Was bringt Euch dazu, an Gott zu glauben?

Hallo Gertfried,

warum eigentlich?
Da die Artikelschreiber für dich fremde Menschen sind, kann es
dir doch völlig egal sein, ob diese auf dem Holzweg sind.
Tiere kennen kein Mitleid, sondern höchstens Trauer bei der
Erkrankung oder dem Verlust von Rudelgenossen.

Warum sollen mir fremde Menschen egal sein? Sprichst du mir Gefühle ab, nur weil ich an keinen gott glaube?
(Ist Trauer nicht auch eine Form des Mitleids? Mitleid mit dem Hingeschiedenen, Mitleid mit mir selbst und der Gemeinschaft, dass ich ab jetzt ohne meinen geliebten Bruder, meiner geliebten Schwester weiter durchs Leben ziehen muß.)

All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen, sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.
Sie wollen nicht darüber nachdenken, wie sie aus ihrer
Niedrigkeit herauskommen, sondern sie suchen ein Höheres, dass
sie zum Heil bringt. Und so warten sie und warten …

Gemäß deiner Behauptung, müßten also nur Menschen in Not,
Elend und Verzweiflung an einen Gott glauben.
Nicht aber „erfolgreiche“ Menschen, die im Wohlstand und
stabilen Verhältnissen leben. Dennoch gibt es viele Menschen,
die ohne „Notwendigkeit“ an einen Gott glauben.

Nun, hier im Brett sprachen verschiedene Leute darüber, dass sie ziemlich im Eimer waren und dann plötzlich einen gott gesehen haben, der sie aus der Scheiße gezogen hat. Diese Leute kommen mir sehr extremistisch und missionarisch vor. Fast so wie frische Nichtrauer oder wie vielleicht Neonazies.

Außerdem ist deine Behauptung nur dann vernünftig, wenn du
hinreichend belegen kannst, dass es keinen Gott gibt. Wenn du
deine Überzeugung aber nicht beweisen kannst, worin
unterscheidet sie sich in der Qualität von einem Glauben.

Wie schon ein Vorredner sagte: Warum soll ich etwas beweisen, was es gar nicht gibt.

Der Qualitätsunterschied liegt darin, dass es keine Überzeugung, kein Glauben ist.

Gruß
Gertfried

Hallo!

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, dann sucht er sich einen
gott.

Da strickst Du aber ein sehr scheuklappiges Menschenbild.

Ja, und ist es nicht so? Wer will schon die Wahrheit wissen.

Anstatt dass er sich darüber klar wird, dass er noch mehr
lernen muß, um das Leben zu begreifen.

Mehr lernen schließt doch die Erkenntnis nicht aus, daß man
nicht alles verstehen und begreifen kann.

Aber ja. Meine Meinung.
Aber deshalb brauche ich mir doch nicht einen gott zu basteln, wenn ich an meine Grenzen stoße. Der Mensch ist beschränkt, und einige versuchen, die Grenzen der Beschränktheit zu erweitern. Aber der Glaube an einen gott ist doch ein Bremsschuh, der Unerklärliches einen Namen gibt, sodass man die Hände faul in den Schoß legen kann: der Himmel wird 's schon richten. Soll das so sein? Ich meine NEIN.

All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen,
sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.

Das ist Fatalismus pur, und der hat mit meinem Glauben nichts
zu tun.

Trotzdem habe ich den Eindruck, dass Einige hier genau so denken und handeln.

Das aber jüngere Leute nicht bereit sind, über sich und die
Probleme in ihrem sozialem Umfeld nachzudenken,

Was das jetzt mit dem Alter zu tun haben soll, ist mir ein
Rätsel.
Im übrigen halte ich es für eine Selbstverständlichkeit,
Probleme im sozialen Umfeld wahrzunehmen und nach Möglichkeit
zu beseitigen. Mir ist es egal, ob aus humanistischer oder
religiöser Überzeugung. Daß der Glaube dem entgegenstehen oder
entgegenwirken soll, traurig kurz gedacht.

