch in der
Fotrtpflanzung hat sich im Laufe der Jahrhunderte was
geändert, ist höchstens Neues dazu gekommen. Wieso soll es da
anders sein?

Geniale Erkenntnis! „Oh du heiliger Strohsack“ ist ein anerkennender Ausruf…

Also wer hat was gesagt, welches sich heute als falsch, dumm
und/oder sinnlos herausgestellt hat? Und wer beurteilt, dies?

Mit Sicherheit nicht Leute deines Kalibers…

Gruss

P.

Hallo Malte,

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

Diese Aussge möchte ich grundsätzlich in Frage stellen:wink:

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen
festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet -
schlicht nicht mehr haltbar sind.

Hier solltest Du Besipiele nennen. „Dogma“ ist ein Begriff, dem man mit dem Christentum verbindet. Wenn Du dann genau hinsiehst, dann wirst Du feststellen, daß Du relativ wenig Dogmen findest (also sogenannte credenda). Eines davon ist die Trinitätslehre, was Menschen, die ihren Verstand immer schon gerne als „gesund“ bezeichnen (auch eine recht dogmatische Aussage), immer schon als irrsinnig bezeichnet haben. Es sei darauf hingewiesen, daß schon diejenigen, die die Trinitätslehre formulierten (im 4.Jh.) dies nicht für eine beweisbare Aussage hielten.

Warum trennt man sich nicht einfach davon? Das hält Religion
schlank und übersichtlich, macht sie modern und auch für
kritische Geister akzeptabel. Warum wird stattdessen auf
Gedeih und Verderben versucht, durch sogenannte
„Interpretation“ von alten - und klaren! - Worten diese heute
noch irgendwie durchzuschleppen?

Kritische Geister können auch eine Religion für akzeptabel halten. Übrigens gibt es in den Kirchen durchaus Strömungen, die für ein Christentum light plädieren. Ich sehe dahinter in erster Linie Versuche, durch Anpassung gesellschaftliche Relevanz zu erhalten (es gibt im übrigen auch „Antitrinitarier“).
Du wehrst Dich gegen eine „Interpretation“ der für Religionen heiligen Schriften, weil die Worte „klar“ seien. Das ist eine dogmatische Aussage von Dir. Tatsächlich aber gab es insbesondere Ende des 19.Jh. eine (protestantische) Richtung, die für die Abschaffung des ATs plädierten, der sogenannte „Liberalprotestantismus“, der letztlich wollte, was DU forderst: Anpassung an die gesellschaftliche Mehrheitsmeinung. Ein Grund, warum man sich heute so sehr dagegen wehrt (auf protestantischer theologischer Seite): Die Folgen. Es waren die liberalen Theologen, die in der guten Überzeugung, über einen „gesunden Menschenverstand“ zu verfügen, die Politik Wilhelms II. unterstützten und auch den WK I. Universitätshistorisch standen sie nicht allein (und später gehörten sie zur Bekennden Kirche), aber man fragte sich nach 1914 durchaus zu Recht nach den Kriterien christlicher Aussagen.
Wenn man die derzeitige Sterbehilfediskussion betrachtet, kann es auch nicht schaden, wenn das christliche (hier in einer noch älteren jüdischen Tradition stehend) Prä des Lebens vielleicht auch mal zu Gehör kommt. Der Papst wiederum hat eine Art, dies zu formulieren, ich würde es anders tun. Aber so lange alle dialogbereit bleiben (und Du liest hier genug Postings von Christen/Juden/Mulsimen etc., um zu wissen, daß es genug davon gibt), kann die notwendige Diskussion auch nur mit an klaren und offen gelegten Kriterien zu einem guten Ende gefürht werden.
Im übrigen gehört es zum Wesen christlicher Religion (bei den anderen kenne ich nicht so aus), die grundlegenden Texte zu interpretieren. Für eine dogmatische Aussage (d.h. dann eine verläßliche" Aussage über Gott) sind die Dogmen relevant, wenn Du so willst, sie sind das Grundgesetz, was ja auch immer wieder neu interpretiert, aber dennoch Leitlinie bleibt.
Zumindest die europäische Theologie (beider Kirchen) bedient sich bei der Interpretation klar dargelegter Regeln, der so genannten historisch-kritischen Methode. Du kannst nicht Modernitität fordern, gleichzeitig aber Dich einer auch mit gesunden MEnschenverstand nachvollziehbaren Erkenntnis verweigern (oder sie anderen verweigern), daß die grundlegenden Texte in einer anderen Zeit zu anderen Menschen geschrieben wurden.

Ich versteh’s nicht. Mit dieser Sturheit und
Erkenntnisresistenz schneidet man sich doch ins eigene Fleisch
und stellt sich selbst deutlich als ignoranter Betonkopf hin.

