Was für eine Generation wächst da heran?

Ich selbst habe keine, aber durch Verwandte und Bekannte lernte ich die sogenannten Zicken kennen.
Stets unzufrieden, alles ist zuwenig. Stetig sauer oder angebiedert.
Die Girli´s mit 11+ haben noch nicht eine Stunde gearbeitet, wollen
aber stets das neueste Handy, pro Monat mindestens €130.- Telefonkosten verursachen. Immer die neuesten Klamotten usw.
Dankbarkeit gleich Null. Alles wird berechnet. Lieb ist man zu den Eltern nur genau solange bis man bekommt was man an materiellen Gütern braucht.Der Umgangston mit den Eltern würde ich als sehr bedenkenswert einstufen. Keine Ethik, keine Moral uns Respekt und Achtung vor dem anderen. Ein reiner Egotrip.
Habe dazu eigentlich gar keine Frage. Dennoch bin ich auf Reaktionen gespannt. Danke

Hallo erstmal.

Stets unzufrieden, alles ist zuwenig. Stetig sauer oder
angebiedert.
Die Girli´s mit 11+ haben noch nicht eine Stunde gearbeitet,
wollen
aber stets das neueste Handy, pro Monat mindestens €130.-
Telefonkosten verursachen. Immer die neuesten Klamotten usw.
Dankbarkeit gleich Null. Alles wird berechnet. Lieb ist man zu
den Eltern nur genau solange bis man bekommt was man an
materiellen Gütern braucht.Der Umgangston mit den Eltern würde
ich als sehr bedenkenswert einstufen. Keine Ethik, keine Moral
uns Respekt und Achtung vor dem anderen. Ein reiner Egotrip.
Habe dazu eigentlich gar keine Frage. Dennoch bin ich auf
Reaktionen gespannt. Danke

Jedenfalls ist man damit nicht alleine: http://de.biz.yahoo.com/050608/318/4kmv9.html (speichern, morgen könnte er weg sein…)
http://de.biz.yahoo.com/050809/336/4n54q.html
Zwei von meinen Ergüssen: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
…und irgendwo muss man auch den Druck durch diverse Gruppen mit berücksichtigen. Frei nach dem Motto „Wer nicht für uns ist ist gegen uns“.

HTH
mfg M.L.

falsch formulierte Frage
Hallo Christian,

die Frage müsste richtig lauten:
„Was für eine Generation wird da aufgezogen?“

Begründung:
Generationen wachsen nicht so einfach heran (dies ist nur bei Pflanzen zu beobachten).
Menschen (wie auch alle anderen Säugetiere) nehmen sich Beispiele.
Sie nehmen sich ein Beispiel an ihren Eltern.
Wissen als auch Verhalten wird durch die Eltern vermittelt.
usw. usw.
Es liegt an uns, was aus unseren Kindern und der Gesellschaft mal wird.

Gruss
Ray

Hi!

Was sind das für Eltern, die ihren Kindern solch ein Verhalten durchgehen lassen?

Erziehung ohne Gewalt unterstütze ich voll und ganz, aber was einige betreiben ist Erziehung ohne Erziehung.

Die Kinder können am wenigsten dafür, was sie sind. AUßerdem setzt in dem Alter 11+ gerade bei Mädchen heute schon die Pubertät ein und da sind alle ein wenig schwierig :wink:

Tara

Hallo Christian,
was du da schreibst erlebt man leider zu oft.
Ich muß aber dazu sagen das dieses Verhalten auf Erziehungsdefizite hinweist.
Ich bzw. wir haben jetzt für eine Woche besuch von 2 „Girls“ 11+13 Jahre alt (Verwandschaft von meiner Frau) und kann nur sagen die Kinder sind echt Klasse erzogen, kein ich will dies oder das, kein rumgezicke. Man kann sich mit den beiden auch super unterhalten und merkt auch das sie das Gesagte annehmen.
Hier hat die Erziehung funktioniert und ich hoffe das wir unsere Tochter auch so gut erziehen können.
Schade das die Beiden am Sonntag schon wieder gehen.

Gruß
schnorz

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Hi,

Jedenfalls ist man damit nicht alleine:
http://de.biz.yahoo.com/050608/318/4kmv9.html (speichern,
morgen könnte er weg sein…)

Ganz geb ich die Hoffnung nicht, denn gestern hat sich ein 11/12-jähriger bei mir entschuldigt, dem ich vors Fahrrad lief, weil ich nicht aufpasste.