Also bist du auch so einer, der, wie in meinem Posting gesagt, den Glauben als Krückstock benutzt. Meinen Segen hast du.
Hast du schon mal Rollstuhlfahrer, beim Basketball spielen, gesehen. Dehnen möchte ich nicht begegnen, wenn sie sauer auf mich sind. Die würden mich platt machen.
Zwar sind sie behindert, aber sie meistern ihr Leben. Und benutzen ihren Rollstuhl, ihren „Krückstock“ um ein normales Leben zu führen.

So sehe ich das.

MfG

Getfried

Schwach, sehr schwach oT

Hallo!

Da strickst Du aber ein sehr scheuklappiges Menschenbild.

Ja, und ist es nicht so? Wer will schon die Wahrheit wissen.

Nein, es ist nicht so. Zumindest ist das viel zu pauschal.

Aber deshalb brauche ich mir doch nicht einen gott zu basteln,
wenn ich an meine Grenzen stoße.

Die Frage, was jenseits des Erklärbaren ist oder sein könnte, stellt sich aber.

Aber der Glaube an einen gott ist doch ein
Bremsschuh, der Unerklärliches einen Namen gibt, sodass man
die Hände faul in den Schoß legen kann:

Wieso denn Bremsschuh? Ich sehe das eher als Ansporn.

der Himmel wird 's
schon richten. Soll das so sein? Ich meine NEIN.

Ich sagte schon, Du sprichst hier von Fatalismus, das ist etwas ganz anderes.

Also bist du auch so einer, der, wie in meinem Posting gesagt,
den Glauben als Krückstock benutzt.

Wenn Du so willst, ja natürlich. Oder besser: auch als Krückstock. Ich brauche nämlich manchmal einen. Und wenn mir jemand erzählt, er käme selbst ohne aus, dann vermag ich das eben nicht zu glauben.
Ich ‚nutze‘ meinen Glauben (hoffe ich!) auch als Schwungrad.

Den ‚Krückstock‘ anderer pauschal als senil oder deppert abzuqualifizieren, ist schon sehr billig.

Martin

leichtes Unverständniss

Trauer, trauer, trauer über all diese Postings.

Das ist Billig, sorry…
Wenn Du die Postings tatsächlich alle gelesen hättest, dann sollte dir doch auffallen, das es eine Riesenbandbreite an „Glaubensvorstellungen“ gibt… Von den Tiefgläubigen bis zu den Agnostischen. Das erfordert doch eine etwas differenzierte Betrachtung.

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, dann sucht er sich einen
gott.
Anstatt dass er sich darüber klar wird, dass er noch mehr
lernen muß, um das Leben zu begreifen.
All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen, sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.

Was hat der Glaube an Gott mit der Flucht vor der Welt zu tun?
Es gibt zwei Arten von Glauben. der eine schliest sich von der Welt ab (führt dann irgendwann mal u.a. zu gnostischen Vorstellungen). Der andere bedingt, sich den Herausforderungen der Welt zu stellen und diese zu bewältigen.

Sie wollen nicht darüber nachdenken, wie sie aus ihrer
Niedrigkeit herauskommen, sondern sie suchen ein Höheres, dass
sie zum Heil bringt.

Du redest immer so passiv. Wieso ist Glaube kein Mittel, um durch aktives Handeln aus der Niedrigkeit herauszukommen (Transzendenz zu erreichen?). Viele Menschen schöpfen gerade aus ihrem Glauben die Kraft, sich mit der Welt auseinanderzusetzen.

Und dann zitiert er Zeilen aus einem Buch, das nur als
Moralvorschrift für das Leben in einer Gesellschaft verstanden
werden darf und sagt „so ist es gewesen“?
Die zehn Gebohte sind super!
Aber nur als Regelwerk für eine Gesellschaft!

Moment mal: Erst prügelst Du auf alle Poster ein, und jetzt geht es um den Christlichen Glauben…

Meine Mutter gebraucht Gott und die Kirche um durchs Leben zu
kommen. Ja gut, wenn sie damit glücklich ist. Jeder braucht
einen Krückstock. Aber sie ist auch 70 Jahre!

Ja und… Willst Du unterstellen, das deine Mutter senil ist und nur depperte Menschen „Gott und Kirche“ brauchen…

Das aber jüngere Leute nicht bereit sind, über sich und die
Probleme in ihrem sozialem Umfeld nachzudenken, sich mit dem
LEBEN auseinander zu setzen, einen Krückengott als Alibi
benutzen um in einer irrealen Welt zu leben, dass macht mich
traurig.

