Was bringt Euch dazu, an Gott zu glauben?

Hallo Ihr Lieben,

mir ist durchaus bewußt, daß mir für diese Frage womöglich die fristlose Exkommunikation aus diesem Brett - wenn nicht sogar Schlimmeres (ich setz dann schon mal vorsichtshalber wieder meinen Helm auf) - droht, trotzdem ist sie absolut ernst gemeint.

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive - Gestalt zu glauben? Ich weiß, eigentlich ist es schon eine philosophische Frage… Ist es die Erziehung? Ist es ‚weil es so üblich ist‘? Da ist doch nichts ‚Greifbares‘ (kommt mir bitte nicht mit ‚Du sollst Deinen Gott nicht versuchen‘ - das kenne ich; ich hab’ das ganze katholische Junioren-Programm bis zur Firmung durch). Wenn ich mir die Welt so anschaue, kann es überhaupt keinen Gott geben. Die christlichen Religionen tönen doch immer ‚dem Gott der Liebe‘. Wie viele Kinder sterben jeden Tag? Wie viel Leid gibt es auf der ganzen Welt? Ein Gott der Liebe kann das doch nicht wollen. Mit den Prüfungen, die der alte Herr mit Rauschebart angekündigt hat, kann es auch nichts zu tun haben.

Mit ‚Gott‘ meine ich übrigens auch nicht nur den christlichen Gott - na ja, den Gott halt - sondern auch Allah, Jehova, etc. Insofern würde ich mich über Antworten sämtlicher Konfessionen freuen.

Viele Grüße

Tessa

Hallo Ihr Lieben,

Hallo Tesa,

mir ist durchaus bewußt, daß mir für diese Frage womöglich die
fristlose Exkommunikation aus diesem Brett - wenn nicht sogar
Schlimmeres (ich setz dann schon mal vorsichtshalber wieder
meinen Helm auf) - droht, trotzdem ist sie absolut ernst
gemeint.

Naja, ne Exkommunikation würde ich für übertrieben halten, sowas wär Polemik, wo es doch um Wissen gehen soll. Also „Fakten, der jeweiligen Theologien“, sprich Begriffsdefinitionen. Und deswegen hab ich mit deiner Frage etwas Probleme, weil es um Glauben, Persönliches geht.

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben?

Woher weißt du, das es um eine Fiktion geht? Nur weil die Existenz nicht beweisbar ist? Vieles ist nicht Beweis/erklärbar, aber trotzdem vorhanden. Beispielsweise Emergenzerscheinungen in den Naturwissenschaften. Die sind vorhanden, aber nicht erklärbar = in naturwissenschaftlichem Sinne erklärbar.
Ich weiß, eigentlich ist es schon eine

philosophische Frage… Ist es die Erziehung?

So, und jetzt zum persönlichen Teil: Bei mir war sicherlich die Erziehung mit auslösend, ich lernte das halt im Elternhaus kennen, trotz Kindlichem Skeptizismus - ich wollte den Fotobeweis, dass das Christkind existiert.
Ist es 'weil es

so üblich ist’?

Naja, damit war bei mir nach der Erstkommunion Schluß - Zu ministrieren war nicht üblich, ich habe es trotzdem gemacht. Und einige andere Sachen -Vertiefung durch Bücher etc.
Da ist doch nichts ‚Greifbares‘ (kommt mir

bitte nicht mit ‚Du sollst Deinen Gott nicht versuchen‘ - das
kenne ich; ich hab’ das ganze katholische Junioren-Programm
bis zur Firmung durch).

Nun, in meinem Leben und meiner verwandschaft gab es genug „Greifbares.“ Auf eigentlich allen Ebenen: Der Glaube half, probleme zu lösen, gab Sinn, Kirche machte Spass, und auch einige nicht ganz natürlich zu erklärende Phänomene. Ich glaube fest daran, dass mir mein Schutzengel das Leben gerettet hat, aber das mail ich dir bei Bedarf, das ist zu persönlich fürs Brett. Und dann noch einige Heilungen dank Lourdeswasser im engesten Familienkreis, dass ist auch sehr greifbar. ich würde da aber nicht von Wundern reden, eher von „Wirkmächtigem Glauben“. Abgesehen davon ists nen z7iemliches prozedere, ein Wunder anerkannt zu bekommen.

Wenn ich mir die Welt so anschaue,

kann es überhaupt keinen Gott geben. Die christlichen
Religionen tönen doch immer ‚dem Gott der Liebe‘. Wie viele
Kinder sterben jeden Tag? Wie viel Leid gibt es auf der ganzen
Welt?

Tja, die Theodizee Frage …„Das Leid ist der Fels des Atheismus“. Laut Bibel hat Leid keinen Sinn im Sinne von Strafe oder Prüfung, es ist einfach da. Und viel Leid hängt auch mit dem Freien Willen des Menschen zusammen. Sterben die Kinder, weil es Gott gewollt ist, oder weil medikamente und Nahrungsmittel durch Menschen zu Teuer gemacht werden? Ansonsten, wenn du eine Bibel greifbar ahst, lies mal das Buch Hiob…da geht es gerade um das Leid.
Ein Gott der Liebe kann das doch nicht wollen. Mit den

Prüfungen, die der alte Herr mit Rauschebart angekündigt hat,
kann es auch nichts zu tun haben.

Naja, der alte Herr mit Rauschebart ist ja ne sehr kindliche Vorstellung. War die Polemisch oder dein Ernst?

Viele grüße, Philipp

Hallo ihr alle.

