Was bringt Euch dazu, an Gott zu glauben?

Hallo Philipp,

ich meinte aber etwas anderes: Meine Grossmutter fuhr in sehr
schlechter Verfassung nach Lourdes. Und kam geistog wesentlich
frischer Zurück. Ohne körperliche Heilung, sondern eben
geistig frischer. Sicherlich spielte da das geistige Erlebnis
eine Rolle, das gemeinsame Gebet, die Meditation, die
Aufregung vorher etc. Das würde ich als wirkmächtigen Glauben,
nicht als Placebo Effekt bezeichnen. Den Placobo wäre ja ne
körperliche Heilung.

Ich denke jetzt verstehe ich, was du mit wirkmächtigen Glauben
meinst.
Aber das wuerde jetzt mein komplettes Bild der Religion
erschuettern…Fasziniernend.
Also jetzt koennte ich mir ‚Glauben‘ so vorstellen :

Es gibt da mehere Gemeinsame Fixpunkte, an die alle Glaeubigen
mehr oder weniger intensiv glauben.
Mit einem enormen Glauben manifestiert sich eine Staerkung
der eigenen Seele und/oder des Bewusstseins.
Das wuerde ich dir ‚glauben‘.
Aber warum versuchen die meisten Glaeubigen diese
zweifelsfrei ENORME Energie in einer Person, einem Etwas
zu Deuten, einem Gott ? Oder merheren Goetter ?
Ist das Erreichen dieser harmonisierten Seele dann leichter ?
Oder wird es oft falsch interpretiert, so wie von mir ?

Tja, das neue testament wimmelt von Heilungswundern, auch
ansonsten gab es Wiedererlangen der Sehkraft, Heilungen von
Gelähmten etc. ich habe grade das einschlägige Buch nicht da,
mails dir aber die Tage mal etwas konkreter.

Ein Akt der Naechstenliebe ? Nehme Dankend an :wink:
Ich bin gespannt.
*Fingernaegelknabber*

Bolshoe spasibo. Ochen priyatno.

Jump

hallo

Aha. Ich dachte, vor Gott sind alle Menschen gleich.
Deiner Ansicht nach scheint es aber Menschen zu geben,
denen Gott sein Erkenntnis seiner selbst schenkt.
Sind diese ‚Erleuchteten‘ gleicher als andere Menschen ?

Nun, die Bibel spricht eindeutig davon dass es auserwaehlte
gibt…

Vor Gott sind wirklich alle gleich, sie sind alle Sünder in dem Sinne dass sie sich von ihm abgekehrt haben. Das ergibt sich wohl aus der Vertreibung aus dem Paradis (unabhängig davon, ob wir von der Apfelgeschichte ausgehen, irgendetwas ist passiert, was Gott missfallen hat). Deswegen können wir im Ende auch nich allein mit unserem Leben bestehen!
Und im Ende erwartet alle der gleiche Richter.

Aber jeder Mensch hat die Möglichkeit sich zu Gott umzuwenden. wenn er das tut ist er tatsächlich erwählt indem er vor Gott stehen kann und seinem Richter ins Gesicht sehen kann.

Also; keep searching for the truth:smile:

AnnaK

Hallo Tessa

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben? Ich weiß, eigentlich ist es schon eine
philosophische Frage… Ist es die Erziehung? Ist es ‚weil es
so üblich ist‘? Da ist doch nichts ‚Greifbares‘ (kommt mir
bitte nicht mit ‚Du sollst Deinen Gott nicht versuchen‘ - das
kenne ich; ich hab’ das ganze katholische Junioren-Programm
bis zur Firmung durch).

Du hast sicher recht, wenn du meinst, das ist eine persönliche Gottes Erfahrung, die sich dann im Glauben niederschlägt, aber genau so wie du liebe nicht greifen kannst oder trauer oder ärger, genau so gibt es diese und so gibt es auch Gott.

Ich persönlich glaube an Jesus, weil die Bibel von ihm erzählt. Wenn du dir geschichten mal durchliest, das wissen und das können was da drinne steckt, das kann nicht allein nur ein mensch sein! ausserdem spricht schon das alte testament von einer Erlösergestalt, der genau diese Taten vollbringen wird.