Mein lieber Mann, wer hier schafft sich eine irreale Welt und schliest sich wegen seines Glaubens von der Welt ab.
Gnostische und halbgnostische Postings habe ich hier nicht gelesen

Fazit:
Meine Frage an dich: Wieso schließen sich „Glaube“ und „weltliche Problembewältigung“ aus?
ich verstehe deine Argumentation nicht.

Gruß
Mike

2 „Gefällt mir“

Hallo Frank,

…wohnt ein drache.

lieber carlos,
kannst du hinreichend belegen, daß dem nicht so ist?
kannst du nicht. also ist meine behauptung wahr.

Stell dir mal Folgendes vor:
Ich sage einfach, dass deine obige Aussage Blödsinn ist.
Nun komme ich zu dir zu Besuch.
Du ziehst unter deinem Bett ein Terrarium mit einem kleinen Waran hervor.
Und nun steh ich ziemlich bescheuert da.

Außerdem ist deine Behauptung nur dann vernünftig, wenn du
hinreichend belegen kannst, dass es keinen Gott gibt.

aber mal ernsthaft: beweispflichtig ist immer derjenige, der
behauptet, daß etwas ist; und nicht derjenige, der dies
abstreitet.

Könnte sein. Bisher war ich immer der Meinung, dass derjenige beweispflichtig ist, der eine Behauptung aufstellt, bzw. dass man seine Meinung begründen können muß.
Wenn also jemand behauptet, dass eine Mondlandung nicht stattgefunden hat und dass keine 6 Millionen Juden in den KZs umgebracht wurden, würde ich ihn natürlich fragen, wie er zu so einer Behauptung überhaupt kommen kann.

Gertfried findet es bedauerlich, dass so viele Menschen aus psychischen Problemen und Labilität heraus an einen Gott glauben. Die Grundlage dafür ist die weit verbreitete Meinung, dass Gott genauso ein Fabelwesen ist, wie der Weihnachtsmann oder der Osterhase.

Er negiert somit nicht Existenz eines Gottes, wie auch, es gibt diesen Begriff und den Glauben an einen Gott schließlich. Er macht stattdessen Aussagen über seine Natur, indem er ihn als „Krückengott“ bezeichnet. Somit stellt er eine Behauptung auf. Die Grundlage dafür ist aber die These, dass ein Gott außerhalb der Köpfe der Menschen nicht existiert.
Wenn er diese These nicht Beweisen kann, aber dennoch als Grundlage für Folgerungen dient, so handelt es sich um ein Dogma.
Somit hätten seine Behauptungen keine höhere Qualität, als Folgerungen die auf dem Dogma „Es gibt einen Gott“ basieren.

Es gibt durchaus Beweisführungen die für eine Existenz Gottes sprechen. Dass diese Beweissführungen nicht jeden Menschen überzeugen können liegt auf der Hand. Auch dass sie nicht naturwissenschafftlichen Kriterien genügen, da die Naturwissenschafften die Existenz von „höheren Mächten“ bei ihrer Arbeit explezit ausschließt, ja auschließen muss.

seltsam eigentlich und sinnlos, da wir doch von individuellem
glauben sprechen. beweisführungen erübrigen sich hier, außer
man
möchte sein welt-und glaubensbild zum einzig gültigen
erklären.
aber das kommt bei aufgeklärten menschen zum glück nicht mehr
vor.
oder?

Doch. Die Weltreligionen haben häufig die Mission als Kerngedanken. Wie wären sie sonst zu Weltreligionen geworden. Wenn dies heute an Bedeutung verloren hat, so liegt es daran, dass die großen Weltreligionen ihre Gebiete abgesteckt haben und eine gewisse sattheit erreicht haben, bzw. die Intensität des Glaubens abgenommen hat.

Gruß
Carlos

Hallo Gertfried,

Warum sollen mir fremde Menschen egal sein? Sprichst du mir
Gefühle ab, nur weil ich an keinen gott glaube?