Ich finde dieses Thema aufregend und hoffe, ihr lasst mich
an eurer Diskussion teilhaben.
Ich bringe ne ganze Menge Toleranz mit und erwarte das
auch von anderen. Ich moechte NIEMANDEM in seinem Glauben
verletzen.
Das sollte gesagt werden, iss ein heisses Thema.

Und deswegen hab ich mit deiner Frage
etwas Probleme, weil es um Glauben, Persönliches geht.

Wieso Probleme ? Stoesst die Frage nach Gott bei Glaeubigen
im Allgemeinen auf Ablehnung ?
Ich selbst glaube an Nichts. Und damit leb ich auch ganz
gut.
Andererseits wage ich es auch nicht, die Existenz von ‚Gott‘
zu verneinen. Ich weiss genausowenig wie ihr ob es einen
gibt, oder ? Deswegen muss ich aber nicht glauben.

Woher weißt du, das es um eine Fiktion geht? Nur weil die
Existenz nicht beweisbar ist? Vieles ist nicht
Beweis/erklärbar, aber trotzdem vorhanden. Beispielsweise
Emergenzerscheinungen in den Naturwissenschaften. Die sind
vorhanden, aber nicht erklärbar = in naturwissenschaftlichem
Sinne erklärbar.

Naturwissenschaft ist eigentlich genauso fraglich wie
der Glaube. Naturwissenschaft beruht ja zu einem Grossteil
auf der menschlichen Wahrnehmung. Deswegen sind viele
Phaenomaene nicht zu erklaeren. Das erklaert aber nicht
die Existenz eines Gottes.

Nun, in meinem Leben und meiner verwandschaft gab es genug
„Greifbares.“ Auf eigentlich allen Ebenen: Der Glaube half,
probleme zu lösen, gab Sinn, Kirche machte Spass, und auch
einige nicht ganz natürlich zu erklärende Phänomene. Ich
glaube fest daran, dass mir mein Schutzengel das Leben
gerettet hat, aber das mail ich dir bei Bedarf, das ist zu
persönlich fürs Brett. Und dann noch einige Heilungen dank
Lourdeswasser im engesten Familienkreis, dass ist auch sehr
greifbar. ich würde da aber nicht von Wundern reden, eher von
„Wirkmächtigem Glauben“. Abgesehen davon ists nen z7iemliches
prozedere, ein Wunder anerkannt zu bekommen.

Was heisst ‚wirkmaechtiger Glaube‘. Man koennte wohl auch
Plazebo sagen.
Wieso werden immer wieder so viele unerklaerlichen Dinge
gleich Wunder Gottes abgetan ? Vielleicht hat das
ja nix mit eurem Gott zu tun. Wisst ihr das ?

Tja, die Theodizee Frage …„Das Leid ist der Fels des
Atheismus“. Laut Bibel hat Leid keinen Sinn im Sinne von
Strafe oder Prüfung, es ist einfach da. Und viel Leid hängt
auch mit dem Freien Willen des Menschen zusammen.

Hier muss ich aber entschieden einschreiten !
Wieviel Leid, wieviele Morde gehen denn auf das ‚Konto‘
der Religion/Kirche ?
Sterben nicht jeden Tag Menschen, weil Glaeubige
fuer ihren Gott andere Menschen toeten ?
Ist das Gott ? Daran soll man glauben ?
Dafuer habe ich kein Verstaenndnis.
Die Kirche hat eigentlich 2 Seiten :
Zum einen die Lehre, welche man schon als Kind eingestampft
bekommt. Das ist ne gute Sache, hat aber nix mit einem ‚Gott‘
zu tun. Auf der anderen Seite werden Menschen kontrolliert.

Sterben die Kinder, weil es Gott gewollt ist, oder
weil medikamente und Nahrungsmittel durch Menschen zu Teuer
gemacht werden?

Kapitalismus ist nicht gut. Aber viele Kinder sterben auch,
weil Glaeubige im Auftrag ihres Gottes toeten.
Fakt!

Ich hoffe niemanden verletzt zu haben.

Jump

Hallo Philipp,

Laut Bibel hat Leid keinen Sinn im Sinne von
Strafe oder Prüfung, es ist einfach da.

… also ist Gott nicht allmächtig …

Und viel Leid hängt
auch mit dem Freien Willen des Menschen zusammen.

Ja … und wegen des freien Willens musste der „alte Herr mit Rauschebart“ Heuschreckenplagen, Flut- und Erdbebenkatastrophen u.v.m. zulassen - Dinge, die kein Mensch verursacht hat und für die keinerlei menschliches Handeln verantwortlich ist.
HALT! Doch: Die Erbsünde ist’s!
Also, nichts für ungut für die Ironie, aber die Sache mit dem frein Willen kann ich wirklich nicht mehr hören, wurde hier ja schon oft diskutiert.

Viele grüße, Stucki

Hi Jumpman,

du bist ja richtig verlogen. ICH habe eine Allianz mit den Borg um die Weltherrschaft zu erringen…:wink:

Grüße

Gute Frage!!!

Hallo Ihr Lieben,

mir ist durchaus bewußt, daß mir für diese Frage womöglich die
fristlose Exkommunikation aus diesem Brett - wenn nicht sogar
Schlimmeres (ich setz dann schon mal vorsichtshalber wieder
meinen Helm auf) - droht, trotzdem ist sie absolut ernst
gemeint.

Aber nein doch! Bisher habe eigentlich ich hier am meisten abbekommen, und damit melde ich mich wieder zurueck. Deine Frage finde ich uebrigens echt gut.