Wenn ich mir die Welt so anschaue,

kann es überhaupt keinen Gott geben. Die christlichen
Religionen tönen doch immer ‚dem Gott der Liebe‘. Wie viele
Kinder sterben jeden Tag? Wie viel Leid gibt es auf der ganzen
Welt? Ein Gott der Liebe kann das doch nicht wollen.

Im Johannes Ev. gibts eine Geschichte, wo Jesus einen Blinden heilt und seine Jünger ihn fragen, ob er oder seine Familie gesündigt haben, so dass er leidet. Jesus antwortet, daß in ihm das Wirken Gottes offenbahrt werden soll (Joh. 9,1). Das gibt dir sicher nicht direkt die Antwort. Mir hilft es immer wenn ich mir vor augen führe, daß das Leid nun wirklich nicht von Gott kommt. Gott hat uns diese Welt zu füßen gelegt auf das wir auf ihr glücklich werden. Wenn jeder sich Gott zuwenden würde, würde es dann noch leid geben? kein ahnung aber solange es leid gibt, sind wir dazu aufgefordert, christen oder nichtchristen, zu versuchen, dieses Leid in Glück zu verwandeln. Auf das sich darin das Wirken Gottes offenbahrt.

alles Gute
AnnaK

Hallo Philipp,

Laut Bibel hat Leid keinen Sinn im Sinne von
Strafe oder Prüfung, es ist einfach da.

… also ist Gott nicht allmächtig …

Hallo Stucki,

man muss nicht alles machen, was machbar ist.

Und Gott muss nicht alles tun, was uns gefällt.

Und wenn es Dir gelingt, Dinge nicht zu tun, obwohl Du sie tun
könntest, dann hast Du einen freien Willen.

Warum glauben wir eigentlich, daß Gott uns etwas schuldig wäre? Hat er uns nicht geschaffen um seinen Willen zu tun; es ist schließlich seine Schöpfung! Wenn wir dies nicht tun, haben wir doch nun erst recht keinen Anspruch auf Gnade, oder?

Gruß
AnnaK

Hallo Anna,

Du hast sicher recht, wenn du meinst, das ist eine persönliche
Gottes Erfahrung, die sich dann im Glauben niederschlägt,

Hmmm… So etwas habe ich nicht gesagt. Obwohl ich nicht anzweifeln möchte, daß sich manche Menschen erst durch eine bestimmte Erfahrung dem Glauben zuwenden. Aber: ist es wirklich eine Gotteserfahrung?

aber
genau so wie du liebe nicht greifen kannst oder trauer oder
ärger, genau so gibt es diese und so gibt es auch Gott.

Da bin ich anderer Meinung. Liebe, Trauer und Ärger kann ich durchaus ‚greifen‘. Für diese Gefühle gibt es einen Anlaß bzw. eine Ursache (Liebe = ein Kerl, mit dem ich für immer und ewig zusammenbleiben möchte; Trauer = Granny hat sich für immer verabschiedet; Ärger = mein Liebster treibt mich wieder einmal zur Weißglut). Beim Glauben sehe ich so etwas nicht. Der einzige Grund dafür wäre, daß es mir früher eingetrichtert wurde, schön brav an Gott zu glauben, sonst komme ich in die Hölle.

Ich persönlich glaube an Jesus, weil die Bibel von ihm
erzählt.

Ist das für Dich der einzige Grund? Ich möchte jetzt nicht respektlos klingen, aber: einige Quellen berichten auch über den Osterhasen, Hercules und Drachen in allen möglichen Ausführungen… Ist das ein Grund, daran zu glauben?

Wenn du dir geschichten mal durchliest, das wissen
und das können was da drinne steckt, das kann nicht allein nur
ein mensch sein!

Ich kenne die Geschichten - na ja, zugegeben: längst nicht alle… Trotzdem kann man vieles, was in der Bibel beschrieben wird, inzwischen wissenschaftlich erklären.

ausserdem spricht schon das alte testament
von einer Erlösergestalt, der genau diese Taten vollbringen
wird.

Sorry, aber auch das AT ist für mich kein einleuchtender Beweis (das Wort paßt eigentlich nicht, ein besseres fällt mir aber im Moment nicht ein).