CU

Axel

Unsere Kinder, ein uraltes Thema
Hallo Christian,

es sind unsere Kinder, die da heranwachsen. Unsere und die unserer Freunde und Klassenkameraden. Es beklagte sich schon Sokrates darüber, dass die Jugend keine Moral mehr habe, faul sei und unmöglich draußen herumliefe.
Du greifst hier 2 Kinder heraus und verdammst gleich eine ganze Generation. 2 Individuen finde ich aber nicht gerade repräsentativ für alle.
Meine eigenen Kinder sind noch kleiner, ich kenne aber auch Jugendliche dieses Alters und finde die meisten recht wohlerzogen. Allerdings muss man auch beachten, dass sie sich so verhalten, wie sich selbst angesprochen werden. Ich behandle sie mit Respekt und ein wenig Humor und fahre damit sehr gut.
Ich bemühe hier mal noch einen sehr, sehr alten Satz: Zieh erst mal selbst Kinder auf und dann poste hier noch mal.

Viele Grüße, Heike

*Gähn*
Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten soll. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

Sokrates (470 - 399 v. Chr.), griechischer Philosoph

Die Klage über die Frechheit, Begehrlichkeit und Zügellosigkeit der jungen Leute ist ein Topos, der seit Platon (und schon früher) die Weltliteratur durchzieht. Bereits um die Wende vom dritten zum zweiten vorchristlichen Jahrtausend wird in der Inschrift einer ägyptischen Steintafel geklagt, daß die heutige Jugend kaum noch Respekt vor den Eltern zeige, sie sei von Grund aus verdorben, voller Ungeduld und ohne jede Selbstbeherrschung; über die Erfahrungen und Einsichten der Älteren werde gespottet, es seien bedenkliche Zeiten und man müsse vermuten, daß sich in dem Verhalten der Jugendlichen Verderben und Untergang des Menschengeschlechtes drohend ankündigten.

Bei Hesiod findet sich im 7. Jahrhundert v.Chr. der Satz: »Nicht ist der Vater dem Kind, das Kind dem Vater gewogen… Nicht ist der Bruder lieb, wie er doch früher gewesen; bald versagen sie selbst den greisen Eltern die Ehrfurcht.«

Im Alten Testament findet sich beim Propheten Micha die Aussage: »Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider die Mutter, die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter« (Micha 7,6).

In seinem Werk »Der Staat« schreibt der große griechische Denker Platon (427 - 347v.Chr.): » …die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat.«

Aristoteles berichtet: »Was nun zunächst die jungen Leute angeht, so sind sie heftig in ihrem Begehren und geneigt, das ins Werk zu setzen, wonach ihr Begehren steht. Von den leiblichen Begierden sind es vorzugsweise die des Liebesgenusses, denen sie nachgehen, und in diesem Punkt sind sie alle ohne Selbstbeherrschung. (…) (Sie sind) …zornmütig und leidenschaftlich aufwallend in ihrem Zorne. Auch sind sie nicht imstande, ihren Zorn zu bemeistern, denn aus Ehrgeiz ertragen sie es nicht, sich geringschätzig behandelt zu sehen, sondern sie empören sich, sobald sie sich beleidigt glauben. (…) Auch hoffnungsreich sind sie, denn das Feuer, das dem Zecher
der Wein gibt, haben die Jünglinge von der Natur… (…) …sie tun alles eben zu sehr, sie lieben zu sehr und hassen zu sehr, und ebenso in allen anderen Empfindungen.« Und weiter: »Wenn ich die junge Generation anschaue, verzweifle ich an der Zukunft der Zivilisation.«

Plutarch schreibt, »…auf ihrem Höhepunkt kennt die Jugend nur die
Verschwendung, ist leidenschaftlich dem Tanze ergeben und bedarf somit wirklich eines Zügels. Wer nicht dieses Alter nachdrücklich unter seiner Aufsicht hält, gibt unmerklich der Torheit die beste Gelegenheit zu bösen Streichen…«, zu denen gehören »Unmäßigkeit im Essen, sich vergreifen am Geld des Vaters, Würfelspiel, Schmausereien, Saufgelage, Liebeshändel mit jungen Mädchen, Schändung verheirateter Frauen.« Als Erziehungsmaßnahmen empfiehlt er »Hoffnung auf Ehre und Furcht vor Strafe… (…). Diejenigen aber, die … gegen alle tadelnden Vorstellungen taub sind, muß man durch das
Joch der Ehe zu fesseln versuchen.«

Horaz klagt über den »bartlosen Jüngling«, daß er » …für Mahnworte
harthörig (sei), … großspurig im Geldausgeben; hoch hinausstrebend, rasch im Begehren…«.