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben? Ich weiß, eigentlich ist es schon eine

Vorsicht! Warum fiktiv? Selbst als Unglaeubiger war ich immer fuer die Existenz eines Gottes offen. Christ wurde ich aber erst als ich erwachsen wurde, ist ne laengere Geschichte(meine Eltern sind uebrigens strengglaeubige Atheisten). Ich denke wichtig ist die persoenliche Einstellung. Bin ich bereit mich auf etwas einzulassen was den Rahmen meiner Gedankenwelt sprengt?

philosophische Frage… Ist es die Erziehung? Ist es ‚weil es
so üblich ist‘? Da ist doch nichts ‚Greifbares‘ (kommt mir

Ich denke jeder der wirklich glaubt hat eine persoenliche Erfahrung mit Gott durchgemacht. In Wahrheit ist es so, dass Gott Menschen erwaehlt, diesen schenkt er Erkenntnis seiner selbst(das ist natuerlich aus der Perspektive eines Glaeubigen geschrieben). Alles was man machen kann ist sich auf die Suche nach Gott machen.

Mt 7,8: „Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“

Doch wie macht man sich auf die Suche? Mein erster wirklicher Glaubenschritt war ein Gebet. Als ich noch unglaeubig war betete ich: „Gott, FALLS es dich gibt, so gibt dich mir bitte zu erkennen.“ Dieses Gebet setzt uebrigens keinen Glauben voraus, sondern nur, dass man Gott fuer moeglich haelt. Lediglich Leute die auch diese Moeglichkeit von vornherein ausschliessen koennen mit dem Gebet nichts anfangen. Bei mir hat es funktioniert… Spaeter erlebte ich Wunder und Gottes Rettung und Fuehrung in verschiedenen Situationen. Fuer mich ist daher die Existenz Gottes so sicher wie meine eigene…(An die Philosophen: ich weiss das meine Aussagen streng gesehen nicht ganz einwandfrei sind, vor allem wenn man von der „Existenz“ Gottes spricht). Wenn Du mal in der Bibel liest wirst Du auch feststellen: alle Menschen die einen Glauben zu Gott entwickelten z.B. Abraham, hatten persoenliche Erfahrungen mit ihm, d.h. sie haben sein Wirken und Sprechen erlebt.

bis zur Firmung durch). Wenn ich mir die Welt so anschaue,
kann es überhaupt keinen Gott geben. Die christlichen

Da haben wir wieder die beruehmte Theodizee Frage…Diese wurde hier im Forum schon mal durchgekaut, ohne Ergebnis. Ich als Glaeubiger finde die beste Antwort immer noch: „Ich weiss nicht warum es Leiden gibt.“

Allerdings will ich die Frage mal umdrehen. Warum sollten wir Gott suchen/brauchen wenn es kein Leiden gaebe? Wenn man in der Bibel liest sieht man dass Gott immer wieder Eingriff um sein Volk von Leiden und Unterdrueckung zu befreien. Lese auch z.B ueber Jesus:

Lukas 7,22: "Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Geht und verkündet Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: Blinde sehen, Lahme gehen, Aussätzige werden rein, Taube hören, Tote stehen auf, Armen wird das Evangelium gepredigt; 7,23 und selig ist, wer sich nicht ärgert an mir. "

Also Gott will gerne helfen, warum tut er es oft nicht? Weil wir uns ihm nicht zuwenden…Das „zuwenden“ beinhaltet vor allem auch eine Veraenderung in unserem Lebenswandel…

Mit ‚Gott‘ meine ich übrigens auch nicht nur den christlichen

Einen kleinen Tipp will ich Dir geben: Der christliche Gott ist der einzig Wahre, sein Name: Jesus.

Gruss Abraham

Hallo Philipp,

Laut Bibel hat Leid keinen Sinn im Sinne von
Strafe oder Prüfung, es ist einfach da.

… also ist Gott nicht allmächtig …

Hallo Stucki,

man muss nicht alles machen, was machbar ist.

Und Gott muss nicht alles tun, was uns gefällt.

Und wenn es Dir gelingt, Dinge nicht zu tun, obwohl Du sie tun könntest, dann hast Du einen freien Willen.

Gruss Harald

Hallo!

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben?

Oh nein! Nicht die Gestalt mit Rauschebart, der alte Herr…
Damit bauen wir uns ja selbst nur eine Brücke, daß Unvorstellbare doch verstehen zu wollen. Und das kann nur schief gehen.
Aber ich muß zunächst mal selbst erkennen (tue das auch), daß es da etwas gibt, das meine Vorstellungskraft übersteigt. Eine Antwort auf Fragen, die wir nicht beantworten können. Ich glaube, daß es diese Antwort gibt.

Ist es die Erziehung?

Auch. Aber da sind auch noch die Grenzerfahrungen. Eben auch die Fragen, die kein Mensch und keine Wissenschaft beantworten kann. Nach meiner Überzeugung gibt es diese Antworten. Einen Rauschebart haben die allerdings nicht.

Schönen Feiertag!
Martin

Hallo Tessa,

glauben kann auch als Erfahrung eines „Überzeitlichen“ und „Unveränderlichen“ übersetzt werden.

Gott ist ein Ausdruck dieser Ruhe.

und wir werden uns unserer Ungewißheit und des „Preisgegebenseins“ im Leben bewußt.