Nein, denn dies ist ja eine Besondere Fähigkeit, die Gott dem Menschen mitgegeben hat.

Den Vergleich mit den Tieren hast du gemacht. Vom evolutionären Standpunkt ist Mitleid mit fremden Menschen völlig sinnlos.
Hilft dies dir irgendwie deine Gene weiter zu verstreuen?

Nun, hier im Brett sprachen verschiedene Leute darüber, dass
sie ziemlich im Eimer waren und dann plötzlich einen gott
gesehen haben, der sie aus der Scheiße gezogen hat. Diese
Leute kommen mir sehr extremistisch und missionarisch vor.

Die gibt es gelegentlich. In dem Moment, in dem es Menschen gibt, die dennoch Glauben, obwohl es ihnen nicht schlecht ging, ist deine These ungenügend.

Wie schon ein Vorredner sagte: Warum soll ich etwas beweisen,
was es gar nicht gibt.

Muss du auch nicht. In dem Moment wo du aber die Aussage, dass es keinen Gott gibt, als Grundlage für weitere Folgerungen nimmst, solltest du diese Aussage belegen können. Denn ansonsten wäre es ein Dogma.

Einfach nur zu sagen, „es gibt keinen Gott, das ist so, basta“,
wäre ignorant.

Gruß
Carlos

Hallo Gertfried,

Trauer, trauer, trauer über all diese Postings.

Über deinen kleinen Gesichtskreis

Wenn der Mensch nicht weiter weiß, dann sucht er sich einen
gott.
Anstatt dass er sich darüber klar wird, dass er noch mehr
lernen muß, um das Leben zu begreifen.
All diese Menschen, die in ihrer plötzlichen persönlichen Not
sich nicht dem Leben stellen wollen, sondern einen gott
suchen, der als Schuldiger und Befreier auftrehten muß.
Sie wollen nicht darüber nachdenken, wie sie aus ihrer
Niedrigkeit herauskommen, sondern sie suchen ein Höheres, dass
sie zum Heil bringt. Und so warten sie und warten …

Es gibt genug Leute, die aus dem Glauben, die Kraft schöpften und schöpfen aktiv zu werden:
-Martin Niemöller;
-Dietrich Bonhoeffer;
-Leute der Heilsarmee;
-Menschen, die sich in Nachtcafes für Obdachlose einsetzen;
-ich kenne Menschen, die sich wg. ihres kirchl Hintergrundes für Entwicklungsprojekte in Rumänien/Afrika/Indien persönlich einsetzen, d.h. nicht nur Geld spenden, sondern konkrete Beziehungen aufbauen,

  • die Wende 1989 in de DDR war eine von der Kirche ‚gesponsorte‘ Veranstaltung, da dort sich Menschen treffen konnten, um über ethische Richtlinien nachzudenken und danach zu hahndeln;

Das sind nur eine kleine Anzahl von Beispielen.

Und dann zitiert er Zeilen aus einem Buch, das nur als
Moralvorschrift für das Leben in einer Gesellschaft verstanden
werden darf und sagt „so ist es gewesen“?

Du beziehst dich hier auf eine Gruppe von Gläubigen, die du kennst. Aber du kennst nicht allzuviel.

Die zehn Gebote sind super!
Aber nur als Regelwerk für eine Gesellschaft!

Natürlich:
Du solst deine Eltern ehren-
Du sollst den Feiertag (Sonntag) heiligen-
Du sollst nicht töten -
Du sollst nicht stehlen-
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden-
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Gut-

das alles hat keinen Wert für eine Gesellschaft ?
Du lehnst das BGB ab ?

Meine Mutter gebraucht Gott und die Kirche um durchs Leben zu
kommen. Ja gut, wenn sie damit glücklich ist. Jeder braucht
einen Krückstock. Aber sie ist auch 70 Jahre!

Das aber jüngere Leute nicht bereit sind, über sich und die
Probleme in ihrem sozialem Umfeld nachzudenken, sich mit dem
LEBEN auseinander zu setzen,

mich auch,

einen Krückengott als Alibi
benutzen um in einer irrealen Welt zu leben, dass macht mich
traurig.

mich auch

Tschuess Marco.