Natürlich gibt es so etwas. Aber Du solltest vielleicht mal in die Vorlesungsverzeichnisse deutscher theologischer Fakultäten beider Konfessionen schauen: Erkenntnisresistenz???
Immerhin muß ein (ev.) Theologe erst die Sprachen beherrschen, bevor er die QUellen interpretieren darf, ein Althistoriker muß Sprachkenntnis erst am Ende seines Doktorats nachweisen - da kommt dann viel nachweisbarer wissenschaftlicher Blödsinn über das frühe Christentum bei raus, was aber der „gesunde Menschenverstand“ eher glaubt, denn dort sind ja die vermeintlich objektiven:wink:

DIe Welt verändert sich nunmal im Laufe der Jahrhunderte, und
die Menschen mit ihr - irgendwie scheint es in allen Bereichen
kein Problem zu sein, dem Rechnung zu tragen, nur in
Religionsdingen funktioniert das nicht.

Lies eine Dogmengeschichte - Du wirst erkennen, daß diese Aussage falsch ist.

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Bleiben wir bei der Trinitätslehre: Sie hat heute besondere Relevanz für den christlich-jüdischen Dialog (und ich möchte hier darafox Behauptung widersprechen, Juden wären an keinem Dialog mit Christen interessiert, dafür erhalte ich zu viele Anfragen von der Hebrew University).

Wieso traut sich das keiner?

Jüngstes Beispiel: Die Rheinische Landeskirche, die beim Abendmahl nicht mehr die „Kirchendisziplin“ walten läßt - aufgrund einer anderen, modernen Einstellung zum (theologisch gesagt) fehlbaren Menschen.

Grüße,
Taju

hi,

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

imho ist genau das ihr „angebot“, nämlich stabilität zu garantieren, vor allem was werte angeht. insofern finde ich das auch nicht „fürchterlich“. es ist eben EIN angebot unter den weltbildern, und manche menschen (sie sind in der westlichen welt eine minderheit) nehmen es eben an. andere nicht.

darüberhinaus bin ich der meinung, daß man grade als mitglied der westlichen säkulären wertegemeinschaft dafür sorgen muß, daß auch religionen ihren platz haben dürfen. vor allem sollte man sich jeden sinnlosen spottes enthalten (das war hier vor kurzem thema).

gruß
dataf0x

Hoi,

Ich würd den Job machen :wink:

Dann probier’s doch aus…- vielleicht ist gerade das Gottes Plan für Dich. Ob das Resultat dann positiv oder negativ sein wird, weiß ich nicht. Denn dass alles so kommen muss, wie es kommt, davon geh ich aufgrund der Bibel aus.

Beste Grüße,
Typhoon

Hallo,

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

Wer die Religionsgeschichte der verschiedenen Religionen sorgfältig studiert, kommt gerade zu einem völlig anderem Ergebnis!!! Religion ist nicht mit Dogma gleichzusetzen!

Sieht der Islam von heute in Indonesien, wie der Islam vor 1200 Jahren in Ägypten aus? Ich bezweifele es sehr!
Sieht die Evangelische Kirche in Kanada heute aus, wie sie in Deutschland im 16. Jahrhundert aussah?!

Moin,

ich möchte gerne wissen, warum alle heute großen Religionen so
fürchterlich statisch und unflexibel sind.

Meinst du nicht, du solltest obigen Satz erstmal belegen, bevor du fragst „warum“ ?

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen
festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet -
schlicht nicht mehr haltbar sind.

Kannst du mir ein paar konkrete Beispiele für den Buddhismus nennen ?

Warum trennt man sich nicht einfach davon? Das hält Religion
schlank und übersichtlich, macht sie modern und auch für
kritische Geister akzeptabel. Warum wird stattdessen auf
Gedeih und Verderben versucht, durch sogenannte
„Interpretation“ von alten - und klaren! - Worten diese heute
noch irgendwie durchzuschleppen?

Warum stellst du Behauptungen auf, die du nicht begründest ? Würde man deine Fage nach dem „warum“ beantworten, wäre das gleichzeitig eine Zustimmung, dass dem überhaupt so ist. Nur sehe ich das anders, also machen deine „warum“ Fragen für mich auch überhaupt keinen Sinn.

Ich versteh’s nicht. Mit dieser Sturheit und
Erkenntnisresistenz schneidet man sich doch ins eigene Fleisch
und stellt sich selbst deutlich als ignoranter Betonkopf hin.

Mit deiner Art zu fragen machst du es einem fast unmöglich, auf diese Fragen etwas sinnvolles zu antworten.

DIe Welt verändert sich nunmal im Laufe der Jahrhunderte, und
die Menschen mit ihr - irgendwie scheint es in allen Bereichen
kein Problem zu sein, dem Rechnung zu tragen, nur in
Religionsdingen funktioniert das nicht.

Insbesondere für die Behauptung „die Menschen mit ihr“ hätte ich gerne einen Beleg.

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Sichersicher, aber du kannst nicht erwarten, dass irgend jemand etwas abschafft, nur weil du es falsch, dumm und sinnlos findest. Oder würdest du auch alles abschaffen, was ich falsch, dumm und sinnlos finde ? Oder gehst du tatsächlich davon aus, dass es einen bei allen Menschen gleichen Konsens darüber gibt, was falsch, dumm und sinnlos ist ?

Wieso traut sich das keiner?

Traust du dich denn, deine Prämissen zu hinterfragen ? :smile:

Gruß
Marion