Alles Gute
Martin

Hi Tessa
Ich werf auch mal meine 10 Pfennig (demn. 5 Cent) rein.
Ich glaube nicht an die „vermenschlichten“ Gottesbilder, die sich so in vielen Religionen rumtreiben.
Die Kernfrage für mich liegt darin, ob dieses leben, dieses Universum einen tieferen Sinn hat.
Eine beweisbare Antwort darauf gibt es nicht.
Sollte die Antwort „Nein, es gibt keinen“ lauten, dann ist die Frage geklärt un bedarf keiner weiteren Diskussion.
Intressant ist die Antwort: „Ich glaube, ja“…
dann stellt sich natürlich die Frage, was ist dieser Sinn.
Hier kann ich nur spekulieren…
Ich weiss es nicht, ich weiss nicht einmal, was ich glauben soll (aber das wird vieleicht noch)
aber ich glaube (sic) das dieses Leben einen tieferen Sinn hat, auch wenn ich ihn noch nicht erkannt habe. Wenn Du diesen „tieferen Sinn“ Gott nennst…

Thema: Böses in der Welt
Das Böse in der Welt ist eine zwangsläufige Folge des relativ freien Willens, dem großartigsten Geschenk „GottesAllahswemoderwasauchimmer“ an den Menschen (und vieleicht andere…)

Fazit: Ich glaube nicht an DEN persönlichen, guten, alles behütenden Gott, aber an Gott im Sinne einer tieferen Bedeutung schon.
Bin wohl am ehesten ein Agnostiker…
Weiss nicht, ob dir das was hilft

Gruß
Mike

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben?

die frage ist nicht richtig gestellt. wer an fiktive dinge
glaubt, wie zum beispiel schneewittchen, ist geisteskrank. gott
ist nicht fiktiv, genausowenig wie die relativitaetstheorie
fiktiv ist. gott ist ein moegliches wort fuer den sinn der welt,
oder fuer den geistigen teil der welt. es ist ein abstraktum.
mein glaube ist nicht wirklich religioes. ich glaube nicht, dass
die bibel wort fuer wort von gott geschrieben wurde. gott ist
auch keine person wie ein mensch. gott ist fuer mich das denken
der welt, die gedanken des universums, so wie mein gehirn denkt.
zum beispiel glaube ich, dass evolution das nachdenken gottes
ist, was er alles erzeugen und probieren moechte. die
wissenschaft nennt das zurecht ‚zufall‘. dass das alles aus
unserer sicht so lange dauert, liegt daran, dass sein denken
wahrscheinlich sehr intensiv ist. :smile:

was die religion als traditionell gelebter ausdruck bestimmter
glaubensformen angeht, hast du recht. erziehung und umgebung
formen meistens diese art von glauben. in meinem fall ist das
nicht so. mein haus war atheistisch. ich bin nicht bereit, ohne
zu fragen und zu denken irgendetwas einfach zu glauben. ich zweifle.

was das theodizee-problem angeht, lass mich ein paar worte sagen.
die schaerfste formulierung lautet ja: entweder weiss gott nichts
von den uebeln, oder er kann nichts machen, oder er will nichts
machen. gut. ein grosser teil des leids ist hausgemacht. menschen
tun eben schlechtes, weil sie menschen sind. anderes leid ergibt
sich aus den regeln der natur, zb. krankheiten, unwetter. ich
glaube, die muessen so sein, sonst waere die welt nicht
konsistent. daran ist gott eben schuld. vielleicht verbessert er
die welt ja noch, oder unser verstand schafft es, dieses leid zu
mindern, zb. durch medizin. damit habe ich kein problem. einen
ausschliesslich guten, ‚lieben‘ gott habe ich gar nicht. der kann
manchmal auch gemein sein (aus unserer sicht).

Mit ‚Gott‘ meine ich übrigens auch nicht nur den christlichen
Gott - na ja, den Gott halt

genau, es gibt auch nur ‚den gott halt‘ und sonst nichts. alle
religionen haben im grunde denselben.

zu ethik lass mich noch was sagen: ich bin der meinung, dass es
gar nicht allzuwichtig ist, was jemand glaubt. das ist ja seine
sache und kann nicht geprueft werden. es kommt eher drauf an,
dass er jene lebenstips, die meistens gott nachgesagt werden,
beachtet. das sind simple dinge wie zum beispiel den anderen zu
respektieren, ihm nicht zu schaden, weder koerperlich noch
seelisch, auch besondersn seinen eltern gegenueber respekt zu
zeigen, keine menschen anzubeten und ihnen blind
hinterherzulaufen, keine materiellen dinge ueberzubwerten als
waeren sie heilig, allen arbeitenden menschen und sogar tieren
freizeit zu goennen, seinen partner nicht zu betruegen, das
rechtssystem nicht zu missbrauchen oder voll neid auf das zu
schauen, was ein anderer hat. am kuerzesten heisst das: den
anderen so zu achten wie man sich selbst achtet. so steht das
auch in der bibel, moses 3, 18, 19 oder so. egal, von wem es
stammt - tun sollte man es auf jeden fall. das ist wichtiger als
jeder glaube.

Hallo Jump,

Und deswegen hab ich mit deiner Frage
etwas Probleme, weil es um Glauben, Persönliches geht.

Wieso Probleme ? Stoesst die Frage nach Gott bei Glaeubigen
im Allgemeinen auf Ablehnung ?