Hast du alle meine Postings gelesen?
Ich wende mich gegen Extremisten, wovon es hier einige gibt.
Für mich gilt: jeder soll nach seiner Fasson sehlig werden.
Es gibt viele Menschen (Fußvolk der Kirche), die sich rührend und erfolgreich um karikative Dinge bemühen. Habe ich gegen sie gesprochen? Nein!
Wenn jemand einen gott als Hilfe für’s Leben braucht, bitteschön.
Die Zehn Gebohte sind für mich nicht glaubensverbunden. Sie sind eine knappe und klahre Anweisung, unter welchen Regeln sich eine Gemeinschaft entwickeln und fortbestehen kann. Eine Anleitung! Für alle verständlich!

Was hat der Glaube an Gott mit der Flucht vor der Welt zu tun?
Es gibt zwei Arten von Glauben. der eine schliest sich von der
Welt ab (führt dann irgendwann mal u.a. zu gnostischen
Vorstellungen).

Aha!

Gruß

Gertfried

Aber deshalb brauche ich mir doch nicht einen gott zu basteln,
wenn ich an meine Grenzen stoße.

Die Frage, was jenseits des Erklärbaren ist oder sein könnte,
stellt sich aber.

Na klar, es ist aber kein gott, sondern ein „zur Zeit“ nicht Erklärbares. Morgen oder Übermorgen hat einer die richtige Idee und danngeht es weiter.

der Himmel wird 's
schon richten. Soll das so sein? Ich meine NEIN.

Ich sagte schon, Du sprichst hier von Fatalismus, das ist
etwas ganz anderes.

Diese Menschen sind fatalistisch.

Also bist du auch so einer, der, wie in meinem Posting gesagt,
den Glauben als Krückstock benutzt.

Wenn Du so willst, ja natürlich. Oder besser: auch als
Krückstock. Ich brauche nämlich manchmal einen. Und wenn mir
jemand erzählt, er käme selbst ohne aus, dann vermag ich das
eben nicht zu glauben.
Ich ‚nutze‘ meinen Glauben (hoffe ich!) auch als Schwungrad.

Den ‚Krückstock‘ anderer pauschal als senil oder deppert
abzuqualifizieren, ist schon sehr billig.

Du kennst meine Mutter nicht!

Außerdem sind Krückstöcke senil. Ich hab auf jedem Fall noch keinen ordentlichen Satz aus einem Krückstock raus bekommen.

Lieber Marco …
… wäre es nicht toll, sich ein Posting zweimal durchzuLesen, bevor man darauf antwortet?
Ich sage: die Zehn Gebohte sind gut,
und du gebrauchst diese zehn Gebohte als Argument gegen mich?

Kopfschüttel

Gertfried

Hallo Carlos

Nein, denn dies ist ja eine Besondere Fähigkeit, die Gott dem
Menschen mitgegeben hat.

Was ist das: gott?

Den Vergleich mit den Tieren hast du gemacht. Vom
evolutionären Standpunkt ist Mitleid mit fremden Menschen
völlig sinnlos.
Hilft dies dir irgendwie deine Gene weiter zu verstreuen?

Na, ich denke, dieser Zweibeiner, mit seinen beschränkten Fähigkeiten in der Wildniss hatte ja wohl keine Chance gegen ein Raubtier. Also mußte er in sozialen Gruppen wirken, um zu überleben. Habe ich nicht letztens in einem Posting oder einem Link gelesen, dass der Homo Sapiens vor 100.000 auf gerade mal 10.000 Exemplaren zusammengeschrumpft war? Welche Möglichkeit hätte ich damals gehabt, meine Gene weiter zu geben, wenn nicht in einer sozielen Gruppe, in der ich um jedes verlohrene Mitglied getrauert hätte.

Nun, hier im Brett sprachen verschiedene Leute darüber, dass
sie ziemlich im Eimer waren und dann plötzlich einen gott
gesehen haben, der sie aus der Scheiße gezogen hat. Diese
Leute kommen mir sehr extremistisch und missionarisch vor.

Die gibt es gelegentlich. In dem Moment, in dem es Menschen
gibt, die dennoch Glauben, obwohl es ihnen nicht schlecht
ging, ist deine These ungenügend.

