Hallo Gertfried,
warum eigentlich?
Da die Artikelschreiber für dich fremde Menschen sind, kann es
dir doch völlig egal sein, ob diese auf dem Holzweg sind.
Tiere kennen kein Mitleid, sondern höchstens Trauer bei der
Erkrankung oder dem Verlust von Rudelgenossen.
Warum sollen mir fremde Menschen egal sein? Sprichst du mir Gefühle ab, nur weil ich an keinen gott glaube?
(Ist Trauer nicht auch eine Form des Mitleids? Mitleid mit dem Hingeschiedenen, Mitleid mit mir selbst und der Gemeinschaft, dass ich ab jetzt ohne meinen geliebten Bruder, meiner geliebten Schwester weiter durchs Leben ziehen muß.)
All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen, sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.
Sie wollen nicht darüber nachdenken, wie sie aus ihrer
Niedrigkeit herauskommen, sondern sie suchen ein Höheres, dass
sie zum Heil bringt. Und so warten sie und warten …Gemäß deiner Behauptung, müßten also nur Menschen in Not,
Elend und Verzweiflung an einen Gott glauben.
Nicht aber „erfolgreiche“ Menschen, die im Wohlstand und
stabilen Verhältnissen leben. Dennoch gibt es viele Menschen,
die ohne „Notwendigkeit“ an einen Gott glauben.
Nun, hier im Brett sprachen verschiedene Leute darüber, dass sie ziemlich im Eimer waren und dann plötzlich einen gott gesehen haben, der sie aus der Scheiße gezogen hat. Diese Leute kommen mir sehr extremistisch und missionarisch vor. Fast so wie frische Nichtrauer oder wie vielleicht Neonazies.
Außerdem ist deine Behauptung nur dann vernünftig, wenn du
hinreichend belegen kannst, dass es keinen Gott gibt. Wenn du
deine Überzeugung aber nicht beweisen kannst, worin
unterscheidet sie sich in der Qualität von einem Glauben.
Wie schon ein Vorredner sagte: Warum soll ich etwas beweisen, was es gar nicht gibt.
Der Qualitätsunterschied liegt darin, dass es keine Überzeugung, kein Glauben ist.
Gruß
Gertfried
). Du erkennst sie an ihren Auswirkungen, wie Gott auch.