Hallo shockscrew,
hallo Lutz!
Grundsätzlich darf Dir jeder Bachblüten, Farbtherapie etc. andrehen, den hierfür gibt es keinen vorbestimmten Ausbildungsweg mit staatlicher Anerkennung. Aber das hat m. E. nichts zu heissen. Es gibt genügend Schulmediziner und Heilpraktiker mit Ausbildung, die aber nicht therapieren können. Ein Schein an der Wand sagt leider gar nichts, da zur Therapie mehr gehört als gepauktes Wissen.
Sämtliche erfolgreiche Behandlungen mit feinstofflichen Materialien setzen in der Regel ein hohes Wissen voraus, wie funktioniert der Körper, bei Bachblüten z. B. wie wird die Pflanze in der Homöopathie/Phytotherapie eingesetzt. Hierzu gehört auch die Ergreifung des Menschen als „ganze Einheit“.
Das Reiki oder Kinesiologie nahezu risikolos sind, wage ich aus einer Erfahrung im Bekanntenkreis zu bezweifeln. Wenn der Klient Tatsachen verschweigt, wie z. B. ein schwaches Herz, weswegen er Medikamente nehmen muss, kann dies schon zu Komplikationen führen.
Es heisst zwar, dass man auf Bachblüten nicht allergisch reagieren kann, aber es gibt Menschen, die sind im Empfinden so sensibel feinstofflich, dass sie doch mittels einem Heuschnupfen allergisch reagieren (so gesehen bei Elm = Ulme).
Eine Diagnose darf natürlich nicht gestellt werden. Zumal man in der Homöopathie als Patient die schulmedizinische Diagnose „vergessen“ soll. Der ständig eingeschlafene, kleine, rechte Zeh und das linke, meist in den Abendstunden flatternde Auge haben u. U. den ein und denselben Ursprung. Der soll ja behandelt werden und nicht das Symptom der Diagnose.
Wenn der im Fitness-Center ein Angebot zur Farbtherapie gemacht wird, dann klopf doch die Person ein bisschen ab. Das ist schwer, wenn man nichts versteht, aber umso mehr ist der Gefragte gefordert, Dir das verständlich zu machen. Du kriegst ganz schnell raus, ob der Anbieter fähig ist oder nur einseitig gepauktes Latein predigt. Farbtherapie ist ein Teil von einer ganzheitlichen Behandlung, die an Deinem Körper geschieht. Von daher ist es wichtig, dass der Behandler Wissen zu den „angrenzenden Gebieten“ hat.
Bei der Fussreflexzonenmassage ist es meines Wissen so, dass jetzt nur noch medizinisch ausgebildete Personen diese hier in Deutschland anbieten dürfen. Sie wird aber an einigen guten Kosmetikerschulen (!) gelernt. Man kann also die Griffe der Fussreflexzonenmassage und weiss um ihre medizinische/kosmetische Bedeutung, darf sie aber in einem normalen Kosmetiksalon nicht anbieten. Also verkauft mir meine Kosmetikerin (die darin wirklich begnadet ist) eine „Fussmassage“, für die ich in einer richtigen „Praxis“ glatt das Dreifache hinlegen würde.
Von auf einem Kurzlehrgang erworbenem Wissen im Schröpfen würde ich jedoch abraten. Bis zum 2. WK war das ein gutes, altes Hausmitteln und zumindest die Oma in der Familie wusste, wann, wie und wo die Gläser aufgesetzt werden. Man kann vielleicht die Technik in zwei Tagen lernen, aber um hier wirklich als Unterstützungsfunktion dienen zu können, braucht es doch viele Freiwillige im Bekanntenkreis.
Mach es wie beim herkömmlichen Arztbesuch. Verlass Dich auf die Mundpropaganda, sei aber offen und setzte Dich nsatzweise mit der Thematik auseinander, damit Du weisst, auf was Du Dich einlässt.
Gruss Angela
P.S.: Ein Heilpraktiker ohne schulmedizinisches Studium und ohne die Titulierung „Arzt“ darf noch nicht einmal den Tod amtlich bescheinigen. Wie soll der da operien dürfen?