Hallo Anna,
Du hast sicher recht, wenn du meinst, das ist eine persönliche
Gottes Erfahrung, die sich dann im Glauben niederschlägt,
Hmmm… So etwas habe ich nicht gesagt. Obwohl ich nicht anzweifeln möchte, daß sich manche Menschen erst durch eine bestimmte Erfahrung dem Glauben zuwenden. Aber: ist es wirklich eine Gotteserfahrung?
aber
genau so wie du liebe nicht greifen kannst oder trauer oder
ärger, genau so gibt es diese und so gibt es auch Gott.
Da bin ich anderer Meinung. Liebe, Trauer und Ärger kann ich durchaus ‚greifen‘. Für diese Gefühle gibt es einen Anlaß bzw. eine Ursache (Liebe = ein Kerl, mit dem ich für immer und ewig zusammenbleiben möchte; Trauer = Granny hat sich für immer verabschiedet; Ärger = mein Liebster treibt mich wieder einmal zur Weißglut). Beim Glauben sehe ich so etwas nicht. Der einzige Grund dafür wäre, daß es mir früher eingetrichtert wurde, schön brav an Gott zu glauben, sonst komme ich in die Hölle.
Ich persönlich glaube an Jesus, weil die Bibel von ihm
erzählt.
Ist das für Dich der einzige Grund? Ich möchte jetzt nicht respektlos klingen, aber: einige Quellen berichten auch über den Osterhasen, Hercules und Drachen in allen möglichen Ausführungen… Ist das ein Grund, daran zu glauben?
Wenn du dir geschichten mal durchliest, das wissen
und das können was da drinne steckt, das kann nicht allein nur
ein mensch sein!
Ich kenne die Geschichten - na ja, zugegeben: längst nicht alle… Trotzdem kann man vieles, was in der Bibel beschrieben wird, inzwischen wissenschaftlich erklären.
ausserdem spricht schon das alte testament
von einer Erlösergestalt, der genau diese Taten vollbringen
wird.
Sorry, aber auch das AT ist für mich kein einleuchtender Beweis (das Wort paßt eigentlich nicht, ein besseres fällt mir aber im Moment nicht ein).
Im Johannes Ev. gibts eine Geschichte, wo Jesus einen Blinden
heilt und seine Jünger ihn fragen, ob er oder seine Familie
gesündigt haben, so dass er leidet. Jesus antwortet, daß in
ihm das Wirken Gottes offenbahrt werden soll (Joh. 9,1).
Auch wenn jetzt der Sturm der Entrüstung losgeht… Dann war Jesus ein Wunderheiler, oder wie? Wenn ich mir die Geschichte mit den 40 Tagen in der Wüste ansehe, dann war er offensichtlich eh ein Wunder. Bei Normalos ist ohne Wasser nach wenigen Tagen Schluß.
Das
gibt dir sicher nicht direkt die Antwort.
Du hast recht, das tut es nicht.
Mir hilft es immer
wenn ich mir vor augen führe, daß das Leid nun wirklich nicht
von Gott kommt. Gott hat uns diese Welt zu füßen gelegt auf
das wir auf ihr glücklich werden.
Aha! Und was ist dann bitte schön mit dem schrecklichen Zorn Gottes?
Wenn jeder sich Gott
zuwenden würde, würde es dann noch leid geben? kein ahnung
aber solange es leid gibt, sind wir dazu aufgefordert,
christen oder nichtchristen, zu versuchen, dieses Leid in
Glück zu verwandeln. Auf das sich darin das Wirken Gottes
offenbahrt.
Liebe Anna, sei mir bitte nicht böse, aber diese Aussage hört sich für mich wirklich nach einem argen Sonnenstich an. Wie in aller Welt willst Du Leid in Glück verwandeln??? Wie soll sich darin bitte schön das Wirken Gottes (welchen auch immer) offenbaren? Fragen über Fragen…
Liebe Grüße
Tessa