580 n.Chr. schreibt Gregor von Tours, »…daß man die Flammen der
jugendlichen Leidenschaft nur mit Hilfe der klösterlichen Aufsicht und einer strengen Disziplin besiegen könne.«

Im »Dietrich von Bern«, einer anonymen mittelhochdeutschen Heldendichtung, entstanden im 13. Jahrhundert, wird die Klage Walther von Wasgensteins, eines Neffen des Kaisers, laut, ob denn die Jugend von heute noch etwas anderes könne als den Becher schwingen.

1250 vertritt Vincent von Beauvais die Auffassung, »…
wenn der Knabe … ins Jünglingsalter tritt, so hat er auch dann, weil sich dieses Alter ebenso leicht dem Bösen zuneigt, den Zügel der Zucht nötig…«. Die Klage der Väter, daß die Jugend nicht auf ihren Rat höre, verstummt.

1274 schreibt der Mönch Peter: »Die Welt macht schlimme Zeiten durch. Die jungen Leute von heute denken an nichts anderes als an sich selbst. Sie haben keine Ehrfurcht vor ihren Eltern oder dem Alter. Sie sind ungeduldig und unbeherrscht. Sie reden so, als wüßten sie alles, und was wir für weise halten, empfinden sie als Torheit. Und was die Mädchen betrifft, sie sind unbescheiden und unweiblich in ihrer Ausdrucksweise, ihrem Benehmen und ihrer Kleidung.«

Später sieht man die Jugend sogar als Krankheitszustand an, und Melanchton verlieh Mitte des 16. Jahrhunderts der Meinung Ausdruck, der grenzenlose Mutwille der Jugend sei ein Zeichen, daß der Weltuntergang nah bevorstünde.

Klagen über das extravagante Verhalten der Jugend werden zu einem Klagelied des 18. Jahrhunderts. Ein Schulmeister schreibt: »Das Sittenverderben unserer heutigen Jugend ist so groß, daß ich unmöglich länger bey derselben aushalten kann.« Die Disziplinschwierigkeiten werden so groß, daß sogar der Unterricht
im Klassenverband in Frage gestellt zu sein scheint: »Ja, oft geschieht es, daß die nicht in Schranken gehaltene oder nicht gebührend ausgetriebene Zuchtlosigkeit eines einzigen Jünglings von ungesunder Triebkraft und verdorbenen Auswüchsen auch die übrigen noch frischen und gesunden Pflanzen ansteckt. Deshalb konnte Quintilian mit Recht die Frage aufwerfen, ob es
besser sei, die jungen Leute gemeinsam in Schulen oder einzeln in Häusern zu unterrichten.«

Ende des 18. Jahrhunderts verfaßt Kajetan von Weiller eine »Jugendkunde«, in der u.a. zu lesen steht: »Ihr sprühet von den Ambosen eurer Thorheiten und Laster gefährliche Funken…«.

»Immer wieder wird die ‚Wirksamkeit der Volksschule bei dem zunehmenden Sittenverfall‘ (Allgemeine Schulzeitung, Darmstadt 1826, Abtlg. I, S. 201 - 107 [sic!] uns S. 209 - 213) diskutiert oder ‚die immer lauter werdenden Klagen über die zunehmende Rohheit und Verwilderung unserer Jugend, besonders der erwachsenen Dorfjugend‘ (a.a.O., S. 285 - 287) erörtert.«

1852 heisst es in einem Regierungsbericht: »Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß bei der Schuljugend die früher kundgegebene Anständigkeit und das sittliche Benehmen … mehr und mehr verschwinde.«

uns so weiter …

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Roland

Hallo Orlando,

Sokrates (470 - 399 v. Chr.), griechischer Philosoph
Bei Hesiod findet sich im 7. Jahrhundert v.Chr. der Satz:
Im Alten Testament findet sich beim Propheten Micha die
In seinem Werk »Der Staat« schreibt der große griechische
Denker Platon (427 - 347v.Chr.): » …die Schüler achten
Aristoteles berichtet: »Was nun zunächst die jungen Leute
Plutarch schreibt, »…auf ihrem Höhepunkt kennt die Jugend
Horaz klagt über den »bartlosen Jüngling«, daß er » …für
580 n.Chr. schreibt Gregor von Tours, »…daß man die Flammen
Im »Dietrich von Bern«, einer anonymen mittelhochdeutschen
Heldendichtung, entstanden im 13. Jahrhundert, wird die Klage
1250 vertritt Vincent von Beauvais die Auffassung, »…
1274 schreibt der Mönch Peter: »Die Welt macht schlimme
und Melanchton verlieh Mitte des 16. Jahrhunderts der Meinung
Klagen über das extravagante Verhalten der Jugend werden zu
einem Klagelied des 18. Jahrhunderts. Ein Schulmeister
Ende des 18. Jahrhunderts verfaßt Kajetan von Weiller eine
»Immer wieder wird die ‚Wirksamkeit der Volksschule bei dem
zunehmenden Sittenverfall‘ (Allgemeine Schulzeitung, Darmstadt
1826, Abtlg. I, S. 201 - 107 [sic!] uns S. 209 - 213)
1852 heisst es in einem Regierungsbericht: »Es ist die