Im Johannes Ev. gibts eine Geschichte, wo Jesus einen Blinden
heilt und seine Jünger ihn fragen, ob er oder seine Familie
gesündigt haben, so dass er leidet. Jesus antwortet, daß in
ihm das Wirken Gottes offenbahrt werden soll (Joh. 9,1).

Auch wenn jetzt der Sturm der Entrüstung losgeht… Dann war Jesus ein Wunderheiler, oder wie? Wenn ich mir die Geschichte mit den 40 Tagen in der Wüste ansehe, dann war er offensichtlich eh ein Wunder. Bei Normalos ist ohne Wasser nach wenigen Tagen Schluß.

Das
gibt dir sicher nicht direkt die Antwort.

Du hast recht, das tut es nicht.

Mir hilft es immer
wenn ich mir vor augen führe, daß das Leid nun wirklich nicht
von Gott kommt. Gott hat uns diese Welt zu füßen gelegt auf
das wir auf ihr glücklich werden.

Aha! Und was ist dann bitte schön mit dem schrecklichen Zorn Gottes?

Wenn jeder sich Gott
zuwenden würde, würde es dann noch leid geben? kein ahnung
aber solange es leid gibt, sind wir dazu aufgefordert,
christen oder nichtchristen, zu versuchen, dieses Leid in
Glück zu verwandeln. Auf das sich darin das Wirken Gottes
offenbahrt.

Liebe Anna, sei mir bitte nicht böse, aber diese Aussage hört sich für mich wirklich nach einem argen Sonnenstich an. Wie in aller Welt willst Du Leid in Glück verwandeln??? Wie soll sich darin bitte schön das Wirken Gottes (welchen auch immer) offenbaren? Fragen über Fragen…

Liebe Grüße

Tessa

Hallo Tessa,

Auch wenn jetzt der Sturm der Entrüstung losgeht… Dann war
Jesus ein Wunderheiler, oder wie? Wenn ich mir die Geschichte
mit den 40 Tagen in der Wüste ansehe, dann war er
offensichtlich eh ein Wunder. Bei Normalos ist ohne Wasser
nach wenigen Tagen Schluß.

Jesus hat gefastet. Dies war damals aus religiösen Gründen durchaus üblich. Auch heute fasten noch Menschen, wenn auch meistens aus profaneren Gründen. Dabei hört man aber nicht auf zu trinken.

Gruß
Carlos

Ach Carlos,

Jesus hat gefastet. Dies war damals aus religiösen Gründen
durchaus üblich. Auch heute fasten noch Menschen, wenn auch
meistens aus profaneren Gründen.

Das ist mir schon bekannt. Ich finde allerdings nirgendwo den Hinweis, daß er die Wasserversorgung mitgeführt hat. Wie Du weißt, bin ich nicht besonders bibelfest…

Liebe Grüße

Tessa

Ich weine …
Trauer, trauer, trauer über all diese Postings.

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, dann sucht er sich einen gott.
Anstatt dass er sich darüber klar wird, dass er noch mehr lernen muß, um das Leben zu begreifen.
All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not sich nicht dem Leben stellen wollen, sondern einen gott suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.
Sie wollen nicht darüber nachdenken, wie sie aus ihrer Niedrigkeit herauskommen, sondern sie suchen ein Höheres, dass sie zum Heil bringt. Und so warten sie und warten …
Der Mensch ist so dumm wie Tiere. Oder ist der Mensch dümmer als ein Tier, da er denken kann?
Und dann zitiert er Zeilen aus einem Buch, das nur als Moralvorschrift für das Leben in einer Gesellschaft verstanden werden darf und sagt „so ist es gewesen“?
Die zehn Gebohte sind super!
Aber nur als Regelwerk für eine Gesellschaft!

Meine Mutter gebraucht Gott und die Kirche um durchs Leben zu kommen. Ja gut, wenn sie damit glücklich ist. Jeder braucht einen Krückstock. Aber sie ist auch 70 Jahre!

Das aber jüngere Leute nicht bereit sind, über sich und die Probleme in ihrem sozialem Umfeld nachzudenken, sich mit dem LEBEN auseinander zu setzen, einen Krückengott als Alibi benutzen um in einer irrealen Welt zu leben, dass macht mich traurig.

