Hallo,
Jürgen hat im Prinzip schon das Richtige zu Rentenversicherung
staatlich (Umlage) oder privat (ansparen) gesagt. Nur noch
einige Ergänzungen:
- Ich bin auch für privat, aber ohne Ausgleich zwischen
Versicherungen (wie bei den Krankenkassen)! Wenn eine
Versicherung pleite macht, das Geld der Versicherten verzockt
wurde, isses wech PUNKT!
Da wäre ich aber für eine Zwangs-Rückversicherung der Versicherungen. Das würde den Beitrag zwar minimal steigern, ließe aber die Versicherten im Zweifelsfall nicht im Regen stehen.
- Die Probleme der Rentenversicherung treten zum größten Teil
durch den Bevölkerungsrückgang auf. Mehr als ein Drittel der
heute jungen Leute haben keine Kinder, Akademiker zu mehr als
40%!
Ich weiss nicht, wieso hier immer von einer „Versicherung“ geredet wird. Die Rentenkasse wäre das richtige Wort, sonst würde man ja für bestimmte Leistungen für sich selbst bezahlen und nicht für die letze Generation, die mit relativ geringen Rentenzahlungen jetzt hohe Ansprüche hat.
Daher: Deutlich höhere Belastung der jungen Generation und
besserer Ausgleich hin zu Familien mit Kindern!
Entschuldigung? Wie hoch soll denn die Belastung noch steigen? Von meinem Gehalt sind nach Abzug aller Sozial-, Steuer- und Abgabenbelastungen nur mehr knapp 50% übrig. Davon soll ich jetzt noch Riester- und eine zweite private Versicherung bezahlen. Ich habe nicht nur keine Lust mehr, diesen Scheiß zu bezahlen, ich kann es mir finanziell einfach nicht leisten. Es sei denn, ich ziehe in ein Armenvirtel und ernähre mich schwerpunktmäßig bei Aldi. Wobei ich mich dann frage, warum ich dann arbeiten gehen soll.
Das Problem mit der Demografie ließe sich recht gut durch eine sinnvolle Einwanderungspolitik in den Griff bekommen, da muss man denn Leuten nicht mit Gebärzwang kommen. Es gibt auf dem Planeten tatsächlich eine Überbevölkerung.
Richtig gut geht es (wie immer) nur den Superverdienern und Selbständigen, die keinerlei Versicherungszwang unterliegen und es dann auch tunlichst vermeiden, sich gesetzlich krankenzuversichern oder in die maroden Sozialkassen einzuzahlen.
- Heutige ältere Arbeitnehmer und Rentner tragen nur den
Anteil, der der gestiegenen Lebenserwartung entspricht. Ich
vermute mal, das ist der kleinere Anteil der Renten-Probleme
heute, tritt richtig auch erst 2010 und danach auf.
Ja und wenn ich erst einmal das Rentenalter erreicht habe, dann heißt es, jeder bekommt 100,- EUR im Monat, so als symbolischen Zuschuss, damit man die Politiker nicht an den eigenen Eingeweiden am nächsten Laternenpfahl aufknüpft.
… dass Rentenzahlungen in
Höhe von 43% des Einkommens noch viel zu hoch wären, um den
Beitragssatz „stabil“ zu halten.
Sieh Pkt. 2: 43% sind eindeutig zu viel für alle, die heute
jünger als 40 sind.
Du mchst Witze, oder? Wenn das eindeutig zu viel ist, dann ist jeder Euro in die Kasse eingezahlt ebenfalls eindeutig ein Euro zu viel. Ich verstehe auch nicht, wo das System kriesensicher sein soll. Die Wahrscheinlichkeit eines totalen Zusammenbruchs mit Hyperinflation und Pestilenz ist erheblich geringer, als der nahezu sichere Kollaps der umlagefinanzierten Systeme.
Außerdem frage ich mich, warum man überhaupt an dem System
festhält, wenn es nur Unsummen verschlingt und den Einzahlern
nichts bringt. Warum schafft man das dann nicht ab? In meinem
Bekanntenkreis findet sich zumindest niemand, der die Kohle
nicht lieber selbst anlegen würde.
Siehe Pkt. 1: Wenn das Geld Deiner Bekannten verzockt wurde,
isses wech !! Es wäre der Gipfel der Ungerechtigkeit, dann von
anderen zu verlangen, das sie dafür aufkommen sollten!
Ich verstehe den Einwand nicht. Derzeit zocke ich nicht mit meinem Geld, wenn ich in die Rentenkasse einzahle. Der Effekt bei der Renteneinzahlung ist der gleiche, als würde ich das Geld in die Elbe schmeissen. Und von anderen verlangen, irgendwo für etwas aufzukommen, davon war hier doch nirgends die Rede.
Alle älteren können freiwillig austreten, müssen aber nicht.
Nein!! Sie bleiben drin und kriegen das, was Ihnen versprochen
wurde !!
Sie wollen aber nicht drin bleiben, liest Du überhaupt, was ich geschrieben habe? Wenn sie die Möglichkeit hätten, sich zu verabschieden, dann täten sie das sofort und freiwillig. Und versprochen wird uns zur Zeit nur, dass wir höhere Beiträge bekommen und noch weniger Geld zurück.
Wozu brauchen wir marode
Systeme, die scheinbar in erster Linie dazu dienen, einen
riesigen Haufen Beamter in der Verwaltung durchzufüttern?
Das ist der einzige Punkt, in dem ich Dir recht gebe - aber
auch der am schwierigsten zu beseitigende …
(
Es wäre vermutlich vergleichsweise einfach, wenn sich alle, die gegen das derzeitige Rentensystem sind, einig wären.
Gruß
Fritze