Das könnte man doch „schön formatiert“ als
FAQ-Artikel für dieses Brett linken?

Grüße

CMБ

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Hallo Christian!

Ich finde die heranwachsende Generation klasse!

Vielleicht bin ich da ein bisschen voreingenommen, denn (im Gegensatz zu Dir) habe ich ein Kind und plaudere gerne aus dem Nähkästchen.

Aus einem ehemals blondgelockten, kleinen Quirl ist ein dunkelhaariger und riesengroßer junger Mann geworden.
Er ist selbstbewusst und steht zu seinen Worten. Legt sich auch mal mit Andersdenkenden an, verabscheut Gewalt und ist alten Menschen gegenüber hilfsbereit und feinfühlig.
Markenklamotten sind für ihn unwichtig, stattdessen interessiert er sich für Politik und Fremdsprachen.
Setzt sich in der Schülervertretung und für die Schülerzeitung ein und mäht sogar mal ab und zu unseren Rasen.
Sein Zimmer sieht aus wie meines vor 35 Jahren, und es ist sicher nicht immer bequem mit ihm. War es mit mir aber auch nicht!!!

Angelika

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ie Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.

Sokrates, griechischer Philosoph, 470 - 399 v. Chr.
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Jeder hat die Kinder…
… die er verdient.

Das kann ich als „Aussenstehende“ (da kinderlos) im - kinderreichen - Freundeskreis immer wieder beobachten. Die wenigsten Kinder verhalten sich so, wie von Dir beschrieben - und wenn, kann man direkte Zusammenhänge mit der Inkonsequenz und Bequemlichkeit der Eltern sehen.

Also - selbst schuld.

Viele Grüße
Tania

Hallo Christian,

dann warte mal ab, bis Du selber Kinder hast. Dein Urteil ist viel zu eindimensional. Und selbst, wenn Dir in Deinem Bekanntenkreis dieser Eindruck entstanden ist - was siehst Du schon als Außenstehender???

Mein Sohn ist auf der Straße auch total cool und easy going. Aber zu Hause kuschelt er - inzwischen 12 - in meinen Armen, trägt mich auf Händen und will, dass ich seinen Liebeskummer oder Schulfrust ernst nehme.

Zu guterletzt: Die Kinder sind nicht einfach, sie werden so erzogen. Kinder leben genau DAS nach, was sie daheim sehen. Ich würde an Deiner Stelle also mal ernsthaft Deinen Verwandten- und Bekanntenkreis hinterfragen und nicht die Kinder!

In diesem Sinne,
Jana

Hi Christian, (das ist ein Gruß, sowas hab ich damals auch als höflich gelernt!)

noch ein paar Kommentare:

„Der größte Fehler, den die Jugend von heute hat, ist der, daß man nicht mehr zu ihr gehört.“

Salvador Dali

Die Zukunft war früher auch besser

Karl Valentin

Gandalf

Hallo Christian,

es fallen ja auch immer diejenigen auf, die sich daneben benehmen. Das die ältere Generation mit pubertierenden Jugendlichen nicht sonderlich gut zu Rande kommt halte ich im übrigen für normal. In dieser Altersphase lehnen sich junge Menschen gegen die bestehende Ordung auf, mit mehr oder weniger sinnvollen Idealen. Ich denke, dass ist auch gut so!

Die ältere Generation versucht, die Jugendlichen in die bestehende Ordung zu integrieren und sie zur Übernahme dessen zu bewegen, was sie selbst gewohnt sind und die Jugendlichen versuchen die Welt zu verändern. Von seiner Erziehung hängt es ab, wie sich das bei jedem Einzelnen äußert (mancher will nur Spass, manch einer die Welt retten, beide sind unbequem (ich habe mich damals mit meiner Oma wegen jedes laufenden Wasserhahnes angelegt)).
Später gliedern sich dann die meisten „Rebellen“ mehr oder weniger gut in die Gesellschaft ein und werden „realistischer“. Gäbe es keine aufbegehrende Jugend, dann gäbe es auch keinen Fortschritt, würden die Älteren nicht versuchen, sie in die Schranken zu weisen, dann gäbe es das totale Chaos.

