Warum sind Religionen so statisch?

Es ist ein
Unterschied, ob man ein Gesetzbuch von 1865 in einem Seminar
über Rechtsgeschichte behandelt oder ob man auf Grundlage
desselben heute Recht spricht.

natürlich!

solltest du aber nicht grade in saudi arabien leben, wirst DU nicht von religiösen rechtsprechungen, die dich nicht betreffen, behelligt. was juckt es dich, wenn andere ihre eigenen regeln haben?

gruß
dataf0x

na, das bgb gibt es seit 1900 - und ist zwar einige male modifiziert worden, aber vieles steht noch so drin und hat gültigkeit wie vor über 100 jahren - nicht alles, was alt ist, ist schlecht und nur noch Geschichte:

http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerliches_Geset…

grüßli,

barbara

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Hallo Typhoon,

Nehmen wir als Beispiel mal die Mathematik. Dort kann man
Brüche nicht addieren, wenn sie unterschiedliche Nenner haben.
Und das kann man nun in die Neuzeit übertragen. Ein
atheistischer Nenner kann im Endeffekt nicht mit einem mono-
oder polytheistischem Nenner addiert werden (bzw.
übertragenerweise: kommunizieren).

ähm: jede zwei Brüche kann man addieren! Beispiel gefällig: 3/4 + 1/2 = 5/4.

Ansonsten stimme ich dir in vielen Punkten zu.

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo Malte,

In ihnen allen wird dermaßen krampfhaft an alten Dogmen
festgehalten, die - mit gesundem Menschenverstand betrachtet -
schlicht nicht mehr haltbar sind.

Warum trennt man sich nicht einfach davon? Das hält Religion
schlank und übersichtlich, macht sie modern und auch für
kritische Geister akzeptabel. Warum wird stattdessen auf
Gedeih und Verderben versucht, durch sogenannte
„Interpretation“ von alten - und klaren! - Worten diese heute
noch irgendwie durchzuschleppen?

Ich versteh’s nicht. Mit dieser Sturheit und
Erkenntnisresistenz schneidet man sich doch ins eigene Fleisch
und stellt sich selbst deutlich als ignoranter Betonkopf hin.

Ich stelle dir eine sehr fundamentale Sicht vor: Manche glauben, dass es Gott gibt! Wenn du das hinnimmst, dann ist der Rest eigentlich logisch. Dann ist nämlich Religion (bzw. Glaube, der zur Religion führt) nicht etwas, was altmodisch werden kann; auch nicht wenn nicht soviele mitmachen wollen!

Aber ich stimme mit dir in einem Punkt vollkommen überein: Wenn man nicht an Gott glaubt, dann gibt es eigentlich keine Richtlinie für das, was richtig oder falsch ist!

DIe Welt verändert sich nunmal im Laufe der Jahrhunderte, und
die Menschen mit ihr - irgendwie scheint es in allen Bereichen
kein Problem zu sein, dem Rechnung zu tragen, nur in
Religionsdingen funktioniert das nicht.

Du meinst, dass in Nazideutschland die Religion sich hätte anpassen sollen (Nicht das Christentum, sondern Christen (auch wenn das Bischöfe waren) haben mitgemacht)? Ich glaube nicht, dass sich Religionen nach den Launen der Menschen richten sollten. Vor allem, da man nicht wüsste, welche Menschen den moralischen Anspruch für sich beanspruchen können.

Irgendwann vor Hunderten von Jahren hat da irgendein Rabbi,
Prophet, Papst oder sonstwer mal was postuliert, was ne Menge
Leute „hip“ fanden und was vielleicht sogar sinnvoll war, aber
wenn sich heute herausstellt, daß das in unserer Zeit einfach
flasch, dumm, sinnlos ist, dann kann man das doch abschaffen,
ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen.

Wenn das ein normaler Mensch war, dann muss das ja auch nicht richtig sein, allerdings, wenn ich glaube, dass dieser Mensch ein Prophet war, dann werde ich nicht an seiner Aussage schrauben, nur damit sie dem entspricht, was ich gerne hätte…

Wieso traut sich das keiner?

s.o.

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo Malte,

ich probiere es nochmal, auch enn wir kaum zusammenkommen werden.
Selbst wenn es eine religiöse Organisation gibt, die deinen Erfordernissen nachkommt, wirst du ihr auch nicht beitreten. So what?