Nein, das nicht. Meine bedenken waren eher der Art, dass es sich um etwas Persönliches handelt, nicht um etwas beweisbares. Sonst werden zwar auch Meinungen diskutiert, aber die meisten sind doch Sachfragen, nach dem Motto: „Was sagt Glaubensgemeinschft xy zu abc…“? Und bei so persönlichen Fragen kann es leicht zu intoleranz kommen.

Ich selbst glaube an Nichts. Und damit leb ich auch ganz
gut.
Andererseits wage ich es auch nicht, die Existenz von ‚Gott‘
zu verneinen. Ich weiss genausowenig wie ihr ob es einen
gibt, oder ? Deswegen muss ich aber nicht glauben.

Nein, niemand zwingt dich zum Glauben.

Woher weißt du, das es um eine Fiktion geht? Nur weil die
Existenz nicht beweisbar ist? Vieles ist nicht
Beweis/erklärbar, aber trotzdem vorhanden. Beispielsweise
Emergenzerscheinungen in den Naturwissenschaften. Die sind
vorhanden, aber nicht erklärbar = in naturwissenschaftlichem
Sinne erklärbar.

Naturwissenschaft ist eigentlich genauso fraglich wie
der Glaube. Naturwissenschaft beruht ja zu einem Grossteil
auf der menschlichen Wahrnehmung. Deswegen sind viele
Phaenomaene nicht zu erklaeren. Das erklaert aber nicht
die Existenz eines Gottes.

Nein, es ging mir nur um die Analogie. Um die Aussage: Auch Nicherklärbares existiert.

ich würde da aber nicht von Wundern reden, eher von

„Wirkmächtigem Glauben“. Abgesehen davon ists nen z7iemliches
prozedere, ein Wunder anerkannt zu bekommen.

Was heisst ‚wirkmaechtiger Glaube‘. Man koennte wohl auch
Plazebo sagen.

Nein, der Placoboeffekt beruht ja daruaf, nicht zu wissen, das es sich um ein Placebo handelt. „Wirkmächtiger Glaube“ bezeichnet eher Wirkungen, die durch den Glauben auftraten, und bei denen man diese Ursache kennt. Das können heilungen durch Psychsomatische Efekte sein, aber auch allgemeine Stimmungen oder durch den Glauben motivierte Handlungen.

Wieso werden immer wieder so viele unerklaerlichen Dinge
gleich Wunder Gottes abgetan ? Vielleicht hat das
ja nix mit eurem Gott zu tun. Wisst ihr das ?

Nein, WISSEN kann man da gar nichts. Überigens wählte ich den Ausdruck „Wirkmächtiger Glaube“ um das Wort „Wunder“ zu vermeiden. es wird zuviel für ein Wunder gehlaten, was keines ist. Und der Vatikan beschäftigt jede Menge hochqualifiezierter Leute, die „Wunder“ natürlich erklären sollen. Die wehren sich mit Händen und Füssen gegen jedes neue.
Aber manches ist eben doch durch Glauben oder Gebete verursacht und nicht anders zu erklären. oder zumindest einfacher. Daher „Wirkmächtiger Glaube“, da es ohne ihn nicht so gewesen wäre.

Tja, die Theodizee Frage …„Das Leid ist der Fels des
Atheismus“. Laut Bibel hat Leid keinen Sinn im Sinne von
Strafe oder Prüfung, es ist einfach da. Und viel Leid hängt
auch mit dem Freien Willen des Menschen zusammen.

Hier muss ich aber entschieden einschreiten !
Wieviel Leid, wieviele Morde gehen denn auf das ‚Konto‘
der Religion/Kirche ?

Gottgewollt oder menschlicher Fehler?

Sterben nicht jeden Tag Menschen, weil Glaeubige
fuer ihren Gott andere Menschen toeten ?

wieder: ist dies von gott gewollt oder ein fehler der menschen?
Viele Grüße, Philipp

Hallo Philipp,

Nein, es ging mir nur um die Analogie. Um die Aussage: Auch
Nicherklärbares existiert.

Da bin ich ganz deiner Meinung.
Weisst du, ich versuche ja hier nicht, die Existenz Gottes
zu leugnen. Ich war frueher eigentlich glaeubig.

Was heisst ‚wirkmaechtiger Glaube‘. Man koennte wohl auch
Plazebo sagen.

Nein, der Placoboeffekt beruht ja daruaf, nicht zu wissen, das
es sich um ein Placebo handelt.

Wenn Glaeubige z.B. ‚heiliges Wasser‘ trinken und erfahren
dadurch eine gewisse koerperliche Heilung, dann ist
das fuer mich ein Placebo-Effekt.

Und der Vatikan beschäftigt jede Menge
hochqualifiezierter Leute, die „Wunder“ natürlich erklären
sollen. Die wehren sich mit Händen und Füssen gegen jedes
neue.
Aber manches ist eben doch durch Glauben oder Gebete
verursacht und nicht anders zu erklären. oder zumindest
einfacher. Daher „Wirkmächtiger Glaube“, da es ohne ihn nicht
so gewesen wäre.

Kannst du mir ein Beispiel liefern, wo ein ‚Wunder‘ durch
Glauben oder Gebete verursacht wurde ?
Ein Beispiel, keinen Beweis.

Hier muss ich aber entschieden einschreiten !
Wieviel Leid, wieviele Morde gehen denn auf das ‚Konto‘
der Religion/Kirche ?

Gottgewollt oder menschlicher Fehler?