Ein gutes Beispiel sind die 68’er. Die allermeisten der ehemaligen Strassenroudis sind inzwischen etabliert in der Gesellschaft, gehören zu dem System, das sie einst bekämpft haben. Trotzdem haben sie in unserer Gesellschaft ihre Spuren hinterlassen.

Fazit: Jede neue Generation bringt frischen Schwung und Ideen in ein verkrustetes System - und eine Handvoll Idioten.

Viele Grüße

Bianca

Au, Axel,

das ist aber doch irgendwie ein absolutes Negativ-Beispiel, wenn sich ein 11/12-jähriger bei dir entschuldigt, dem du vors Fahrrad liefst, weil du nicht aufpasstest, oder?

Wurde dem armen Jungen etwa beigebracht, sich immer für alles zu entschuldigen was in seinem Umfeld passiert, egal ob er dran ursächlich schuld war oder nicht?

Michael

hallo christian,

es geht nicht so sehr um die generation.
deine frage ist einfach ausdruck des umstandes, daß du alt wirst.
so einfach ist das.
bald wird dein kopf anfangen zu wackeln und du wirst murmeln:
„wir damals, zucht und ordnung, niemals, als wir noch k.u.k. hatten usw.“
aber das macht nichts, nicht alle alten leute können so cool sein wie der großvater beim „kleinen arschloch“.

strubbel
=;O)

Hallo.

…erstaunlich wie schnell ein Thread hier archiviert wird.

Dennoch hier der versprochene link: http://www.pressetext.at/pte.mc?pte=050525011

Viel Spass damit
mfg M.L.

***nicht vergessen***
„Vertraue, aber prüfe nach“

Was beweist, dass sie zumindest auf das Leben in der härter werdenden Ellenbogengesellschaft nach dem wohlbehüteten Leben ein bischen vorbereitet sind.

Hallo!

Mensch Christian, das ist doch ganz normal!
Ich kann auch keinen großen Unterscheid feststellen zu Jugendlichen heute und zu meiner Zeit (vor ca. 15 Jahren). Ich war auf dem Gymnasium und wir haben trotzdem ab der 8. Klasse gesoffen, ich wollte Geld für 'ne Diesel-Hose haben, ich hab geraucht und könnte heute noch teilweise im Erdboden versinken, wenn ich daran denke, wie ich mich meiner Mutter gegenüber verhalten habe. Und jetzt bin ich, meiner Meinung nach, sozial kompetent, weiß mich zu benehmen, kann „bitte“ und „danke“ sagen, kotze nicht in die Straßenbahn und hau der Oma den Spazierstock nicht weg. Ich bin eher selten beim Wettsaufen dabei, arbeite meistens 8 Stunden am Tag im Gegensatz zu 0 wie früher und bringe dem größten Teil meiner Umgebung Respekt entgegen. Ich war als Pubertierende wirklich sehr unangenehm. Und ich denke nicht unbedingt, daß das jetzt hauptsächlich die Schuld meiner Mutter ist. Meine Schwester z.B. war da eher brav und nicht so zickig und aufbrausend.
Ich denke, ob da wirklich was „schiefgelaufen“ ist in der Erziehung sieht man nach der Pubertät - da bin ich dann plötzlich eher an der Umgebung interessiert, ehrgeizig und fleißig gewesen - vernünftig sogar- und keiner konnte es glauben.
Ich denke, manche sind halt auch eher anfällig. Jugendliche werden immer damit zu tun haben, Ihren Standpunkt zu verteidigen und Machtspielchen zu spielen. Wie sie das tun und in welchen Ausmaß ist natürlich in jeder Generation unterschiedlich. Aber notwendig ist es meiner Meinung nach auf jeden Fall. Sollen sie doch vor den Freunden damit protzen, daß sie der Mama das neuste Handy aus den Rippen geleiert haben.

Mein Vater hat seinem Lehrer früher in den Brötchenbeutel gepinkelt - das hätten wir uns nie im Leben getraut!

Also - ich finde, solange es nicht in Gewalt ausartet kann man mal großzügig durchatmen, bis 10 zählen und sich anderen Problemen widmen.

Lieben Gruß,
M.

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Ganz abseits dieser Diskussion:
Danke fuer diesen Hoffnungsschimmer.

Gruesse einer Teenager geplagten Mutter,
Elke