Die Basis von Religionen sind ein Gott, Götter, höhere geistige Wesen oder tiefe unveränderliche „Wahrheiten“ des Universum. Religionen liefern zwar auch auch ethisch-moraliche Grundwerte und Handlungsanweisungen, aber das ist nur ein Aspekt von Religionen. Der Grundsatz lautet ja, dass man „gut“ handeln soll, sonst…
mißfällt man Gott,
hat bei der nächsten Widergeburt ein schlechtes Karma,
verärgert man seine Ahnen…usw.

In Hundert Jahren werden die Menschen

der Meinung sein, dass wir heute in manchen Aspekten falsche
Werte und Vorstellungen hatten.

Eben drum!

Die Hexenverbrennungen, die man heute immer der Kirche anlastet, gingen vor allem vom Volk aus. Die Menschen waren hysterisch und verlangten nach der Jagd nach Hexen. Die Kirche machte nur das, was die Menschen von ihr erwarteten.
Wenn man sich die „Untaten“ der Kirchen im Kontext ihrer Zeit ansieht, dann war die Kirche eigentlich immer zeitgemäß.
Aber nach ein paar Jahrhunderten kommen die Leute an und klagen an; „Ihr habt damals…“.

Und genau diese Handlungsanweisungen unverändert durch die
Zeit zu schleppen erscheint mir eben ziemlich dämlich - eben
weil Handlungsanweisungen immer auf eine Situation angepasst
sein _müssen_ und niemals allgemeingültig auf ewig sein
_können_.

Kleines Beispiel, es gibt die Anweisung, „Du sollst nicht stehlen.“.
Auf die heutige Zeit übertragen bedeutet dies, „Du sollst nicht raubkopieren“. Deswegen ist ja alles niedergeschrieben worden. Man soll es lesen, überdenken und auf seine persönlichen Lebensverhältnisse anwenden.

„Gott ändert seine Meinung nicht“ ist ja erstmal auch nur eine
Behauptung. Aber wenn man schon der Meinung ist, dann muß man
„ihn“ doch auch beim Worte nehmen oder nicht? Entweder oder!

Das ich doch, oder?

Gruß
Carlos

Hi
Deine eigene Meinung ändert nichts an der Tatsache das Propheten nun mal Auserwählte Menschen Gottes sind die die Offenbarung Gottes durch den Engel Gabriel empfangen haben um diese an Seine Schöpfung weiterzugeben um nach Seinen Geboten zu leben.
Wie du behauptest lässt du jedem seinen Glauben, so bitt ich dich dann darum.
Ich habe dir deine Frage mehr als beantwortet, nur ist es so das du dort nicht das gefunden hast was du erwartet hättest.
Hiermit möchte ich auch meinerseits das Gespräch mit dir beenden, da es eh zu nichts Vernünftigen führt. Und weder du noch ich haben etwas davon. Möge Gott dich Sein Licht erkennen lassen!
Viele Grüße

Hi Omar Abo-Namous,

Nehmen wir als Beispiel mal die Mathematik. Dort kann man
Brüche nicht addieren, wenn sie unterschiedliche Nenner haben.
Und das kann man nun in die Neuzeit übertragen. Ein
atheistischer Nenner kann im Endeffekt nicht mit einem mono-
oder polytheistischem Nenner addiert werden (bzw.
übertragenerweise: kommunizieren).

ähm: jede zwei Brüche kann man addieren! Beispiel gefällig:
3/4 + 1/2 = 5/4.

Hast natürlich Recht. Trotzdem muss man für die korrekte Addition die Brüche „auf einen Nenner“ bringen. Im Übrigen passte das Wort „Neuzeit“ in meinem Beitrag, in diesem Zusammenhang überhaupt nicht… :wink: - Naja. Kann passieren.

Gruß,
Typhoon

Was Du Unbeständigkeit nennst nenne ich Standhaftigkeit. Es ist alles andere als schlecht einen festen Gegenpool zu allzu übereilten gesellschaftlichen Entwicklungen zu haben. Wirkliche Veränderungen setzen sich trotz allem durch, aber durch den starken Gegenpart ist man gezwungen sich moralisch mit dem einen oder anderen Thema näher zu befassen.
Man kann immer mal wieder neue Perlen auf eine Schnur ziehen, dabei nutzt man aber immer wieder die gleiche Schnur…man muss sie auch nicht gleich jedes mal zerschneiden nur weil es grade einfacher wäre.

mfg
Simon