Die meisten und schwersten Kriege und Auseinandersetzungen
der Menschheitsgeschichte gehen ganz klar auf das
Konto der Religionen. Daher ist deine Antwort nicht ganz
korrekt.
Gottgewollt ? Mag sein, mag aber auch nicht sein.
Das weisst du genausowenig wie ich.
Aber eins ist wohl klar :
Nicht menschliche Fehler sind die Ursache, sondern
Fehler von glaeubigen Menschen.

Danke fuer dein Feedback.

Jump

Hallo.

Ich denke jeder der wirklich glaubt hat eine persoenliche
Erfahrung mit Gott durchgemacht. In Wahrheit ist es so, dass
Gott Menschen erwaehlt, diesen schenkt er Erkenntnis seiner
selbst(das ist natuerlich aus der Perspektive eines Glaeubigen
geschrieben). Alles was man machen kann ist sich auf die Suche
nach Gott machen.

Aha. Ich dachte, vor Gott sind alle Menschen gleich.
Deiner Ansicht nach scheint es aber Menschen zu geben,
denen Gott sein Erkenntnis seiner selbst schenkt.
Sind diese ‚Erleuchteten‘ gleicher als andere Menschen ?

Mt 7,8: „Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht,
der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.“
Doch wie macht man sich auf die Suche? Mein erster wirklicher
Glaubenschritt war ein Gebet. Als ich noch unglaeubig war
betete ich: „Gott, FALLS es dich gibt, so gibt dich mir bitte
zu erkennen.“ Dieses Gebet setzt uebrigens keinen Glauben
voraus, sondern nur, dass man Gott fuer moeglich haelt.
Lediglich Leute die auch diese Moeglichkeit von vornherein
ausschliessen koennen mit dem Gebet nichts anfangen. Bei mir
hat es funktioniert… Spaeter erlebte ich Wunder und Gottes
Rettung und Fuehrung in verschiedenen Situationen. Fuer mich
ist daher die Existenz Gottes so sicher wie meine eigene…(An
die Philosophen: ich weiss das meine Aussagen streng gesehen
nicht ganz einwandfrei sind, vor allem wenn man von der
„Existenz“ Gottes spricht). Wenn Du mal in der Bibel liest
wirst Du auch feststellen: alle Menschen die einen Glauben zu
Gott entwickelten z.B. Abraham, hatten persoenliche
Erfahrungen mit ihm, d.h. sie haben sein Wirken und Sprechen
erlebt.

Gebete zu Gott. Mag sein, das er nur seinen Auserwaehlten
in irgendeiner Form antwortet.
Mir hat er frueher nie geantwortet, hab sehr viel gebetet.
Vielleicht hab ich ja falsch gebetet oder Gott wollte
mir nie antworteten.

Da haben wir wieder die beruehmte Theodizee Frage…Diese
wurde hier im Forum schon mal durchgekaut, ohne Ergebnis. Ich
als Glaeubiger finde die beste Antwort immer noch: „Ich weiss
nicht warum es Leiden gibt.“

Viel Leid in dieser Welt wird erst von Glaeubigen Menschen
im Auftrag Gottes hervorgebracht. Das ist wohl nicht zu
leugnen.
Ist das nicht genau das Gegenteil, was ‚Gott‘ in seinen
10 Geboten niedergeschrieben hat ?
*So halte auch die andere Wange hin ?*

Also Gott will gerne helfen, warum tut er es oft nicht? Weil
wir uns ihm nicht zuwenden…Das „zuwenden“ beinhaltet vor
allem auch eine Veraenderung in unserem Lebenswandel…

Vor Gott sind alle Menschen gleich.
Ist das nicht eine Christliche Phrase ?

Einen kleinen Tipp will ich Dir geben: Der christliche Gott
ist der einzig Wahre, sein Name: Jesus.

Das ist nur deine Meinung. Der Vatikan ist da anderer
Ansicht. Wie kann man so eine Aussage ueberhaupt posten ?
Du weisst also von dem vorhandensein deines Gottes ?

Ich glaube nicht an deinen Gott, jedenfalls nicht so wie
du ihn siehst.
Gott ist auch nur ein Begriff aus den Religionen.
Ich meine. es gibt da etwas, was fuer alles verantwortlich
ist und alles Beeinflusst.
Wir sind alle Teil des Ganzen.
Gott, Jesus, Allah … ich glaube ihr seid alle auf dem
Falschen Dampfer, sorry.

Oda ?

Jump

Hallo Tessa,

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben?

Es gibt viele Gestalten, an denen Menschen glauben, selbst wenn sie diese Gestalten nicht mit eigenen Augen sehen können.

  • der neuseeländische Stamm der Maori. Du hast möglicherweise noch nie einen gesehen, außer im Fernsehen. Dennoch zweifelst du nicht an ihrer Existenz. (Ich auch nicht :wink: )
  • deine UrUrUrgroßeltern. Selbst wenn du keinen Stammbaum hast, weißt du, dass es sie gegeben hat.
  • Julius Cäsar. Dies ist eine geschichtliche Gestalt, von der es wohl kaum Originaldokumente gibt. Dennoch hat es sie selbstverständlich gegeben.

Selbst die Existenz der Jünger Jesu Christi wird im allgemeinen nicht angezweifelt. Nur mit der Gestalt Jesus selber fängt der Zweifel an.

Einen absoluten jeden Menschen überzeugenden Beweis für die Existenz Gottes gibt es nicht. Es gibt aber eine menge Indizien und Hinweise.