Sehr traurig

Gertfried

Trauer, trauer, trauer über all diese Postings.

Trauer über Dein Posting.

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, dann sucht er sich einen
gott.

Ein Mensch, der Gott nicht erlebt hat, sollte sich nicht negativ dazu äußern.

Gruss Harald

Hallo!

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, dann sucht er sich einen
gott.

Da strickst Du aber ein sehr scheuklappiges Menschenbild.

Anstatt dass er sich darüber klar wird, dass er noch mehr
lernen muß, um das Leben zu begreifen.

Mehr lernen schließt doch die Erkenntnis nicht aus, daß man nicht alles verstehen und begreifen kann.

All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen,
sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.

Das ist Fatalismus pur, und der hat mit meinem Glauben nichts zu tun.

Das aber jüngere Leute nicht bereit sind, über sich und die
Probleme in ihrem sozialem Umfeld nachzudenken,

Was das jetzt mit dem Alter zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel.
Im übrigen halte ich es für eine Selbstverständlichkeit, Probleme im sozialen Umfeld wahrzunehmen und nach Möglichkeit zu beseitigen. Mir ist es egal, ob aus humanistischer oder religiöser Überzeugung. Daß der Glaube dem entgegenstehen oder entgegenwirken soll, traurig kurz gedacht.

Martin

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Mich nichts…:frowning:

Hallo Gertfried,

warum eigentlich?
Da die Artikelschreiber für dich fremde Menschen sind, kann es dir doch völlig egal sein, ob diese auf dem Holzweg sind.
Tiere kennen kein Mitleid, sondern höchstens Trauer bei der Erkrankung oder dem Verlust von Rudelgenossen.

All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen, sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.
Sie wollen nicht darüber nachdenken, wie sie aus ihrer
Niedrigkeit herauskommen, sondern sie suchen ein Höheres, dass
sie zum Heil bringt. Und so warten sie und warten …

Gemäß deiner Behauptung, müßten also nur Menschen in Not, Elend und Verzweiflung an einen Gott glauben.
Nicht aber „erfolgreiche“ Menschen, die im Wohlstand und stabilen Verhältnissen leben. Dennoch gibt es viele Menschen, die ohne „Notwendigkeit“ an einen Gott glauben.

Außerdem ist deine Behauptung nur dann vernünftig, wenn du hinreichend belegen kannst, dass es keinen Gott gibt. Wenn du deine Überzeugung aber nicht beweisen kannst, worin unterscheidet sie sich in der Qualität von einem Glauben.

Gruß
Carlos

unter meinem bett…
…wohnt ein drache.

lieber carlos,
kannst du hinreichend belegen, daß dem nicht so ist?
kannst du nicht. also ist meine behauptung wahr.

Außerdem ist deine Behauptung nur dann vernünftig, wenn du
hinreichend belegen kannst, dass es keinen Gott gibt.

aber mal ernsthaft: beweispflichtig ist immer derjenige, der
behauptet, daß etwas ist; und nicht derjenige, der dies
abstreitet.
weiterhin nehmen gläubige jeder art eine wissenschaftliche
beweisführung nur für die „andere“ seite in anspruch, und noch
dazu unter eigensinnigen prämissen.
seltsam eigentlich und sinnlos, da wir doch von individuellem
glauben sprechen. beweisführungen erübrigen sich hier, außer man
möchte sein welt-und glaubensbild zum einzig gültigen erklären.
aber das kommt bei aufgeklärten menschen zum glück nicht mehr
vor.
oder?

