Nabend,
Es geistern grad ein paar Bilder durch die Köpfe der Menschen,
die wohl der Kirche (en) sehr zuwieder laufen. Aber warum
überhaupt. Warum empört sich eine Kirche ber einen
knutschenden Jesus? (siehe Bildzeitung) Und warum versucht
Weil hier eine historische Person in einer Rolle gezeigt wird, die nirgendwo so überliefert ist. Es wird also eine historische Person genommen - die nebenbei Religionsstifter ist, aber darum geht es mir erstmal nicht -, von der man zwar eine Menge weiß, von der aber nirgendwo das tradiert ist, was dieser Film unterstellt. Das ist zumindest mal kritisch.
Man könnte natürlich sagen, „es ist nirgendwo aufgeschrieben worden, aber woher weiß man, dass er nicht DOCH eine Frau hatte?“ - berechtigter Einwand, kann man nicht völiig ausschließen. Aber schaut man sich das Leben Jesu an und geht man - wie wir Christen - davon aus, dass er weiß, wer er ist und welche Aufgabe er hat, ist es absolut unwahrscheinlich. Jesus, der wußte, mit 33 sterben zu müssen, wird kaum versucht haben, eine Familie zu gründen und einer Frau zuzumuten, die bevorstehenden Leiden mitzutragen - und möglichen Kindern erst recht nicht! Da wäre er ein schlechter Mann und Vater gewesen, das passt also kaum in seine Vorbildfunktion.
sich grad die Kirche in die Opferrolle zu drängen? Sollte man
hier nicht mit Toleranz und Liebe antworten und nicht mit
Verboten und Beschimpfungen? Sagte nicht einmal Jesus: "Kämpfe
Wenn ein Historiker sich gegen sowas ausspricht, nimmt man es entweder zur Kenntnis oder auch nicht, vielleicht hört man sogar auf ihn und ändert Details. Wenn die Kirche sich äußert, ist sie direkt intolerant.
nicht?".
Ja, hat er. Aber das heißt nicht, dass man nicht mit offenen Augen durch die Welt laufen darf und diese auch kritisieren darf. Wenn ich da an diverse Aktionen Jesu denke, mit denen er die Hohepriester und die römischen Besatzungsmächte kritisiert hat…
Vielleicht könnte ja mal jemand ein Statement dazu schreiben.
Würd mich mal interessieren, was einem Gläubigen, der Mitglied
in einer Kirchengemeinschaft ist, dazu einfällt.
Reicht Dir das als Statement? Von mir persönlich kann ich noch sagen: Der Film geht mir am Duweißtschonwo vorbei, weil solche Filme keinerlei Einfluss auf meinen Glauben haben - genauso wenig, wie diverse Kleopatra, Alexander oder Augustus-Filme Einfluss auf mein Geschichtsverständnis haben, ich verlass mich da lieber auf die mir zugänglichen Quellen und im Zweifel meine Auslegung derselben.
ps es ist nicht nur die Katholische Kirche gemeint. Und auch
nicht nur die Christen.
Naja, in dem Fall sind die Christen die einzig wirklich Betroffenen.
D.h., ich weiß nicht, wie es bei Juden und Moslems aussieht, ob sie ein Problem damit haben, wenn ein Prophet verheiratet war…
so long
Christian