Wenn ich mir die Welt so anschaue,
kann es überhaupt keinen Gott geben. Die christlichen
Religionen tönen doch immer ‚dem Gott der Liebe‘. Wie viele
Kinder sterben jeden Tag? Wie viel Leid gibt es auf der ganzen
Welt? Ein Gott der Liebe kann das doch nicht wollen. Mit den
Prüfungen, die der alte Herr mit Rauschebart angekündigt hat,
kann es auch nichts zu tun haben.

Es handelt sich hierbei um das häufig genannte Theodezée-Problem.
Ich persönlich erzähle den Menschen ständig, dass die gegenwärtigen Zustände nicht von Dauer sind, sondern dass Gott zu einem nur ihm bekannten Zeitpunkt eingreifen wird.

Aber dies wollen die Menschen noch weniger hören und haben. Dann doch lieber das mit den toten Kindern.

Gruß
Carlos

Ich glaubte nicht, aber dann…
Hallo

Also, ich habe nicht glauben wollen, ja ich war ein überzeugter Atheist und erklärte alles durch meine Naturwissenschaft. Christen waren für mich meist nette Menschen, die eben ein wenig irre dachten.

Doch dann merkte ich, daß die Naturwissenschaft auf wichtige Fragen keine Antworten besaß, ja daß die Fragen selbst sinnlos schienen, obwohl sie gleichzeitig wichtig waren. Dann traf ich Leute, die mir von ihrem Glauben erzählten, was nicht weiter wichtig war, ausser daß ich merkte, daß diese Menschen ernst zu nehmen und glaubwürdig waren.

Irgendwann wollte ich es genau wissen, gibt es Gott oder nicht. Ich suchte einen Beweis. Ich fand aber keinen, bis ich schliesslich auf den Trichter kam, ins Nichts hinein zu fragen. Gibt es Gott, so antwortet er, wenn nicht, dann nicht. Und siehe da, er antwortete.

Ich fand heraus, daß sich dieser Gott ganz hervorragend in meine Naturwissenschaft einbauen ließ und wurde zu dem, was ich früher immer belächelt hatte.

Gruß
Thomas

Aha. Ich dachte, vor Gott sind alle Menschen gleich.
Deiner Ansicht nach scheint es aber Menschen zu geben,
denen Gott sein Erkenntnis seiner selbst schenkt.
Sind diese ‚Erleuchteten‘ gleicher als andere Menschen ?

Nun, die Bibel spricht eindeutig davon dass es auserwaehlte gibt…

Gebete zu Gott. Mag sein, das er nur seinen Auserwaehlten
in irgendeiner Form antwortet.
Mir hat er frueher nie geantwortet, hab sehr viel gebetet.
Vielleicht hab ich ja falsch gebetet oder Gott wollte
mir nie antworteten.

Ich weiss es nicht, Gott ist souveraen…ich kann Dir nur empfehlen auf der Suche zu bleiben, wieviel Zeit investiert man schliesslich fuer irgendeinen Bloedsinn, da ist doch die Frage nach Gott viel wichtiger…

Viel Leid in dieser Welt wird erst von Glaeubigen Menschen
im Auftrag Gottes hervorgebracht. Das ist wohl nicht zu
leugnen.

Und viel Leid wird auch von unglaeubigen praktiziert…aber das ist ein anderes Thema. Komisch das jedesmal wenn es um die Frage nach Gott geht, sofort ueber das Leiden in der Welt gesprochen wird…
Ich denke man sollte die Argumentation umdrehen, also nicht: Es gibt Leiden, also kann es keinen Gott geben. Sondern, erst auf die Suche nach Gott machen, und wenn man von seiner Existenz ueberzeugt ist kann man fragen, warum gibt es das Leiden?

Also Gott will gerne helfen, warum tut er es oft nicht? Weil
wir uns ihm nicht zuwenden…Das „zuwenden“ beinhaltet vor
allem auch eine Veraenderung in unserem Lebenswandel…

Vor Gott sind alle Menschen gleich.
Ist das nicht eine Christliche Phrase ?

Nein, zumindest nicht das ich wuesste…Auch wenn Du im alten Testament liest gab es da ein erwaehltes Volk, Israel…
Aber es gibt natuerlich eine Gleichheit was REchte angeht, also ich bin nicht mehr wert/wichtiger als DU…

Einen kleinen Tipp will ich Dir geben: Der christliche Gott
ist der einzig Wahre, sein Name: Jesus.

Das ist nur deine Meinung. Der Vatikan ist da anderer
Ansicht. Wie kann man so eine Aussage ueberhaupt posten ?

Nun, warum nicht? Hier sind persoenliche Meinungen erlaubt. Andere posten ja auch es gaebe keinen Gott…Im uebrigen ist alles was ich poste selbstverstaendlich meine MEinung, was sonst…

Du weisst also von dem vorhandensein deines Gottes ?

Ja, ich weiss davon…

Ich glaube nicht an deinen Gott, jedenfalls nicht so wie
du ihn siehst.

Ok…das ist deinen Entscheidung…

Gott ist auch nur ein Begriff aus den Religionen.

DAs ist deine Meinung, wie kann man nur so etwas posten :smile:

Ich meine. es gibt da etwas, was fuer alles verantwortlich
ist und alles Beeinflusst.
Wir sind alle Teil des Ganzen.

Aha, das ist Deine Religion, ok…jetzt weiss ich mehr…

Gott, Jesus, Allah … ich glaube ihr seid alle auf dem
Falschen Dampfer, sorry.

Oda ?