gruß,
frank

Hallo Tessa,

erst dachte ich, was für’ne bananige Frage! Eigentlich ist sie aber gut. Denn man merkt, bzw. ich merke, daß ich ganz sicher an Gott glaube, ganz sicher an den „christlichen“ Gott und fest mit beiden Beinen auf den Boden lutherischer Dogmatik stehe (und hier ist mir beides wichtig, so sehr das eine emotional, das andere intellektuell ist.
Aber warum ich das tue, weiß ich nicht. Ich wiß definitiv, daß es nicht Erziehung ist- meine Eltern wundern sich selber:wink:
ich kann aber sagen, warum heute, allerdings nach jahrelangem Theologiestudium und Promotion in diesem Gebiet, der Glaube an Gott, das Einrichten meines Lebens und meiner Handlungen nach gewissen Prinzipien notwendig ist.
Ich denke, es ist ein allgemeiner Topos, daß die Erfahrung der eigenen Begrenztheit (am offensichtlichsten wohl die eigene Sterblichkeit) den Menschen nach einer höheren Macht fragen läßt. Es muß ab nicht die Sterblichkeit sein, sondern tatsächlich die von Dir ins Feld geführte „Liebe“. Und hier ist wohl erst einmal auf den Menschen zu schauen, denn ist der Mensch wirklich zu Liebe fähig? Für mich ist hier Luther wichtig (Heidelberger Disputation, letzte These): Der Mensch liebt das Vorfindliche, er liebt das, was er als schön vorfindet, Gott aber liebt auch das Häßliche schön. Und auch das ist schon nicht begreifbar. Ist es doch die tägliche Erfahrung, daß man als Mensch eben nicht alles und alle lieben kann. Es fängt schon bei dem Obdachlosen an, dem ich nur helfe, weil ich mir denke, ich muß es jetzt tun, weil ich Christ sein will, nicht aus mir heraus. Wirklich selbstlose Liebe gibt es wohl nicht unter den Menschen. Wenn Gott aber das Häßliche (in menschlichen Augen) liebt, dann ist er wirklich Gott, und es ist ein tröstlicher Gedanke, denn das bedeutet auch, daß auch er mich liebt, wenn ich im Grunde für alle anderen unterträglich bin. Hier ist der „christliche“ Gott tatsächlich ein Gott der Liebe zu nennen. Deine Anfrage nach seiner Liebe ist für mich auf andere Weise unbegreiflich, nicht, „wo“ ist Gottes Liebe, sondern „wie“ kann Gott diese Kreatur nur lieben. Und auch wenn man diese letztere Frage bis zum bitteren Ende durchdenkt, kommt man zur Theodizee…
Nichtsdestoweniger ich hier von der Unbegreiflichkeit Gottes spreche, bedeutet dieser Gedanke doch auch viel für das tägliche Leben. Als einfaches Beispiel ist hier die momentane „Gen-Diskussion“ zu nennen. Man bekommt zwar keine Antworten, aber ich halte auch hier den Gedanken für einen wichtigen Einspruch in vorschnelles Handeln, wenn ich auch hier bedenke, daß Gott lieben kann, was manch einer von uns meint, besser gar nicht erst auf die Welt käme (aus welchen Gründen auch immer).
Was bringt mich also dazu, an Gott zu glauben? Sicherlich auch ein „emotionales Bedürfnis“, sicherlich auch die Erfahrung von Hilfe (Gottes), bei dem Versuch mehr zu sein als nur jemand, der das vorfindlich Schöne liebt.

Ob das jetzt die Frage beantwortet, weiß ich auch nicht,

Taju

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hat der liebe Gott einen Chef?
Hallo Tessa,

herzliche Gratulation zu Deinem Thema, ich fand auch die meisten Antworten hervorragend, obwohl es nicht einfach ist, darüber zu diskutieren.

Wenn ich auch versuche, möglichst lustig zu formulieren, bitte ich die Leser, mir keine Mißachtung anderer Menschen zu unterstellen. Ich achte jede Meinung und belächle auch keine, die mit meiner nicht übereinstimmt. Was ich nicht mag, sind Fanatiker und Leute, die mich bekehren wollen, egal ob sie das aus gutem Willen oder berufsmäßig tun. Besonders verwerflich finde ich Mitglieder der in verschiedenen Gebieten vorherrschenden Religionsgemeinschaften, die bereits bei den Kindern versuchen, spätere Mitglieder zu werben.

Nun zur Erklärung meines Untertitels:

Der Herr sprach: „Es werde Licht…“ und dann entstand die Sonne… ?

Ich gehe aber davon aus, daß es vorher einen lauten Knall gab und die Naturgesetze geschaffen wurden. Das heißt, es entstanden Ursonnen die schwere Elemente erbrüteten, es entstanden abermilliarden Sonnen mit vermutlich aberabermilliarden Planeten, Monden Brocken, Kometen und was noch. Der Bauplan sah vor, daß Leben entstehen könne, sofern die Bedingungen halbwegs moderat sind. Dieser Bauplan, den ich so bewundere, mußte schon Details vorhergesehen haben, die später, als Naturgesetze, nicht mehr zu ändern waren. Es gibt kein Wort in keiner Sprache, die diese Schöpfung/Zufall beschreiben könnte; „genial“ würde nur einen winzigen Bruchteil ausdrücken.

