Hallo,
Wenn hier jemand eine Frage stellt, dann darf man wohl davon
ausgehen, dass er eine Antwort bekommen möchte. In sofern
findet gerade eine „Auseinandersetzung“ mit dem Thema
„IT-Sicherheit“ statt.Zeitverschwendung, da das ja wohl, von niemandem jemals
bestritten, der Minimalkonsens hier ist.
Dann kannst Du Dich ja auch an den Minimalkonsens halten und entsprechend davon ausgehen, dass eine Auseinandersetzung grundsätzlich gewünscht ist. Fein.
Außer dem üblichen erbrechen von Microsoft-FUD gemischt mit
einer komplett sinnlosen „Statistik“ ist da nichts zu
erkennen.Das ist das was du interpretierst, nicht aber das was
da steht.
Doch, genau das steht da.
Erstens stellst Du durch Deinen Einschub „falls es Dir gelingt“ in Frage, das es einem Laien leicht fällt, Linux zu installieren. Das ist seit Jahren blanker Hohn, da die Installation gerade von SuSE Linux erheblich anfängerfreudlicher ist, als die von Windows XP. Von live-CDs wie Knoppix ganz zu schweigen. Da hier das System nicht vorinstalliert ist, wird eine neue Installation fällig. Da schneidet Windows mit Sicherheit erheblich schlechter ab als Linux – erst recht bei kompletten Laien. Du willst damit ganz klar Angst schüren, die vollkommen unbegründet ist. FUD vom dümmlichsten.
Zweitens behauptest Du allen Ernstes, eine „Umgewöhnung“ von „klicken auf Start“ hin zu „klicken auf K“ oder „klicken auf Tatze“ (je nach Geschmack) würde vier Wochen in Anspruch nehmen. Das ist so offensichtlicher Müll, dass man es getrost als „schüren von Angst vor Unbekanntem“, also ebenfalls FUD bezeichnen kann.
Drittens verweist Du auf eine komplett wertlose Veröffentlichung von irgend welchen „Winfuture“-Hempeln die eine nicht minder wertlose Statistik von OneStat zitiert (obendrein ohne genaue Quellenangabe, was die unprofessionalität unterstreicht), laut derer lediglich 0,irgendwas Prozent der Nutzer mit Linux als Client unterwegs wären. Mich würde eine da mal eine statistisch haltbare Aussage Deinerseits interessieren, wie Du darauf kommst, dass die Kunden von NetStat-Kunden in irgend einer Weise eine zulässige Stichprobe für die Grundgesamtheit „Internetnutzer“ seien. Für mich ist das ohne entsprechende Referenz auf die Methodik so aussagekräftig, wie Kaffeesatzlesen. Also FUD.
Dann verweist Du auf „tausende schicke Windowsprogramme“ und nennst ausgerechnet Skype als Beispiel, dass es auch für Linux gibt. Zwar – wie Du vermutlich um die Diskussion wissend – bis dato ohne Videofunktion, aber dennoch ein denkbar schlechtes Beispiel. Nimm doch das nächste mal etwas, was es wirklich gar nicht für Linux gibt, wie Microsoft Word oder so. Du unterschlägst dabei – natürlich ebenso bewusst – die unzähligen Alternativen, die es für Linux gibt.
http://www.openwengo.com/, http://www.ekiga.org/ und http://sourceforge.net/projects/kphone/, nur um mal drei Alternativen zum von Dir genannten Skype zu erwähnen. Und zwar inklusive Video. Dabei muss man weder Abstriche bei der Bedienbarkeit noch beim Funktionsumfang machen. Es würde mich bei der Gelegenheit mal interessieren, was Du genau mit „langweilig konzipiert“ meinst. Auf jeden Fall nährt es natürlich den Zweifel beim Fragesteller. Und das ist schließlich der einzige Sinn von solchen Gehirnblähungen, wie Du sie aufgeschrieben hast.
Bezeichnenderweise teilt uns die Fragestellerin ja auch noch
mit, dass sie sich gegen Linux entschieden hat.Weil sie offenbar keine Ahnung hat?
Wiederum deine ureigendste Interpretation die schön in deine
kleine heile Linux Welt passt.