Ich glaube Du bist leider auf dem falschen Dampfer…

Gruss Abe…

Mir gings genau so(oder so aehnlich :smile:

Irgendwann wollte ich es genau wissen, gibt es Gott oder
nicht. Ich suchte einen Beweis. Ich fand aber keinen, bis ich
schliesslich auf den Trichter kam, ins Nichts hinein zu
fragen. Gibt es Gott, so antwortet er, wenn nicht, dann nicht.
Und siehe da, er antwortete.

Mensch, mir ist es genau so ergangen! Lies meinen Artikel weiter unten. Ich denke deine Denkweise ist typisch Wissenschaftler, wei eben meine auch… wir haben beide ein Experiment gemacht und Gott hat es gelingen lassen…
Es gaebe aber auch die Moeglichkeit „Es gibt Gott aber er antwortet nicht, dann haetten wir ein Problem…“ Aber wer sich mit der Materie auseinandersetzt wird schnell merken dass Gott mehr als genug spricht und schon gesprochen hat…

Gruss Abe…

Hallo Jumper,

Wenn Glaeubige z.B. ‚heiliges Wasser‘ trinken und erfahren
dadurch eine gewisse koerperliche Heilung, dann ist
das fuer mich ein Placebo-Effekt.

Nun, meist ist es wohl der Placebo-Effekt, da gebe ich dir recht.
ich meinte aber etwas anderes: Meine Grossmutter fuhr in sehr schlechter Verfassung nach Lourdes. Und kam geistog wesentlich frischer Zurück. Ohne körperliche Heilung, sondern eben geistig frischer. Sicherlich spielte da das geistige Erlebnis eine Rolle, das gemeinsame Gebet, die Meditation, die Aufregung vorher etc. Das würde ich als wirkmächtigen Glauben, nicht als Placebo Effekt bezeichnen. Den Placobo wäre ja ne körperliche Heilung.

Andere wurden in Lourdes von Knochenkrebs geheilt, ohne medizinische Erklärung. Ein befreundeter Arzt untersuchte diese Heilungen mal und stellte fest, dass diese Art der spontanheilung in seinem Krankenhaus statistisch gesehen doppelt sooft vorkommt wie in Lourdes. Also kein Placoboeffekt, den dann gäbe es ja die anderen heilungen nicht. udn aus dem selben grund kein Wunder im kirchlichen Sinn.

Und der Vatikan beschäftigt jede Menge
hochqualifiezierter Leute, die „Wunder“ natürlich erklären
sollen. Die wehren sich mit Händen und Füssen gegen jedes
neue.
Aber manches ist eben doch durch Glauben oder Gebete
verursacht und nicht anders zu erklären. oder zumindest
einfacher. Daher „Wirkmächtiger Glaube“, da es ohne ihn nicht
so gewesen wäre.

Kannst du mir ein Beispiel liefern, wo ein ‚Wunder‘ durch
Glauben oder Gebete verursacht wurde ?
Ein Beispiel, keinen Beweis.

Tja, das neue testament wimmelt von Heilungswundern, auch ansonsten gab es Wiedererlangen der Sehkraft, Heilungen von Gelähmten etc. ich habe grade das einschlägige Buch nicht da, mails dir aber die Tage mal etwas konkreter.
Bis dann,
Philipp

Wer weiß das schon?
Hallo Tessa,

ich kann Dir gar nicht genau sagen, ob ich glaube oder nicht. Ich weiß aber, daß es eine unglaubliche Arroganz und Ignoranz wäre, einen Gott per se zu verleugnen.

Wenn ich mir die Welt so anschaue,
kann es überhaupt keinen Gott geben. Die christlichen
Religionen tönen doch immer ‚dem Gott der Liebe‘. Wie viele
Kinder sterben jeden Tag? Wie viel Leid gibt es auf der ganzen
Welt? Ein Gott der Liebe kann das doch nicht wollen. Mit den
Prüfungen, die der alte Herr mit Rauschebart angekündigt hat,
kann es auch nichts zu tun haben.

Damit wären wir bei der Definition von „Gott“. Du gehst davon aus, daß Dein (und unser aller) Wertesystem universell gültig ist. „Gut“ und „Böse“ lassen sich aber immer nur im jeweiligen gesellschaftlichen Kontext erklären. Für sich alleine betrachtet, bedeuten diese Worte weniger als nichts. Vor 60 Jahren war es „gut“, Juden zu vernichten. Die einzelne Krebszelle hat eine andere Definition von „gut“ als ihr Wirtskörper. Woher wissen wir, daß unser Wertesystem, von einer höheren Warte aus betrachtet, nicht komplett fehlerhaft ist?

Mit ‚Gott‘ meine ich übrigens auch nicht nur den christlichen
Gott - na ja, den Gott halt - sondern auch Allah, Jehova, etc.

Vielleicht sollten wir uns bei dem Definitionsversuch auch von jeglichen Personalisierungen trennen, stattdessen: Gott als Prinzip des Nichterklärbaren, des großen Fragezeichens, des nächsten Levels im Adventuregame des Lebens.

Kennst Du Platon´s Höhlengleichnis? Wie würde deren Definition von Gott lauten? Der Mensch, der den Schatten wirft? Das Wesen, daß das Feuer angezündet hat? Das Feuer selber?

Ich denke, das es irgendetwas geben muß, was wir mit unseren beschränkten „Scheuklappensinnen“ per definitionem nicht verstehen können. Vielleicht ist auch alles nichts als pure Wissenschaft und irgendwann erklärbar. Wir wissen es nicht und das macht die Sache so spannend.

Ansonsten gefällt mir Douglas Adams´ Antwort sehr gut: 42.

Gruß Dirk