Nun, wenn der alte Herr mit Rauschebart schon damit angefangen hat, dann hat er nicht nur uns, sondern möglicherweise noch ein paar Milliarden Planeten mit unvollkommenen „gottähnlichen“ Lebewesen.

Oder hatte er doch einen Chef, der die Basis geschaffen hat und der dann für jeden belebten Planeten einen Abteilungsleiter eingesetzt hat? Unserer hat dann vor zwei Jahrtausenden seinen Sohn entstehen lassen, vor 1400 Jahren einem Propheten die Weisheit verliehen und sogar, mit dem Herrn Josef Schmitt, den neuen Kontinent nicht vergessen. Oder mußte er das auf allen belebten Planeten tun?

Ich würde mich über Antworten freuen, Expertisen werde ich aber mit Mißtrauen lesen, weil mir zu diesem gewaltigen Thema die Vorstellung fehlt.

Grüße Rudolf

‚nichts ist wahr , alles ist erlaubt‘
Ich sehe Gott durch seine eigenen Augen und
ich sage, erinnere Dich und

Erkenne Dich Selbst !

Wer nach der allerletzten Wahrheit strebt, der wird
sie finden, aber er wird nicht Gott finden.

Jump

Beweislast
Hallo!

beweispflichtig ist immer derjenige, der
behauptet, daß etwas ist; und nicht derjenige, der dies
abstreitet.

Ob uns in Glaubensfragen juristische Regeln weiterhelfen, bezweifel ich ja mal grundsätzlich. Aber auf dieser Schiene war die Grundbehauptung, es gebe etwas nicht.

weiterhin nehmen gläubige jeder art eine wissenschaftliche
beweisführung nur für die „andere“ seite in anspruch,

Ich kenne keinen ernsthaften Gläubigen, der da überhaupt mit wissenschaftlicher Beweisführung herkommt. Unfug…

beweisführungen erübrigen sich hier,

Sie erübrigt sich nicht nur, sie ist ohenhin so oder so nicht möglich. Übrigens: zum Glück!

Martin

Hä Jumpman, willste mir die Weltherrschaft (diesmal über die BORG) etwa vermiesen?..:frowning:(

ein empörter Mousehunter

Hallo Rudolf,

Der Herr sprach: „Es werde Licht…“ und dann entstand die
Sonne… ?

So steht es ja gar nicht da.
Es heißt nur:"…und es wurde Licht."
Kein Wort über das wie.

Nun, wenn der alte Herr mit Rauschebart schon damit angefangen
hat, dann hat er nicht nur uns, sondern möglicherweise noch
ein paar Milliarden Planeten mit unvollkommenen
„gottähnlichen“ Lebewesen.

Na und?
Würde das etwas an unserem Leben ändern?
Vielleicht wenn wir sie finden könnten, aber noch weiss keiner von solch einer Existenz.

Gruss Harald

-=[WAHRHEIT]=-

Hä Jumpman, willste mir die Weltherrschaft (diesmal über die
BORG) etwa vermiesen?..:frowning:(

ein empörter Mousehunter

Im Gegenteil.

Lass uns zusammen daran arbeiten. Aber nicht hier,
ich habe das Gefuehl beobachtet zu werden.
Als ob noch jemand ausser uns beiden diese Texte lesen
kann.
Lass uns Geheim weiterarbeiten.
Wir stossen Tueren auf, hinter denen sich der Sinn des
Lebens verbirgt und kreieren diese oede Welt komplett
neu.

Aber Bedenke :

Alles was ich dir verspreche, ist die Wahrheit, diese
ist durch den transparenten Mantel der Erkenntnis
verschleiert und nur du selbst kannst diesen Schleier
enthuellen, denn die Wahrheit …
… findest du in dir selbst…

Jump

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Die Menschen glauben nur was sie sehen, denn was sie
glauben, sehen sie.

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