Nein, es ist die eigene Aussage der Fragestellerin selbst. Im übrigen war zunächst durchaus Interesse der Fragestellerin an Linux geweckt:
Erst: „O. K., ich fang nun an mich über Linux zu informieren.“
Dann: „Hört sich gut an, wenn ich alles, was ich bis jetzt machen konnten, weiter nützen kann, STÜRZE ich mich auf Linux!“
und bezüglich Linux-Live: „Wie? Vorher mein verseuchtes XP platt machen oder einfach so reinstecken? Und dann läuft’s? Nicht Dein Ernst?“
Und dann nach Deinem geistigen Dünnpfiff: „Eigentlich bin ich sehr aufgeschlossen für neue Sachen, aber in diesem Fall bin ich nicht wirklich scharf drauf zur 0,36%-Elite zu gehören. […] inzwischen hab ich gehört, daß auch sog. IT-Freaks bzgl. Linux manchmal schon nach 4 Wochen aufgeben. […] Ich fürchte, dies [Windows XP kaufen und installieren, AntiVir kaufen und installieren, Spybot kaufen und installieren, Patches installieren, dingens.org lesen, Windows entsprechend konfigureren, alle bisher genutzten Anwendungen installieren … und vermutlich feststellen, dass dann genau alle Viren wieder da sind] muß ich jetzt angehen.“
Fazit: FUD wirkt (leider).
Faktisch (objektiv) benutzt du ein Totschlagargunent.
Damit hast du dich automatisch für eine sachliche
(inhaltliche)Auseinandersetztung disqualifiziert.
Ich habe mich lediglich auf die Selbstaussage („reiner dummer Anwender“) der Fragestellerin bezogen. Wer hier hingegen Totschlagargumente en gros unters Volk bringt, bist Du selbst.
Was meinst du mit „Leute wie du“ ?
Hältst du es für möglich, dass ein „zum IT-Experten mutierter
Rechtsanwalt“ besser sein kann als du?
Ein zum IT-Experten mutierter Rechtsanwalt? Möglicherweise. Derselbe, der hier bereits gepostet hat? Nein.
Stellst du deine eigene Meinung eigentlich jemals in Frage ?
Ja.
Hältst du es für möglich, dass es Aspekte der
Betriebssystemauswahlentscheidung gibt die du bisher noch nie
erwägt hast?
Ja. Von Dir und dem zum IT Experten mutierten Rechtsanwalt kam bisher allerdings nur angestaubter Krams aus Microsofts Wurstkessel.
Dabei ist es gerade für Computerneulinge überhaupt kein
Problem, anstatt auf „Start“ einfach auf ein „K“ oder eine
„Gnome-Tatze“ zu klicken. Nur Nutzer, denen das Hirn durch
dauerklicken in irgendwelche Microsoft-GUIs in die
Sehnenscheiden gesickert ist, haben damit ernsthaft ein
Problem.Wiederum bewegst du dich hier auf der untersten Ebene der
Kommunikation und reflektierst lediglich einen Teilaspekt der
zwar in sich stimmig sein mag, aber in seiner Auswirkung auf
eine Gesamtsituation eben nicht entscheidend.
Welche Gesamtsituation meinst Du denn bezogen auf die ursprüngliche Anfrage hier im Forum, die Dich zur Aussage bewegt hat, es würde sich an der Bedienung für die Fragestellerin irgend etwas außer dem Startknopf ändern, was einer vierwöchigen Eingewöhnungszeit bedarf?
Da kann man sich nur wiederholen:
Bei der Wahl eines Betriebssystems gibt es deutlich mehr
entscheidende Faktoren als du es offenbar für möglich hältst.
In diesem Falle ging es um drei Dinge:
- Keinen Ärger mehr mit Viren & Co.
- Reiner Internetzugang ohne weitere Anwendungen.
- Keine unnötigen Kosten.
Da passt Linux offensichtlich besser, als Windows XP. Nicht mehr und nicht weniger wurde hier in Bezug auf Linux gesagt, bis Du und der zum IT-Experten mutierte Rechtsanwalt hier aufgekreuzt sind.
Gute Besserung
dito
Fritze
PS: Langsam frage ich mich auch, ob das ganze nicht vielleicht eine lustige, inszenierte Trollerei sein soll.