Von diesen Leuten spreche ich nicht!

Wie schon ein Vorredner sagte: Warum soll ich etwas beweisen,
was es gar nicht gibt.

Muss du auch nicht. In dem Moment wo du aber die Aussage, dass
es keinen Gott gibt, als Grundlage für weitere Folgerungen
nimmst, solltest du diese Aussage belegen können. Denn
ansonsten wäre es ein Dogma.

Entschuldige bitte: Wie Bitte???

Einfach nur zu sagen, „es gibt keinen Gott, das ist so,
basta“,
wäre ignorant.

Mit verlaub: Etwas zu postulieren „es ist“ ohne Beweise, das ist ignorant.

Gertfried

OK

Ich sage: die Zehn Gebohte sind gut,
und du gebrauchst diese zehn Gebohte als Argument gegen mich?

Ich hatte ein ‚nicht‘ in den Satz mit der Gesellschaft (also ‚nicht als Regelwerk für die Gesellschaft‘) hineingelesen, so kam ich auf die Replik.
Also sind wir in dem Punkt auf einer Wellenlänge.

Tschuess Marco.

Also kleines Mißverständniss
Hi Gertfried

Ich zitiere mal:

Trauer, trauer, trauer über all diese Postings.

(Hervorhebung vin mir)
Da war mein Posting ja anscheinend auch gemeint *g*

Ich wende mich gegen Extremisten, wovon es hier einige gibt.

Ich mich auch… (wenn ich es net schon aufgegeben habe)
Allerdings gibt es hier einen ganzen Haufen „ganz normale“ Leute, die genauso nach dem Motto „Glauben und Glauben lassen“ leben.
(meine Wenigkeit z.B.)

Dei Posting war halt a bissle undifferenziert in meinen Augen…

Gruß
Mike

Hallo!

Du kennst meine Mutter nicht!

Stimmt. Aber ich kann mir vorstellen, daß es sehr schlimm sein muß. Wenn es sogar dazu führt, daß eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema nicht mehr möglich oder gewollt ist.

Martin

Hallo Anna,

Warum glauben wir eigentlich, daß Gott uns etwas schuldig
wäre?

Also, mir persönlich ist Gott überhaupt nichts schuldig. Warum sollte ich ihm etwas schuldig sein?

Hat er uns nicht geschaffen um seinen Willen zu tun; es
ist schließlich seine Schöpfung!

Das finde ich jetzt allerdings mehr als bequem. Glaubst Du wirklich, daß die Menschen durch einen Gott (welchen auch immer) erschaffen wurden? Wie denn? Hat der gute Mann auf ein Häufchen Ton gepustet und Adam stand auf? Adam war doch kein Golem. Was ist mit der Evolution, die nun nachweislich stattfand bzw. immer noch stattfindet?

Gruß

Tessa

Hallo,

nach einem dreiviertel Jahr Abwesenheit bin ich wieder da - und siehe da gleich ein Kommentar meinerseits.

Wie kommt man/frau dazu, an eine eine solche - fiktive -
Gestalt zu glauben? Ich weiß, eigentlich ist es schon eine
philosophische Frage… Ist es die Erziehung? Ist es ‚weil es
so üblich ist‘?

oft ist es so, dass die Grundlage eines Glaubens die Erziehung oder das allgemein übliche ist. Dies ist jedoch eine sehr schwache Grundlage, oft verlassen diese Menschen bei den kleinsten Problemen den Weg des Glaubens. Die Bibel selbst spricht davon, das man einen Gott an seinen Taten erkennen kann. Die Wissenschaft ist meiner Meinung nach kein „Gegner“ Gottes, sondern bestätigt sie. Nimm dir nur ein paar Beispiele heraus und prüfe auf welchem Stand die Wissenschaft heute ist. Die Erkenntnis der letzten Jahrzehnte hat die Lücken zwischen Ist und Soll wachsen lassen, nicht schrumpfen. Viele Wissenschaftler können vage das wie erklären, aber das warum???

Da ist doch nichts ‚Greifbares‘

richtig, aber du siehst auch nicht die Schwerkraft, aber du wärst doch nicht so töricht sie zu leugnen (wenn doch Schade um deine chinesische Vase :wink:). Du erkennst sie an ihren Auswirkungen, wie Gott auch.

