Hi
Bei uns gab es Nikolaus und Christkind. Da ich am 6.12. Geburtstag habe war der Nikolaus immer etwas wichtiger. Später wurde es ein Christkind & Weihnachtsmann CoKG 
Ich muss dazu sagen, dass wir schnell nicht richtig Weihnachten im christlichen Sinne gefeiert haben, da eigentlich nur meine Mutter richtig gläubig ist. Meinem Vater ist das ganze egal und obwohl ich zu der Zeit noch eifrige Kirchgängerin war (bis 14 etwa) hatte ich mit dem ganzen Brimborium nichts zu tun.
Weihnachten war bei uns Familienfest, es ging darum dem anderen eine Freude zu machen, auf diverse Weisen.
Meine Eltern haben sich sehr viel Mühe gegeben (mein Vater hat sich als Nikolaus verkleidet, meine Mutter hat Glöckchen im Wohnzimmer installiert damit ich denke, das Christkind sei da, und als ich mit ihr mal im Schlafzimmer wartete, hat sie es irgendwie- ich weiß bis heute nicht wie- geschafft, dass etwas gegen die Rollade flog und ich habe Jahre geglaubt, das sei der Schlitten des Weihnachtsmannes gewesen XD) mich an diese Wesen glauben zu lassen, aber sie haben generell meine Fantasie gefördert (mit Märchen und Sagen) und ich bin fest davon überzeugt, dass ich dem ganzen meine Kreativität verdanke aber auch das mobile Denken das in meinem Studienfach so wichtig ist.
Ich hatte aber einfach auch eine schöne Zeit im Dezember, habe mich jedes Jahr gefreut.
Es war einfach etwas besonderes, etwas, dass die Kindheit von der Jugend trennte. In der Jugend stellt man fest, dass die Welt sehr viele Macken hat und schlecht ist. Als Kind hat man noch einen anderen Blick.
Diese Märchengestalten grenzen die besonderen Gelegenheiten vom grauen Rest des Jahres ab.
Ich muss aber sagen, dass ich nie verstanden habe warum z.B. in Filmen die Kinder ein heidentheater machen, wenn sie rausfinden dass es diese eben nicht gibt. Ich glaub das gehört zu dieser „Unsere Kinder werden Tyrannen“ Sache.
Ich war lange absolut überzeugt, dass es einen Weihnachtsmann gibt (so bis 9 etwa) aber als ich dann akzeptierte, dass es keinen gibt, fand ich es schade, doch es wäre mir im Traum nicht eingefallen, meinen Eltern die Schuld zu geben oder böse auf sie zu sein, weil sie mich angelogen hätten.
Im Gegenteil, sie wollten mir doch etwas wunderschönes schenken: Phantasie.
lg
Kate