[snip]

Die christlichen
Religionen tönen doch immer ‚dem Gott der Liebe‘. Wie viele
Kinder sterben jeden Tag? Wie viel Leid gibt es auf der ganzen
Welt? Ein Gott der Liebe kann das doch nicht wollen. Mit den
Prüfungen, die der alte Herr mit Rauschebart angekündigt hat,
kann es auch nichts zu tun haben.

Das alte Leid. Die Grundlage des Atheismus ist die Frage: Warum lässt Gott Leid zu???

Ich könnte hier jetzt einen Vortrag darüber halten, aber er würde sich auf die Bibel stützen, an die du sicher nicht glaubst. Aber wie viel Liebe hat er uns auch gegeben? Hat er uns nicht Farbe sehen lassen? Wäre das nötig - nein, wir könnten auch schwarz-weiss gut sehen.

Mit ‚Gott‘ meine ich übrigens auch nicht nur den christlichen
Gott - na ja, den Gott halt - sondern auch Allah, Jehova, etc.

dazu nur eine bemerkung: Jehova ist der christliche Gott, wie auch Jahwe, der Gott der Juden.

Viele Grüße

alex

Hi,

Ich gehe aber davon aus, daß es vorher einen lauten Knall gab
und die Naturgesetze geschaffen wurden. Das heißt, es
entstanden Ursonnen die schwere Elemente erbrüteten, es
entstanden abermilliarden Sonnen mit vermutlich
aberabermilliarden Planeten, Monden Brocken, Kometen und was
noch. Der Bauplan sah vor, daß Leben entstehen könne, sofern
die Bedingungen halbwegs moderat sind. Dieser Bauplan, den ich
so bewundere, mußte schon Details vorhergesehen haben, die
später, als Naturgesetze, nicht mehr zu ändern waren. Es gibt
kein Wort in keiner Sprache, die diese Schöpfung/Zufall
beschreiben könnte; „genial“ würde nur einen winzigen
Bruchteil ausdrücken.

wie meinst du das??? du meinst vor Gott war etwas anderes? Gott hat all diese Gestze erschaffen, er hat den „Urknall“ ins dasein gebracht.

Oder hatte er doch einen Chef, der die Basis geschaffen hat
und der dann für jeden belebten Planeten einen
Abteilungsleiter eingesetzt hat?

nein, die Bibel spricht von ihm als den höchsten.

Unserer hat dann vor zwei
Jahrtausenden seinen Sohn entstehen lassen, vor 1400 Jahren
einem Propheten die Weisheit verliehen und sogar, mit dem
Herrn Josef Schmitt, den neuen Kontinent nicht vergessen. Oder
mußte er das auf allen belebten Planeten tun?

vor zwei Jahrtausenden? Die Bibel spricht von Jesus als Erstgeborenen der Schöpfung, durch ihn kamen alle anderen Dinge ins dasein.

alex

Trauer, trauer, trauer über all diese Postings.

Trauer, trauer, trauer über dieses Posting

Denn hier ist schon wieder mal ein Mensch, der nicht die Wirklichkeit hinter dem Offensichtlichem sieht.
Denn hier ist schon wieder ein Mensch, der meint, Naturwissenschaft sei Sinngebend oder die Frage nach dem Sinn sei sinnlos.
Denn hier ist schon wieder ein Mensch, der meint, der Mensch sei sich selbst genug.

Nicht, daß man mit dieser Einstellung nicht ein gutes Leben führen könnte. Aber nur, wenn man mit der Maske des „Starken“ durch die Gegend läuft. Schwäche ist nicht erlaubt. Und diese Verachtung des „Schwachen“ führt letztlich dazu, daß diese Einstellung unmenschlich ist.

Gruß
Thomas

Hat der gute Mann auf ein
Häufchen Ton gepustet und Adam stand auf? Adam war doch kein
Golem. Was ist mit der Evolution, die nun nachweislich
stattfand bzw. immer noch stattfindet?

was soll diese kindische debatte? es kann evolution stattfinden,
weil gott es so wollte. die beiden sachen stehen nicht im
gegensatz zueinander.